Die „NEIN“ Phase und wie wir als Eltern damit umgehen

Episode 98
21:51

Die „Nein-Phase“ bringt viele Eltern an den Rand des Wahnsinns – meine Frau und mich eingeschlossen.In dieser Folge spreche ich mit Familiencoach Ben Strigl über den richtigen Umgang mit Wut, Grenzen und Autonomie bei Kleinkindern.

Er erklärt, warum „Nein“ kein Problem ist, sondern Teil einer gesunden Entwicklung – und wie wir Eltern liebevoll, aber klar führen können.

Themen u. a.:

– Autonomie statt Trotz

– Das H.A.L.T.-Prinzip (Hungry, Angry, Lonely, Tired)

– Zähneputzen ohne Drama

– Jackenkrisen bei 8 Grad

– Warum Wiederholen nichts bringt – aber Beziehung alles.

Kapitel:

(00:00) – Intro

(01:14) – Warum Kinder „Nein“ sagen müssen

(05:09) – Autonomie statt Trotz: Was wirklich dahintersteckt

(07:56) – H.A.L.T.-Prinzip für Eltern (Hungry, Angry, Lonely, Tired)

(13:44) – Zähneputzen, Jacke, Haube: Was tun, wenn keine Zeit ist?

(17:10) – Führung statt Schimpfen – Bens wichtigste Regeln

Weiterführende Links:

Website von Ben Strigl – ⁠⁠https://mein-coaching.at/⁠⁠

Ben Strigl auf Instagram – ⁠⁠https://www.instagram.com/der_familiencoach/

Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠

Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Instagram – ⁠⁠⁠https://www.instagram.com/papamiapodcast/⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf TikTok – ⁠⁠⁠https://www.tiktok.com/@papamia.at⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Facebook – ⁠⁠⁠https://www.facebook.com/papamiapodcast/

Transkript:

00:00:00:00 - 00:00:23:06 Unbekannt Ich habe auch viele Familien im Coaching, wo du weißt ja, der 4-jährige bestimmt den Alltag. Ja, der Ihrige hat Bedürfnisse und die müssen wir sehen, Die wollen wir sehen, die wollen wir auch teilweise erfüllen. Wir wollen helfen, wir wollen eine schöne Kindheit für das Kind. Aber ich kann nicht entscheiden, wie der Alltag abläuft. Papa mir reine Männersache Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. 00:00:23:08 - 00:00:45:19 Unbekannt Klingt cool, Ist es auch. Willkommen bei einer neuen Folge, Papa mir mit einem Mann, der jetzt schon leider eigentlich länger nicht mehr Gast gewesen ist. Umso mehr freue ich mich, dass er heute eigentlich sehr, sehr spontan auf meinen Wunsch oder ich würde fast sagen meine Bitte hinauf sich kurz Zeit genommen hat. Familiencoach Ben Strigl Willkommen! Schön, dass du da bist, Ben Bernanke. 00:00:45:19 - 00:01:14:10 Unbekannt Dank wie immer schön. Er kennt ihn wahrscheinlich aus den einigen vergangenen Papa. Mir folgen oder noch viel eher aus der Puls vier Produktion der coach, wo Ben Familien hilft, besser miteinander auszukommen, weniger zu streiten und Konflikte auch ohne auszucken, ohne Schimpfen oder was auch immer zu lösen. Und genau dafür brauche ich ihn auch heute. Weil es geht nämlich um meine kleine 4-jährige, die Julia, die gerade ich sag jetzt mal so eine sehr intensive. 00:01:14:12 - 00:01:35:13 Unbekannt Nein Phase durchmacht, um meine Frau und mich an den Rand der Verzweiflung, an den Rand des Wahnsinns treibt. Wenn ich wirklich mein Mann, der Mann, der über Wasser gehen kann im Moment. Ich freue mich wirklich. Ich freue mich wirklich, dass du da bist. Aber ganz kurz noch. Wir haben uns jetzt schon länger nicht mehr gehört. Wie geht es mit der Sendung? 00:01:35:13 - 00:01:58:06 Unbekannt Wie läuft es bei dir momentan aktuell? Ah, super, danke! Tatsächlich ist es so, dass wir ja jetzt erst mal abgedreht haben, was ich tatsächlich gut finde, weil es war jetzt extrem viel Arbeit, hat super, super viel Spaß gemacht. Aber jetzt ist es so, dass gerade auch die Ausstrahlung beendet wurde und ich habe so viel tolles Feedback bekommen. Also ich habe ja Mails auch von überall bekommen. 00:01:58:06 - 00:02:20:19 Unbekannt Es war richtig cool, Tirol, Vorarlberg, was weiß ich auch von ganz weit weg und super Feedback und anscheinend konnte man da ziemlich viel mitnehmen. Ich bin sehr dankbar dafür. Wirklich cool. Und die Familien, die mit mir im Fernsehen waren, die kontaktieren mich jetzt auch im Nachhinein, weil natürlich sind einige Produktionen schon vor paar Wochen und Monaten zu Ende gewesen und die geben halt immer wieder Updates. 00:02:20:19 - 00:02:42:06 Unbekannt Und richtig cool, dass sich da wirklich was getan hat und dafür bin ich sehr dankbar. Und ja. Also bei mir alles super. Vor allem habe ich jetzt ein bisschen mehr Lebenszeit wieder für private Projekte, für die Praxis, für meinen Onlinekurs in den nächsten 3 bis 6 Wochen kommt, wo es dann auch eben darum geht, das Selbstbewusstsein von ja ich sag mal drei bis 11-jährigen zu stärken. 00:02:42:11 - 00:03:03:09 Unbekannt Ich ich weiß noch nicht ganz genau, welche Richtung es geht, aber ich bin grad voll drin. Mir geht es gut, alles super. Ich freue mich auf die heutige Folge. Und wenn du magst, hau raus mit deinen Fragen mache ich absolut. Also du bist selbstbewusster angesprochen. Ich glaube an dem Margaret meiner 4-jährigen im Moment weniger. Ist das jetzt ihr und ihren Wunsch schon alles was sie will, sehr gut durch. 00:03:03:15 - 00:03:25:20 Unbekannt Aber ich will dir vielleicht mal ganz kurz anhand von praktischen Beispielen, wie es uns daheim geht, sie testet, wo möglich oder eigentlich nicht womöglich, sondern ziemlich sicher einfach ihre Grenzen aus. Und damit bringt sie uns an unsere Grenzen. Weil ein Beispiel Sie hat sich eigentlich noch nie geweigert gehabt, so was zu tun. Wie weiß ich anzuziehen oder die Zähne zu putzen. 00:03:25:20 - 00:03:44:16 Unbekannt Alles sowas. Und ganz plötzlich macht sie das. Nehmen wir das Zähneputzen als Beispiel her. Das war eigentlich nie ein Problem. Du sagst Julia, komm mit und Zähneputzen. Und vielleicht muss man auch das ein zweites Mal sagen. Aber das, das hat eigentlich ganz gut hin. Und plötzlich sagt sie Nein. Und so wirklich, so, so, nein. Und dann schaut sie uns an und dann wartet sie. 00:03:44:16 - 00:04:15:12 Unbekannt Was passiert und und macht einfach und macht einfach den Mond nicht auf, presste die Lippen so aufeinander und und und Und lässt das nicht geschehen und mein Weg ist dann natürlich der, dass ich am Ball zuerst einmal in einem Gespräch versuche, ihr klar zu machen Du, Julia, ich verstehe natürlich, dass du das vielleicht gerade nicht willst, weil du gerade spielst, was du gerade mit was anderem beschäftigt bist, aber es ist mir wichtig, dass wir dir deine Zähne putzen, weil die Zähne sonst krank werden. 00:04:15:12 - 00:04:33:15 Unbekannt Und du kennst das Prozedere ja eh. Das ist ja eh viel, das ich mir von Beratern ja quasi indirekt aus unseren Folgen mitgenommen habe. Das klingt doch super. Ja, ja und? Und ich merk auch, dass das ankommt. Es ist ja nicht so, dass sie dass sie das dann sie akzeptiert. Ja, wir sollten zähneputzen. Das ist gut für mich. 00:04:33:15 - 00:04:52:20 Unbekannt Ich glaube, dass das. Das kriegt sie mit. Ja, aber sie beendet halt nichts an ihrem Verhalten. Sie sieht sie sagt weiterhin Nein. Und lass weiter den Mund zu und lässt sich nicht zähneputzen und. Und das ist eskaliert Halt dann irgendwo und da geht es einfach mir schlechter, geht es meiner Frau schlecht. Und natürlich geht es auch der Julia schlecht und ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll. 00:04:52:20 - 00:05:09:24 Unbekannt Und ich glaube fast zu sagen, das wird nicht nur bei mir so sein oder auf gar keinen Fall. Ich bin sogar froh, dass Julia das macht. Warum? Weil es zu gesunden menschlichen Entwicklung dazugehört. Das heißt, wenn sie es nicht machen würde, dann wär es eher schlimm. Sagen wir so, auch wenn ich weiß, es ist sehr herausfordernd für euch. 00:05:09:24 - 00:05:36:13 Unbekannt Natürlich, Was wir da haben, ist die klassische, die meisten Menschen ganz unter Trotzphase, auch wenn mir dieser Name gar nicht gefällt. Aber es ist natürlich die Autonomiephase. Da ist es so, dass dieses Bedürfnis nach Autonomie, nach Selbstbestimmung, nach meine eigene Meinung, das ist da ganz groß, aber leider zeitgleich die Impulskontrolle und die Gefühlsregulation, die müssen noch reifen. So, und das kommt dann aufeinander und dann wirds schwierig. 00:05:36:15 - 00:05:55:17 Unbekannt Und du hast absolut recht, bis jetzt hat es bestimmt gut funktioniert, nur das ändert sich gerade weil eben jetzt Autonomie, Grenzen testen, schauen was passiert. Ich will auch mal bestimmen. Und das ganz normale natürlich, dass schon ein paar Sachen gesagt und die finde ich mega, weil das klang so, als hättest du es von mir. Vielleicht hast du es auch von woanders. 00:05:55:19 - 00:06:16:17 Unbekannt Ja, ja, natürlich. Ich würde das ja von dir. Ich finde das großartig, weil du hast gesagt, du zeigst Verständnis. Ja, du hörst zu. Du beobachtest die Situation und du sagst Ja, ich weiß das jetzt. Keine Lust und das ist alles schon mal super. Und es gibt auch noch viele weitere Sachen, die man machen kann. Aber grundsätzlich wollte ich dir nur mal sagen Ja, es ist normal, ja, es gehört dazu. 00:06:16:22 - 00:06:46:08 Unbekannt Und ja, das ist eine Phase. Diese Phase beginnt meistens so bei 12 bis 18 Monaten, also die ersten Impulse dann so richtig groß wird es dann so meistens bei 2 bis 3 Jahren und dann flacht es wieder ab und es gibt dann noch mal, je nachdem, mit Kindergarten und Schule gibt es noch mal kleine Impulse. Aber grundsätzlich ist es so, dass je nach Kind ist es unterschiedlich, weil die sprachliche Entwicklung die allgemeine Entwicklung, das Umfeld und so macht natürlich ganz, ganz viel aus und deswegen ist es unterschiedlich. 00:06:46:08 - 00:07:09:16 Unbekannt Aber dass die Phase jetzt da ist, ist schon mal gut, okay. Aber es ist halt die Frage, wie geht das in unserer Situation weiter? Also ich schreie sie nicht an, dass das, das bin ich halt einfach nicht und und alles darüber hinausgehende ist ja jetzt nicht aber ein dankbares Thema. Und ich versuche dann als erste Handlung auch mal zu sagen okay, ich lass dann einfach ein bisschen Zeit vergehen. 00:07:09:16 - 00:07:29:16 Unbekannt Vielleicht macht sie einfach noch das weiter, ohne dass sie jetzt nachgebe. Oder dass ich jetzt sage na gut, dann putzen wir halt nicht oder so was. Ja, weil weil das muss ja getan werden. Aber auf der anderen Seite denke ich mir na ja, man soll dich nachgeben. Also prinzipiell würde das eine Mal Zähneputzen, das wir nicht machen, ja nicht das Problem sein. 00:07:29:16 - 00:07:56:02 Unbekannt Jetzt an, an an einer Krankheit oder an einem schadhaften Zahn, sondern aber gleichzeitig ist es ja vielleicht nur eine Initialzündung für Aha, meine Grenze ist jetzt der Papa gibt den. Ach, wenn ich nur grad Gas gebe, oder? Ja, vielleicht nehme ich noch eins vorweg, bevor wir zu dem konkreten Thema kommen. Allgemein bei Kindern gibt es dieses Haltprinzip. Weiß ich nicht, ob du das schon mal gehört hast, was natürlich jetzt in dieser Phase noch wichtiger ist. 00:07:56:02 - 00:08:18:09 Unbekannt Das heißt, ich schau erst mal auf die Grundbedürfnisse, weil wenn die nicht gedeckt sind, dann wird es in der Autonomiephase noch schwieriger. Ich gebe dem Beispiel Halt. Also steht für Hungry Angry lovely tired. Das heißt, wenn dein Kind zum Beispiel wenn der Blutzuckerspiegel im Eimer ist oder sagen wir mal Zucker ist viel zu viel gewesen, das heißt viel zu viel Süßes. 00:08:18:09 - 00:08:37:11 Unbekannt Oder es hat gerade riesen Hunger und hat überhaupt nichts gegessen. Dann ist da ja schon mal ein Problem. Und wenn dann noch die Autonomiephase grad reinkick, dann wird das Ganze größer. Das heißt, als allererstes würde ich immer schauen, sind die Grundbedürfnisse gedeckt bzw kann ich eins von denen decken, wenn's der Hunger sein sollte? Ich checke halt mal hat mein Kind Hunger? 00:08:37:16 - 00:08:58:09 Unbekannt Hat du ja vielleicht oder schaust auf die uhr. Vielleicht ist sie auch einfach müde. Daran kannst du jetzt zwingend natürlich nicht immer etwas ändern, aber dann weißt du schon mal da in die Richtung geht es, weil wenn du das Grundbedürfnis steckst, kann es sein, dass die Kooperationsbereitschaft sich ändert. Deswegen möchte ich das vorwegnehmen. Jetzt kann es sein, dass es abends Ihr habt noch nicht gegessen, warum auch immer. 00:08:58:09 - 00:09:17:05 Unbekannt Und weil Zähneputzen ich sag es jetzt nur in der Reihenfolge. Ich gar. Ja, logisch musste ich das Ja, der Prozess sein. Genau. Dann würde ich zum Beispiel sagen okay, schauen wir erst mal, hat sie Hunger? Wenn nicht, dann kriegt man vor was zu essen usw. Also das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, wenn du etwas hast wie das Zähneputzen, das ist etwas, das muss sein. 00:09:17:07 - 00:09:36:19 Unbekannt Und da ist es so, dass die Kinder lernen dürfen, dass es Dinge gibt, die nicht immer vielleicht Spaß machen, aber die man trotzdem machen muss. Das heißt aber nicht, dass Zähneputzen keinen Spaß machen darf. Du weißt, meine Kinder sind auch eine, na ja, und und dreieinhalb circa Und es gibt Tage, da funktioniert mit einer Rakete viel besser als nicht. 00:09:36:21 - 00:09:59:13 Unbekannt Zum Beispiel Oh Rakete irgendwie so, oder? Du kannst es spielerisch machen oder ganz egal. Aber da gibt es viele kleine Techniken und Tricks, dass das ganze Spaß machen soll, du über den Spaß auch nicht geht, dann gehen wir trotzdem in die klare Führung. Also wir führen das Ganze. Wir geben trotzdem der Julia eine Wahlfreiheit und wir ko regulieren. 00:09:59:13 - 00:10:17:09 Unbekannt Das heißt du gibst vor im Sinne von ich verstehe das du, dass es keinen Spaß macht und das ist jetzt vielleicht richtig doof für dich, aber du weißt ja, wir haben besprochen und das ist wichtig, dass es im Vorhinein wirklich besprochen hast wir besprochen, dass das so wichtig ist, es Zähneputzen und Mama und Papa putzen auch Zähne. Was hilft dir denn? 00:10:17:11 - 00:10:39:15 Unbekannt Magst du vielleicht heute die andere Zahnbürste benutzen? Ja, dann hab ich halt zwei, was weiß ich, Eine blaue und eine grüne. Wie auch immer. Also gibst ihr die Wahl oder Meine Tochter zum Beispiel wird manchmal die einen halt mit stinksauer, wenn sie nicht selber die Zahnpasta drauf geben darf. Ja dann darf sie diesen Käse so wie wenn denn das größte Problem ja super darf, also wirklich, dass sie da in die Selbstwirksamkeit kommt. 00:10:39:17 - 00:11:01:14 Unbekannt Und wenn du dann noch schaffst das Du, das du das Gefühl erkennst, du bist grad richtig sauer oder? Oder du bist richtig traurig oder richtig enttäuscht. Also geh in die Kommunikation und wenn du dich daran hältst, dann kannst du schon mal ganz ganz viel auffangen. Und das Wichtigste aber ist, dass du nicht nur in der Situation, sondern auch ohne diese Situation allgemein Zähneputzen mal mit dir besprochen hast. 00:11:01:16 - 00:11:33:01 Unbekannt Okay, dass das glaube ich, das haben wir, das passt gut, aber es ist ja nicht falsch, das nochmal in einer Situation, wo wir uns gerade gut verstehen, vielleicht zu besprechen. AM Wie ist das mit weil das machen wir halt, wenn wir jetzt mal gerade den Luxus haben, dass zum Beispiel am Abend vor dem Schlafengehen beide Eltern da sind und und das ist ja eigentlich das Glück, das in den meisten Fällen so eine Abwehrreaktion, so ein Nein dann oftmals mit einer Person zu tun hat, dass sie dann vielleicht auch sagt So, ich möchte aber, dass jetzt der Papa das Putzen übernimmt. 00:11:33:03 - 00:11:57:18 Unbekannt Ist das dann gut, wenn ich im Endeffekt meine meine Frau da unterstütze, dass sie jetzt nicht in der Situation sein muss oder umgekehrt. Wenn ich jetzt gerade die die ganzen Neins abbekomme, ist es gut, dass sie herkommt und sagt okay, komm, lass du das jetzt mal, ich glaube, ich tu mir jetzt leichter. Oder ist das eher auch eine eine falsche Folge, die die Julia dann hat, wenn sie sagt okay, na, wenn ich mich nur genügend aufführt, dann. 00:11:57:20 - 00:12:14:13 Unbekannt Dann kommt der, den ich grad liebe, Hab. Das sind jetzt zwei, drei verschiedene Sachen, die du angesprochen hast. Wenn du jetzt so ist, ihr würdet zu dritt im Badezimmer stehen und die Mama will gerade anfangen. Und dann sagt Julia Ich will jetzt auch einen Papa. Ja, dann ist kein Problem. Ja, dann sage ich Papa Ja klar, gerne, verstehe ich. 00:12:14:13 - 00:12:32:02 Unbekannt Ich mag auch manchmal lieber so oder lieber so, Das dann kein Problem. Weil wenn sie dann Zähneputzen, ist das super, dann halt halt mein Papa. Wenn jetzt aber so ist, das zum Beispiel deine Frau überhaupt keine Lust hätte und es von vornherein klar war, dass deine Frau das heute nicht machen wird und deine Frau gerade nicht da ist, dann solltest du natürlich anders kommunizieren. 00:12:32:02 - 00:12:52:16 Unbekannt Dann gehen wir wieder ins Verständnis. Ich verstehe das überhaupt keine Lust hast aber heute usw. Deine Frau dürfte dann noch einschreiten. Wenn sie das aber natürlich jedes Mal macht, das hast du gerade schon gesagt. Dann weißt du Julia Frau einfach nur laut schreien, dann kommt die Mama. Heißt nicht, dass sie das nicht mal machen dürft. Ja, es gibt halt wirklich mal Abende, da ist es wirklich ganz schlimm. 00:12:52:16 - 00:13:20:23 Unbekannt Und jetzt soll die Mama kommt und ist überhaupt kein Problem. Wichtig ist nur, dass sie euch nicht ausspielt gegeneinander. Das heißt, ihr zwei solltet immer gut kommunizieren als Eltern. Und da ist es auch so, dass ihr Eltern eigentlich vorher so ein bisschen kommuniziert. Als Beispiel Wenn die Mama jetzt um die Ecke steht, dass sie dich anschaut und du dann führst, das heißt, du sprichst dann mit der Julia, weil du hast ja gesehen, deine Frau ist da und für dich ist der Wechsel okay, kein Problem, aber deine Frau sollte niemals einschreiten und sagen Jetzt gib her, dann mach es halt. 00:13:20:23 - 00:13:44:07 Unbekannt Ich weil dann okay, zieht dir quasi die Führung weg, mischt sich ein und dann wird schwierig. Aber wenn sie vorher mit dir Blickkontakt habt, ihr checkt es beide ab und Douglas ist dann mit der Jule oder sagst Hey Mama, komm her, dann ist es überhaupt kein Problem. Okay, jetzt gibt ja andere Dinge auch noch die andere Konflikte wo das mit den den unmittelbaren Folgen vielleicht leichter zu erklären. 00:13:44:07 - 00:14:03:07 Unbekannt Ich nehme jetzt das Beispiel die Tarn. Das Zahnputzen zeigt sich ja nicht sofort. Ein Effekt, ein schlechter, wenn man es nicht tut. Das kommt er langfristig. Es gibt aber andere Dinge. Wenn Sie sich zum Beispiel einfach weigert zu sagen Hey, ich möchte, ich möchte keine Haube und ich möchte keine Jacke anziehen, aber es hat acht Grad, wo beides durchaus sinnvoll wäre. 00:14:03:09 - 00:14:36:09 Unbekannt Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass bevor sie sich tatsächlich dann verkühlt, ihr wahrscheinlich einfach kalt ist. Ja, das heißt, es wäre meine Idee, oder? Mein Umgang ist dann der, zu sagen, wenn sie sich partout weigert, eine Jacke und eine Haube anzuziehen. Und dass ich nicht in den Konflikt gehe, sondern dass ich einfach die Jacke und die Haube nehme, ich Rucksack rein stecke und wir halt einfach fünf Schritte aus der aus dem Haus raus machen, sie dann ohnehin selbst drauf kommt, dass ihr kalt ist und dann sagt Papa, kann ich bitte die Jacke haben, mir ist kalt und dann gebe ich sie jetzt. 00:14:36:09 - 00:14:57:13 Unbekannt Bin quasi in dem Fall der Retter, der halt vorbereitet ist und sie hat das selbst, sie hat das selbst gelernt. Das ist quasi ist. Nicht, dass der Bub recht gehabt hat, dass sie das ihn los aber dass ohne Jacke es kalt ist. Ist das ein gangbarer Weg, der sinnvoll ist? Oder sollte ich versuchen, sie vorher überreden oder irgendwie dazu bringen, diese Jacke anzuziehen, bevor wir rausgehen? 00:14:57:15 - 00:15:19:23 Unbekannt Das ist also auch hier. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und das ist auch situationsbedingt. Grundsätzlich wäre das eine Möglichkeit, die du machen kannst, aber nur, wenn du vorher gut kommunizierst. Ich würd nicht ihr einfach dann unter Anführungsstrichen Recht geben. Alles einpacken und dann sie wird schon sehen, sondern ich würde auch hier in die Kommunikation gehen. Okay, das ist überhaupt keine Lust, oder Wahrscheinlich ist er auch grad viel zu warm hier mit Jacke drin, oder? 00:15:20:04 - 00:15:37:00 Unbekannt Das verstehe ich. Was? Du was vielleicht? Lass uns einfach mal fühlen, okay? Es hat draußen acht Grad. Und was da 18 Grad sind wirklich, wirklich kalt. Aber ich verstehe dich. Beginn jetzt einfach mal raus und dann schauen wir mal, wie kalt acht Grad wirklich sind. Und glaub mir, bei acht Grad es in Wirklichkeit kein Kind will, dann keine Jacke. 00:15:37:01 - 00:15:58:04 Unbekannt Also die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es bei acht Grad dann eine Jacke anziehen will. Aber es gibt natürlich auch das anders. Das heißt, wenn du grundsätzlich natürlich die Führung hast und du solltest sie auch haben, dass du auch sagst ich verstehe das jetzt keine Lust das aber wir müssen dann ins Auto einsteigen und zwar als dass du das begründest das und sagst Wir müssen jetzt aber trotzdem die Jacke anziehen und ich weiß das. 00:15:58:04 - 00:16:17:21 Unbekannt Keine Lust. Und ich weiß, du schwitzt und ich schwitze auch und es kommt auf die Situation auf an, okay? Wenn du die Zeit hast und du möchtest und kannst besser und stärker jetzt in die Kommunikation gehen, dann musst das unbedingt. Aber ich weiß, der Alltag von Eltern ist nicht immer super einfach. Man hat nicht unendlich viel Zeit und dann ist aber nur wichtig, dass du knapp, kurz und klar kommunizierst. 00:16:17:23 - 00:16:38:14 Unbekannt Das ist ja genau das, was du schon ansprichst. Also in in in wahrscheinlich 95 % aller Fälle ist es ja nur eine Frage von Zeit und Geduld. Aber das das schlimmste, was passieren kann ist ja eigentlich immer nur, dass es halt ein bisschen länger dauert und man sich als Elternteil die Zeit nehmen muss, das jetzt auszukämpfen, auszudiskutieren wie auch immer das nennen willst. 00:16:38:16 - 00:16:43:24 Unbekannt AM Was tue ich, wenn einfach keine Zeit ist? 00:16:44:01 - 00:17:10:10 Unbekannt Die Schwierigkeit ist Früher hatten wir so, dass die Kinder gefühlt nichts zu melden hatten. Früher war dieses ganz autoritäre, jetzt sind wir eher in Richtung bedürfnisorientiert. Aber hier ist es auch wichtig zu sagen Bedürfnisorientiert heißt nicht, dass alle Bedürfnisse meines Kindes erfüllt werden, meine komplett hinten anstehen und das Kind bestimmt, was in der Familie passiert. Also das darf man nicht verwechseln, weil das sieht man immer mehr. 00:17:10:10 - 00:17:33:09 Unbekannt Und ich habe auch viele Familien im Coaching, wo du weißt ja, der 4-jährige bestimmt den Alltag. Ja, der Ihrige hat Bedürfnisse und die müssen wir sehen, die wollen wir sehen, die wollen wir auch teilweise erfüllen. Wir wollen helfen, wir wollen eine schöne Kindheit für das Kind. Aber ich kann ich entscheiden, wie der Alltag abläuft, weil er gar nicht so weit denken und fühlen kann, was in fünf Stunden passiert oder was das für weitreichende Konsequenzen hat. 00:17:33:15 - 00:17:50:04 Unbekannt Und deswegen ist es so wichtig, um deine Frage zu beantworten, dass du die Führung übernimmst, Wenn du wirklich keine Zeit hast und du als Elternteil nicht die Zeit eingeplant hast oder sie nicht einplanen konntest, dann kannst du das auch so benennen. Kannst du sagen Weißt du was? Es tut mir leid, Ich habe es vergeigt. Wir sind viel zu spät dran. 00:17:50:08 - 00:18:06:19 Unbekannt Das war mein Fehler. Ich brauche jetzt trotzdem bitte deine Hilfe. Wir müssen jetzt los. Wir müssen die Jacke jetzt anziehen. Ich weiß, es macht keinen Spaß, wenn du Lust hast. Wir haben auch zehn Sekunden. Du darfst noch einmal hoch und runter springen vom Sofa, Couch, was weiß ich. Und dann geht's los. Okay. Und das klappt manchmal richtig gut. 00:18:06:19 - 00:18:36:00 Unbekannt Okay, das Kind darf jetzt noch einmal springen, oder Welche letzte Aktion machst du? Machen? Dann darf das Kind noch einmal mitentscheiden. Und dann bittet die blaue die grüne Jacke. Also wenn du da ganz viel kombinierst, dann kann das gut klappen. Aber du, Bernhard, solltest immer die Führung, die liebevolle Führung behalten. Das heißt aber auch und das ist jetzt meine Abschlussfrage von dem, was ich halt auch bei mir und bei meiner Frau und bei vielen anderen Menschen im Alltag einfach mitbekommt, ist es eigentlich ständige und immer mehr eskalierende Wiederholen ein und desselben Auftrags an das Kind. 00:18:36:06 - 00:18:54:15 Unbekannt Setzt die Haube auf, setzt jetzt die Haube auf Comic, setzt die Haube auf, bringt eigentlich nix, auf keinen Fall. Also du sollst viele Dinge sehr, sehr oft wiederholen und erklären. Ja, das sollst du schon. Du sollst Dinge erklären, wie sie funktionieren, warum sie so sind. Das Kind braucht das, aber du sollst nicht siebenmal rufen Seit jetzt die Haube auf. 00:18:54:15 - 00:19:11:19 Unbekannt Komm jetzt her, das nicht, Du musst einmal dein Kind. Bzw. Im Idealfall solltest du es ja nicht rufen, sondern solltest es holen. Gehen wir besser. Aber wenn es nach dem zweiten Mal nicht dich gehört hat oder nicht hören will, dann gehst du hin und holst es liebevoll. Ich rufe nicht siebenmal mein Kind. Auf keinen Fall, weil ich bin ja am Stress. 00:19:11:19 - 00:19:29:17 Unbekannt Ich muss jetzt los. Mein Kind wusste Bescheid, weil ich es ja in Bestfall hoffentlich vor zehn Minuten schon vorbereitet habe und vor fünf Minuten noch mal daran erinnert habe, dass ja losgehen im besten ich mein Kind genau im Bett und dann hole ich mein Kind. Und ja, wir müssen jetzt die Haube aufsetzt. Ich weiß das grad so schön gespielt und also wieder das gleiche Prinzip. 00:19:29:23 - 00:19:51:11 Unbekannt Aber niemals siebenmal nach der Haube rufen. Auf keinen Fall. Okay, ich habe jetzt einige Sachen und einige Methoden, die ich am praktischen Beispiel meiner 4-jährigen Tochter ausprobieren werde. Und auf das freue ich mich schon. Ich bin schon sehr gespannt und bei unserem nächsten Date werde ich dich sehr, sehr gerne dann darüber berichten, wie das war und was mir jetzt noch Wichtiges ist. 00:19:51:11 - 00:20:16:00 Unbekannt Du hast am Anfang unseres Gesprächs gesagt, Du bist auch mit deinem Onlinekurs beschäftigt. Erzähl mal ganz kurz. Das heißt, ich habe die Möglichkeit, mich, wenn ich jetzt sagt, das Thema ist mir wichtig, da Kommunikation, Selbstbewusstsein stärken bei den Kindern kann ich bald was online mit dir machen. Genau. Also auf meinem am besten wahrscheinlich auf meinem Instagram Kanal. Der Unterstrich Familiencoach oder eben den Striegel. 00:20:16:02 - 00:20:38:10 Unbekannt Da mache ich dann die Promo, das heißt, da zeige ich, um was es genau geht. Aber auch jetzt mal kurz. Wahrscheinlich wird es so circa drei 4 bis 10 11-jährige Kinder betreffen, bzw deren Mütter, gerne auch Papas. Aber ehrlicherweise die meisten, die sich für diesen Onlinekurs interessieren, sind aktuell die Mütter. Zumindest in Instagram bekomme ich mehr von Müttern die Nachrichten. 00:20:38:12 - 00:20:58:21 Unbekannt Und genau der Kurs ist für Eltern, die ein selbstbewusstes Kind wollen, die vielleicht ein Kind haben, was gerade gemobbt wird oder die ein Kind haben wollen, was sich besser wehren kann, was selbstständiger wird, was später im Leben vielleicht erfolgreicher ist, was auch immer diese Definition heißen mag. Aber da geht es wirklich um Beziehungen, da geht es um Glück und Zufriedenheit, um Lebensfreude. 00:20:58:23 - 00:21:22:05 Unbekannt Und in diese Richtung wird es gehen. Ich bin gerade noch am Aufdröseln, welche Module ich mach, wie ich's genau mach, aber wenn jemand Interesse hat, freue ich mich sehr. Einfach auf Instagram folgen, mir gerne aufschreiben und hoffentlich geht es schon sehr bald los. Bin ich. Danke vielmals für deine spontane Reaktion auf meinen quasi Hilferuf zum Thema in Phase vier Dir alles Gute und und und. 00:21:22:05 - 00:21:46:06 Unbekannt Liebe Grüße und vor allem auch eine halbwegs stressfreie Zeit mit der Family. Jetzt wo es in die and Anführungsstrichen ruhige Zeit geht. Ja, genau. Ja, danke, Ich habe mich sehr gefreut. Hoffentlich sind wir uns sehr bald wieder. Wir bleiben in Kontakt, Bernhard und jawohl, schönen Tag. Die auch. Tschüss Papa Mir reine Männersache Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. 00:21:46:08 - 00:21:50:16 Unbekannt Klingt cool. Ist es auch.

Kapitel

00:00
Intro
01:14
Warum Kinder „Nein“ sagen müssen
05:09
Autonomie statt Trotz: Was wirklich dahintersteckt
07:56
H.A.L.T.-Prinzip für Eltern (Hungry, Angry, Lonely, Tired)
13:44
Zähneputzen, Jacke, Haube: Was tun, wenn keine Zeit ist?
17:10
Führung statt Schimpfen – Bens wichtigste Regeln

Bernhard Vosicky

Host

Bitte gib den gewünschten Suchbegriff ein.