Muss ich mein Kind ständig bespaßen?

Episode 93
19:26

Müssen Kinder jedes Wochenende Action haben – oder reicht auch mal nichts tun?

Bernhard und Dominik sprechen über Freizeitdruck, Social Media und entspannte Family-Zeit.

Zwischen Family-Park und Nudeln zuhause: Was brauchen Kinder wirklich?

Kapitel:

(00:00) Intro

(01:07) Freizeitdruck und Social Media

(04:11) Überreizte Kinder nach dem Kindergarten

(07:48) Kurse, Hobbys und schlechtes Gewissen

(10:59) Kinder-Maßstab statt Eltern-Maßstab

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Transkript:

Bernhard: [0:00] Ich bin einfach nicht gerutscht, weil wenn ich mit den Füßen unten war bei der Rutsche, ist mein Kopf oben rausgerutscht, noch geschaut. Und ich war halt verdreht, weil es so eine Schlange in Schneckenrutsche ist. Dominik: [0:12] Papa Mia, reine Männersache. Bernhard: [0:15] Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. Neue Folge Papa Mia mit dem wunderbaren Dominik. Wir sitzen bei mir in der Küche. das, was man sieht, ist halbwegs aufgeräumt. Aber man muss nicht immer aufräumen, wenn Gäste kommen. Andere Folge, wir werden nicht über das sprechen. Wir sprechen über... Dominik: [0:37] Der Grad an Aufgeräumtheit. Bernhard: [0:39] Ja, genau, das lassen wir weg. Das ist eine Folge, die meine Frau nicht hören darf. Aber du bringst mich da in die Bredouille. Dominik: [0:45] Ich habe gar nichts gesagt. Bernhard: [0:47] Ich weiß, ich bin der Einzige. Wohin verrede ich mich? Eigentlich wollten wir darüber reden, wie viel wir unsere Kinder bespaßen müssen, sollen, tun, ob das gut oder falsch ist. Wie viel Unterhaltung braucht das Kinderleben? Warum beschäftigt dich das? Dominik: [1:07] Wahrscheinlich ein bisschen wieder aus schlechtem Gewissen, wenn du so in die sozialen Medien schaust oder im Freundeskreis oder wo auch immer, was dir so vorgelegt wird oder vorgelebt wird. Du sitzt am Wochenende da und eigentlich das Wetter ist schlecht und du denkst dir, was muss ich meinem Kind, was machen wir? In den Spielplatz, fahren wir irgendwo hin. Hat der Family Park schon offen? Keine Ahnung. So quasi wo können wir die schönsten Fotos sammeln, wo kann er die besten Sachen spielen und so weiter. Und eigentlich denkst du dann, ich würde eigentlich auch gerne zu Hause bleiben und vielleicht sogar jetzt in dem Fall er auch, mein Sohn. Und dass man einfach als Familie zu Hause ist und mal nichts macht. Also quasi muss man ständig die Freizeit optimieren und alles zu pflastern? Bernhard: [1:47] Ja, also muss man die Autarkerwanderung planen? Dominik: [1:50] Geht die auch spontan? Ja. Oder muss man sie halt überhaupt machen? Weil macht man es vielleicht auch ein bisschen für sich selber, dass man halt eben so ein bisschen diesen Lifestyle mitmacht oder dem Kind bieten muss. Bernhard: [2:04] Also ist es ein kompetitiver Wettkampf bei den Eltern? Dominik: [2:07] So quasi. Oder taucht es den Kindern wirklich? Das habe ich so ein bisschen hinterfragt, weil ich halt oft sehe, dass es zu Hause auch sehr Spaß macht und mir auch. Und wir sowieso auch die sind, die sehr gern zu Hause sind und da auch eine super Family-Zeit haben, den Family-Park zu Hause quasi in der Family. Bernhard: [2:22] Ja, easy. Papa ist je meistens die beste Hochschau-Bahn. Also Wie schauen jetzt eure Wochenenden aus so ungefähr? Seid ihr Leute, die viel planen? Es gibt ja im Endeffekt, du machst Unternehmungen, Ausflüge. Dann gibt es sozusagen die, das sind wir eher so diese Besucher oder Besuchtwerder. Und dann gibt es die, die nichts planen, weil sie sagen, sie lassen es auf sich zukommen. Das würde ich mir manchmal wünschen. Dominik: [2:46] Also wir lassen schon viel auf uns zukommen. Bei uns ist dann eher die Bianca, die dann sehr gute Freizeittipps hat, die man dann auch oft macht. aber es ist jetzt nicht so, dass wir, weiß ich nicht, Vormittag das, Mittag sind wir dort, Nachmittag machen wir das, weil wir beide auch so sind und ich glaube, da Konstantin naturgemäß auch, weil er uns dabei sieht, wie viel Spaß es einfach zu Hause auch machen kann und man vielleicht nicht alles durchplanen muss und man auch mal gern Zeit zu Hause verbringt. Also ich würde sagen, wir sind so ein bisschen im Mittel drin. Bernhard: [3:15] Aber ist das dann zu Hause ein Programm oder ist das zu Hause einfach, hey, worauf hast du Lust, was magst du machen? Dominik: [3:22] Eher so, ja. Also ich glaube auch, dass bei Kindern, die vielleicht auch unter der Woche eh schon ein gutes Programm haben. Ich sage so, ein Kindergarten ist ja, jetzt als Außenstehende denkt man, die spielen eh nur den ganzen Tag, aber ich glaube, es ist schon auch anstrengend. Essen. Die müssen, die kriegen das Essen serviert, die müssen essen dort. Und müssen spielen. Aber ich glaube, die sind eh auch schon gut getaktet da drin. Und vielleicht ist es oft wirklich auch so, dass man dann einfach mal in aller Ruhe mit seinen eigenen Spielsagen spielen den Welten und ein bisschen seine Ruhe haben will, in was für einem Maß das geht. Da würde ich dich auch gerne fragen, wie schaut das mit zwei Kindern aus? Wie schaut es mit größeren Kindern aus? Geht das vielleicht wirklich, aber am gewissen Grad nicht mehr, dass man einfach dann raus muss und irgendwie das Center-Thema entbitten muss? Oder kann man schon auch mit gutem Gewissen sagen, ich bleibe jetzt das ganze Wochenende nur da? Bernhard: [4:11] Ja, also ich glaube, das ist schon wirklich schwierig und ich glaube, es ist definitiv ein Thema. Also erstens einmal würde es uns interessieren, wie ihr das macht, ob ihr eher sozusagen die Vollplaner seid, die sagen, wir brauchen Unterhaltung, weil vielleicht auch einfach Hummeln im Hintern, ich muss da auch irgendwas tun, das gibt es ja auch. Oder ob ihr auch jemanden seid, die sagen, wir lassen es auf uns zukommen, schauen wir, was das Wetter bringt, schauen wir, was die Möglichkeiten sind. Und im Worst Case sitzen wir gemeinsam und schauen uns einen coolen Film an, was ja auch total coole Family Quality Time sein kann. Machen wir eine Umfrage in der Spotify-App. Wenn ihr es hört, freuen wir uns sehr, wenn ihr uns eine Antwort und eine Bewertung da lässt. So ganz nebenbei bemerkt. Aber das ist ein Thema. weil ich schon auch das Gefühl habe, dass die Kinder teilweise nach dem Kindergarten, das merke ich bei meiner Kleinen, gerade wahnsinnig, die ist... überreizt nach einem Kindergartentag. Wir holen sie so um drei ab, also sie ist dann von der Früh halt bis um drei dort. Und dann merkst du wirklich, wie da gehen die Lichter aus. Also die ist nicht nur einmal mir am Weg nach Hause, entweder auf der Schulter oder dann daheim im Vorzimmer beim Schuh ausziehen eingeschlafen, weil die komplett fertig ist. Dominik: [5:24] Ich glaube schon, dass das eine gewisse Ansteigung ist. Da kannst du dann den Schläften auch im Kindergarten sehr lang, Gott sei Dank, also wenn ich ihn abhole, ist er ja so. Bernhard: [5:30] Eine Dame ist, weil er noch erheuert. Dominik: [5:31] Der Tag ist heute, ich meine, das würde ich im Zweifelsfall sowieso nicht wissen, aber ich glaube schon auch, er kommt nach Hause und genießt auch die Ruhe. Und ich auch, also das haben wir dann wirklich, und er spielt auch gerne dann alleine, aber ich glaube schon, das ist schon auch anstrengend, also man glaubt zwar immer, dass das ein super... Ja, nein, sie haben schon Spaß und alles, aber Spaß kann auch anstrengend sein. Bernhard: [5:55] Absolut, und dann kommen sie eben, und dann ist quasi dieser Reiz-Overflow, den sie haben, die ganze Zeit ist dann natürlich weniger, weil so viel biete ich nicht, aber dann und dann wird es müde. Und das sagt sie dann teilweise auch, ich mag schlafen. Es ist 15.30 Uhr. Dominik: [6:11] Eben, und da ist halt die Frage, ist da halt dann, keine Ahnung, der Fußball, Hardball, Tennis, Schwimm, Musikunterricht, Kurs, Spielgruppe, keine Ahnung, das gibt es ja dann wahrscheinlich nicht mehr. Es gibt all das. Eben, und ich glaube halt, dass vielleicht könnte, aber ist muss man das machen, bringt es die Kinder quasi weiter, muss man Musikunterricht machen, weil keine Ahnung, sensorisch, motorisch wird einem ja auch auf Social Media sehr viel gesagt, was noch nicht alles passieren muss. Bernhard: [6:37] Ja, und da musst du aber eigentlich noch basteln und backen und vielleicht noch, wie sollst du das unterbringen? Dominik: [6:42] Ja, und vor allem eben muss man es unterbringen. Die Frage habe ich mir gestellt und deswegen so, diese Event der Eltern habe ich es genannt, ist vielleicht einfach tun und durchtakten, aber ihnen dann vielleicht auch ein bisschen die Zeit ausgeht, muss man auch dazu sagen, oder diese Zeit. Bernhard: [6:54] Na vor allem, wo bleiben dann die, weißt du? Dominik: [6:57] Man braucht ja auch eben für sich ein bisschen eine Lüge. Bernhard: [6:59] Dann bist du nur noch da gewesen. Und da muss ich sagen, das ändert sich dann schon ab dem Moment, wo die Kinder, also die große bei uns zum Beispiel Handballtraining ist, jetzt haben wir dann zweimal die Woche, was sie aber taugt, also das macht sie gerne und da geht sie freiwillig hin, jetzt freiwillig sowieso, wir zwingen sie nicht dazu, aber dass sie zweimal die Woche geht, da gehen wir, ja, na dann soll sie, aber das ist beides fußläufig von zu Hause erreichbar, das ist nicht einmal so weit weg wie die Schule und da geht sie auch alleine hin. Und jetzt, wo es mit Zeitumstellung später dunkel wird, kann sie auch alleine zurückgehen. Und das macht natürlich diese Geschichte deutlich einfacher. Wir hatten dann, früher gab es dann noch Tanzen, Schwimmen. Wenn Tanzen, Schwimmen und Handball da ist, und dann hat sich schon auch einmal teilweise gesagt, es gibt keinen Tag, wo ich nichts habe. Dominik: [7:48] Das meine ich halt, ja. Und ich meine, sicher sind solche Sachen Schwimmkurse. Ich meine, Schwimmkurs hat schon einen Sinn, weil man geht nicht unter. Bernhard: [7:53] Aber irgendwann kannst du das und dann ist es auch temporär. Dominik: [7:57] Aber eben, da habe ich mir halt so diese Frage gestellt, was muss ich bieten, wo muss er hin, von was hat er wirklich was? Oder habe ich ihn vielleicht ein bisschen Zeitmanagement-mäßig zugepflastert, obwohl er es noch nicht einmal mitkriegt? Bernhard: [8:12] Das ist schwierig und die Frage ist halt schon auch, wie viel lässt du dir ein schlechtes Gewissen machen von dem? Du hast angesprochen Social Media, Heile Welt, Super Family. Oder auch gibt sie wahrscheinlich in jeder Klassengruppe oder jeder Kindergartengruppe die Super Eltern, die halt einfach tausend Sachen machen. Dominik: [8:31] Und wo es dann mit tausend Pickern und ich war da, da, da, da. Ja, genau. Gold Pass. Bernhard: [8:35] Ja, genau. Ich meine, das ist ja cool, wenn du das machen kannst. Und ich finde das auch schön, wenn dir jemand, so wie ich diese eine Folge gemacht habe mit dem Andreas Schober, der uns erzählt hat, übrigens jetzt bei 2 Minuten 2 Millionen waren die Family Bonus Card. Also kann man auch sich anhören, die Folge. Super, dass es solche Angebote gibt, wo man das auch finden kann, weil es gibt nichts Blöderes, dass wenn du die Zeit planst, dass das dann erstens teuer ist und vielleicht niemandem taugt. Also umso besser, wenn du was hast, was für dich passt. Dominik: [9:02] Ich glaube auch, dass die Angebote da sind. Du kannst sicher heutzutage auf digitalem Wege viel finden, viele Aktionen finden, Tickets online reservieren. Also du kannst es schon gut optimieren, glaube ich. Mir geht es halt eher darum, du kannst es machen, du kannst es dir leisten, aber eben musst du es machen. Bernhard: [9:18] Genau, wie viel? Dominik: [9:19] Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich es nicht mache? Ab welchem Grad? Oder, ja, das war so meine Frage. Aber das heißt. Bernhard: [9:27] Ich habe das auch so. Lass mich kurz nachdenken. Was haben wir in Wirklichkeit? Das ist auch ein bisschen unfair und das merke ich bei vielen Familien, die zwei Kinder haben, orientiert sich sehr viel am älteren Kind. Und da muss man aufpassen, dass das kleinere Kind nicht zu kurz kommt, weil momentan ist es bei uns schon so, dass die Große hat halt ihr Handball. Oft ist es so, da habe ich sie dann zum Handball hingebracht, dann habe ich halt währenddessen schon versucht, die Zeit mit der Kleinen dann zu nutzen und zu sagen, okay, dann gehe ich währenddessen mit dir in die Bücherei, dann lesen wir halt Sachen oder dann versuche ich halt dann, weiß ich nicht, das Einkaufen für den Haushalt, das auch mein Job ist, irgendwie lustig zu gestalten und gehen wir halt zum Supermarkt und sagen, du holst mir jetzt die Gurken, also quasi Gamification des Einkaufs. Dominik: [10:13] Gamification des Einkaufs, das ist super. In die Richtung wollte ich auch, weil es ja ihnen ja auch Spaß macht. Ich meine, ich brauche nicht am Freitagnachmittag in den überfühlen Supermarkt, aber ich glaube, den Konstantin macht es teilweise sehr Spaß. Oder was auch immer, wenn du zum Baumarkt musst und dann, wo das Kind mitnimmst, ist das ja eh auch schon ein Event, ein kleines, obwohl du sagst, eigentlich muss ich es erledigen, aber du könntest das ja so auch reinbauen. Also ich glaube, das Kinder, da war mein Beispiel eben mit den Malediven, ob das Kind die Sandburg auf den Malediven im Stand baut oder ums Eck im Park, vielleicht ist der Sand nicht so grauselig wie die Zeit weiß, aber im Wesentlichen, das meine ich jetzt, also vielleicht macht man es auch oft für sich selber, aber den Kindern war es im Zweifelsfall dann eh wurscht. Bernhard: [10:59] Vielleicht wollen die, wir denken uns, es gibt schon wieder nur Nudeln. Wir haben in Wirklichkeit die Kinder fernschauen lassen. Was bin ich für ein schlechter Papa? Und das Kind denkt sich, meine Lieblingsspeise und kein fernschauen. Dominik: [11:15] Nudeln einkaufen. Perfekter Tag, aber kann ja wirklich so sein. Bernhard: [11:19] Warum unser Maßstab? Es ist ja gar nicht, vielleicht reicht der Kindermaßstab und der ist ein ganz anderer. Dominik: [11:25] Eben, ja, das heißt, der Druck ist eh selbst auferlegt. Bist du eigentlich in so einer, wie soll man sagen, in so einer Bubble drin, in Social Media, dass du zugedonnert wirst mit, ja, sagen wir jetzt mal... Papa-und-Mama-Themen, wie du es denn machen sollst, abgesehen von deinem eigenen Podcast, von deinen eigenen Ratschlägen, die du ständig siehst. Bernhard: [11:47] Ja, natürlich. Also du bist da schon drinnen und du denkst dir dann, da musst du dich halt auch zurückhalten, dass du bei dem Sivoti-Syndrom, kennst du das? Somebody is wrong on the Internet. Sivoti, ja. Dass du quasi dich getriggert fühlst und jetzt irgendwie was schreiben möchtest, weil der hat ja was gesagt, was nicht stimmt. Da muss man sich sehr zurückhalten, dass man da nicht versucht, irgendwie ständig sich in Diskussionen zu begeben, weil man es einfach anders sieht. Und dieser Necken ist mir doch wurscht. Also ich weiß ja aus eigener Erfahrung, das, was man auf Social Media abbildet, ist ja maximal ein absolutes Highlight mit Beautyfilter. Ist ja nicht so. Also es gibt genauso viele, viele, viele, also die schlechten Tage, die filme ich ja nicht. Dominik: [12:27] Kurz auf zum Schreien, ich muss noch ein Foto machen. Passt, kannst weiter schreien, ist erledigt. Bernhard: [12:31] Und von dem her muss man sich schon selber ertappen, immer dabei, dass man sagt, hey, Achtung, das ist nicht das echte Leben, was da zu sehen ist. Wenn man das weiß und sich ganz kurz wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Dominik: [12:43] Dann soll es sich passen. Bernhard: [12:44] Genau, ja. Und auch da bin ich manchmal ein bisschen bin ich dann böse? Ich weiß nicht. Bin ich böse, wenn ich die von mir als super Eltern, klassifizierten Eltern sehe, wenn die mit ihren Kindern strugglen und mir denke, Sind ja auch nur Eltern. Oder bin ich dann böse, wenn ich das dann irgendwie so als eine gewisse Bestätigung... Dominik: [13:07] Wenn du nicht lachend daneben stehst und sie aufnimmst dabei. Bernhard: [13:12] Genau, das mache ich nicht. Also doch. Dominik: [13:15] Ich habe es ja gewusst. Das kann auch nicht dauerhaft sein. Aber ich glaube, wenn man das so sieht, ist es, glaube ich, ganz okay, dass man einfach seinen Weg geht, wie man es gerade haben will. Und wenn man auch den Luxus hat, dass das Kind gerne zu Hause ist, dass man einfach zu Hause ist, glaube ich. Ja, weil es sagt einem dann eh auch recht eindeutig, wenn... Bernhard: [13:33] Ja, aber das kann man sich halt auch nicht immer verlassen, weißt du. Kinder wollen ja prinzipiell keine Veränderung von dem, was da gerade ist. Dominik: [13:39] Wahrscheinlich ist dieses, willst du jetzt da bleiben und spielen? Ja, okay, dann fahren wir nicht. Genau. Das ist ja auch der Klassiker, das in den Mund zu legen, mehr oder weniger. Schon da will ich nicht, ich lege ihn auf die Couch. Bernhard: [13:47] Ja, genau. Und dann kann es halt schon sein, dass sie dann, wenn du dort bist, von dort nicht weg wollen. Dominik: [13:52] Ist ja keine Frage. Bernhard: [13:53] Genau, ich möchte dich in den Kindergarten und dann holst du es ab, ich möchte dich nach Hause. Da geht man, Alter, so gern würde ich dir sagen, was habe ich dir gesagt? Aber es ist ja so. Da muss man schon auch schauen, dass man halt, muss man den Kindern ein tolles Programm bieten? Reicht man selber als Programm, Dosis macht das Gift oder Dosis macht das Gift? Dominik: [14:12] Wahrscheinlich mixt man es einfach durch, aber man muss nichts dauerhaft machen, weil es soll ja Spaß machen auch vielleicht. Bernhard: [14:17] Was habt ihr für ein Programm eigentlich? Wie schaut eure Woche aus? Habt ihr irgendwie so, keine Ahnung, elementare Musikerziehung, wo du es vorher angesprochen hast? Oder gibt es irgend so etwas, was ihr tut? Dominik: [14:25] Ich bin eben, oder wir sind gerade auf der Suche. Bernhard: [14:27] Taekwondo? Dominik: [14:29] Ja, zum Beispiel. Also Fußballverein ist ja schon angemeldet, dauert aber noch ein paar Jährchen, bis es losgeht. Das wäre so ein Füchspunkt für mich, weil ich es gerne, also dieses Mannschaftssportaspekt, einfach man da was mitnimmt draus, ob es jetzt Fußball ist oder was anderes. Ich finde es trotzdem gut. Wenn er es nicht mag, mag er es nicht, auch keine Frage. Aber ansonsten sind wir dann auch recht, ja, also die Events, die wir halt selber bieten, dass man irgendwo hinfährt und zusammen was macht. Aber diese wöchentlichen das und das Kurs haben wir eigentlich recht wenig. Bernhard: [14:55] Wir haben jetzt neu... Dominik: [14:56] Was ist das Urteil? Nein, das ist super. Bernhard: [15:00] Es gibt kein Urteil. We listen, we don't judge. Dominik: [15:04] Das kommt dann schon noch. Bernhard: [15:05] Wir machen jetzt mit der Kleinen Musikfrösche. Ich glaube, es ist einfach Chorsingen. Und das ist lustig, halt für das Alter. Drei, vier Jahre aufbereitet. Hat sie unglaubliche Freude. vor allem aber auch, weil es was ist, das nur ihr gehört. Das ist ihr Programm. Das ist cool, das taugt ihr extrem. Dominik: [15:25] Du musst nicht mitgehen, das ist alles. Bernhard: [15:27] Genau, das ist wirklich ein Exklusivprogramm für sie. Ich glaube, das taugt ihr schon sehr. Und wir werden jetzt auch bald mit Schwimmkurs anfangen, das ist halt einfach uns wichtig, weil da geht es einfach um Sicherheit. Dominik: [15:39] Das war das eben, hat ja einen Sinn, ob das musikalische fruchtet oder nicht, aber das Schwimmen hat einen musikalischen Sinn. Bernhard: [15:45] Genau, aber viel früher hat es ja keinen Sinn, das zu machen. Wir haben es mit der Großen, haben wir es deutlich früher gemacht, mit dem Erfolg, dass Ja, da kuschelst du halt im Wasser. Ja, aber es gibt schon ein paar sonderbegabte Kinder, vielleicht so die Kinder von irgendwelchen Schwimmtrainern, die dann auch schon das deutlich früher können. Aber ich meine, es ist jetzt drei. Die, die vorbeikrollen. Ja, genau. Die machen dann schon ihre Butterfly 200 Meter, während du absaufst. Aber ja, viel früher hat es können sehen und wenn sie das können, dann ist es super. Also das ist schon, aber viel mehr würde ich gar nicht machen. Aber wenn es passt und ihr das Gefühl habt, dass das für die Kinder toll ist und sie wollen ein Instrument lernen, meine Nichte, die spielt Harfe. Die hat von sich aus gesagt, sie möchte Harfe spielen. Und ich finde das cool. Dominik: [16:36] Ja, wenn so ein Wunsch kommt, ist es eh eigentlich aufgeregt. Ja, dann ist es eh super. Aber eben, wieder im Punkt, was muss man bieten oder wo soll man vielleicht ein bisschen drauf schubsen, sagen wir es mal so, in die richtige Richtung. Ja, da kann man sich das überlegen. Aber vielleicht können wir ja wirklich mal einen Fundus an Ideen zusammenstellen. Bernhard: [16:54] Ideen für, was man machen kann, oder was? Was man machen kann. Übrigens, Tipp für dich. Das könntest du machen auch mal bei Schlechtwetter. Das ist richtig geil. Es gibt im Museumsquartier diese Wien-Extra-Kinder-Familien-Info, Jugend-Info, wie auch immer. Das ist super cool. Tausend Möglichkeiten, bei denen man, also tausend unterschiedliche Bereiche, bei denen es Infomaterial gibt und auch Menschen, die sich auskennen. wo du jetzt sagst, das ist Freizeitgestaltung für das Alter und was du alles machen möchtest. Dominik: [17:22] Ich glaube auch so ein kleiner Kletterpark dabei, oder? Bernhard: [17:24] Dieser kleine Kletterpark. Und der ist cool. Und man darf als Erwachsener auch klettern gehen. Ich habe es mit 1,96 Meter versucht in der Rutsche. Und ich bin sehr froh, es gibt keine Videos davon. Dominik: [17:36] Das war mit der Rutsche. Bernhard: [17:38] Ich bin einfach nicht gerutscht. Weil wenn ich mit den Füßen unten war, bei der Rutsche ist mein Kopf oben rausgerutscht. Ich war halt verdreht, weil es so eine Schlangen-Schnecken-Rutsche ist. Also nicht gut. Ich habe nicht gut ausgeschaut. Dominik: [17:53] Da muss ich es probieren. 1,70 Meter geht sich gut aus vielleicht. Bernhard: [17:55] Musst es probieren. Musst du mir nachher erzählen. Aber der Kletterback ist super. Aber man muss halt wirklich, ich würde jetzt nicht empfehlen, wegen des Kletterparks, sondern halt wirklich, man schaut sich die Sachen an, holt sich Infos, fragt, ob man dort auch seine Infos vom eigenen Podcast auflegen kann. Also, habe ich zufällig mitbekommen, dass es jemand gemacht hat. Und geht dann währenddessen das Kind halt spielen. Dominik: [18:17] Das ist schon cool. Bernhard: [18:18] Tipp, Tipp, Tipp, kann man machen. Muss man aber nicht. Man kann auch daheimbleiben und Paw Patrol schauen. Dominik: [18:23] Oder wie du immer sagst, ins Feuer schauen. Bernhard: [18:25] Ins Feuer schauen, ja. Da muss man an den Kindern aufpassen, dass sie nicht zum Feuer hingreifen. Hatten wir auch schon den Fall. Machen Sie einmal. Dominik: [18:33] Dann hat man ja auch einen Ausflug danach. Bernhard: [18:34] Richtig, sehr gespannt. Dann hat man die Frage, ob diese Family-Bonus-Card auch für das Meidlinger-Unfallkrankenhaus gibt. Dominik: [18:39] Ja, und ob man da direkt Stammkontenrabat. Exklusiv in den Spielebereich darf. Bernhard: [18:43] Ja, das ist richtig. Also was nehmen wir mit? Lassen wir uns nicht von Social Media oder Super-Eltern in Schule und Kindergarten dazu zwingen, die Kinder zu 120 Prozent zu bespaßen. Meistens sagen sie, was sie wollen. Dominik: [19:01] Die 50 Prozent reichen wahrscheinlich auch im Zweifelsfall. Und wenn man Ideen braucht, gibt es auch genug Plattformen. Bernhard: [19:08] Also, make it your own way. Das nehmen wir genauso mit. Dominik: [19:13] Papa Mia. Reine Männersache. Bernhard: [19:16] Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch.

Kapitel

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Intro
01:07
Freizeitstress und Social Media
04:11
Überreizte Kinder nach dem Kindergarten
07:48
Kurse, Hobbys und schlechtes Gewissen
10:59
Kinder-Maßstab statt Eltern-Maßstab

Bernhard Vosicky

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