Babyschlaf verstehen: Warum dein Baby nicht durchschläft – und was hilft!

Episode 104
40:27

Babyschlaf ist kein Rätsel – aber voller Mythen. In dieser Folge spreche ich mit Babyschlafberaterin Petra Bauer von „LALELUNA“ darüber,

  • warum Babys nicht durchschlafen müssen
  • wie Schlafzyklen wirklich funktionieren und
  • welche Fehler Eltern unbewusst machen.

Wir klären

  • was Übermüdung bei Babys bedeutet
  • wie du die richtigen Wachphasen erkennst und
  • warum viele „Tipps“ aus dem Umfeld mehr Druck als Hilfe erzeugen.

Praktische Strategien, realistische Erwartungen und ehrliche Einblicke aus dem Alltag einer Expertin und Mama. Für alle Eltern mit Babys von 0–2 Jahren, die bessere Nächte wollen.

Kapitel:

(00:00) Intro

(05:00) Was „Durchschlafen“ wirklich heißt

(10:59) Phasen, Regressionen & Entlastung für Eltern

(19:45) Wachphasen, Müdigkeitszeichen & typische Fehler

(28:01) Nächte besser meistern – ohne Druck

(31:29) Abendrituale & Bildschirmzeit: Was wirklich zählt

Weiterführende Links:

Petra Bauer auf Instagram – https://www.instagram.com/laleluna_babyschlaf/

Petra Bauer Website – http://www.laleluna.at/

Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ – Youtube Channel ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.youtube.com/watch?v=vlczJi3MlqA&list=PLBsmCGWpasWcYdyEE3Pcl_aOATzJ9La-K&pp=gAQB⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

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Transkript:

Petra Bauer (00:00) das hat vielleicht jeder schon mal ein bisschen erlebt, dein Kind wirkt müde, dann ist es auf einmal macht es klick und es ist total überdreht. Also da ist es schon übermüdet und dann kannst du alles vergessen. Bernhard Vosicky (00:25) Hallo, bevor es losgeht noch eine ganz kurze Bitte von meiner Seite. ist statistisch tatsächlich so, dass mehr als 90 % aller Hörerinnen und Hörer dieser Folge mir nicht als Podcast folgen. Ist doch schade, oder? Also wenn du noch nicht folgst, aber gerne zuhörst, klick doch auf Folgen, abonnier mal einen Podcast, ich würde mich wahnsinnig freuen. So, aber jetzt geht's ⁓ Babyschlaf. Bernhard Vosicky (00:48) Willkommen zu einer neuen Folge Papamiya, willkommen zu mittlerweile 104. Folge und endlich haben wir dieses Thema, über das wahrscheinlich Eltern von vor allem kleinen Kindern so wahnsinnig viel reden, weil sie es erleben. Jeden Tag oder eigentlich jede Nacht. Es geht um Schlaf. Ganz genau gesagt Baby Schlaf. Und das ist etwas, über das müssen wir sprechen, weil es gibt ja dieses wunderbare Sprichwort oder diesen geflügelten Satz, schlafen wie ein Baby. Und ich behaupte jetzt einmal, das ist ein fälliger Blödsinn, es müsste eigentlich heißen, schlafen wie ein Teenager, weil die, das weiß ich aus eigener Erfahrung, die schlafen wirklich gut und lang. Babys hingegen, ist so eine Sache. Ich freue mich, dass ich die Petra Bauer, sie ist Babyschlafberaterin, Lale Luna heißt ihr großes Babyschlafprojekt, die habe ich bei mir im Podcast. Petra, grüß dich. Petra Bauer (01:39) Hallo, grüß dich Bernhard. Bernhard Vosicky (01:41) Du bist Babyschlafberaterin, du hast einen 20 Monate alten Sohn. Petra Bauer (01:44) Genau. Bernhard Vosicky (01:48) Dass du Babyschlafberaterin bist, das war nicht immer so. Du kommst aus der Kindergartenpädagogik, bist auch derzeit noch in Karenz, in Mama Karenz. Das heißt, du hast das Ganze, worüber wir heute sprechen, irgendwie am eigenen Leib erkannt. Hast erkannt, okay, was tut sie da? Offenbar ist das ein Thema. Und hast dann daraus ein Business gemacht. Find ich wahnsinnig spannend, weil du hilfst dir anderen Eltern damit, vielleicht ein, zwei Stunden besser in den Schlaf zu kommen. früher in den Schlaf zu kommen, weil das einfach ein großes Thema ist. Erklär mir mal ganz kurz, wie kamst du auf die Idee das zu machen? ich meine, dass wir unter wenig schlafenden Kindern leiden als Eltern, ist ja statistisch bewiesen. Vor allem die Mamas, weil ja das Stillen da auch noch dazukommt, aber auch die Papas. Wie hast du das am eigenen Leib mitbekommen, dass das ein Thema ist? Petra Bauer (02:43) Grundsätzlich muss ich sagen, habe mir damals, wie ich mein Kind bekommen habe, nie darüber Gedanken gemacht, wie Schlaf eigentlich funktioniert. Ich habe es eigentlich mehr nachher mein Gefühl gemacht. Ich habe viel Einschlaf gestillt. Das hat super funktioniert, auch überhaupt für mich in der Nacht, weil ich eigentlich auch weiterschlafen konnte. Nur mir war eigentlich nicht bewusst, wie sehr ich ihn auf dieses Stillen und Einschlafen gemeinsam präge. Und das hat sich dann eigentlich mit 19 Monate so richtig herauskristallisiert, dass er nur mal bei mir an der Brust einschlafen wollte, nur mit dem Stillen, nach einer halben Stunde, eben aufgewacht ist und in der Nacht alle einmal zwei Stunden wach war. Und da war für mich das Thema, wo ich mir gedacht habe, warum ist das eigentlich so, da muss eigentlich mehr dahinter stecken. Und so habe ich dann viel recherchiert, habe Bücher gelesen und bin dann darauf gekommen, ja, das Ganze steckt. hat eigentlich ein System und wenn man das mal bisschen versteht, wie das alles funktioniert, dann... kann das ganz viel Erleichterung auch einfach bringen und wie man das Ganze auch wieder umgestaltet. Für mich war es auch ein Thema, dass ich die Zweisamkeit mit meinem Mann nicht so haben konnte. Ich wusste, ich lege mein Kind am Abend hin und der ist nach 30 Minuten wieder wach. Also ein 20.15 Film hat sowieso überhaupt nicht funktioniert. Das waren so diese Themen, die mich einfach belastet haben. Bernhard Vosicky (04:13) Das verstehe ich und ich glaube das kennt jeder von uns. Gleichzeitig möchte ich gleich zu Beginn dieses Podcasts mit einer Art Urban Legend aufräumen, die wahrscheinlich jeder von uns in irgendeiner Form also mitbekommen hat, sei es jetzt von der eigenen Mama, von der Oma, von Bekannten, von Freunden und so weiter, wo es dann immer heißt, also mein Kind oder du oder wie auch immer, du hast mit zwei Wochen schon durchgeschlafen. Ich habe mir dazu jetzt bewusst ein paar Statistiken hergeholt und mir das angeschaut, was denn das überhaupt heißt. Ich möchte, bevor ich auf die Zahlen komme, vielleicht definieren, was heißt denn Durchschlafen. Also prinzipiell ist es so, ich glaube nächtliches Aufwachen bei kleinen Kindern, Säuglingen, ist absichtlich und sinnvoll, weil Nahrungsaufnahme und auch Atemregulation ein großes Thema ist. Beides wollen wir, also Kinder sollen nicht hungrig sein und das mit dem Atem ist vielleicht auch nicht ganz falsch. Also das ist von der Natur her so vorgesehen, dass die aufwachen. Wenn wir jetzt von Durchschlafen sprechen, dann sprechen wir davon, dass die ja, diese kleinen Kinder nicht so wie vielleicht Erwachsene sich wünschen würden, dass sie am Abend was eine 10 schlafen gehen und am nächsten Tag idealerweise acht aufstehen und dann zehn Stunden gesegneten Tiefschlaf haben, das ist ja bei Kindern nicht so. Sondern wir sprechen in der Umgangssprache oder auch in der Forschung von Durchschlafen eigentlich, wenn so vier bis sechs Stunden lang durchgehender Schlaf passiert. Und durchgehend heißt nicht, dass die gar nicht munter werden. Schlafphasen bei Kindern sind ja anders als bei Erwachsenen. Die sind ja viel kürzer, die sind so Stunde in etwa. Und nach dieser Stunde kann es dann sein, dass so ein Miniwachzyklus da ist, dass die kurz aufwachen und dann weiter schlafen. Das heißt all das ist eingerechnet in dem Begriff Durchschlafen. Oder? Du hebst die Hand, sag gleich. Petra Bauer (06:02) Du bist ja schon ein richtiger Experte. Das hast du ganz ganz toll erklärt. Genauso. Bernhard Vosicky (06:11) Also das heißt aber auch, und selbst wenn wir diesen Begriff durchschlafen nehmen, dann schaffen es, und da tue ich jetzt ganz kurz die Zahlen auf, mit 4-6 Wochen nur 6 % der Säuglinge schlafen durch im Alter von 4-6 Wochen. 3-4 Monate, da steigt das dann auf etwa ein Drittel. Dann bleibt das da in etwa Bis zum ersten Geburtstag. Da sind wir ungefähr bei der Hälfte, es eben schon schaffen, mehrere Stunden am Stück tatsächlich in der Nacht durchzuschlafen. Achtung! Und dann geht das vielleicht sogar wieder ein bisschen zurück. Was ja total org ist eigentlich, weil da glauben viele Eltern und fühlen sich quasi schon sicher, so quasi, haben das geschafft, wir sind aus dem gröbsten Rausen, auf einmal wacht der Zwerg wieder auf. Öfter als davor. Und das ist natürlich psychisch auch eine unglaubliche Belastung. Und diese Erfahrung, schätze ich einmal, hast du auch gemacht, oder? Petra Bauer (07:01) Also da muss ich noch kurz einhaken. Dieses, wo du gesagt hast, dieses Durchschlafen, wo die Kinder dann alle ein bis zwei Stunden so bisschen wach werden und die Schlafzyklen lernen erst zu verbinden, das ist auch das, warum viele Babys nach 30 Minuten aufwachen, weil ein neues Schlafzyklus beginnt. Und die ganz jungen können diesen Schlafzyklus noch nicht verbinden, also die finden noch nicht in den nächsten Schlafzyklus von selber hinein. Also da brauchen sie einfach noch Begleitung und da können wir als Eltern sie auf jeden Fall begleiten. Aber wenn sie das gelernt haben und das schaffen sie schon theoretisch ab vier bis sechs Monaten können sie das schon schaffen, dass sie die Schlafzyklen lernen zu verbinden, dann ist es möglich, dass sie von selber in nächsten Schlafzyklenhaus finden, also dass dann längere Schlafphasen Stück vorhanden sein können. Und dieses was du auch erwähnt hast, der Nacht Baby schlafen zu 50 % im aktiven Schlaf. Das bedeutet, dass sie nachts wach werden. Wach, unter Anführungszeichen, also sie bewegen sich, sie brabbeln, bei einem gewissen Alter stehen sie sogar auf. Aber wenn man sie ein bisschen lässt, dann finden sie vielleicht selber einen Schlaf. Weil es ist dieser aktive Schlaf. Also die Kinder verarbeiten ganz viel im Schlaf, diese neuen Bewegungen, neue Prozesse, die sie lernen. Und wir als Eltern haben dann oft die Angst, ⁓ mein Baby wird wach, ich muss ganz schnell hingehen und noch vorsichtshalber die Brust reichen oder die Hand geben, damit er sehr weiterschläft. Und da wecken wir das Baby dann eigentlich unbewusst auf. Also da wirklich ein bisschen zurücknehmen, fünf Minuten vielleicht warten, ob das Baby selber wieder einschläft. Bernhard Vosicky (08:55) Und das, was du jetzt ansprichst, das Thema Geduld. Das ist natürlich jetzt ein bisschen ein Teufelskreis, weil jetzt haben wir auf der einen Seite dieses nicht schlafende Kind, dann haben wir auf der anderen Seite Eltern, die ja ohnehin schon, ich sag einmal, Kleinkind, ein Baby ist halt einfach eine Belastung psychisch. Durch die neue Lebenssituation, die beide nicht gewöhnt sind, dann kommt eben dieser Schlafentzug dazu. In den ersten Monaten, schläft der Elternteil, egal ob Mama oder Papa, wobei man natürlich mehr betroffen sind, weniger als davor. Das führt zu weniger Geduld, das führt zu weniger Leistung im Alltag und auch zu Gereiztheit. Jetzt wenig Geduld und Gereiztheit, bloß ein Kind, das aufwacht und du sagst jetzt, wir müssen Geduld haben, das ist halt natürlich schon ein bisschen schwer. Petra Bauer (09:42) Das verstehe ich total, aber ich sage jetzt von 0 bis 3, 4 Monaten ist das ganz normal, dass die Babys in der Nacht auch öfter aufwachen, weil, wie du auch schon gesagt hast, sie brauchen auch die Nahrung. Also das ist grundsätzlich ganz natürlich und das gehört dazu. Aber man kann sie dann schon auch unterstützen, ab einem gewissen Alter, so ab 5, 6 Monaten schaffen sie es schon, längere Schlafphasen, also 4 bis 6 Stunden am Stück zu schaffen. Genau. Und ich sage jetzt auch so, wenn man das mal geschafft hat, es kommen immer Phasen, das sind diese gerünten Regressionen, das schon viele Eltern vielleicht auch gehört haben, wo dann einfach das Kind von einem Tag auf den anderen ganz plötzlich wieder ganz schlecht schläft. Es wacht wieder 30 Minuten auf, es wacht in der Nacht öfter auf, das Einschlafen dauert länger. Und das sind einfach Phasen, die gehören dazu. Das Baby lernt. extrem viele in den ersten zwei Jahren unterbraucht, das vielleicht einfach mehr Nähe und Geduld und auch wieder Unterstützung von den Eltern. Es ist immer leichter gesagt als getan. Es sind oft nur Phasen, aber es gehört dazu, es geht wieder vorbei und es wird dann wieder besser werden. Bernhard Vosicky (11:00) Ich glaube, dieser Begriff der Phasen, den du gerade jetzt ins Spiel gebracht hast, den finde ich wahnsinnig wichtig. Wenn es etwas gibt, das ich in meinen mittlerweile fast elf Jahren Papa-Erfahrung gelernt habe mit zwei Kids, ist es alles eine Phase. Aber das ist sowohl positiv, weil die negativen Dinge natürlich auch nur kurz dauern in den meisten Fällen. Es ist aber halt auch negativ, weil auch die positiven Dinge wie lang schlafen oder sowas oft nur eine Phase sind. Das heißt, dieses Kind ist ein bisschen eine Überraschungskiste, wo immer wieder was rauskommt und dann wieder was reingeht. Das ist halt einfach so. Und ich glaube, diese Resilienz dem gegenüber, dass man eben da steht oder da liegt in der Nacht und sich denkt, okay. All das ist normal. ist das Erste, was, das hätte ich gern gehört als Papa in der Phase, dass mir jemand sagt, dein Kind ist nicht besonders anstrengend oder besonders schlecht schlafend oder sowas, sondern dein Kind ist wie alle. Das ist der Durchschnitt. So gehört das. Das hätte mir schon sehr geholfen. Was ich eigentlich gehört habe, war, naja, aber du hast mit zwei Monaten durchschlafen, gell? Also und das ist halt, deswegen finde ich es umso wichtiger, dass wir beide uns da jetzt zusammensetzen und das besprechen. anderen zu sagen, hey, das ist normal und ich glaube, berichte bitte aus deiner eigenen Erfahrung. Bei dir hat sogar dazu geführt, dass du ein Business draus machst, also muss das ja normal sein. Petra Bauer (12:21) Ich habe mir damals auch gedacht, das ist nicht normal, da muss einfach mehr dahinter stecken. Ich sage, gewisse Dinge kann man beeinflussen, so wie dieses Einschlafstielen, bei einem gewissen Alter, man kann Schlaf am Stielen auch trennen. Ich weiß, das ist am Anfang ganz schwierig, weil die Babys einfach beim Stielen einschlafen. Das ist auch schön, das gehört dazu und das ist... was ganz ganz tolles, wenn es einen Mama dann irgendwann stört, so wie es für mich einfach auch ein Thema war, weil ich habe gewusst, ich muss jetzt ganz schnell heim, mein Kind muss niedergelegt werden, ich muss da sein, also für mich war das auch ein extremer Druck dann und ich habe mir da ein bisschen Stückchen mehr Freiheit gewünschen und ich habe dieses Einschaustieren einfach Stück für Stück dann reduziert und ich habe meinem Kind anders nie gegeben, es hat ja auch ganz anders funktioniert. Das heißt jetzt nicht, dass man abstehen muss, also ich habe noch gestielt, nur ich habe das Einschlafen vom Stielen getrennt, das war ein großes Thema. Und ich denke auch, dass das oft für Papas dann einfacher ist, auch selber mal ein bisschen die Rolle vom Einschlafen für das Kind zu übernehmen. Also wenn man nur einschlaft, stillt, ist das auch den Papa dann schwierig da mal etwas zu übernehmen, wenn es der Wunsch natürlich auch ist. ja, Babys können das ganz schnell herausfinden, wo man die Milch bekommt und wo nicht. Das riechen sie auch und das wissen sie natürlich, beim Papa kommt keine Milch raus. Und der Papa kann einfach das Kind anders in den Schlaf begleiten, tragen, kuscheln, was auch immer. Bernhard Vosicky (14:13) möchte ich gleich ein. Da möchte ich gleich einhaken, weil das ist ja etwas, das ich ja auch sehr, sehr offen in meinem Podcast eigentlich von Beginn an behandle, ist, dass meine beiden Kids, also unsere beiden Kinder, nicht gestillt worden sind. Ich möchte jetzt auch keine Stildiskussion anfangen, weil das natürlich ein völlig falscher Platz ist, wenn es Babyschlaf geht, aber ich muss als Papa, aus meiner reinen Papa Sicht sagen, dass das natürlich wahnsinnig dazu beigetragen hat, dass ich von Beginn an alles ich konnte wie die Mama. Petra Bauer (14:46) Genau. Bernhard Vosicky (14:46) Und das heißt, ich konnte auch quasi das in den Schlaf stillen, was halt bei mir dann in den Schlafflaschen gegeben war. Aber das Gleiche hat meine Frau gemacht. Und gleichzeitig hat das meine Frau von Beginn an freigespielt im Sinn von, wenn sie am Abend was machen möchte, was ja ein normalen menschliches Betüfenis ist, irgendwann mal wieder die Welt zu sehen, dann konnte sie das tun. Und gleichzeitig hat es uns beide als Paar freigespielt, weil wir natürlich auch Fremdbetreuung machen konnten. Seien es die Großeltern, die Tante oder Wer auch immer, auch ein Babysitter, eine Babysitterin. Weil das Flaschel geben, können auch andere als die Mama und der Papa. Und das ist natürlich für mich ein unglaublich großer Vorteil. Ich möchte jetzt aber nicht die Diskussion anfangen, was das Stillen angeht. Von wegen ist es gut, ist es schlecht, ist es das Beste, geht nur ohne das, geht nur mit dem. Das möchte ich gar nicht machen. Ich möchte nur berichten aus meiner Erfahrung, die ich gemacht habe. Petra Bauer (15:39) Ja, da will ich jetzt auch doch mal einhaken. Ich will jetzt das Stil nicht als schlecht darstellen. Es war einfach nur für mich beim gewissen Alter ein Thema. Das war Punkt. Das ist so. Wenn es für jeden anderen passt, ist es völlig in Ordnung. Ich will nur damit sagen, dass man das auch angehen kann irgendwann. Viele Eltern trauen sich da nicht drüber, eine Veränderung auch zu wagen und da will ich auch die Mütter und Väter ein bisschen animieren. Wenn sie sich eine Veränderung wünschen, dass sie die auch angehen können. Ein Baby wird eine Veränderung nie dankend annehmen. Eine Veränderung ist immer ein Lernprozess und das gehört auch einfach dazu. Bernhard Vosicky (16:19) Das ist glaube ich ganz wichtig, vor allem dieses Selbstbestimmte. Wenn du willst, dass sich bei deinem Kind was ändert, dann wirst du es ändern müssen. Zu warten darauf, dass das Kind sagt, du Mama, das mit dem Stillen müssen wir eigentlich nicht mehr machen. Ich glaube das ist unrealistisch. Vor allem wenn man es so lange macht, das Kind das so formulieren kann, muss man sich eher überlegen, ob das nicht… Aber egal. Das heißt, du kannst das machen, du sollst das aber auch tun, wenn du eine Veränderung willst. Weil es spricht ja nichts dagegen, wenn Mama, Papa und das Kind mit der Situation zufrieden sind. Hey, der macht dein Ding. Petra Bauer (16:26) Genau. Kenna. Kenna. Bernhard Vosicky (16:49) Also da spreche ich hier überhaupt nicht dagegen. Aber... Was natürlich jetzt spannend ist, auch zu sagen, dass das ja auch wahnsinnig individuell ist. Ich meine, da kannst du jetzt vom Vergleich her mit anderen Kindern vielleicht nur, unter Anführungsstrichen, mit deinen Kundinnen und Kunden, mit deinen Menschen, mit denen du eben Kontakt hast, die Erfahrung nehmen. Ich kann sagen, bei zwei Kindern ist das Schlafen und auch das Einschlafen, das ist so 180 Grad einmal so und einmal so. Die große, die jetzt elf ist, hat, da sind wir, das war ein Sommerkind, also quasi mit Ein winter kind aber halt an quasi diese wirklichen einschlafphasen raus aus dem absoluten mini säuglingsbaby alter hat dann im sommer stattgefunden und ich erinnere mich an stunden die ich so mit dem kind am armen flascherl in der hand so leicht hüpfend wippend auf einem beziball verbracht hat im total heißen zimmer Geschwitzt habe wie ein affe damit dieser zwerge endlich einschlaft dann schläft sie ein und denkt ja wohl super und dann legt sie sich hin und sofort geht es Auch das kennen wahrscheinlich die meisten Eltern. Und dann gibt es Kind Nummer 2, der liest dir was vor und noch bevor du dir das Buch zuglaubst, schläf dich. Petra Bauer (18:04) Ja, aber das ist auch ein Mythos, dass man sagt, es gibt gut ein schlechter Schläfer. Das will ich auch noch wahlen. Ja, es gibt Kinder, wo es super funktioniert, wo man überhaupt nicht darüber nachdenkt. Es gibt andere Kinder, denen es nicht so gut funktioniert. Und es liegt auch einfach daran, wie sind die Bedürfnisse vom Kind, wie ist der Charakter, das spielt auch ganz viel eine Rolle. Also grundsätzlich kann jedes Baby schlafen lernen und wir als Eltern bringen den Bernhard Vosicky (18:12) Natürlich. Petra Bauer (18:33) bei, wie es einschläft. Und wenn man von Beginn an, das ist einfach der einfachste Weg, viele verschiedene Sachen auch einfach ausprobiert, je nachdem, was auch für die Familie passt, dann lernt das Kind schon von Beginn an ganz viele verschiedene Einschlafmethoden kennen, nicht nur eine zum Beispiel. Und das manifestiert sich halt dann auch mit der Zeit. Bernhard Vosicky (18:59) Kommst du jetzt schon rein in den Bereich, weil ich möchte natürlich diese Folge nicht irgendwann mal beenden, ohne dass wir auch tatsächlich Dinge mitnehmen können. Jetzt hast du gesagt, du hast dich massiv beschäftigt damit, du hast die Bücher gelesen, du hast dir unterschiedliche Techniken angeschaut, wie das funktioniert, da Eltern zu unterstützen. Und gerade eben hast du auch gesagt, jedes Kind kann einschlafen oder schlafen lernen. Wir können das optimieren, verbessern, dass es uns allen als Team, als Elternteam mit Kind besser geht. Dann sag mal, also nur geduld haben, sieht das Ganze aus, es ja nicht sein. Petra Bauer (19:33) Es ist schon bisschen wissenschaftlich, also wissenschaftlich, aber ja, ist einfach eine Theorie dahinter. Wenn man es mal versteht, geht das... Ja, dann ist es einfach einfacher. Und zwar grundsätzlich ist, was ganz, ganz viele Eltern unterschätzen, was ich auch unterschätze habe, sind die richtigen Wachzeiten für den Kind. Wenn du dein Baby hinlegst und es dauert eine Stunde lang, bis es einschläft, dann hast du nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt. dann ist ein Baby entweder nicht müde oder schon übermüdet. Das ist auch immer so ein Thema. Und je jünger die Kinder sind, ja genau, das meine ich ja auch, übermüdet dann, weil das hat vielleicht jeder schon mal ein bisschen erlebt, dein Kind wirkt müde, dann ist es auf einmal macht es klick und es ist total überdreht. Also da ist es schon übermüdet und dann kannst du alles vergessen. Bernhard Vosicky (20:09) Es kann auch sein, dass es zu müde ist, einzuschlafen. Petra Bauer (20:30) Dann dauert das extrem lange, bis der Baby wieder einschläft. Und da ist auch noch ein Tipp von mir, diese bekannten Müdigkeitsanzeichen, die sind auch nicht bei jedem Baby so hundertprozentig aussagekräftig, weil viele Müdigkeitsanzeichen einfach schon zu spät kommen. Wie ein Genen ist zum Beispiel ein ganz und spätes Zeichen, das heißt, ist schon höchster Eis und dann das Kind ins Bett zu bringen. Beziehungsweise hätte man es schon 10, 15 Minuten vorher ins Bett bringen sollen. Also das ist auch immer ganz, ganz wichtig, die richtigen Wachphasen. ja, grundsätzlich auch von Beginn an vielleicht einfach verschiedene Methoden ausprobieren. Für die ganz, ganz jungen ist ein Pucken auch ein wichtiges Thema, dass diese Einengung vom Babybauch in die weiter offene Welt ein bisschen, ja, ein sauberer Übergang einfach stattfindet. Das tut den ganz, ganz jungen auch. bis sie sich drehen können, also dann wirklich den Pucksack wieder auflösen. Bernhard Vosicky (21:36) Aber dann sag mir doch vielleicht ein bisschen, wenn du sagst, das Genen ist schon ein zu spätes Zeichen. Worauf sollte ich denn achten, das Baby, also was sind so Anzeichen? Ist dieses klassische Augenribbeln? es dieses, man hat so kleine Augen und das Kind ist langsam? Wenn es dann irgendwann einmal mit dem Kopf in den Suppenteller knallt, ist es zu spät. Petra Bauer (21:57) Ja, das ist auch bei mir passiert. Also mein Kinn ist beim Essen eingeschlafen und ich habe mir gedacht, ja, okay, ich lege es halt dann hin. Aber wenn ein Kinn im Sitzen einschläft, ist es schon übermüdet. Also das ist auch ganz ein klassisches Zeichen. Also wer schläft schon im Sitzen ein? Und ganz, ganz frühe Anzeichen sind so die roten Augenbrauen, rötliche... Augen da, so ganz kleine Mini-Anzeichen oder wenn es dein Kind ins Leere schaut, wenn ich wirklich wegstaat von dir, also wenn es auch, wenn du mit einer Rassel vor das Gesicht, vom Gesicht hin und her rasselst und dein Baby schaut eigentlich weg, das will gar nicht mehr, das kann dann auch ein Zeichen sein. Aber grundsätzlich würde ich immer so ein bisschen nach der Uhr gehen, das ist so. Bernhard Vosicky (22:49) Okay, das heißt... Aber das heißt also Schlafphasen, also erkennen die richtige Phase, es müde ist, achtsam zu sein als Eltern und sich das vielleicht auch in einem Baby-Tagebuch notieren, ist das sinnvoll? Petra Bauer (23:05) Ja, auf jeden Fall. Also du kannst dir aufschreiben, wann du dein Baby hinlegst, wie lange es braucht zum Einschlafen, also diese Zeitspanne auch. Das machst du ein paar Tage lang und dann, wenn du merkst, dein Baby braucht eine Stunde zum Einschlafen und du weißt, es war eigentlich schon übermüdet, dann probierst du es am nächsten Tag eine halbe Stunde früher. So gehst du immer Schritt für Schritt voran und dann findest du irgendwann auch... Bernhard Vosicky (23:34) Aber jetzt Gegenfrage. Du hast vorhin davon erzählt, dieser 20.15 Film jetzt kein Thema ist. meine mittlerweile, wer schaut noch Linear-Affären? Wir haben doch realen Netflix, also wir können selber starten. Aber ich bin bei dir. Ja, ich bin natürlich bei dir. Petra Bauer (23:44) Ja, das ist bildlich gesprochen. Bernhard Vosicky (23:49) Das ist natürlich aber ein Thema. Vielleicht möchte ich ja auch, dass mein Kind am Abend 20 Uhr schläft, damit ich dann Hausnummer noch zwei Stunden mit meinem Partner habe, mit meiner Partnerin, weil ich meine, man ist ja nicht nur Eltern, man ist ja Paar auch noch. Also kann man das auch machen? Kann man diese Schlaf- und Wachphasen, die ein Kind ja offenbar von Natur aus individuell hat, kann man die adaptieren? Petra Bauer (24:17) Wie meinst jetzt genau? Kannst du die Frage noch? Bernhard Vosicky (24:19) Also kann ich meinem Kind anzutrainieren, auch wenn es vielleicht jetzt zwei Wochen lang der Kampf zwischen 19 und 20 Uhr ist und sie schläft und schläft nicht ein. Also gewinne ich mit der Zeit, wenn ich nur geduldig genug bin. Petra Bauer (24:31) Nein, sind so viele Faktoren, die ganz viele Faktoren, die das einfach mit einschließen. Wie lange dauert das bis ein Baby einschläft. Auch dieses nächtliche Aufwachen, das spielt wirklich eine Rolle. Wie sind die Wachphase am Tag? Hat das genügend Schlaf? Hat das sogar vielleicht zu viel Schlaf? Das sind alles Themen. Wie lange ist die letzte Wachphase vor dem arbeitlichen Zu-Bett-Gehen? das Baby übermüdet ist, beim abartigen zu Bett gehen, dann ist es ziemlich sicher, dass es auch nachts wach wird oder früh wach wird, also dieses bekannte vor 6 Uhr. Dann hat es eine Einschlafassociation, also das war jetzt zum Beispiel auch bei mir dieses Thema dieses Einschlafstilen, braucht es immer nur die Brust zum Weiterschlafen, das sind alles Faktoren, die dieses halbe stündige aufwachen. beeinflussen und dieses nächtliche Aufwachen. Also das ist immer nur so ganz kleine Stücke von einem ganz großen Puzzle, die man Stück für Stück dann... Bernhard Vosicky (25:38) Was kann ich denn tun, vielleicht trotzdem, also du sagst jetzt dieses, schau dir an, was dein Baby braucht, gib ihm das, dann tust du dir schon mal leichter. Schritt eins. Schritt zwei. Was kann ich noch tun, damit es vielleicht ein bisschen angenehmer wird? Vielleicht jetzt auch so, was in der Nacht selbst, wenn immer mal das Einschlafen geschafft ist, gibt es da irgendwas, was ich tun kann, ⁓ es angenehmer zu gestalten? Petra Bauer (26:06) kommt immer auch auf das Alter darauf an. Wenn dein Baby nachts wach wird und zum Beispiel trinken möchte, dann überlegt ihr euch immer, ist es wirklich Hunger, das dein Baby hat oder ist es nur Nuckeln. Wenn es nur dieses Nuckeln ist, dann braucht es vermutlich die Flasche oder die Brust einfach auch, weiter zu schlafen. Also das ist auch diese bekannte Schlafassociation, dein Baby braucht das oder das, weiter zu schlafen. Wenn es wirklich Hunger ist, also diese Schlafassociation kann man dann auch Schritt für Schritt einfach auflösen. Wenn es wirklich Hunger ist und der Baby ist schon neun Monate zum Beispiel, dann muss sie überlegen, hat das am Tag überhaupt genügend Essen oder Nahrung zu sich genommen. Da vielleicht dann am Tag mehr Mahlzeiten anbieten oder noch am Abend eine größere Mahlzeit, dass es auch in der Nacht gut gesättigt ist. Das ist auch so dieses nächliche Aufwachen. Bernhard Vosicky (27:07) Da kann man schon schauen, wir haben das dann irgendwie versucht. Wir konnten natürlich mit der künstlichen Nahrung, mit der Milchnahrung aus dem Supermarkt, aus dem Drogeriemarkt, konnten wir natürlich bisschen besser messen, wie viel trinken die Mädels denn vor dem Schlafen gehen. Das ist natürlich etwas, was du dir wahrscheinlich als jemand, der jetzt stillt, schwerer tut, weil du weißt ja nie, wie viel das dann wirklich gewesen ist. Also da tun wir uns leichter und da haben wir schon auch gemerkt, natürlich. schläft besser, aber es war jetzt nicht ein unmittelbarer Zusammenhang. Es gab genauso Nächte, dann die Mahlzeit am Abend eigentlich groß genug war und trotzdem war dann irgendwie nach 90 Minuten schon der Wunsch nach mehr. Also da war dann wahrscheinlich eher dieses, möchte an irgendwas nukkeln. Petra Bauer (27:52) Das wollte ich jetzt auch gerade sagen. Das ist nur ein Teil davon. Nahrung ist ein Teil davon. Die Wachfassen sind ein Teil von den ganzen Schlafassociationen. Ist gerade eine Regression vorhanden, dann wachen sie sowieso öfter auf. Das sind alles... Ist ein Baby vielleicht auch krank? Das sind auch Dinge, die man nicht so beeinflussen kann. Das gehört auch dazu. Aber ich würde auch raten, dass ich dich jetzt unterbreche, wenn ein Baby wirklich wach wird in der Nacht, da kommen wir wieder zu einem aktiven Schlaf, warte 5-10 Minuten ab, vielleicht findest du selber wieder in den Schlaf, bevor du ein Baby unbewusst aufwächst. Also das ist ein ganz großer Tipp. Bernhard Vosicky (28:17) Jetzt! Ich will zwei Sachen noch gleich ansprechen. Und zwar habe ich damals, einer meiner besten Freunde, kurz bevor ich selber Papa geworden bin, den Sohn bekommen, wo ich auch Taufparte bin. Sehr sehr schön, wir verstehen uns wunderbar. es war halt auch so, dass ich gewusst habe, bei uns kommt auch bald Nachwuchs, habe das natürlich intensivst verfolgt, wie er damit umgeht. Und dann sind wir irgendwann einmal am Abend fortgegangen und der hat gesagt, ja, ich gehe jetzt heim, weil jetzt wird wahrscheinlich der Kleine aufwachen. der ist dann jetzt munter und dann muss er eine Stunde mit ihm spielen. Das war eins in der Früh. Und dann haben gedacht, he, eins in der Früh spielen, ist das eine gute Idee? War es eine gute Idee? Petra Bauer (29:08) Ja gut, das kann ich jetzt nicht beurteilen, ob es eine gute Idee war, aber du musst halt auch überlegen, warum wird dein Kind eins in der Früh wach und ist putzmunter. Hat das vielleicht sogar zu viel Schlaf gehabt? Das habe ich allerdings, dass du das jetzt erwähnt hast, das bei mir auch mal das Thema, da habe ich auch ein bisschen ausprobiert, wie sind gerade die Wachphasen von meinem Kind, habe es eine Stunde früher ins Bett gelegt, also sie ist mir zwar trotzdem eingeschlafen, aber nach 5, 6 Stunden war der Schlaf gesättigt und mein Kind wurde wach und hat in der Nacht eine 2 Stunden lange Wachphase gehabt. Und da war für mich klar, ok, ich habe mein Kind zu früh hingelegt. Dann am nächsten Tag habe ich es ein bisschen später probiert und dann hat es wieder durchgeschlafen. Bernhard Vosicky (29:56) In Wirklichkeit Trial und Error, wie überall im Leben, oder? Und dann noch eine Sache, die ja vielleicht auch schon bei uns Erwachsenen ein Thema ist. So diese Bildschirmzeit. Ich weiß, ich weiß, am besten keine. Gar keine Frage. Ich sehe es trotzdem oft bei Eltern, dass selbst die kleinsten Kinder schon wissen, wie man Fotos am Handy vergrößert, weil sie es halt einfach dauernd gesehen haben, weil sie es machen dürfen, weil sie halt ruhig gestellt werden mit Petra Bauer (30:00) Genug. Bernhard Vosicky (30:26) Handy, Screen. Sowas ist selbst für unser Erwachsene vom Schlafen gehen nicht ideal. Wie ist das bei ganz Kleineren? Petra Bauer (30:37) das ist ja schon angesprochen ideal ist das jetzt nicht. Ab welchem Alter reden wir von ganz klein? Also ich mache meine Beratung immer bis zwei Jahre und grundsätzlich würde ich immer empfehlen, keine Bildschirmzeit, wenn es für die Eltern passt und wenn es auch kein Problem ist, dann macht es. Das muss auch jeder für sich selber entscheiden, aber dann würde ich auch dazu raten, Stunde, eineinhalb Stunden vor dem Schlafen gehen, das auszumachen. keine Bildschutzzeit zu gestalten. Dann lieber mit dem Kinnenbuch lesen, Abendritual gestalten, baden, duschen, umziehen und dann Bernhard Vosicky (31:20) Wie wichtig sind denn solche Rituale generell? Petra Bauer (31:24) Nicht so wichtig. Nicht so wichtig, wie viele Eltern glauben. Also nicht so wichtig. Ich will jetzt sagen, manche Eltern glauben, sie müssen ein einstündiges Abendritual machen, dass mein Kind schläft. Nein, also darin liegt es nicht. Es reicht ein Abendritual von 5 bis 10 Minuten aus, dass dein Kind einschläft. Und viele Eltern glauben, dass es wichtiger ist, ein Bernhard Vosicky (31:26) Nicht! Petra Bauer (31:53) großes Ritual zu machen als für andere Dinge zu machen. Bernhard Vosicky (31:56) Okay, das heißt... Petra Bauer (31:56) Also es reicht ihm wirklich aus, du stillst dein Kind noch, du gibst ihm eine Fläschchen, du ziehst es ⁓ du wickelst es, Schlafanzug anziehen und ab ins Bett. Dein Kind weiß das dann schon, dass die Nacht jetzt anbricht. Bernhard Vosicky (32:12) Okay, also das heißt, muss nicht immer die Babymassage und das Vollbad mit Baby und so weiter sein, Abend, weil wir das halt mal gemacht haben, sondern es ist vielleicht eher ein Ritual, das den Eltern gefällt. Petra Bauer (32:27) Genau, genau. Also es kann auch jeder für sich selber gestalten. Wenn er sagt, die halbe Stunde, die passt für mich vollkommen, auch wenn es mal der Papa übernimmt, dass er sagt, er war den ganzen Tag arbeiten, er will eine halbe Stunde Abendritual machen, dann bitte mache es. Es ist vollkommen okay, so wie es jeder für sich gestaltet, aber es trägt es nicht zu einem guten Babyschlaf bei. Bernhard Vosicky (32:49) Es ist gut zu wissen. Mitnehmen kann ich schon einiges. Also von wegen erstens mal Geduld haben, so wie bei vielen Sachen. Bisschen mitschreiben, ein bisschen Tagebuch führen, sich an die individuellen Bedürfnisse des Babys anzupassen ist ganz ganz wichtig und halt einfach auch schauen. dem Kind in der Nacht das zu geben, was es braucht. wenn es jetzt vielleicht nicht unbedingt Nahrung ist, dann halt einfach irgendwie das, wie du gesagt hast, sukzessive Abtrainieren. Das hilft auch auf jeden Fall, da hinzukommen. Aber sozusagen den magischen Schlüssel zu einem durchgehenden Schlaf bei kleinen Kindern, den hast auch du nicht gefunden. Petra Bauer (33:26) Ich ihn schon gefunden, aber ich sage jetzt nochmal, es sind so viele Einzelteile, die ein ganzes Puzzle einfach zusammenbringen und das würde in einer halben Stunde den Rahmen komplett sprengen. Also da mache ich auch einfach Vorträge, wo man dann viel mehr erfährt, wo das noch tiefer geht. Aber es sind schon so ein paar Tipps, die den Eltern grundsätzlich ein bisschen helfen können. Ich habe noch zwei. Tipps, wenn ich die noch kurz einbringen kann, die auch vielen Eltern helfen und zwar verwendet, wenn ihr stillt in der Nacht und ein Fläschchen gebt und ihr ein Licht braucht oder wenn ihr euer Baby wickeln müsst, dann verwendet ihr ein rotes Nachtlicht. Das hält nicht den Melatoninspiegel, also dein Baby wird dadurch nicht wach. Also schon wach, aber jetzt nicht wacher. Also das für den Melatoninspiegel. Und wenn ein Baby einen Schnuller kannst du ab 9-10 Monaten, das kommt immer darauf an, kannst du deinem Baby lernen, Schnuller auch selber in den Mund in die Nacht zu stecken. Also du musst nicht dann nächtlich aufstehen und deinem Kind den Schnuller in den Mund geben. Das kannst du auch am Tag üben, wenn du zum Beispiel die Hand vom Baby nimmst, zum Schnuller führst und gemeinsam deinen Schnuller in den Mund gibst. Das übst du auch in der Nacht ein paar Mal. irgendwann hat ein Baby das heraus. Du kannst auch mehrere Schnuller im Bett verteilen. Irgendwo findet ein Baby dann ein Schnuller und dann steckt es sich in Mund. Bernhard Vosicky (34:57) Ich glaube wir hatten 17. Ja absolut, das ist so lustig, weil ich kann mich erinnern, einer im Mund und ich glaube in jeder Hand dann teilweise auch einen gelagert beim Kind, damit falls er rausfällt, sie einfach nachstecken kann. Das war super. Diese Sachen kommen dann erst mit der Zeit wieder, die Erinnerungen, wenn man darüber spricht, dann werden die dann wieder getriggert. Aber sehr, cool, sehr, fein. Darf ich dich jetzt wie schaut denn die Nacht im Moment bei dir aus? Petra Bauer (35:21) together. Grundsätzlich jetzt gut. er schläft meistens elf Stunden durch. wie gesagt, mein Baby hat jetzt auch eine, mein Baby ist gut gesagt mein Kind, Baby ist ja jetzt nicht mehr, er hat jetzt auch mal eine Regression gehabt und vor dem bin ich auch nicht gefeiert. das, ja, Tessa hat dann auch dreimal in der Nacht wach geworden und hat geweint. Auch als Expertin sind diese Phasen da, die man nicht beeinflussen kann. Bernhard Vosicky (35:58) So ist das nun mal. Das sind halt einfach Menschen und keine Maschinen. Petra Bauer (35:59) Ja, ist, genau, genau. Man schläft da selber auch nicht jede Nacht gut. Bernhard Vosicky (36:07) Richtig. Ich habe noch zwei Abschlussfragen für dich, die ich dir gerne stellen würde. Die erste ist die, die ich immer stelle, weil sie so schön aufschlussreich ist, weil die Learnings der Eltern so schön durchkommen. Und zwar nenne ich die Sparte zurück in die Zukunft. Was würdest du denn deinem kinderlosen Ich mit dem Wissen von heute empfehlen, es leichter zu haben? Petra Bauer (36:28) Das ist eine ganz gute Frage. Ich würde mir nicht zu viele Gedanken machen, was andere sagen. Das war auch immer so ein Thema. Ich habe immer Gedanken gemacht, was sagen andere, wenn ich ein Kind noch stille oder wenn das oder das ist oder wenn ich erzähle, mein Kind schläft nicht durch, dann höre ich immer, was, dein Kind schläft noch nicht durch, meine schläft zum selben. 3 Monaten durch und das macht einfach einen extremen Druck aus. Genau. Und jeder darf es für sich so gestalten, wie es für ihn einfach passt. Bernhard Vosicky (36:59) Also lasst die Leute reden. Das ist einfach der Indie. Nämlich in jedem Lebensbereich. Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Also das nicht nur beim Babyschlaf, sondern einfach sollen die denken. Ist mir doch egal. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Resilienz gegenüber der Meinung anderer ist ganz, ganz wichtig. Ein Thema, eine Frage noch, die immer die Abschlussfrage ist bei mir, die Playlist, die wir alle gemeinsam mit meinen Gästen erstellen und zwar die Papamier-Playlist des Grauens. Eine Playlist, wo Songs drauf sind, die du als Mama, die ihr als Eltern mit eurem Sohn in dem Fall so oft gehört habt, dass du sie nicht mehr hören kannst. Es gibt sicher diesen einen Song, keine Ahnung, von Baby Shark über was auch immer. Petra Bauer (37:48) Ja. Bernhard Vosicky (37:48) Ja, ok, ich glaube ich habe was getroffen. Der ist schon drauf, aber vielleicht gibt es zwar diesen einen Song, wo du sagst, ich weiß, er hört ihn gern, aber ich kann ihn nicht mehr hören. Petra Bauer (37:57) Da muss ich sagen, bei meinem Sohn fängt es jetzt erst an, dass er wirklich so ein, zwei Lieder total gerne hört. Aber ich bin schon seit über zehn Jahren schon Kindergärtnerin und für mich sind immer die Lieder, es ist egal, ob das jetzt Laternenfest ist oder Weihnachten oder Ostern, die Lieder, man oft singt im Kindergarten und du in der Nacht aufwachst und dieses Lied im Kopf hast, das ist für mich das Schlimmste überhaupt. Bernhard Vosicky (38:01) Ja. Wo sind wir denn gerade? Aja! Petra Bauer (38:25) und das über Wochen. Aber grundsätzlich ein Lied, das ich einfach nicht mag und das aber die Kinder mögen, ist Old MacDonald Header Farm. Also das ist für mich, ich weiß nicht, das ist nicht mein Lied. Keine Ahnung. Bernhard Vosicky (38:39) Okay. Gut. Dann geben wir das drauf. Ich darf dir aber trotzdem mitgeben, falls du es nicht kennst, ich fast nicht glaube, weil wahrscheinlich kennst du alle Versionen, aber kennst du die Bosshaus-Version von Old MacDonald? Petra Bauer (38:54) Nein, tatsächlich nicht. Das kenne ich nicht. Das muss ich mal anhören. Bernhard Vosicky (38:57) gibt eine Version von The Boss House, Old MacDonald, Heide der Farben, die ist lustig. Kann man sich anhören? Ja, sag ich dir mal, also schlag mich nicht, wenn es dir dann doch nicht gefällt, aber ich nehme einfach eine andere, von keine Ahnung, Simone Sommerland, ich gehe davon aus, sie hat eine Version von Old MacDonald, die setze ich einfach auf unsere Playlist und das ist dein Song. Aber nur zu infofütig, weil du gemeint hast, es gibt diese Songs, man in der Nacht dann im Kopf hat, wenn man aufwacht, ich hatte heute Nacht Petra Bauer (39:01) Okay. Okay. Bernhard Vosicky (39:24) glaube eineinhalb Stunden Wachphase irgendwo zwischen dreieinhalb fünf und ich hatte die ganze Nacht im Kopf dieses wir haben oben gute Laune und ein gute Laune und es war so furchtbar aber ja also man hat das auch nicht nur als Kindergärtnerin Petra Bauer (39:38) Ja, das ist... Ja, genau. Nein, nein, ich habe sehr oft mit meinem Sohn jetzt, das war die Toni-Box zum Beispiel, das... Ja. Die geht auf und ab. Bernhard Vosicky (39:48) Ja, gut. Genau, vor allem nehmen Sie die Figuren immer runter, wieder rauf, runter, wieder rauf, runter und wieder rauf. du hast immer nur den Anfang. Okay, passt. Wir kennen es. Passt. Petra, es war super aufschlussreich. Ich danke dir vielmals und wünsche dir alles Gute, dir, deinem Mann und dem Ben für eure gemeinsame Zeit. Petra Bauer (39:57) Ja. Ja. Perfekt, danke sehr fürs Dasein und ja, ich freue mich.

Kapitel

05:00
Was „Durchschlafen“ wirklich heißt
10:59
Phasen, Regressionen & Entlastung für Eltern
19:45
Wachphasen, Müdigkeitszeichen & typische Fehler
28:01
Nächte besser meistern – ohne Druck
31:29
Abendrituale & Bildschirmzeit: Was wirklich zählt

Bernhard Vosicky

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