Zwischen Michpult und Kinderzimmer: Flo Gabrielian

Episode 101

Treffen sich zwei Radioleute und sprechen über Familie!

Flo Gabrielian ist Moderator bei Radio Arabella. Und er ist Papa von Mia. (Also eigentlich ist er „Papa Mia!?“)

Wir reden offen über Care-Arbeit, Paardynamik, Rollenbilder und darüber, wie sehr einen ein 15-Monate-altes Kind jeden Tag neu formen kann.

Und ich merke wieder einmal: Papa sein heißt nicht alles wissen – aber alles besprechen. Gemeinsam.

Kapitel:

(00:00) – Intro: Flo, Radio & Papa Mia in echt

(04:10) – Kinderwunsch, jung Papa werden und Familie als Vorbild

(10:45) – Rollenbilder, Care-Arbeit und das Modell von Flo & Alexandra

(17:30) – Anstrengend und wunderschön: die ersten Monate mit Mia

(24:20) – Reden hilft: Mental Load, Paarzeit und Teamwork

Weiterführende Links:

Flo auf der Website von Radio Arabella – https://www.arabella.at/at/%C3%BCber-arabella/moderatoren/florian-gabrielian/

Flo auf Insta – https://www.instagram.com/floriaaan_g/

Podcast „Was Tara sagt“ – https://open.spotify.com/show/1lXtyMwjnBK6wTf7Mp3d4s?si=5150e00058eb4d29

Buch „Mama, bitte lern Deutsch“ – https://www.droemer-knaur.de/buch/tahsim-durgun-mama-bitte-lern-deutsch-9783426561140?srsltid=AfmBOooGzGdsl_dIU_GwxJ2QeONrtpzApBdf_mmYUu7EoaEmCrDKN14Q

Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ – Youtube Channel ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.youtube.com/watch?v=vlczJi3MlqA&list=PLBsmCGWpasWcYdyEE3Pcl_aOATzJ9La-K&pp=gAQB⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Instagram – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/papamiapodcast/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf TikTok – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.tiktok.com/@papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Facebook – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.facebook.com/papamiapodcast/⁠⁠

Transkript:

[0:00] Wir haben gekocht und die Mia hat geschlafen und wir haben gesagt, okay, passt, die schläft jetzt und jetzt kochen wir und essen wir und wir setzen uns hin, nehmen den ersten Biss, baff, die Mia ist wach und denkst so, das Essen wird wieder kalt zu sich genommen sozusagen. Also solche Sachen und das war am Anfang halt irgendwie schwierig und da war da so die. [0:18] Papa Mia. Reine Männersache. Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. Neue Folge Papa Mia. Diesmal sind wir in Folge 101. Und ich finde das extrem großartig, weil es ist die erste, weil die hundertste habe ich selbst gemacht, also quasi die einzige und erste Solo-Folge, die ich gemacht habe. Und du bist der erste Dreistellige, der quasi jetzt mein Interviewgast ist. Ich freue mich wahnsinnig, dass er da ist. Ich mache ja immer so ein bisschen die Folgen, wo ich Expertinnen und Experten zu bestimmten Themen da habe und dann wieder die Papas. Und deswegen freue ich mich jetzt ganz besonders, wieder einen Papa da zu haben. Florian Gabrielian, oder du möchtest Flo sagen? Ja, Flo. Flo passt, oder? Der Flo. Der Flo ist Redakteur und Moderator bei Radio Arabella, Sitz in Wien, mein erster Radio-Arbeitgeber. Also ich bin dem Haus sehr, sehr emotional auch verbunden, muss ich ganz ehrlich sagen. Und verdanke diesem Haus auch meine Radioausbildung, die Möglichkeit, mich da zu entwickeln. Und du bist dort Redakteur, Moderator. Kennen tue ich dich aber aus Zeiten, wo du bei Ö3 warst. Genau, da war ich fünf Jahre vor Arabella. [1:33] Und davor sogar noch ein Praktikum bei Radio Wien. Stimmt, da warst du ja auch. Genau, ich erinnere mich. Also wir haben mehrere Anknüpfungspunkte, haben uns lustigerweise eigentlich sehr oft gehört über die Leitung am Mischpult. Also nur gehört, das muss man sich als jemand, der jetzt dieses System nicht kennt, so vorstellen, dass Redakteure, die für den ORF Sport arbeiten, sind bei bestimmten Einsatzgebieten und haben dann eine Audioleitung, die zu den unterschiedlichen Mischpulten in die Landesstudios führt. [2:03] Die FQs, wie wir im Radio gesagt haben. Fremdquelle, um es ganz aufzuschlüsseln. Das habe ich nicht gewusst. Ja, jetzt weißt du es. Fremdquelle. Und da warst du als mein Gegenüber, wenn jetzt Matches waren, wenn jetzt Sport aktuell zu berichten war. Und wir haben dann natürlich immer, wenn die Mikrofone auf waren, kurz geplaudert. Und ich habe gemerkt, der ist cool, der taugt mir, der ist live ans. Und habe dann mitbekommen, nachdem du dann gewechselt bist, dass du Papa bist. [2:30] Und das ist das Allercoolste, weil du hast im Vorgespräch, hast du mir gesagt, ob du den Namen deiner Tochter droppen sollst oder nicht. Was will er jetzt? Weil ich meine, ich stelle meinen Gästen natürlich immer frei, dass sie die Namen sagen oder nicht sagen, weil das eine Privatpersönlichkeitsgeschichte ist, die jedem offenstehen soll. Und dann hast du mich raten lassen, ob ich den Namen errate. Und das finde ich cool. Sag ihn. Mia. Die Tochter heißt Mia. Das heißt, du bist der Papa Mia. Ja, das finde ich extrem. Das ist wirklich cool. Guter Zufall. Ja, genau. Also das ist nicht nach dem Podcast benannt. Das müssen wir schon dazu sagen. Du bist Papa von der Mia, die ist 15 Monate und ein bisschen was alt. Genau. Und das hat mich gleich einmal auf die Reaktion gebracht, aha, du rechnest noch in Monaten. Ja, definitiv. Ich finde, solange... Die Sprünge, oder solange das Kind sich von Monat zu Monat noch extrem entwickelt, ist man auch in Monaten. Also es gibt auch Leute, die sehen dann noch, meine Tochter ist 33 Monate. Wenn man beginnen muss zu rechnen, finde ich das kompliziert. 15, das geht gerade noch. So bis 18 Monate ist easy, eineinhalb. Und dann bin ich selber neugierig, was ich anmache. Aber jetzt ist mal 15 Monate. Genau. Wer uns über Spotify oder auch über YouTube im Video sieht, der sieht dich auch. sieht deinen Schnauzer, weil wir nehmen im November auf. Ja, Movember. Movember, ein Mustache. Das heißt, das ist für dich schon ein Thema, oder? [3:57] Auch im Vorgespräch habe ich mitbekommen, du bist jemand, der sich mit diesen Geschlechterrollen und mit diesem Männer-Frauen-Bubble-Thema, in dem ich ja auch drinnen bin, auseinandersetzt. Definitiv, ja, voll. Also der Movember so, das ist erstens wichtig wegen Männergesundheit, aber es macht auch einfach Spaß. Ich trage gerne einen Schnauzer. Ich bin mir nicht sicher, ob er gut ausschaut. Das ist mir aber auch wurscht. Das macht einfach Spaß. Aber um auf die Frage zurückzukommen, ja, also so Feminismus und Mann-Frau-Thema und präsent sein generell, aber da reden wir wahrscheinlich später noch drüber, das ist mir extrem wichtig. Und das ist etwas, wo ich denke, dass das einfach wichtig ist. Das ist immer das, wo ich so unterscheide, also wenn es jetzt um die Vaterschaftsrolle geht, zwischen Vater und Papa. Also Vater bist du, sobald du ein Kind am Papier, wie sagt man, die Vaterschaft anerkannt hast, Ja, genau. Aber Papa ist halt dann noch eine Stufe drüber. Also das ist so der Unterschied, dass ich den nicht mache. Ich würde dich jetzt als Papa bezeichnen. Wie alt bist du? Ich bin 29. Oh, jetzt kommt bald der 30er. Ja, ich verstehe. Es ist genauso wie der 29er oder der 31er. Ist völlig wurscht. Aber, und die ist die Mia 1,5, nicht ganz. Das heißt, du bist mit 28 Papa. Nein, noch 27. Noch 27. Es ist im Juli gekommen und im Oktober bin ich dann 28. [5:16] Ich war noch 27. Das ist unterm Schnitt, unter Anführungsstrichen. Also du warst jung, 31. Ich war wirklich mit 31. Bei Männern ist 31 der Schnitt und ich war mit 31 Papa. Also ich habe wirklich mich versucht, bewusst an den Schnitt zu reichen. Nein, aber war das für dich eine bewusste Entscheidung, dass ihr gesagt habt, du und deine Partnerin, also verheiratete ich nicht, nicht, dass mir das irgendwas bedeuten würde, aber ich frage deine Partnerin, die Alexandra. Genau. Kindsmama, ihr seid, habt ihr gesagt, So, jetzt passt, jetzt ist es gut? Ja, tatsächlich. Das Thema Kinder war von Anfang an eigentlich etwas, worüber wir sehr offen gesprochen haben. Das war uns auch immer wichtig, nicht ein großes Tantam oder Geheimnis draus zu machen, weil es ist ja auch kein Geheimnis. Das war uns immer wichtig, offen darüber zu reden. Und wir haben dann lange überlegt und immer wieder mal das Thema durchgedacht. So, ist es jetzt soweit? Sind wir jetzt bereit? Und dann war man bereit, so bereit mal für ein Kind sein kann. Man denkt halt, man ist bereit. Aber man weiß ja eh nicht. Genau, man weiß überhaupt gar nichts. Und es war eine bewusste Entscheidung. Und weil du das Alter angesprochen hast, ja, das war mir auch extrem wichtig, dass ich vergleichsweise jung Papa werde. [6:24] Weil ich will einfach ein Papa sein, der halt dann noch immer da rauf und runter kraxelt und herumrennt und Blödsinn macht und Putzelbäume schlägt und whatever. Und wenn ich zu alt Papa werde, dann geht es irgendwann nicht mehr. Und das war mir einfach immer extrem wichtig. Verstehe ich. Also das heißt, du willst diese Vaterschaft, auch wenn ich den Begriff aktive Vaterschaft, wirklich verabscheue. Das heißt ja so viel wie, es gibt auch eine passive und die kenne ich nicht. Aber das heißt, du willst einfach ein Papa sein, der Action macht. Und das ist einfach auch eine Altersfrage dann irgendwann mal. Nicht, dass das alte Papas nicht können, aber man tut sich vielleicht einfacher und leichter, wenn man junger Papa ist. [7:04] Du hast gesagt, ihr habt es immer schon, ist es wichtig, empfunden, dass ihr über Familie, über Kinder redet. Wie macht man das? Wie habt ihr es gemacht? Weißt du das noch? Ja, ganz ehrlich. Also es war wirklich immer einfach ein offener Diskurs über das Thema, weil es war nicht immer klar, dass wir ein Kind haben werden. Es war auch nie klar, ob es eines oder ob es mehrere sein werden. Und einfach der offene Diskurs, weil Meinungen ändern sich ja auch von einem Menschen, ändern sich in der Beziehung, ändern sich als Paar. Und uns war es einfach immer wichtig, das einfach offen anzusprechen und da jetzt kein großes Geheimnis draus zu machen. [7:42] Und das war dann irgendwann unser Insider. So fünf Jahre lang hat es dann geheißen, ja, also in ein, zwei Jahren können wir es uns vorstellen. Ja, in ein, zwei Jahren, ja, in ein, zwei Jahren. Und dann war es in ein, zwei Jahren. Und das war auch eine bewusste Entscheidung. Bevor wir, damit möchte ich dann nachher dann in den zweiten Block kommen, bevor wir eben dort hinkommen, möchte ich aber noch darauf hinkommen, wie du selber Vaterschaft, Elternschaft, Familie mitbekommen hast als junger Bub. Was sind so, wie würdest du sagen, also ich hatte doch fast niemanden im Podcast, der gemeint hat, ich hatte eine schlechte Kindheit. Also es war offenbar für alle, das, was sie empfunden haben, war für sie gut. Wie würdest du das sagen bei dir? Ja, sehr. Also ich habe auch keine schlechten Kinder gehabt, im Gegenteil. Bist du Einzelkind? Nein, ich habe zwei Geschwister. Meine Schwester, die ist zweieinhalb Jahre jünger als ich. Das war nicht immer ganz einfach. Wir waren eher so die Krawallgeschwister, die sich nicht immer ganz gern gehabt haben. Aber jetzt haben wir uns sehr gern. [8:38] Aber das war halt einfach als Kinder. Und mein kleiner Bruder, der ist 10,5 Jahre jünger als ich. Also der ist dann erst tatsächlich später nachgekommen. War aber auch ein Wunschkling von meinen Eltern. Und das war für mich als großer Bruder am Anfang mega, mega cool. Und dann war es irgendwie so, als Teenager schwierig, auch da zu sein, emotional, weil dann einfach so viel Platz dazwischen ist und man so weiter voneinander entfernt ist. Aber ich hoffe und denke, und ich hoffe, er sieht es auch so, dass wir ein gutes Verhältnis haben. Also jetzt haben wir ein sehr gutes Verhältnis, aber ich hoffe, dass er das auch weiß und dass er das auch sieht, dass ich das will. Ich finde das spannend, weil dieser große Abstand, also ich kenne das von meinem Bruder teilweise, der ist sechseinhalb Jahre jünger als ich. Es ist auch viel. Lustigerweise ist es dasselbe Abstand, den meine beiden Töchter zueinander haben. Und da sehe ich es natürlich jetzt bei denen und erinnere mich an meine Zeit, wo ich mit meinem Bruder eben da aufgewachsen bin. Du bist schon neben dem Papa das männliche Vorbild. Das bist du. Das ist schon ein Auftrag, den man hat. Hast du das mitbekommen, dass du das bist, was dein kleiner Bruder sein möchte? [9:57] Im Nachhinein wahrscheinlich. Ich glaube, in der Situation habe ich das nicht so verstanden oder nicht so wirklich greifen können auch, weil ich mich auch nie so als das männliche Vorbild gesehen habe. Ich habe mich einfach als der Große gesehen, der das gute Beispiel gibt sozusagen und der irgendwie dem kleinen Geschwister Sachen richtig vorlebt und sowas. Das war bis zu einem gewissen Grad auch eine Bürde teilweise, weil man einfach ja Sachen für wen anderen macht oder für das Geschwisterkind macht. War aber auch nicht schlimm, möchte ich festhalten. Also eine Bürde, aber keine schlimme Sache. Aber so als männliches Vorbild habe ich mich nie gesehen. Wäre interessant zu wissen, ob er das so gesehen hat. Der ist also jetzt quasi, wird bald 20 so in die Richtung geworden. Der ist jetzt 18 geworden. Alles klar, auch eine interessante Persönlichkeitswandlung dann eigentlich. Aber okay jetzt also dann schon gemeinsam aufgewachsen ich nehme an du wirst öfter aufpassen haben müssen auf den auf deinen bruder so also ich denke ich warte nur auf den moment wo meine große die jetzt 10 ist groß genug ist um auf die kleine die jetzt viel ist aufzufassen regelmäßig aber jetzt nicht extrem oft also das war nicht so ein großes thema und sagen wie ist das bei euch so gewesen mama papa wer war wofür zuständig wie was hast du damit bekommen für eine familien aufteil. [11:25] Familienaufteilung klassisch, also wie ich klein war, haben beide gearbeitet und dann später ist sich finanziell ausgegangen, dass nur noch eine Person arbeiten musste und das war in unserem Fall der Papa, der war halt an Arbeiten, aber Gott sei Dank auch nicht so ein Papa, der halt dann nicht mehr da ist und nur arbeitet, also der war schon in der Arbeit, aber hat auch einen Job gehabt, wo er sich die Arbeit gut einstellen kann und der auch präsent war und die Mama war halt zu Hause, die Mama hat zu Hause alles gemacht. Ich kann mich erinnern, der Papa war dann am Abend da und dann teilweise zum Spielen mit dabei und am Wochenende halt. Aber so diese ganze, was jetzt halt extrem ein aktuelles Thema ist, die Care Arbeit, Mental Load, die Sachen waren in meiner Empfindung eher bei der Mama. Und. [12:15] Sowas halt aufgeteilt. Möchte ich nur hinzufügen, weil das eine Sache ist, die ich in den Kommentaren und Mails zum Podcast am häufigsten bekomme. Wenn du sagst Arbeit, meinst du Erwerbsarbeit. Weil natürlich hat deine Mama mindestens genauso viel gearbeitet, ohne dafür direkt Geld zu bekommen. Also das ist was, was, glaube ich, auch so Sprachenschaftbewusstsein immer ganz wichtig ist. Ja, perfekt. Super. Ich weiß, wie du tickst. Ich möchte es nur unseren Hörerinnen und Hörern auch mitteilen. Das finde ich sehr schön und sehr wichtig. Aber die viel wichtigere Frage, als wie wir was definieren, ist, war es für deine Eltern okay? Ja, definitiv. Also das war, ich habe schon öfters mit Ihnen darüber geredet, das war eine bewusste Entscheidung. Das war, wir machen das so, wir teilen das so auf und damit war es in Ordnung. Und damit steht es auch uns nicht zu, darüber zu beurteilen. Genau, voll. Also das hat gepasst, das war so, das haben sie sich entschieden. Das war dann natürlich auch eine finanzielle Frage und das war halt dann so, weil die Strukturen so sind, wie sie sind, dass der Papa mehr verdient hat. Und das war für sie beiden voll in Ordnung. Ich weiß vom Papa noch einen Satz. Er hat oft gesagt, er hätte sich auch vorstellen können, zu Hause zu bleiben. Aber das war halt finanziell dann anders gescheit worden. [13:24] Wie war das dann? Also wir waren jetzt ein bisschen bei deiner Kindheit, wie du aufgewachsen bist mit der Familie. Wie war das dann der Moment, wo du gesagt hast, okay, jetzt bin ich dann der Papa? Das ist, finde ich, ich finde das schon so. Und du grinst auch, weil ich glaube, das ist schon was, das macht was mit jemandem, oder? Es ist vor allem einfach extrem surreal. Also jetzt noch, ein Vierteljahre später, denke ich mir immer noch so, was, ich bin Papa? Und das hat schon lange gedauert. Es war extreme Vorfreude auf das kleine Baby. Und wie die Mia noch im Bauch war, das war richtig aufregend. Und wie sie dann nach die Welt gekommen ist, das war extrem überwältigend und dann dieses Papa-Sein oder halt auch in dem Sinne Vater-Sein, das, Das checkt und das ist ja auch nicht greifbar am Anfang. Dann ist halt einfach ein Mensch da und man muss sich halt um den Menschen kümmern. Und dann man denkt sich so, hä, wie kümmere ich mich um einen Menschen? Und dann wächst man da halt so rein, sozusagen. Und jetzt 15 Monate später, kann man wahrscheinlich zusammenfassen. [14:36] Man hat keine Vorstellung, wie es ist, wie es sein wird. Also bei all dem, wo du sagst, Vorfreude, bin ich 100% bei dir. Gleichzeitig, worauf? Du weißt ja nicht, was kommt. Ja, man weiß halt die schönen Geschichten, die man hört. Und das ist ja oft so, man hört ja oft nur die positiven Sachen. Findest du wirklich lustig? Ich habe dir eine völlig andere Geschichte mitbekommen. Nein, also ich habe schon eher das Positive gehört. Die ganzen Sachen sozusagen, die auch die negativen Seiten, weil es gibt ja negative Seiten auch am Elternsein, die mitkommen. Ich habe den Eindruck, dass die nicht so extrem präsent sind. Das wandelt sich jetzt, das ist jetzt, habe ich den Eindruck, geht es mehr dahin auch, dass man das auch aktiv anspricht. Ich habe gestern eine Doku gesehen, Kinder, ja oder nein? [15:25] Und da war das erste Mal für mich auch, das in der ganz großen Öffentlichkeit im Fernsehen, dass diese Frage gestellt war, dass diese Frage sozusagen Raum gegeben wird, dass auch die Schattenseiten des Eltern-Daseins besprochen werden. Und das ist das, was ich mir jetzt noch mal gesagt habe. Also man weiß im Vorhinein halt nicht, was das alles bedeutet. Da bin ich hundertprozentig bei dir. Ich finde das lustig, weil eine der Hauptmotivationen für diesen Podcast zu Beginn, also vor der Geburt meiner zweiten Tochter, war, dass du meiner Meinung nach so vom Freundeskreis vor dem ersten Kind vor allem immer solche Sachen hörst wie, jetzt schlaf dich bitte nochmal aus, weil das geht nachher nicht mehr. Geh nochmal fort, geh mit dem Burschen nochmal auf ein Wochenende und sauf dich gerade an, weil das geht nachher alles nicht mehr. Und das sind ja alles eher so, Achtung, das Kind zerstört dein bisheriges Leben. Und das habe ich gehört. Mir hat aber niemand gesagt, hey, plötzlich erfährst du, was bedingungslose Liebe bedeutet. Du erfährst, was es bedeutet, gerne von der Arbeit nach Haus zu fahren, weil da jemand ist, der dir entgegenläuft. Das sagt dir niemand. Und das ist eben, finde ich, das, ich möchte das alles framen. So im Sinn von, du kennst ihn ja, weil er ein ehemaliger Arbeitskollege von dir war, Tom Filzer, der gesagt hat, es ist das Anstrengendste, aber Schönste im Leben. Und das unterschreibe ich zu 100 Prozent. Es ist sauer anstrengend, aber du willst das. Ja, ja. [16:45] Ich finde diese Frage nach dem Schönsten im Leben so spannend. Und die haben wir uns gestellt. Am Anfang war es recht schwierig. Im Sinn von, das Kind war nicht pflegeleicht. [16:55] Oder wie meinst du? Die Mia war nie schwer. Aber wir waren einfach, ich will jetzt nicht sagen überfordert, wir waren nicht überfordert, aber es war einfach mega anstrengend. Und teilweise halt einschlafen am Abend, vier Stunden, hat es nicht funktioniert oder sowas. Wir haben gekocht und, Die Mia hat geschlafen und wir haben gesagt, okay, passt, die schläft jetzt und jetzt kochen wir und essen wir. Und wir setzen uns hin, nehmen den ersten Bier, ist baff, die Mia ist wach und denkst so, das Essen wird wieder kalt zu sich genommen sozusagen. Also solche Sachen. Und das war am Anfang halt irgendwie schwierig. Und da war da so die Frage, ist das das Schönste, was uns im Leben passiert ist? Und mittlerweile will ich das nicht als das Schönste festmachen. Ich finde, es ist also eine Ansammlung von schönen Momenten. Und das ist halt das für mich Schöne, dass dieses eine Kind immer und immer und immer und immer wieder schöne Momente macht. Und für mich gibt es nicht dieses, das ist das Schönste, sondern das ist das, was urviel urschön macht. Auch eine schöne Definition, das gefällt mir auch sehr gut. Ich finde immer, das schönste Beispiel dafür, dass Elternschaft so schlecht nicht sein kann, sind Menschen mit mehreren Kindern. Weil entweder sind die extrem dumm, dass sie vom ersten Kind, das offenbar so furchtbar ist, nichts dazulernen und trotzdem ein zweites machen. Oder es ist vielleicht gar nicht so schlimm und sie denken sich, ein zweites wäre auch fein. Weil wenn es so furchtbar ist, täten sie ja kein zweites bekommen. Ja, aber das passiert. [18:19] Prinzipiell wüsste man, was man dagegen tut. Ja. Ja, also man könnte ja das verhindern, hat man ja davor auch geschafft. Also so ist es nicht. Von dem her denke ich mir, ich finde Elternschaft super, ich finde Familie super mit all den Downs, die dazugehören. Und wenn du jetzt erzählst von lange Niederlegen, wie lange das gedauert hat, ich kann mich erinnern, wie ich auf diesem komischen aufblasbaren Petsiball mit dem Kind am Arm gehupft bin und geschaukelt habe. Und ich habe schon geschwitzt, weil es Hochsommer war. Und wir haben, glaube ich, 29 Grad in der Wohnung gehabt. Es ist nicht toll es ist nicht da ja aber jetzt lehre ich mich ins bett und wenn ich das gefühl habe das kind und dann kuscheln weil einfach schön ist also es ist schon ich möchte das auf keinen fall missen ich bin sehr großartig deswegen ist das für mich so etwas was durch die geburt der kinder ins leben gekommen ist und ich wahnsinnig schön finde und ich finde es eben wichtig so unter dem trumpischen motto make family great again darüber zu reden dass das, das ist etwas Schönes ist, bei all dem, welche Herausforderungen es auch mit sich bringt. [19:25] Wie gehst du deine Papa-Rolle an, im Vergleich zu dem, die Papa-Rolle, die dir vorgelebt worden ist? Also wie du sagst, dein Papa war so ganz klassische Rollenverteilung, er war halt, sagen wir jetzt mal 9 to 5 im Job, dann am Abend da, ihr habt es aber immer super, es war alles fein, auch Wochenende habt ihr viel gemacht oder so, das hat alles gut gepasst. Nimmst du das mit? Oder machst du es anders? Ich nehme es als Basis mit, würde ich sagen. Ich probiere... Hast du mich kurz überlegt? Ja, da nimmt ja Zeit, das passt schon. Weil ich meine, gefühlsmäßig ist es ja oft so, entweder macht man es gleich, also entweder nimmt man Sachen von den Eltern und sagt, ja, genau so möchte ich das auch machen oder genauso möchte ich es nicht machen. So viel dazwischen gibt es meistens nicht. Ich glaube, es gibt so und so. Es gibt Sachen, die will ich genau gleich machen, weil die gut waren. Und es gibt Sachen, die will ich anders machen, weil ich mir denke, man kann die besser machen. Es ist natürlich auch eine Sache von, die Zeit hat sich verändert, plus 30 Jahre, mehr oder weniger. [20:29] Also wo ich Papa geworden bin im Vergleich zu meinem Papa, da ändern sich Sachen. Und jetzt komme ich nochmal auf die Care-Arbeit und den Mental Load zurück. Das ist etwas, das in unserer Beziehung ein extrem präsentes Thema ist und wo wir echt probieren, uns das aufzuteilen und wo ich auch sozusagen nicht der Alexandra helfe, weil es keine Hilfe ist, einen Job zu machen, den man halt auch sozusagen machen muss. Da probieren wir echt das aufzuteilen, aber das ist in unserem Fall leider mega schwierig, weil ich habe einen 8-Stunden-Job in Wien, ich wohne in St. Burton, das heißt, ich pendle zwei Stunden noch dazu, also hin-zurück, also zurück- Sogar, ja. Eine Stunde hin, eine Stunde zwei, acht Stunden in Wien. Das heißt, ich bin zehn Stunden futsch. Ich wache auf, die Mia schläft und ich fahre in die Arbeit, die Mia schläft. Dann bin ich in der Arbeit, dann komme ich nach Hause um fünf und um halb acht geht sie schlafen. De facto habe ich mit der Mia dann zweieinhalb Stunden. Und dann kann man natürlich probieren, wenn man weg ist, irgendwie zu unterstützen und dabei zu sein und was zu machen und halt nach der Arbeit noch einkaufen gehen und sowas. Aber natürlich hängt die größte Last an Alexandra. [21:36] Und das ist aber etwas, worüber wir sehr viel reden und wo wir probieren, uns das aufzuteilen. Und wenn ich dann mal einen freien Tag habe, dann probiere ich, dass die Alexandra mal Zeit für sich haben kann. Wir probieren, uns das aufzuteilen. Und das funktioniert mal besser, mal schlechter. Und es gibt Phasen, wo einfach die Alexandra völlig alleine ist, weil ich halt mit der Arbeit, also mit der Erwerbsarbeit sozusagen beschäftigt bin. Und dann gibt es halt Zeiten, wo das besser aufgeteilt ist. Wenn ich Urlaub habe, dann probieren wir echt, dass es 50-50 ist. Und wenn nicht sogar, ich dann sogar probiere, mehr zu machen, um die Alexandra zu entlasten, wenn ich dann da bin. Und also das ist, glaube ich, etwas, um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen, das ich gerne anders machen möchte, wo mir einfach wichtig ist, solche Sachen auch aktiv wahrzunehmen und aktiv anders zu machen. Aber habt ihr auch das ausgesprochen, was ich unendlich wichtig finde? Ja, definitiv. Also wir reden da oft drüber. Sicher einmal die Woche reden wir über sowas. Und machen einen Ist-Zustand und welche Schraube können wir drehen, wie geht es der Alexander, wie geht es mir, wie ist unsere emotionale Belastbarkeit sozusagen, wie geht es dir gerade, wie geht es mir gerade, wer kann gerade und sowas. Das sprechen wir sehr oft an, weil auch sozusagen bei uns auf Instagram irgendwie sehr in dieser Bubble drinnen sind und wir kriegen das sehr viel mit. [23:01] Und damit ist es auch einfach ein steter Begleiter, dieses Thema. Also das heißt, ihr habt das abgesprochen, das Modell ist ein Kompromiss? Was so viel heißt wie, beides sind nicht 100% glücklich wahrscheinlich. Weil du hättest, gehe ich mal davon aus, manchmal auch, weiß ich nicht, würde ich dir jetzt anbieten, du kriegst dieselbe Kohle für weniger Arbeit und kannst dafür mehr bei der Mia sein, würdest du wahrscheinlich sagen, yeah, ist cool, ja? Also da muss ich, ich mache meinen Job extrem gern bei Arabella. Das widerspricht sich nicht. Das widerspricht sich für dich nicht. Genau, tatsächlich ist es halt so, dass ich gerne Zeit mit der Mia verbringe. Und je mehr Zeit ich mit der Mia verbringen kann, desto besser. Sondern wenn Arabella in St. Pölten wäre, wäre es noch schöner. Dann mache ich dir ein anderes Angebot. Ich verlängere den Tag um zwölf Stunden. Das passt. Das nehme ich. Das heißt, ihr habt das abgesprochen und deine Partnerin, die Alexandra, ist jetzt noch in der Karenz. Habt ihr darüber gesprochen, wie jetzt denn, wenn das nicht mehr ist, also wenn dann vielleicht Kinderfremdbetreuung da ist, mit, wer sich wissen sagt, Pölten geregelt ist, wie ihr das für euch machen wollt? Ja, also wir werden probieren sozusagen, sie, wenn sie dann zwei, ein bisschen drüber, weil es ist mitten in den Sommerferien, das hier dann in den Kindergarten zu bekommen, also dass wir einen Platz kriegen. Da sind wir gerade jetzt voll dabei, das zu besprechen und zu schauen. [24:20] Ja, da sind wir gerade dabei, uns zu finden sozusagen. Ja, verstehe. Aber auch da, weil ich das auch schon quasi gesagt habe, bei dem ihr habt darüber gesprochen, deine Eltern haben ja damals über ihr Modell gesprochen, ihr redet über eure, es ist regelmäßig, wie du sagst, und wenn es für euch beide passt, ist es fein. Also da gibt es niemanden von draußen, der sagen darf, aber ihr müsst das doch eigentlich so machen. Das finde ich ganz, ganz wichtig, weil das gehört schon immer beide dazu. Also ich habe jetzt wieder heute in der Früh zum Beispiel mit meiner Frau über die Wochenendplanung gesprochen, weil sie am Wochenende nicht da ist. Da haben wir darüber gesprochen, okay, wann sind die Kinder wo und so. Und dann gibt es wieder Geburtstage. Das ist halt so und das ist auch gut und fein so. Aber in diesen Geburtstagen, es gibt zu jedem Kindergeburtstag eine WhatsApp-Gruppe. [25:06] Ist das wirklich so? Es ist so. Aber glaub mir, in dieser WhatsApp-Gruppe sind die Papas nicht drinnen. Und ich habe schon sicher 20 Mal mich reinreklamiert in diese Gruppen. Und jedes Jahr aufs Neue dauert es, bis ich dann erfahre in einem Kalender, dass da jetzt ein Geburtstag ist. Aha, da gibt es offenbar eine Gruppe, da wird offenbar was organisiert. Also es ist nicht nur ein, die Papas engagieren sich nicht für sowas, sondern... Also da muss man schon auch gemeinsam arbeiten, im Sinne von, bringen die Papas bewusst in diese Gruppe, dann müssen sie eh. Verstehst du, was ich meine? So ein bisschen. Ich glaube, das ist halt, weil wir noch, unsere Generation noch so sozialisiert ist und dass das einfach eben nicht so ist. [25:51] Und es ist gut, dass es diese Diskussion gibt, weil so ändert es sich hoffentlich. Bin ich ganz bei dir, ja. Also das ist völlig klar. Und das ist einfach ein, es ist Teamwork. Es ist Teamwork, also eine gleichberechtigte Gesellschaft. Es ist Teamwork aus Männern, Frauen, Politik und Gesellschaft. Und wenn man das hinkriegt, dann haut das hin. Das ist gut so und das ist fein so. Und wenn ich einen kleinen Beitrag leisten kann, indem ich einfach mit anderen Papas über Familie rede, das ist schön, das ist gut so. Jetzt, was sind denn so die Lehren, die du aus 15,5 Monaten Vaterschaft ziehst bis dato? Gibt es irgendwo, wo du sagst, boah, also da, das habe ich jetzt echt kennengelernt, das kannte ich vorher nicht. [26:40] Ich war immer schon ein sehr empathischer Mensch, glaube ich. Das bin ich immer noch. Ich war immer schon sehr geduldig. Das hilft mir sehr. Ja, das glaube ich. Es hilft dir nicht nur beim Vater sein. Ja, das hilft dir in vielerlei Dingen. Aber auch beim Vater sein. Also gerade am Abend, wir probieren wirklich, dass wir sie beide hinlegen. Und dass beide das haben, dass die Mia bei uns einschläft. Und dann legen wir sie halt ab. [27:02] Momentan ist sie gerade eine kleine Rebellin. Und reklamiert ganz viel die Alexandra. Aber da probiere ich dann auch sozusagen geduldig zu sein. und zu erklären, hey, hat der Alexander Pause? Hat die Mama nichts für dich da? Hat bin ich für dich da? Und da hilft dann schon Geduld, wenn sie, oder auch wenn es mal Tage sind, die extrem anstrengend waren und dann windert sie sich da 100 Jahre im Kreis und dann dauert es halt einmal eine Dreiviertelstunde oder noch länger. Da hilft Geduld sehr. Aber was habe ich gelernt auch, einfach, wie schön das einfach ist, eben was du vorhin gesagt hast, wenn du heimkommst und bei uns ist es so, wir haben halt im Wohnzimmer die Türe zu und dann ist der Gang und dann ist halt die Wohnungstür. Und die Wohnungstür ist aber urlaut bei uns. Das heißt, wenn der Schlüssel klickt und die Tür zugeht, dann hört man das im Wohnzimmer. Und dann höre ich schon, Papa, Papa, Papa. Und dann geht die Wohnzimmertür auf und ich stehe halt noch hinter der Mauer versteckt und jetzt geht sie seit einem Monat oder so, dann stopft sie da vor sich hin und dann schaut sie mich an. Und ich warte nicht mehr, dass ich sie in die Arme nehmen kann, aber sie ist gerade in ihrer Phase von, endlich bist du da, komm, ich zeige dir was. Und dann drückt sie mir und puschelt sie in die Hand. oder dann holt sie mich ins Wohnzimmer und zeigt mir im Wohnzimmer irgendwas und das ist so cool. Ja, das glaube ich. Das ist cool. Das sind schöne Momente, das muss man sich auch total aufheben im Kopf. Und halt Momente auch in dem Moment dann bewusst greifen und genießen und sagen, okay, genießt das jetzt. Wie geht es euch, dir und Alexandra, mit. [28:28] Partner sein, also Eltern werden und Paar bleiben. Das sind ja, was ich aus eigener Erfahrung weiß, Herausforderungen, die man sich vorher nicht vorstellen kann. Für meine Frau und mich war das eine große Herausforderung. Schafft sie das? Wie schafft sie das? Wie tut sie euch? Jetzt langsam fahrt, schon wieder die gleiche Antwort. Wir reden viel darüber. Tatsächlich, wir sind ein Paar, wir reden wirklich sehr, sehr viel. Aus eigener Weise passiert. Ich rede nur alles. Ich verstehe. Wir reden wirklich über alles und wir reden auch über das. Und wir sehen auch sozusagen, wenn wir Zeit für uns brauchen. Und wir probieren auch sozusagen... [29:07] Dann die Abende zu genießen und dann teilweise ist es halt auch notgedrungen, dass wir erst kochen, wenn die Mia dann schon schläft, das geht nicht, aber dann kochen wir gemeinsam und dann waschen wir gemeinsam ab und das ist jetzt nicht das klassische Paarsein, aber da reden wir dann miteinander und da verbringen wir Zeit miteinander und dann, ja, wir probieren halt einfach so gut es geht, einfach das auch zu sehen, zu erkennen und dann teilweise auch mal die Mia, jetzt geht es langsam, irgendwie an eine Tante zu geben oder die Oma kommt vorbei oder so irgendwie, und passt mal eine Stunde auf und dass wir dann ein bisschen Zeit für uns zurückhaben und was man schon noch sagen muss die Mier ist Gott sei Dank ein Kind wenn die schläft, dann schläft die und dann haben wir einfach einen Abend für uns aber halt zu Hause weil wir halt nicht das Baby von mit in die Stadt nehmen können, und die Fremdenbetreuung haut noch nicht so hin wie ihr es gern hätte oder ist es für euch kein Thema es ist momentan so wie es für uns passt aber es ist momentan halt so dass wir noch nicht so wirklich weggehen können Man hört ja oft, wenn das Kind schläft, dann soll die Person da sein, die sie hingelegt hat, weil sonst ist es ein Vertrauensbruch irgendwie und da trauen wir uns noch nicht drüber. [30:14] Eigentlich könnten wir uns, glaube ich, jetzt langsam drüber trauen, weil sie schläft einfach, wenn sie schläft. Und dann könnte dann einfach jemand kommen und zu Hause sein und da sein und wir gehen in die Stadt. Aber da fehlt uns noch, dass wir wirklich dann weg sind. Aber dass jemand der andere, also die Oma oder die Tante sie hinlegt, ist Opa oder Onkel? Nein, das geht noch nicht, weil die Alexandra stillt in mir. Und am Abend ist das einfach das Ritual und sozusagen, wenn ich sie hinlege, stillt die Alexandra sie davor und dann heißt es okay und dann geht der Papa mit ihm. Ja, okay, gut, da gibt es aber gewisse Dinge, die da gehen. [30:48] Aber wenn ich jetzt unsere knapp 30 Minuten, die wir jetzt quatschen, zusammenfasse, dann bleibt für mich eine Botschaft über. Also wenn ihr aus diesem Podcast genau eine Sache mitnehmt, dann redet es miteinander. Ja, voll. Also das ist, es ist so platt eigentlich, so eine richtige Pinterest-Kachel irgendwie, aber es ändert halt, es hilft so sehr, wenn man einfach Sachen ausspricht, wenn man Sachen über Sachen redet und auch wenn man nicht mal Sachen bespricht oder sich ausmachen will, aber einfach nur mal das gesagt zu haben oder einfach einen Gedanken aussprechen. Hey, ich denke an das, hey, ich habe das eh am Schirm, hey, machen wir es doch so, dann wissen beide, der andere denkt dran und das hilft einfach bei allem. Ist das auch dein Tipp, den du dir selbst geben würdest? Also ich komme jetzt zu der Kategorie Zurück in die Zukunft nenne ich es, wo du quasi dir selbst, der noch kinderlos ist, mit dem Wissen von heute einen Ratschlag gibst. Was würdest du dir selbst sagen im Alter von 25 oder so? [31:51] Da habe ich drüber nachgedacht. Genieß die Zeit, die du hast, weil man hat einfach keine Zeit mehr. Wir haben bei Arabella einmal im Monat ein Pub-Quiz und ich will da so gerne hin. Und ich schaffe es einfach nicht, weil ich mir dann denke, ich mag zu mir nach Hause und ich mag sie sehen, weil sie fehlt mir. Und so genieß die Zeit, die du hast. Nutz die Zeit, die du hast. Geh mehr ins Kino, geh mehr in die Stadt was trinken, triff dich mit Freunden, geh auf ein Date mit der Alexandra, selbst wenn du schon seit acht Jahren medizamt bist oder seit neun jetzt. [32:32] Genießt Abende und sozusagen, man ist so schnell im Alltag gefangen und auch wenn man kein Kind hat, im Alltag gefangen und dann, wenn ein Kind da ist, noch mehr, so genieß diese Zeit, die du hast, wenn du weißt, was du ein Kind willst und nutze sie. Weil jetzt denke ich mir so, was habe ich mit der ganzen Zeit gemacht, die ich gehabt habe. Das ist schon auch was, was ich sage. Menschen, die keine Kinder haben, wissen gar nicht, wie viel Freizeit sie haben. [32:57] Und dann hat man natürlich auch Sachen, die geplant sind und irgendwie dann auch der Alltag, der die Zeit raubt und sowas. Aber jetzt ist ja mit Kind auch wieder der Alltag, der die Zeit raubt. Und jetzt hat man irgendwie auf einmal, also wenn das Kind jetzt weg wäre, wäre so viel Zeit frei für alles mögliche andere. und also das ist, ich glaube, das ist bei mir wirklich so, genießt die Zeit und nutzt die Zeit für Sachen, die Spaß machen. Nicht, dass es nachher keinen Spaß mehr macht. Genau. Aber was anderes. Genau, was anderes der Spaß macht. Das muss man vielleicht dazu sagen. Das ist ein bisschen deprimierend. Nein, nein, nein, nein. Ich liebe die Mia. Keine Sorge. Für andere Sachen, die Spaß macht. Ich habe es, glaube ich, richtig verstanden. Und eine Sache würde ich noch ganz gerne, dass du unsere Playlist, die Papa Mia Playlist des Grauens an einem Track reicher machst. Die Songs sind da drauf, die meine Interviewgäste gehört haben. So oft, weil sie die Kinder so oft hören wollen. dass sie sie nicht mehr hören können. Und du hast einen Song. Ja, habe ich. Also bei uns ist es ein bisschen schwierig, weil so viel Musik hören wir nicht. Wir haben natürlich eine Tonybox und in mir ist so voll der DJ. Und wir haben einen französischen Tony, weil in mir wächst zweisprachig auf. [34:09] Und das erste Lied von einem französischen Tony, die Mühle dreht sich, der Fisch schwimmt und so. Und die Alexandra kann das nicht mehr hören. Die hört das eine Zeit lang, wirklich den ganzen Tag. Aber das ist französisch. Das ist französisch. Na dann sag mir, wie es heißt auf Französisch. Tourne Tourne Petit Moulin. Okay. Petit Moulin ist die kleine Mühle. Das ist die kleine Mühle. Tourne Tourne ist dreh dich, dreh dich. Und wir können es nicht mehr hören. Es ist sehr schön am Anfang, aber dann ist es immer das Gleiche. Dann werde ich schauen, dass ich diesen Track finde. Ich habe ihn gefunden. Es gibt ihn. Es gibt ihn auf Spotify. Bin ich froh. So soll es sein. Wunderbar. Dann kommt er jetzt auf die Liste hinzu. Ich freue mich, wenn ich dich wieder mal im Radio mitbekommen kann, hören darf. und darf auch deine Socials verlinken in den Shownotes. Irgendetwas, was du empfehlen würdest, du hast mir einen Podcast empfohlen, das ist der von der Tara Luise Witwer, den ich noch nicht kannte, den werde ich mir anhören. Sonst noch irgendetwas, wo du sagst, hey, dieses Buch, diese Menschen, diese Person, das solltest du kennen, hören, begrüßen. Dieses Buch tatsächlich, da gehen wir jetzt komplett weg von Elternschaft. Tasim Durgun, Mama, bitte lern Deutsch. [35:21] Ein deutscher, ich mag sofort Influencer nicht, aber er ist, schätze ich mal, Influencer, Content Creator, der über einfach... Culture Clash. Ja, genau. Nicht nur Culture Clash, aber auch so der Alltagsrassismus. Er redet halt von Deutschland, weil er aus Deutschland kommt, aber das ist in Österreich wahrscheinlich ganz genau. Ich denke, eigentlich ist das ein Buch für alle, vor allem für die FPÖ-Klientel. Lernt mal die andere Seite kennen und schaut mal, wie schwer es für Menschen ist, mit Alltagsrassismus konfrontiert zu sein. Und das war ein mega gutes Buch und wirklich, wo du, lachst, weinst, Gänsehaut hast, erstaunt bist, mitfühlst, also es ist alles mit dabei, weil er einfach so lustig schreibt, aber einfach Sachen beschreibt, die Wahnsinn sind und Mama bitte lernt Deutsch von Tassim Durban, wirklich mega gutes Buch. Verlinke ich gerne. Flo, danke dir fürs Kommen. Danke für die Einladung. Papa Mia, reine Männersache. Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool? Ist es auch.

Kapitel

04:10
Kinderwunsch, jung Papa werden und Familie als Vorbild
10:45
Rollenbilder, Care-Arbeit und das Modell von Flo & Alexandra
17:30
Anstrengend und wunderschön: die ersten Monate mit Mia
24:20
Reden hilft: Mental Load, Paarzeit und Teamwork

Bernhard Vosicky

Host

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