Sicher, stark und selbstbewußt – Misserfolge

Episode 60
16:49

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Neue Rubrik in deinem Lieblings-Papa Podcast!

Sie nennt sich „Sicher, stark und selbstbewusst“ und wir sprechen über das Mega-Thema „Selbstwertgefühl“. Und zwar mit Eltern-Coach Ben Strigl, den ihr vielleicht noch aus Folge #29 kennt! Wegen großer Nachfrage ab sofort regelmäßig! Deine Fragen oder Themenwünsche – auch anonymisiert – gerne an ⁠podcast@papamia.at⁠

In dieser Episode beschäftigen wir uns mit dem Umgang von Kindern mit Misserfolgen.

  • Warum ist die Rolle von uns Eltern so immens groß?
  • Wie sollen wir bei Misserfolgen der Kids reagieren?
  • Wie können wir das unmittelbar in den Alltag integrieren?

Hör‘ gleich rein und abonniere uns, damit Du keine Folge verpasst!

(00:00) – Intro
(02:16) – Umgang mit Misserfolgen im Alltag
(07:14) – Emotionale Reaktionen nach Misserfolgen
(11:20) – Tipps für Eltern bei Misserfolgen

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Transkript:

Ben Strigl: [0:00] Wenn ein Bub aufs Tor zuläuft oder auch ein Mädchen aufs Tor zuläuft und schießt und trifft, wo geht der erste Blick hin? Ben Strigl: [0:07] Fast immer zu den Eltern. Bernhard Vosicky: [0:16] Willkommen in einer weiteren Folge von Papa Mia, die Rubrik Sicher, Stark und Selbstbewusst mit Familiencoach Ben Striegel. Schön, dass du wieder da bist. Schön, dass du Zeit hast. Ben Strigl: [0:25] Ich freue mich sehr. Bernhard Vosicky: [0:26] Ich weiß, du als zweifach Papa und gut gebuchter Familiencoach, es ist nicht immer einfach Termine zu finden. Ich freue mich, dass wir es geschafft haben und dass du uns mit deiner Expertise eben in Sachen sicher, stark und selbstbewusst Auftreten unserer Kids, wie wir es als Eltern angehen können, da unterstützen kannst. Ziel dieser Rubrik ist es, Eltern ein bisschen auch mit konkreten Handlungsanweisungen zu Hilfe zu gehen, wie sie vielleicht mit auftretenden Problemen mit ihren Kids im Alltag umgehen können. Deswegen machen wir das. Bernhard Vosicky: [0:59] Und heute hätten wir als großes Thema den Umgang mit Misserfolgen ausgewählt, weil es einfach darum geht, und das merke ich jetzt auch schon bei meiner großen Tochter, die jetzt neun ist, vierte Klasse Volksschule. Bernhard Vosicky: [1:15] Es kommen Schularbeiten. Und ich muss wirklich sagen, sie hat bis dato, ist sie so ein klassisches 1er-0-Fehlerkind. Also natürlich super, aber insgeheim wünsche ich mir wahnsinnig schon, dass endlich mal was passiert, wo sie nicht fehlerlos ist, nicht makrios ist, weil dich ja eigentlich nur das weiterbringt, zumindest glaube ich das. Aber vielleicht nochmal dazu, ich möchte diese Folgen unterteilen in drei Teile. Erstens einmal Definition, Abgrenzung. Worüber reden wir? Was heißt das überhaupt? Misserfolg. Das zweite ist, wie läuft das im Alltag ab? Also was sind so konkrete Fallbeispiele, wie ich jetzt schon sage? Schularbeiten wären sicher so ein Thema. Und das dritte ist dann, wie kann ich als Elternteil damit umgehen, um meinem Kind ein besseres Gefühl und im langfristigen Sinn ein hohes Selbstwertgefühl mitzugeben? Das sind so die Sachen, die ich heute angehen möchte. Viel Inhalt für 15 Minuten, die wir uns vorgenommen haben, aber fangen wir mal an, Misserfolge als solche. Bernhard Vosicky: [2:17] Ist ein Fehler, ist eine Schule, bewertet halt so, ist das in irgendeiner Folge überhaupt ein Misserfolg oder sollte ich das gar nicht als solches sehen? Ben Strigl: [2:28] Ich mag das Wort schon gar nicht, als du es gerade ausgesprochen hast. Bernhard Vosicky: [2:32] Misserfolg meistert, oder? Ben Strigl: [2:33] Ja, Misserfolg ist kein schönes Wort. Es gibt ja diesen englischen Spruch, wenn ich ihn jetzt frei übersetze, aber entweder du hast Erfolg oder du lernst etwas daraus. Das ist so mein Ansatz fürs Leben. Natürlich könnten wir sagen, wir sind mal irgendwo vielleicht gescheitert, aber im Sinne von, wir haben vielleicht nicht sofort das erreicht, was wir erreichen wollen. Das ist mein Ansatz. Jetzt hast du das ganze Schulsystem fast schon ein bisschen mit reingenommen. Ja, da will ich jetzt nicht zu viel drauf eingehen. Aber natürlich ist das mit Vorsicht zu genießen. Und es ist natürlich auch immer abhängig von, wie ganz genau jemand etwas bewertet bei einem Kind. Ich habe letztens gehört, es gibt eine Lehrerin, hat mir meine Frau erzählt, die nimmt grundsätzlich keinen roten Stift, die nimmt nur einen grünen Stift. Und sie markiert hauptsächlich die Sachen, die richtig toll gelöst wurden. Ich weiß jetzt leider nicht, welche Altersstufe das war. Oder welche Klasse, aber das hat mir richtig gut gefallen. Bernhard Vosicky: [3:29] Das ist aber ein interessanter Ansatz. Der Rotstift hat ja schon, das ist ja schon ein Fehler an sich. Also wenn du das mit dem Rotstift markierst, heißt ja, du hast das falsch gemacht. Ben Strigl: [3:38] Ja, so diese Signalwirkung, es ist natürlich jetzt nicht zwingend an der Farbe festzusetzen, aber grundsätzlich kennen alle vielleicht dieses rote F für Fehler. Bernhard Vosicky: [3:46] Ja, ja klar. Ben Strigl: [3:50] Ich bin immer vorsichtig, wie oder was ich sage, aber grundsätzlich Misserfolg mag ich nicht, denn es gibt nicht Misserfolge, sondern hauptsächlich gibt es Situationen und Erfahrungen, die wir sammeln, man könnte sagen, dürfen, die wir wirklich sammeln dürfen, um daraus zu lernen und zu wachsen. Das ist ganz wichtig, weil man sagt ja auch immer, wenn der Fisch und der Elefant ein Wettschwimmen machen, ja, ist klar, wer gewinnt. Und an Land, wenn sie einen Wettlauf machen, ist auch klar, wer gewinnt. Und darum ist immer die Frage, was hat denn mein Kind für Stärken? Was hat mein Kind für, ja, vielleicht auch die eine oder andere Schwäche? Und worauf wollen wir uns eigentlich konzentrieren? Und Misserfolge per se würde ich gar nicht so benennen, sondern ah, spannend, schau, was wir da gelernt haben. Oder ah, schau, ah, da ist was passiert. Ah, okay. Okay. Ja, so würde ich es framen, Also reframen ein bisschen. Ich würde nicht Fehler, Misserfolg, Scheitern, das sind alles Begriffe, die kann man sagen, aber ich finde sie einfach nicht schön. Bernhard Vosicky: [4:43] Also streichen wir die ganz einfach. Das ist ja okay. Es sprechen ja auch diese ganzen Business-Coaches, die jetzt auch mit irgendwelchen Geschäftsführern, CEOs und so weiter, sagen ja auch, es gibt keine Fehler, es gibt nur Herausforderungen. Wir müssen ja nicht mit diesem Business-Dings schon bei unseren Kindern anfangen. Aber das Wort Misserfolg, das Wort Fehler, das kann man ja schon weglassen, das anders am Schreiben und trotzdem was dazu zu bringen. Ich versuche meiner Tochter ja auch beizubringen, dass natürlich, wenn sie, und sie spielt Handball, als Torfrau ein Tor bekommt, ist es nicht cool. Weil sie hat es nicht gehalten. Auf der anderen Seite, wenn sie tausendmal einen Ball in ihre Richtung geworfen bekommt, wird sie den Nächsten vielleicht halten, weil sie halt schon die Erfahrung mit tausend Bällen gemacht hat. Und das ist ja gut so. Und es braucht diese tausend Bälle, die ins Tor gehen, dass sie die Erfahrung macht, wie diese tausend Bälle geworfen wurden. Also auch das ist ja gut so. So denke ich mir das vom Sport jetzt, oder? Kann man das so sagen? Ben Strigl: [5:44] Zwei Sachen dazu. Die eine Sache ist, was ich ganz spannend finde, als Torfrau, nur weil ein Ball ins Tor geht, und das weiß ich aus meiner Vergangenheit, weil ich war beim Fußball auch hier und da mal im Tor, es muss nicht sein, dass deine Tochter einen Fehler gemacht hat und trotzdem geht der Ball ins Tor. Bernhard Vosicky: [5:59] Klar, stimmt. Ben Strigl: [6:00] Das heißt, bewerte ich es als Misserfolg, als Fehler, als Hoppala, als Wahrheit jetzt so, als wie auch immer. Aber sie muss gar keinen Fehler gemacht haben, man geht trotzdem rein, weil vielleicht zu gut geworfen war, geschossen war, wie auch immer. Und das ist das eine. Und das andere ist, wir müssen ja Fehler per se nicht ganz streichen. Es geht mir nur um dieses, was heißt Reframing, um das Benennen. Es gibt so ein paar, da werden wir bestimmt eine extra Folge machen, aber es gibt so ein paar globale Metaphern, die ich den Kindern im Coaching beibringe. Und eine von diesen fundamentalen und wichtigen Metaphern ist eben dieses, aus Fehlern lernt man. Also ich nenne es globale Metapher, aber grundsätzlich dieser Spruch oder dieser Satz, aus Fehlern lernt man, es gibt Kinder, die den noch nie gehört haben. Bernhard Vosicky: [6:48] Echt? Ben Strigl: [6:49] Also noch nie gehört haben, die kennen ihn nicht. Also ich erarbeite den so, ich sage ihn nicht einfach, sondern wir erarbeiten den, wir sprechen darüber. Also da habe ich eine ganze Coaching-Einheit nur für diesen Spruch teilweise, weil ein Kind den noch nie gehört hat. Und dann definieren wir das und dann geben wir Beispiele und so weiter. Und das ist nur eine von mehreren Metaphern, Die sind aber wichtig fürs Leben, denn es gibt viele Metaphern, die nicht so gut sind. Aber wie gesagt, Ben Strigl: [7:12] das spare ich mir jetzt für eine andere Folge auf. Worauf ich hinaus will, ist Misserfolg, weil die Folge, es geht ja um Misserfolg. Es ist die Frage, wie ich Misserfolg interpretiere, beziehungsweise was ich daraus mache. Und am allerwichtigsten, und da sind wir wieder beim Hauptthema, ich als Elternteil bin verantwortlich dafür, meinem Kind vorzuleben, was der ideale Weg meiner Meinung nach ist, das mit ihm kommuniziere und dann eben meinem Kind sage ich, hey, Fehler können dazu, niemand ist perfekt, Hauptsache wir haben Spaß am Weg. Bernhard Vosicky: [7:43] Was sind jetzt konkrete Dinge, die vielleicht auch Klienten von dir, sagst du Klienten überhaupt, Klienten von dir, Klientinnen, in Sachen Misserfolge? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das ein großes Thema ist, wenn es hier um die Arbeit mit Dingen geht, die vielleicht nicht so ablaufen, wie wir es uns gewünscht hätten. Was sind das für Alltagssituationen, wo sowas auftritt? Ben Strigl: [8:06] Ja, leider klassisch natürlich die Schule. Es ist so, weil natürlich, es gehen alle Kinder in die Schule und dort gibt es halt nun mal Fehler, weil so halt das System etwas berechnet. Meistens, es gibt 20 Punkte, drei Fehler gemacht, hast nur noch 17 Punkte. Ist natürlich der Klassiker. Aber grundsätzlich passiert das auch beim Fußball, beim Handball, beim Reiten, wie auch immer. Also die Frage auch hier ist, wie gehen wir in den Situationen um? Und du hast gesagt, welche Situationen gibt es? Und meistens sind es Situationen, wo es auch um Anerkennung geht. Als Beispiel, wenn ein Bub aufs Tor zuläuft oder auch ein Mädchen aufs Tor zuläuft und schießt und trifft, wo geht der erste Blick hin? Fast immer zu den Eltern. Klassisch jetzt bei mir, weil es halt oft so ist, wenn der Bub das Tor schießt, geht der Blick zum Vater, zum Papa. Und das ist ganz spannend, weil je mehr die Anerkennung oder auch hier sind wir wieder beim Thema Selbstwertgefühl, je mehr da etwas nicht im Reinen ist, umso mehr bin ich abhängig und umso wichtiger ist es, habe ich einen Fehler gemacht oder nicht, was denkt mein Papa, was denkt meine Mama, also du merkst schon, da ist ganz viel Emotion und Gefühl dabei. Bernhard Vosicky: [9:18] Dieses Bild mit dem ersten Blick nach dem Tor finde ich großartig. Das zeigt so sehr, wie, also ich sehe das jetzt gerade, ich sehe jetzt gerade meine Tochter vor mir in der Handballhalle, wie sie ihr erstes Tor geschossen hat. Das war nicht absichtlich. Ich erzähle es jetzt einfach ganz kurz die Geschichte. Sie stand im Tor und wollte eigentlich auswerfen und hat das aber so übertrieben, dass sie nicht nur ihre eigenen, sondern auch die gegnerischen Spielerinnen überhoben hat und als Torfrau ein Tor geschossen hat. Die Heile ist gestanden. Sie war hochrot und hat meine Frau und mich gesucht. Und wir waren die Ersten. Ich konnte verstoßen. Ich bin geplatzt. Weil genau das einfach so war. Es ist so großartig. Ben Strigl: [10:04] Ich habe so gesehen, Bernhard Vosicky: [10:05] Was sie für eine Freude dabei hatte. Das war großartig. Und das zeigt, wo holt sie sich die Anerkennung, die sie braucht. Ben Strigl: [10:12] Ganz genau. Bernhard Vosicky: [10:13] Sie geht jetzt nicht abgeratscht mit ihren Teamkolleginnen. Das nachher. Zuerst Eltern. Da sieht man, wie wichtig wir sind für dieses ganze Konstrukt des Stärkens der Kinder. Ben Strigl: [10:24] Wir sind die Wichtigsten. Also wenn mich jemand fragt, wir sind die Wichtigsten. Weil normalerweise, wir reden jetzt vom Durchschnitt, normalerweise ein... Ein, unter Anführungszeichen, gesundes Kind will später mal so werden wie Mama oder Papa. Natürlich, wie gesagt, muss man immer vorsichtig sein. Aber grundsätzlich ist es so, dass die Kinder den Eltern nacheifern. Und das erkennt man ganz oft in Alltagssituationen. Und das war zum Beispiel so eine Situation. Und das ist großartig toll. Das siehst du, ist die Anerkennung ihrer Eltern wichtig. Und das ist auch was Gutes. Was ich vorher nur gemeint habe, es kommt dann irgendwann der Punkt, wo es zu viel wird und man sich abhängig macht von der Anerkennung, zum Beispiel der Eltern, des Trainers, der Kollegen. Oder man ist so weit, dass man sagt, mir ist völlig wurscht, was meine Eltern denken. Also es gibt natürlich immer Extreme, aber grundsätzlich Erfolge und auch, da sind wir wieder beim Thema Misserfolge, will man natürlich oder teilt man oft mit den Menschen, die einem nahestehen. Bernhard Vosicky: [11:21] Wie gehe ich jetzt dann im Konkreten damit um, wenn mein Kind mit hängendem Kopf nach einer verpatzten Deutschschularbeit oder irgendeinem Misserfolg, der halt für das Kind jetzt gerade eine Welt zusammenbrechen lässt, nach Hause kommt? Wie gehe ich damit um? Ben Strigl: [11:41] Sehr gute Frage, ist nämlich mit einer der wichtigsten Sachen und da passieren so oft Fehler. Denn gerade Eltern, die ihren Kindern helfen wollen und ihre Kinder lieben, reden so viel auf die Kinder ein und geben so viele Tipps, obwohl das Kind noch gar nicht, ich sag mal, das Ganze verarbeitet hat. Das Kind ist vielleicht gerade traurig oder wütend oder ärgert sich über irgendetwas. Dann ist mein Part mal zuhören, einfach mal zuhören oder einfach mal da sein. Kann auch sein, dass das Kind nicht viel reden will. Aber wenn es viel reden will, einfach mal zuhören. In den Arm nehmen, da sein und vielleicht auch mal die Gefühle, Emotionen benennen, erkennen, entdecken. Bist du gerade richtig sauer, oder? Oder bist du traurig? Erkenne dich gerade, dass du traurig bist und dass dich das ärgert, dass du um einen Punkt jetzt die drei verpasst hast und dann mal warten und nichts sagen. Ganz wichtig, nichts sagen. Es passiert dann ganz oft, dass man dann die Stille nicht aushält und dann gleich weiterredet. Oder es ist was anderes, Schatz. Oder, oder, oder. Und dann gibt man Tipps. Aber weißt du was, beim nächsten Mal machen wir das und das und das. Bernhard Vosicky: [12:40] Also gleich Lösung. Das wäre so mein Zugang. Ich bin so dieser ganz klassische Mann. Männer haben keine Probleme, Männer haben nur Lösungen. Und das ist das Problem. Das ist so meine Denkweise. Muss ich mich selbst bremsen? Ben Strigl: [12:53] Du musst nicht, aber ich sage, du musst schon. Bernhard Vosicky: [12:55] Nein, das passt. Ich nehme jetzt deine Expertise einfach. Das ist ja gut so. Und dieses Mut zur Stille vielleicht auch mal. Ben Strigl: [13:02] Ja, genau, Mut zur Stille. Sagen wir es so, auf lange Sicht sind Lösungen fantastisch und ich liebe auch Lösungen zu erarbeiten und mein Ansatz ist immer der Lösungsorientierte. Aber wir dürfen oder können erst damit arbeiten, wenn vorher alles andere, sage ich mal, abgearbeitet ist. Und erst mal ist da eine Emotion da, da ist noch Ärger da vielleicht, da ist noch Trauer da, wie auch immer. Und wenn ich schon mit Lösungen komme, denkt sich das Kind, was für eine Lösung, ich bin doch jetzt gerade sauer, weil was interessiert mich, die nächste Mathe-Schularbeit. Ich habe jetzt gerade einen Fetzen oder eine Vier oder ein Drei oder wie auch immer. Und das, glaube ich, macht einen großen Unterschied, dass man es nur in der Reihenfolge vertauscht. Weil das Eltern Tipps geben wollen, fantastisch. Nur will das Kind gerade einen Tipp oder kann es das gerade aufnehmen und umsetzen, ist die Frage. und fast immer ist das am Anfang nicht der Fall, weil ich jetzt gerade erst mal traurig oder sauer bin. Bernhard Vosicky: [13:51] Also das heißt, dieses auf Wienerisch ausdampfen lassen. Ja. Wenn man noch so drinnen ist in der Emotion der Enttäuschung, ist man nicht bereit dafür, in die Zukunft zu schauen und zu sagen, okay, das mache ich da besser, oder? Ben Strigl: [14:05] Ja, es gibt vielleicht das eine oder andere Kind, aber auch da, ich würde trotzdem immer im Moment bleiben. Ah, so ein Mist, oder? Ich verstehe dich, das würde mich auch richtig ärgern, wenn ich du, jetzt hast du am Tor vorbeigeschossen, sind so ein Ärger und es war so gut und wir haben das so oft trainiert. Ich verstehe dich, du bist echt sauer, oder? So, und dann zuhören. Bernhard Vosicky: [14:23] Also das nehme ich aus dieser Folge mit, das ist meine konkrete Handlungsanweisung. Finde ich großartig, taugt mir sehr. Ich finde das wirklich schön, dass ich da auch selbst, der ja als Interviewer da ist, ich lerne so viel dazu und ich finde das schön. Vielleicht habt ihr ja auch Fragen, vielleicht habt ihr konkrete Fälle, wo ihr sagt, da ist etwas, da würde ich mir gerne die Tipps, die Expertise von Ben holen. Die Möglichkeit gibt es. Podcast at papamia.at, Instagram, TikTok, schickt eine Brieftaube, was auch immer. Es ist völlig egal. Es wird bei uns ankommen und du wirst es beantworten, aber nicht nur hier im Podcast. Es gibt ja auch die Möglichkeit, und das finde ich sehr cool, es gibt ein neues Puls4-Format, der Familiencoach. Wo du als Familiencoach, du bist der Familiencoach, mit Familien arbeitest. Und hier gibt es noch die Möglichkeit mitzumachen. Ben Strigl: [15:13] Unbedingt, ja genau. Also wir sind schon mittendrin. Ich liebe es, es macht richtig Spaß. Also ganz kurz noch zur Info, es ist wirklich ein qualitativ hochwertiges Format. Es geht wirklich darum, dass ich Familien helfe, es den Familien dann besser geht. Und auch mit PULS4 und der Produktionsfirma, das ist alles abgestimmt. Da geht es wirklich darum, dass am Ende echte Familien, echte Themen, Vielleicht echte Probleme, kleinere, größere und dass es am Ende den Familien besser geht. Ich begleite die Familien über mehrere Wochen und Monate hinweg, kostenlos natürlich, also die Kosten übernimmt natürlich der Sender und das ist so großartig, dieses Format. Ich liebe das, weil wir teilweise auch ganz andere Möglichkeiten haben. Ja, wir machen, ich darf nicht zu viel verraten, aber wir machen vielleicht die eine oder andere Aktivität. Vielleicht kommt der eine oder andere bekanntere Mensch dazu oder wie auch immer. Ja, man darf noch nicht zu viel verraten, aber wir sind schon mittendrin. Die erste Familie haben wir sogar schon abgeschlossen. Also wir drehen schon seit Wochen und Monaten und wir suchen aber noch. Das heißt, wenn du möchtest oder du kennst jemanden, der vielleicht möchte, dann unbedingt schreib mir ganz, ganz einfach eine PN auf Instagram oder schau gerne auch mal bei PULS4 vorbei. Da gibt es oben slash mitmachen, gibt es einen Reiter oder gerne auch hier beim Podcast, ganz egal, aber schreibt ganz unkompliziert einfach, hey, ich würde gerne mitmachen, wie schaut es aus und dann würde sich das Produktionsteam oder ich, ja, mich bei dir melden und dann geht es los, ich freue mich. Bernhard Vosicky: [16:33] Ich sage danke, Ben Striegel, für deine Expertise heute, ich freue mich schon auf die nächste Folge. Ben Strigl: [16:38] Ich mich auch, bis sehr bald. Music: [16:41] Music

Kapitel

02:16
Umgang mit Misserfolgen im Alltag
07:14
Emotionale Reaktionen nach Misserfolgen
11:20
Tipps für Eltern bei Misserfolgen

Bernhard Vosicky

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