Aktive Väter zahlen den höchsten Preis

Episode 107
42:39

Aktive Väter sollen heute alles gleichzeitig sein:

verlässlicher Versorger, präsenter Papa, empathischer Partner, stabiler Fels in der Brandung.

In dieser Folge spricht Papa Mia!? Host Bernhard Vosicky mit Busy-Dad-Coach Tomasz Pekala darüber, warum genau diese Erwartungen viele Männer überfordern und warum Vatersein heute komplexer ist als je zuvor.

Es geht um:

  • Leistungsdruck und Überforderung bei Vätern
  • Beziehungskonflikte nach der Geburt von Kindern
  • Verantwortung statt Schuldzuweisungen
  • die vier Beziehungskiller, die Partnerschaften zerstören
  • und die ehrliche Frage: Wann bin ich als Vater eigentlich genug?

Kapitel:

  • (00:00) Intro
  • (03:40) „Ich habe mich plötzlich selbst in meinem Vater erkannt“
  • (10:55) Erfolg, Leistung – und warum das nie reicht
  • (17:50) Erwartungsdruck, Beziehung, leises Zerbrechen
  • (27:05) Die vier Beziehungskiller, die Väter kennen müssen

Weiterführende Links:

Website Tomasz Pekala „Busy Dad Coaching“ – https://www.busydadcoaching.com/

Tomasz Pekala auf LinkedIn – https://www.linkedin.com/in/pekalatomasz/

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Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ – Youtube Channel ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.youtube.com/watch?v=vlczJi3MlqA&list=PLBsmCGWpasWcYdyEE3Pcl_aOATzJ9La-K&pp=gAQB⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

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Transkript:

Tomasz Pekala (00:00) bin der Meinung, wir Männer, also speziell die Männer, wir die Vaterrolle aktiv angehen wollen, haben es schwieriger wie die Frauen. Bernhard Vosicky (00:20) Willkommen zu einer neuen Folge Papa Mir. ist mittlerweile die 107. Folge und bevor wir loslegen ganz ganz kurz ein Fakt, der mich immer wieder schockiert. Mehr als 90 Prozent aller Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts haben den Podcast nicht abonniert. ist nicht ein Wahnsinn. Also es würde mich extrem glücklich machen, wenn ihr, wenn ihr jetzt gerade zuhört, den Podcast abonniert und wenn er euch gefällt. Also da wartet es noch die Folge ab. dann gerne auch eine Bewertung dalassen. Das hilft mir, das hilft der Papa-Mia-Community noch ein bisschen größer zu werden und vielleicht noch mehr zum Podcast zu bringen. Aber jetzt gehen wir rein in die Sache. Ich freue mich einen Papa bei mir zu haben, Zweifachpapa, den ich unter anderem auf LinkedIn als Busy Dad Coach, also Coach für Beschäftigte Papas kennengelernt habe. Das war der Mann aber nicht. Immer, er ist ursprünglich. Profi-Fußballer gewesen und hat dann den Weg über den Gruppier-Job in einem Casino hin zum Dead-Coach gemacht. Ich finde das unglaublich spannend und ich freue mich, dass er da ist. Willkommen im Podcast Thomas Pekala. Tomasz Pekala (01:28) Ja, hallo an alle Zuhörer, Zuseher und willkommen, Bernhard. Vielen Dank, danke Bernhard überhaupt für die Einladung. Ja, und ich bin gespannt, was wir heute so besprechen. Bernhard Vosicky (01:38) Ich freue mich wahnsinnig drauf, weil ich die Geschichte, die ich von dir jetzt in der Vorbereitung auf die heutige Folge mitbekommen habe, die Geschichte finde ich so wahnsinnig schön, weil du hast, du bist eben heute zweifach Papa, ich glaube, wenn ich richtig gerechnet habe, müsste die große Tochter, die Olivia, so knapp zehn sein, oder? Tomasz Pekala (01:57) Genau, die wird 10 in zwei Monaten. Bernhard Vosicky (01:59) Ja und dein Sohn, wie heißt er? Ich habe den Namen leider schon wieder vergessen. Tomasz Pekala (02:03) Der Henry wird fünf nächste Woche. Also fünf und zehn kann man fast schon sagen. Bernhard Vosicky (02:07) Okay, da sind wir wahnsinnig ähnlich in dem Altersunterschied, wie wir es haben, nur dass du halt Mädchen und Bub hast. Ich habe ja zwei Mädels, die große ist gerade vor wenigen Tagen elf geworden und die kleine ist vier. Also das heißt, da weiß ich ungefähr, wie sich das so abspielt, auch was in deinem Papakopf gerade so abläuft. Es ist schon eine heftige Zeit, aber wann ist es nicht? Sie ist auch wunderschön, oder? Tomasz Pekala (02:32) Ja, genau so ist es. Es ist ja immer so, man denkt, man hofft immer, dann wird es leichter. Es wird aber gar nichts leichter, es wird einfach anders, oder? Es verändert sich, es ist ein kontinuierlicher Prozess der Veränderung. Sehr dynamisch, aber ja. Bernhard Vosicky (02:44) Absolut. Es ist alles eine Phase. ist etwas, was ich mit 100 %iger Sicherheit unterschreiben kann. Ganz egal, ob das jetzt was Positives ist, wenn die Kinder eine Zeit lang plötzlich endlich ruhig durchschlafen, was ja auch so ein Game-Changer-Moment ist. Oder auch, wenn es was Negatives ist. Alles hört sich bald irgendwann auf oder verändert sich weiter. Das ist der Reiz auch des Elternsein, des Papa-Seins. Warum deine Kinder jetzt so wahnsinnig wichtig sind, natürlich ... Tomasz Pekala (02:58) Ja, Bernhard Vosicky (03:13) Deswegen bist du ja Papa. Aber deine Tochter, die Olivia, die hat eben vor knapp zehn Jahren auch bei deinem Leben ein bisschen was ausgelöst. Die hat dich eigentlich dazu gebracht, dass du das machst, was du jetzt machst. Was hat denn die Geburt deiner Tochter oder das Werden zum Papa, in dem du von Sohn eigentlich zum Papa geworden bist? Was hat denn das damals so in dir ausgelöst, dass das so eine Zäsur war? Tomasz Pekala (03:40) Frage. Gibt es aber eine klare Antwort, aber vielleicht wenn ich ausholen darf, weil davor ist ja was passiert, was mich so quasi empfindlich gemacht hat auf das, was danach gekommen ist, wo Olivia geboren worden ist und zwar meine eigene Kindheit, wie bei uns allen, ist oft ein Motiv für unsere Handlungen, wo die ganzen Muster gelegt werden etc. Und mein Vater war hier sehr prägend. Mein Vater war ja Nicht nur ich war Profi, sondern mein Vater war ja eigentlich eher der erwähnenswerte Fußballprofi. Der hat mich sehr geprägt, es dieses Thema geht. Er war sehr, sehr erfolgreich in Polen. Und Polen war damals, zu dieser Zeit, er gespielt hat, recht gut. Die sind ja heute okay, aber damals waren sie echt gut. Die waren dritte auf der Welt, die waren stark. Und mein Vater gilt bis heute als eins der größten Talente, die damals gespielt haben. Bis heute ist, glaubt er, Jürgens der spielerfast, der in der ersten Liga debütiert hat. Und ich bin so aufgewachsen, ich habe gesehen, was so ein Erfolg mit Menschen macht. Aber auch im negativen Sinne, weil mein Vater hat dann sein Privatleben, kann man eigentlich so offen heraus sagen, gegen die Wand gefahren. Er ist mit diesem ganzen Druck und Stress absolut nicht klar gekommen, mit diesem ganzen Erfolg auch. Er war ja berühmt und überhaupt. Und das hat mit mir in meiner Kindheit etwas ausgelöst, weil ich habe gesehen, wie du als Mann sozusagen erfolgreich sein kannst in einem Bereich, aber dann die Partnerschaft zu meiner Mutter, haben, also das war Katz und Hund, das war ganz schlimm als Kind. Hab gesehen, wie du trotz Erfolg beruflich eigentlich zu Hause das komplett falsch machen kannst oder schlecht machen kannst. Und das hat mich dazu gebracht, dass mich das Thema immer enorm bewegt hat, in meiner Jugend insbesondere. Und bin dann eben selber Profi geworden durch Talent und viel Training etc. Wie man das halt so wird, wenn man etwas möchte. Und dann ist mein Leben halt fortgefahren, wie du das gut beschrieben hast, ganz kurz. Und dann ist Olivia eben geboren und Olivia hat mir aufgezeigt, meine ganze Vergangenheit, alles auch, was ich gelernt habe, ich habe unheimlich viel Ausbildung, also zig Coachings gemacht. Ich habe es dort nicht gelebt. Und das war das Schonkierende. Ich habe, sie hat mich so getriggert und ich glaube deine Community weiß, was das bedeutet. solche Gefühle haben mir ausgelöst und solche, wo ich in mir meinen Vater gesehen habe und hab gedacht, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp. Das möchte ich auf keinen Fall. Und das war so ein Abend, ich wirklich, alleine meine Frau hat einen Eindruck, ein Jahr war, glaub ich, Olivia so in die Richtung, ich mich nicht genau erinnern. dann hab ich für mich wie eine Entscheidung, so eine Entscheidung, so eine Tragende getroffen. Entweder, weißt du, du änderst dich jetzt und du weißt, wie du weißt, alles wie es funktionieren sollte. Du weißt es aber halt in der Theorie und ... verarschst dich sozusagen ein bisschen selbst oder man du setzt es einfach Und natürlich ist das einfach umsetzen jetzt leicht gesagt. Hab das aber dann wirklich so entschieden und angefangen zu tun und das hat mich zu dem gebracht, dass ich das mache, was ich jetzt mache. Bernhard Vosicky (06:44) Das war dieser eine Abend, du sagst, im Alter, wo die Olivia ein Jahr alt war, wo du gesagt hast, Moment, Achtung, ich bin eigentlich mein eigener Vater. So geht es nicht weiter. wie gesagt, würdest du aber nicht sagen, dass er ein schlechter Papa war, oder? Tomasz Pekala (06:47) Ja, so umdrehen. Ja, genau. Nein, ich habe ein tolles Verhältnis und als Vater war er gut. Aber er hat halt mit Alkohol mega Probleme gehabt. Wir sind da offen eigentlich mit dem Umgang mit diesem Thema. Ich habe meinen Vater dreimal in eine Inzugsklinik gefahren. Ich habe ihn auch aus einem obdachlosen Heim rausgeholt. Ich glaube, zwei Promille oder drei gehabt. Ich war der, ich habe einen Bruder und ich bin der jüngere Sohn, wo irgendwie, keine Ahnung, ich habe das nicht so persönlich genommen. weiß nicht, ob man das hier nachvollziehen kann. Bernhard Vosicky (07:20) Mhm. Tomasz Pekala (07:29) Ich bin auf der Seite gestanden und habe beobachtet, was der Mann im Grunde mit sich macht. Ich habe immer versucht, ihm zu helfen. Dementsprechend haben wir ein sehr, sehr gutes Verhältnis. habe das nicht so, wenn wir auch Trauma, Richtung Trauma reden hier, ich habe gefühlt kein Trauma, habe kein, mir hat es eigentlich so wie gezeigt, so ist es schlecht. Und ich wollte ihm immer helfen, ich wollte ihm unterstützen und jetzt, mein Vater hat es selber hinbekommen, dass ein gutes, normales Leben führt. Und er hat sich bemüht, aber er hat, ich glaube, wenn man in der heutigen Sprache so spricht, keine Tools gehabt damals, wie er das handeln kann, alles, was auf ihn einprasselt. Und er hat sich im Alkohol, hat er seinen Druck, hat er, und das war auch der Zeitgeist damals in Polen natürlich, glaube ich in Österreich auch recht intensiv, aber vielleicht nicht so wie jetzt in Polen, also er hat dort seinen Druck abgebaut, seinen Stress, Relief, wenn man so will, und das hat sich in eine Beziehung, hat er sich dann das geäußert, dass die Beziehung einfach schlecht war zu meiner Mutter. Bernhard Vosicky (08:26) Das ist ja das teuflische auch am Thema Alkohol, dass es dir natürlich für eine kurze Zeit einen Stress Relief gibt. Es gibt kaum eine Substanz, die so schnell, so sehr entspannen kann wie Alkohol. Nur hast du halt die Probleme nicht weg, sondern sie sind nur kurz weg geblendet. Und wenn dann der Alkohol weg ist, dann hast du nicht nur die alten Probleme wieder, sondern ein Problem mit dem Alkohol dazu. Und das ist ja eigentlich das Teuflische an der ganzen Geschichte. Aber gut, dass du da nicht drinnen bist. Wie ist es dir denn damals gegangen, als jemand, der jetzt auch aus dem Profifußball, wo außer Leistung nichts zählt, wie ist es dir gegangen, wo du dann erkannt hast, jetzt zählen andere Werte. Tomasz Pekala (09:14) Das ist ja gute Frage, weil das ist auch der Grund, wieso meine Profikarriere nicht zu verlaufen ist, wie sie hätte verlaufen können. Bin ich mir recht sicher, weil ich für mich dann irgendwann entschieden habe, weil eben weniger zählt dort. Es zählt eben der Erfolg, der pure Erfolg, wo ich auch gern habe. Also ich will nicht sagen Erfolg ist schlecht per se, aber es geht so schnell im Leistungssport und nicht nur im Fußball. Fußball ist halt sehr bekannt, aber es ist in jedem Sport ja das Gleiche, auch im Unternehmertum. Auch mit dem, was du tust, mit Sicherheit. Du machst eine gute Performance heute, du lieferst als Speaker, whatever. Du hast ein gutes Spiel, du warst der Best am Platz, whatever. Du bist Meister geworden, aufgestiegen und so. Und morgen interessiert es vielleicht noch jemand, eventuell. Aber übermorgen. Nobody cares anymore. Und das Spiel geht wieder von vorne los. Und es ist so schnelllebig, dass ich dann irgendwann für mich entschieden habe, hey, Moment mal. Ja, ich bin gut und es macht Spaß und alles, aber ist das wirklich nachhaltig und möchte ich das wirklich für immer so machen? Ist das, wo ich mich definiere als Mensch? Und das hat mich bisschen dazu gebracht, dass ich in dieser Phase, da war ich auch Nationalspieler, habe ich... Und Fußball war ja... Also bis heute, man hat eigentlich genug Zeit, man verdient recht gut und ich habe dort irgendwie immer investiert in eben so Coachings, Bücher. Damals war es Mentaltraining, damals war es Sachen. Und deswegen, ich war nicht dieser klassische Fußballer, der dann weg war und so und wo man sagt, ja... Ich will nicht viel denken oder so. habe eigentlich sehr viel solche internen, also für mich innerliche Sachen gemacht, wo heute Coaching ist. Und das hat mich eigentlich auch dazu gebracht, dass ich die Karriere wie beendet habe und im Amateur Fußball weiter gemacht habe. Und... Ja. Also eigentlich hat der Fußball diese Erfolge mir ausgelöst, dass ich gesagt habe, ja, nice to have, you know. Bernhard Vosicky (10:55) Wie ist es? Ja? Dann sag du! Tomasz Pekala (11:03) Es gibt sicher mehr im Leben. Meine Frau, wenn du mit ihr reden würdest, mit der Sarah, die würde sagen, die hat immer zu mir gesagt, wie lange tust du dir das noch an? Das bist du ja nicht du. Ihr klassischer Satz, also ich gesagt, du gehörst nicht auf den Fußballplatz. Bernhard Vosicky (11:16) Und deine Frau und du, wie habt ihr die, du hast mir vorhin erzählt, du bist seit über 20 Jahren mit ihr zusammen verheiratet. So ein Kind, ich sage mal immer, die Hochzeit verändert kaum etwas, das Kind verändert alles. Und auch die Partnerschaft, wie habt ihr denn das damals gemeistert? Weil du aus eigener Erfahrung gesehen hast, bei deinem Vater und deiner Mutter hat das vielleicht nicht so gut hingehaut. Wie habt ihr das anders gemacht? Habt ihr es anders gemacht? Tomasz Pekala (11:30) Aua da. Wir haben jetzt sicher anders gemacht, aber du hast einen Punkt, ich hätte gesagt, wo extrem wichtig ist für Menschen, das hören, wo vielleicht noch nicht Eltern sind. Also es verändert sich eben, wie du sagst, mit der Hochzeit kaum was. Aber mit dem ersten Kind definitiv was. Und wir haben hier in Bregenz einen tollen See und einen Steg. Und ich weiß bis heute, wo Olivia geboren worden ist, dann sind wir das erste Mal so raus und dann war sie so im Kinderwagen und dann sitzen wir dann an einem Steg in der Sonne. war März, im März geboren, es war April, glaube ich, erste Woche April und dann sagen... Ich dachte so, hey, die geht jetzt nicht. Also die bleibt. Unser Alltag ist komplett anders geworden. Und da haben wir natürlich am Anfang irgendwie gestruggelt, Also das war nicht so easy going, sondern das waren die Nächte, wo dazugehören. Es war alles emotional. Also ich vergleiche das gerne mit Autobahnfahren. Du fährst 130 im Leben, mit Kind fährst du dann konstant 170, 180. Speziell dann in der Beziehung, oder? dann... Und ja, natürlich haben wir unsere Konflikte gehabt, intensiver waren. Natürlich waren, denn unsere Konflikte sind wie aufgepoppt noch mehr, was wir nicht ausgesprochen davor haben. Unsere Wertenvorstellungen, wie wir das Leben eigentlich leben wollen und so. Und das hat eben bei mir dazu geführt, dass ich noch mehr mich selber hinterfragt habe und für mich entschieden habe, I have to step up to the game. Das war mein Konklus, ich hab gesagt, ich bin eigentlich das Kind, Bernhard Vosicky (13:07) Hm. Tomasz Pekala (13:10) Also, es ist einen besseren Vater wert, so böse formuliert. Und so war das erste Jahr, war ein tolles Jahr, aber meine Frau hat das wunderbar gemacht. muss sagen, falls sie das jemals hören sollte, sie weiß, was sie denkt über das. Tolle Mutter einfach, sie war immer da für die Olivia und nach wie vor. Und sie hat natürlich die größte Last getragen in dem Moment. Auch die körperliche, diese Nächte, dieses Stillen, diese Omnipräsenz, die die Mütter halt haben in diesem Moment. Da ist man ja als Vater ... Best Case Szenario, erster Assistent. Und der Lob gehört ihr. Was kann ich sagen, was wir besser gemacht haben? Die Phase war intensiv, war sehr anstrengend. meine Frau und wir haben das fantastisch hinbekommen, irgendwie. Aber wir hätten sicher auch was besser machen können. Mit Sicherheit. Bernhard Vosicky (13:41) Hm. wäre auch schlimm. Also perfekt ist es nie. Es soll doch gar nicht sein. Bestmöglich, sage ich jetzt einmal. Ich glaube, ist Ziel, an das man sich halten sollte. Du hast jetzt schon ein bisschen selbstständig angesprochen, dieses Vater und Mutter, die ja in einer Partnerschaft idealerweise als Team agieren. Trotzdem wird oft von der Gesellschaft ein bisschen was Tränendes über alles gestellt. Und ich möchte da jetzt eine These in den Raum stellen. Männer sind in einer Beziehung als Eltern nicht der Elternteil, der es leichter hat. Sie haben es anders schwer. Trotzdem gibt es in der Gesellschaft das Bild, dem der Papa ist, der das einfach hat und die Mama ist die, die die Arme ist. Warum, glaubst du, hält sich dieses Bild so hartnäckig? Tomasz Pekala (14:43) Jetzt könnten wir tief gehen, ich bin der Meinung, das ist nur meine Meinung, aber ich lebe natürlich auch in einer Bubble mit meinen Klienten, weil du hast ja schon angesprochen ein bisschen, was ich mache. Ich bin der Meinung, wir Männer, also speziell die Männer, wir die Vaterrolle aktiv angehen wollen, haben es schwieriger wie die Frauen. Weil von uns Männern, früher war die Rolle so klar definiert, unsere Väter, von dir wahrscheinlich auch, ich denke, ich schätze dich gleich, also ähnlich halt, ein wie mich. Was klar, wir gehen in Arbeit. Bernhard Vosicky (15:09) Ja, also ich bin 83, ich glaube du bist 85, oder? 84, ja, also wir sind gleich alt. Tomasz Pekala (15:12) 84er bin ich. 84er, ja. Äh, war klar, die gehen arbeiten, machen ihr Ding, bringen so dieses Geld nach Hause, gehen arbeiten und dann das Essen muss am Tisch sein, alles muss geregelt sein. Wer das macht, ja die Mutter oder die Frau oder die Oma, whatever. Äh, also war klar. Heute wird von uns das immer noch verlangt, dass wir gewisse Karriere machen und Geld verdienen und einen gewissen Standard halten. Aber von uns wird heute auch verlangt, dass wir... empathisch sind, Väter, die ständig Verständnis haben, auch oft da sind und die Frau, wir entlasten und uns wird quasi wie mitgegeben. Wir müssen jetzt der Frau ermöglichen, dass sie auch ihrer Karriere nachgehen kann, will, möchte, wie auch immer. Also man gibt uns auch noch die Verantwortung, dass wir jetzt dafür sorgen müssen, dass die Frau jetzt auch noch sich wie erfüllt, wobei ich stelle hier auch eine These in Raum, ist der Beruf immer die Erfüllung? Na ja, bin ich nicht so sicher bei den meisten. Also deine Frage zu beantworten, ich bin sogar der Meinung, dass die Rolle des Vaters heute schwerer ist, komplexer ist, wie zuvor und wieso es so ist. Ja, ich denke, es ist so wegen der allgemeinen Entwicklung der als Gesellschaft, die Gesellschaft entwickelt sich einfach in eine Richtung, wo Frauen einfach mehr, die schneller in eine, in die ihre vorherige Arbeit gehen möchten, wollen. Das Gute ist oder Schlecht, können wir jetzt hier stehen lassen. Das muss jeder für sich selber ein bisschen abwiegen. Und es wird auch ein bisschen... Gehypt ist vielleicht das falsche Wort, aber erwartet, dass die Frauen das so machen. Und ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich nehme in meinem täglichen Leben wahr und auch bei meinen Klienten, dass das zum Teil, zum Teil, nicht immer, zum Teil sogar kontraproduktiv sein kann. Und da ein Stress entsteht, wo womöglich unnötig ist... Wo ich sage, wenn man ein halbes Jahr noch länger wartet oder vielleicht sogar ein Jahr, mein Gott, dann wäre es besser für die Kinder, mit den Kindern, für die Partnerschaft. ja, wieso das so ist? Na ja, da könnten wir jetzt Theorien aufstellen. Ich kenne viele, aber ich weiß nicht, wie tief du hier gehen möchtest bei diesem Thema. Bernhard Vosicky (17:23) Ich glaube, ich weiß schon ungefähr wohin die Reise geht. Was ist denn das? Jetzt hast du viel Kontakt natürlich mit Vätern, die struggling oder die zumindest zugeben, dass sie struggling, weil struggling tun ja alle. Woran zerbrechen die denn heute? Meistens wahrscheinlich eher leise, dass sie sich laut rausposaunen, während sie nach außen hin aber eigentlich noch funktionieren. Was ist denn das, was ihnen die Steine in den Weg legt, woran sie kiefeln, woran sie nagen? Tomasz Pekala (17:51) Ja, cool, echt coole Frage. Und die Wahrheit ist, eine Sache haben wir gerade angesprochen. Es ist erstens mal die Erwartungshaltung. Die Erwartungshaltung an Sie. Natürlich ist es immer auch eine eigene. Aber von den Vätern heute wird schon erwartet, dass Sie gute Väter sind, dass Sie präsent sind, dass Sie da sind, dass Sie abschalten können nach der Arbeit. Vier Tage Woche, am Nachmittag frei. Und dann entsteht natürlich ein Druck, weil ... Egal ob, die meisten meiner Klienten haben eigene Firmen und in einer eigenen Firma kannst du nicht hier halbtags einfach mal da sein. Das funktioniert einfach nicht. Das ist deine Firma und du musst da sein. Du kannst es dir zwar einteilen. Und dann entsteht natürlich ein Druck. Hey, wie schaffst du es jetzt, bei dem gerecht zu werden, dass du sagst, du möchtest ein guter Vater sein, aber du möchtest natürlich auch Erfolg haben. Du möchtest auch dafür sorgen, Egal ob die Frau arbeitet oder auch eine Firma hat, du möchtest deinen Beitrag dazu leisten, dann so gut wie möglich. Dann hast du diesen Druck, diesen Stress. Da entsteht gleichzeitig ein Stress und Druck. Riesen Punkt, woran Männer innerlich, wie du sagst, schon leise zerbrechen. Dann entstehen Konflikte in der Beziehung dadurch. Nicht da, zu wenig da. Nicht so da, wie man das gerne hätte. Oder verdient zu wenig, kann den Erwartungen nicht gerecht werden. Bernhard Vosicky (19:07) Mhm. Tomasz Pekala (19:17) Also du hast auf der einen Seite diesen Druck und diesen Stress und du hast die Beziehungskonflikte, die dadurch entstehen und die Beziehungskonflikte sind ja auch da, wenn jetzt kein Druck und Stress sind. Es ist einfach so, dass Männer und Frauen bei gewissen Sachen einfach verschiedene Erwartungen haben, anders kommunizieren zu einem gewissen Grad und wenn die Kommunikation nicht so gut ist, entstehen Beziehungsprobleme, daran zerbrechen ganz viele. Das sind die zwei Hauptpunkte. Ich würde sagen, Druck Stress ist wie ein Punkt. Bernhard Vosicky (19:27) Hmm. Hmm. Tomasz Pekala (19:45) Der zweite Punkt ist die Beziehung zu Hause, weil ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Grundsätzlich, da werden wahrscheinlich die meisten Männer zustimmen, ist unser Motiv, wieso wir überhaupt was tun in unserem Leben, wollen wir, dass unsere Frauen glücklich sind. Wenn jeder grundsätzlich innerlich in den Spiegel sagt, was mache ich, wieso gehe ich hier raus und versuche das Beste zu tun überhaupt, ich will, dass meine Familie glücklich ist. Oder? Bernhard Vosicky (20:01) Ein schöner Ich gebe dir jetzt 100 % recht, das ist definitiv so. Dieses Andersdenken, dieses Andersagieren ist, glaube ich, gelernt. glaube, da hat sowohl die Gesellschaft auf die Frauen eine Auswirkung und auf die Männer eine Auswirkung. Ich glaube, dass die Unterschiede im Kopf von Natur aus so marginal sind. Aber es ist halt die Gesellschaft, die Rollen bildet. Deswegen ja auch Rollenbilder. Ich frage mich halt, kannst du als Papa überhaupt gut genug sein? Kannst du genügen! Tomasz Pekala (20:38) Du kannst nur genügen für dich selbst. Du kannst so weit kommen und das ist grundsätzlich so das Endziel, wenn man eins formulieren könnte, dass du zufrieden mit dir als Papa, als Partner, als Mann bist. Be proud of yourself. Wenn du das bist, dann bist du genug. Und das ist schlussendlich, wenn man ganz ehrlich ist, das Wichtigste, das einzige, was auch zählt, weil wir uns selbst oft gegenüber extrem kritisch sind. Ich weiß nicht, wie es dir geht oder wie es vielen meiner Klienten. Ich weiß, die sind sich extrem kritisch gegenüber. Aber wenn du dahin kommst, dass du zufrieden bist mit deinem Tag oder wenn du den Tag zurückblickst oder am nächsten Tag schaust, bin ich heute ein bisschen besser oder gleich wie gestern. Mit meinen Emotionen, mit meiner Stabilität, dass ich einfach wie ein Anker bin, auch für meine Kinder, für meine Frau, wenn die ein Problem haben, dass ich da bin, für sie zuhöre, versuche mich nicht im Vordergrund zu spielen. Meine Probleme, die natürlich auch da sind, sie sagen ja, nein, ich bin schon wie der Fels in der Brandung. versuche da unterstützend zu sein und bin zufrieden mit mir als Mensch, dann bist du genug. Und das ist das Ziel, das ist das, wo wir hinkommen können und das ist auch realistisch in meinen Augen. Bernhard Vosicky (21:48) Muss es das Ziel sein, als Mann der Fels in der Brandung zu sein? Ist das nicht auch ein Rollenbild, das uns auferlegt wird, an dem man zerbrechen kann? Weil ich denke mir, das ist halt schon eine Last, ein Druck. Tomasz Pekala (21:59) Muss nicht. Das ist natürlich eine Sache der Beziehung, das ist sehr individuell. Es kommt immer darauf an, was für eine Beziehung man mit welcher Frau Die Beziehungen heute sind ja komplexer wie früher. Früher war es noch mal, das war ja klar. Heute ist es schon so, dass die Gesellschaft und die Entwicklung es so gebracht hat, dass Frauen zum Teil auch der Fels in der Brandung sind in gewissen Beziehungen. Aber in meinen Augen ist es schon so, dass wir Männer das gut können. haben ein gewisses Naturell, wir können der Fels in der Brandung sein. Es ist immer nur eine Frage, in meinen Augen, Das Timings bedeutet, wann und wo bist du der Fels in der Brandung und wann und wo kannst du auch deine Emotionen zeigen und deinen Emotionen freien Lauf lassen. Einfaches Beispiel, wenn deine Frau ein Problem hat, das sie momentan hat oder vielleicht eine Phase, wo sie nicht gut drauf ist oder vielleicht zwei kleine Kinder oder eins und sie hat körperliche Last mit schlechten Nächten etc. Oder deine Tochter oder dein Sohn hat in der Schule was oder geht es nicht so gut. Ja dann sollte deine Rolle schon sein und ich gebe jetzt Halt diesen Personen. Für das bin ich jetzt da. Speziell in der Anfangsphase ist es wichtig, weil da, in meinen Augen ist noch, meine Meinung ist die Belastung für die Frau höher. Speziell körperlich. Und da können wir die Stärke nehmen, sagen, na Moment einmal, jetzt ist schon wichtig, dass ich, auch wenn es mir ab und zu nicht so optimal geht, sage, okay, ich versuche konstant zuverlässig, verlässlich da zu sein und einfach... auch eine Schulter zu bieten. Meiner Frau und vielleicht auch Kind. Aber es gibt Phasen, wo Kinder älter sind oder whatever. Da kann man sagen, hey, und mir geht es gerade, ich habe gerade eine Phase, wo ich sage, ja, hey, struggle ich, würde mich greifen, habe Emotionen mir. Und ja, es ist eine Sache individuell der Beziehung, aber auch des Timings. Ja, meine Augen, in meinen Augen. Bernhard Vosicky (23:29) gleichzeitig ist es ja ist vor allem keine Frage von wer hat es schwerer, Mama oder Papa. Und es ist auch keine Frage, wer ist schuld an der Situation, die momentan für beide nicht wirklich zufriedenstellend ist, oder? Tomasz Pekala (23:58) Definitiv nicht. Man kann in solchen Terms, wie man es so schön auf Englisch sagt, nicht mehr sprechen. Man kann jetzt sagen, du oder ich, jeder hat sein... Wenn man in einer Beziehung ist, in meinen Augen, mit jemandem verheiratet oder zusammen in einer Partnerschaft lebt oder gemeinsam Kinder hat, hat man eine gewisse Verantwortung. Und beide haben diese Verantwortung. Beide. Mann und Frau. Und dann geht es in meinen Augen ⁓ Kommunikation. Wie gehen wir beide das jetzt an? Was machen wir? Wie stellen wir uns das jetzt vor? Und dann... Einfach beide an einem Strang zu ziehen, das ist Ziel. Und das ist möglich, wenn man gut kommuniziert zu Hause oder auch wenn man getrennt ist, versucht ein gemeinsames Ziel zu haben, okay, wir haben ein Kind, zwei Kinder, sind Eltern. Und wie teilen wir das jetzt auf, dass es für uns beide passt, für die Kinder passt? Und dass wir durch Phasen gehen, weil die Phasen sind nicht immer einfach, es gibt schwere Phasen, und dass wir uns gegenseitig unterstützen und uns nicht Knüppel vor die Füße werfen, sondern ... Bernhard Vosicky (24:55) Hmm. Tomasz Pekala (24:56) Ich weiß jetzt ehrlich gesagt Bernhard nicht, ob ich deine Frage beantwortet habe, genau. Mas o menos. Bernhard Vosicky (24:59) Du kommst schon so in die Richtung, aber was ich jetzt spannend finde, weil du hast jetzt schon diese zwei Begriffe verwendet, es geht eben nicht Schuld, es geht Verantwortung. Vielleicht noch mal niederschwellig ausgedrückt, wie unterscheidet sich denn das in der alltäglichen Kommunikation zwischen den Teammitgliedern Mama und Papa voneinander? Tomasz Pekala (25:11) Ja, genau. Wie meinst du das genau? Wie unterscheidet sich das inwiefern? Bernhard Vosicky (25:25) Also ich glaube, dass die Kommunikation oftmals, dass es da im Argen liegt, dass man das Gefühl hat, naja, macht das und deswegen geht es mir schlecht. Die macht das und deswegen geht es mir schlecht. Aber das ist ja gar nicht die Frage. Tomasz Pekala (25:34) okay. Ja. Ja. Also du meinst das klassische Blame Game, ja? Man wirft sich ständig was vor, du bist verantwortlich. Ja, und ein Phänomen, das... Phänomen. Eine Sache, die bei jeder Beziehung vorkommt. Ja, leider. Und hier ist grundsätzlich das Ziel zu sagen, nein, ich richte den Fokus auf mich, auf das, was ich veran... Also auf meine Reaktion, auf meine Aktionen und Reaktionen. Und das ist möglich zu sagen, Moment mal, stopp. Wer bin ich, meiner Frau hier vorzuwerfen, wie sie was besser machen sollte? Oder ihr vorzuwerfen, was sie gemacht hat, in die Vergangenheit zu gehen? Das ist absurd. einer der größten Gründe, wieso sich Paare trennen, ist ständige, latente Kritik und Vorwürfe. Das ist der Killer, einer von vier Killer, es gibt klassische Killer, einer von vier Killern ist Kritik. Und wenn man ständig der Partnerin oder den Partner vorwirft, etwas zu tun oder nicht zu tun, also das Blame Game, dann ist das eine Autobahnrichtung, mögliche Trennung. Da muss man für sich entscheiden, will ich das oder will ich eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit einem Menschen? Ja, ja, leider ist das leider, ja, das habe ich das Wort leider 100 Mal gesagt ungefähr, kommt sehr oft vor. Und das ist ein Grund, wieso Menschen zu mir kommen, zu einem gewissen Grad. Bernhard Vosicky (27:01) Jetzt musst du natürlich die anderen drei Killer auch noch aufzählen. hast gesagt, das Blame Game, also die Kritik ist eine, was sind die anderen drei? Tomasz Pekala (27:09) Also es gibt die klassischen 4-Killer psychologisch. kannst also Dauerkritik, weil das kritisiert die Person, Charakter. Da entsteht eine Trennung emotional. Dann gibt es ganz spannend ist das Rechtfertigen. Ständiges Rechtfertigen führt auch zu Trennungen. Wieso? Das ist ganz interessant für Männer jetzt zu hören, weil jeder Mann hört mal vor seiner Frau, hey, du hörst mir nicht zu. Hört jeder mal in seiner Beziehungskarriere. Und das Ding ist, wenn wir uns rechtfertigen, hat die Frau, die Partnerin das Gefühl, dass wir nicht zuhören, sondern nur über uns wieder reden. Klassiker, du hast der Müll heute nicht rausgebracht. jetzt, in der Regel versuchen die Männer das zuverlässig zu machen, sowas, und tun es dann, und dann, wenn man es vergisst, wird es dann gesagt. Du könntest jetzt sagen, hey, ich habe der Müll jetzt nicht rausgebracht, aber ich bringe ihn jeden Tag raus, etc., etc. Du könntest aber auch sagen, ja, du hast recht, habe ihn nicht rausgebracht, ich bringe ihn ohne dass du so einsteigst und anfängst, dir ein großes Fass aufzumachen und rechtfertigen. Weil sie sagt dann, ja, wieder redest du von dir, dass du so viel zu tun hast, dass du das nicht tun kannst. Also Kritik, rechtfertigen. Dann Mauern, also Stonewalling, das nennt quasi die Verbindung wie Kappen. Wenn man in einen Konflikt geht, dass man sagt, man entzieht jemand die Kommunikation, da entsteht eine extreme quasi... emotionale Distanz zu der anderen Person. Wenn man einfach die Kommunikation unterbricht. Da gibt es auch was man tun kann. Es gibt Menschen, die sind konfliktscheu und das ist okay. Aber dann kann man sagen, hey, mir wird es jetzt zu viel, hey, ich brauche jetzt fünf Minuten Pause, gehe einen Kaffee trinken oder gehe kurz in Keller oder ich gehe ins Bad und ich bin in fünf Minuten wieder da. Und dann besprechen wir das nochmal, aber bitte in einem normalen Bedeutet nicht einfach die Kommunikation kappen, sondern sagen, dass man es tut. Aus dem und dem Grund. Und das gibt eine total gute Chance für die andere Person, weil sie kann sich dann hinterfragen, was ist jetzt eigentlich passiert? Und ihr selbst runterzukommen und aber das Wichtige ist nachher auch wieder zurückzukehren und sagen, okay, jetzt können wir das wieder besprechen, Problem. Und das Vierte ist Respektlosigkeit. Also kontinuierliche quasi respektlose Behandlung. Und da ist ein Klassiker, Kollegen vor Bekannten, irgendwas anzusprechen, was die Frau oder der Mann nicht möchte. Klassiker sind Finanzen, Sexleben oder so. Wenn man was getrunken hat, spricht man irgendwas, dieses... Oder Augenrollen oder Sarkasmus fällt hier auch rein, interessanterweise. Also vier. Kritik, Respektlosigkeit, Rechtfertigen und Mauern, Stonewalling, also Kommunikationsunterbruch. Bernhard Vosicky (29:50) Sind das diese vier Killer, man als Papa, wenn man jetzt konkret von dir, von deinen Co-G's sprechen, unbedingt verlernen sollte, absichtlich eine bessere Beziehung zu haben? Tomasz Pekala (30:02) Die Wahrheit ist, dass wir uns ja dort, jeder findet sich irgendwo ein bisschen wieder. Das ist die Wahrheit, da muss man sich nicht anlügen. ist so. Das Leben ist so intensiv zu einem gewissen Grad als Papa, Mama, dass das passieren, solche Sachen. Das Wichtigste ist, sich das mal zu bewusst zu machen und zu sagen, okay, wo bin ich wirklich voll dabei und was habe ich im Griff? Und in der Regel hat man zwei Sachen, sagt, ⁓ da bin ich ein Kandidat dafür und zwei hat man gut im Griff. Und dann geht es... Beispiel in so einem Coachingprozess natürlich darum zu sagen, hey, wann passiert dir das? Wieso passiert dir das? Und wieso ist es gut, dass du damit aufhörst oder dass du das änderst? Und das bedarf ein bisschen Zeit, weil das ein klarer Muster, wo einem immer wieder passieren. Und ja, das wird natürlich verändert, aber es gibt nicht die Magic Pill, wo man sagt, ruf den Thomas an, sprich mit ihm einmal und dann ist das Thema durch. Aber was möglich ist, dass du diese Sachen erkennst und für dich anders machst, quasi ersetzt mit besseren Verhaltensweisen. Das geht eigentlich recht gut. Bernhard Vosicky (31:06) Vor allem wenn man eben versteht warum man es tut und wozu es führen kann. Ich glaube das ist einmal der Trigger wenn du weißt warum du es tust, dann trägt es sich leichter, zu ändern. Ist klar, wenn die Motivation von selbst kommt. Aber deswegen dauern ja deine Coachings, glaube ich, auch ein halbes Jahr aufwärts. Also das ist ja keine 14 Tage Crashkurs, sondern das ist ja eine langfristige Geschichte, weil es ja auch darum geht, Gewohnheiten zu ändern. Und das geht nicht von heute auf morgen. Wenn jetzt Busy Days, also beschäftigte Papas zu dir kommen und sagen, hey Thomas, Ich funktioniere ja als Papa. Ich bin da, ich mache, ich bringe das Geld nach Hause, so wie es in unserer Beziehung ausgemacht ist. Mir geht es nicht gut damit. Ich fühle mich vielleicht leer oder überfordert und gleichzeitig unterfordert. weiß es nicht. Wo fängt sie an? Tomasz Pekala (31:50) Ja, das ist ein klarer Prozess. Bevor die Leute überhaupt die Menschen zu mir kommen, bekommen sie von mir so eine Art Fragebogen, damit ich überhaupt die Situation verstehe. Und das erste Gespräch ist, glaube wie bei allen Dienstleistern gratis, da besprechen wir das, was der Mann ausgefüllt hat. Also er beschreibt mir in diesem Bogen schon die Umstände genau in der Regel. Und dann sprechen wir genau über das, was die Person ausgefüllt hat. Und du hast jetzt so Klassiker, Klassiker erwähnt, mir geht es nicht gut dabei. Dann muss man herausfinden, wieso geht es dir nicht gut dabei? Was ist eigentlich das Problem, wieso es dir nicht gut dabei geht? Und dann startet man einen klaren Prozess. Erstens mal, dass man versteht, wieso. Und ich starte sehr gern, also eigentlich bei jedem, mit einem gewissen Thema. Ich starte mit dem Thema Selbstkontrolle. Self-Control, Selbstkontrolle, weil ohne Selbstkontrolle, ohne versuchen, sich zu kennen, sich zu kontrollieren, da sind ganz viele Themen da natürlich drinnen, kannst du eigentlich gar nichts verändern. Weil es geht nicht. Wenn du dich nicht im Griff, in Anführungszeichen, hast, nicht erkennst, was du falsch machst, wieso du was falsch machst, was du eigentlich willst und wie du dorthin kommst, Bernhard Vosicky (32:54) Hm. Tomasz Pekala (33:10) dann ist eigentlich keine Veränderung möglich in meinen Augen. Bernhard Vosicky (33:14) Also das heißt aber, das heißt es ist für mich als Papa nichts falsch darüber nachzudenken, hey jetzt muss es mich gehen, weil nur wenn es mir gut geht, kann ich dieser Fels in der Brandung für andere sein, oder? Tomasz Pekala (33:30) Genau, natürlich. Also wenn jemand nicht auf sich schaut, gibt es keine Möglichkeit. Weil du kannst nur aus Fülle, Stärke oder aus einer Basis was geben. Du kannst nichts geben, wenn du leer bist. Und ja, als Eltern, Vater, Mutter wird von uns verlangt, dass wir mehr geben, wie bekommen, speziell am Anfang. Und das ist ja oft auch ein innerliches Problem, dass wir uns mehr erwarten, dass wir zurückbekommen irgendwie und wir in einer jahrelangen Phase sind, wo wir gefällt, nur geben. Das sagt eigentlich jede Mutter, aber auch viele Väter, oder? Wir geben, geben, geben, geben. Und du kannst nur geben, wenn du auch bis zu einem gewissen Grad auf dich schaust. Bernhard Vosicky (34:14) Ich glaube, ist ein ganz wichtiges Thema, dass vor allem die Papas, ja dann doch irgendwie darauf stehen, dass man von außen hin glaubt, eigentlich kann der Papa übers Wasser gehen. Eigentlich ist er so super, dem kann nichts passieren, aber wir wissen, nein, so viele Menschen, die übers Wasser gehen können, gibt es nicht. Tomasz Pekala (34:26) Hahaha Ja, hast recht. Das klar. Das ist die Rolle, die wir als Mann so bekommen haben. Und ja, wir können ja viel. Man kann über Grenzen hinausgehen. Es ist ja vieles möglich. Aber du kannst nur viel erreichen im Leben und auch speziell für dich selbst, als Mensch, als Mann, Frau, eigentlich, egal. Wenn du auf dich schaust, wenn du schaust, dass du nicht nur funktionierst, sondern dass du zufrieden bist mit der Situation, wo du drin bist. Weil das ist ja eigentlich das Grundübel. Also jedes Problem beginnt darin, dass wir unzufrieden sind mit dem Status quo. Und das ist das Thema, das Menschen, speziell wenn sie Kinder bekommen, gewisse Realität sich wünschen und dann eine Realität haben und die nicht deckungsgleich ist. Und dieses sich wünschen von der Realität, wie mal war. Weißt du, ein Buch lesen am Abend oder Zweisamkeit, hier auf der Couch liegen zwei, drei Stunden, ist die erste Phase einfach nicht da. Und zu akzeptieren, zu sagen, nein, das ist jetzt die Phase. Und ich gebe mein Bestes in dieser Phase, auch wenn ich weiß, ich werde Tage haben, wo... Das ist wie befreiend zu sagen, na ich muss jetzt nicht der Beste, Stärkste irgendwie hier sein, sondern ich muss nur mein Bestes geben. Und das zu akzeptieren, das ist befreiend und das ist schön. Und dann, lustigerweise, dann ist man auch nicht unzufrieden und auch nicht so gestresst. Bernhard Vosicky (35:55) Es geht wie immer den Kopf, geht wie immer Kommunikation, Kommunikation mit sich selbst, Kommunikation mit dem Umfeld, vor allem mit der Partnerin, dem Partner in der Situation. Das kann man gar nicht laut genug sagen eigentlich. Und das sind auch Dinge, die ich wahnsinnig gerne früher gewusst habe, hätte. Und da komme ich jetzt auch schon, weil wir sind zeitlich schon recht gut fortgeschritten, auch wenn ich mit dir stundenlang reden könnte, komme ich schon so in Richtung meiner Abschlussfragen, die ich immer ganz spannend finde. Und ich stelle sie dir jetzt auch, weil du natürlich Papas coacht, das ist eine Frage. Ich erwarte mir keine Lösung auf die Antwort, keine allgemeingültige Antwort. Aber könntest du mir einen guten Papa definieren? Tomasz Pekala (36:33) Für mich ist, wie ich vorher schon gesagt habe, ein guter Vater, ein Mensch, ein Mann, eine Person, die mit sich zufrieden ist, die diese Zufriedenheit, Ruhe ausstrahlt und es schafft, die Bedürfnisse der Familie einzugehen und wenn es Grenzen und eben fällst eine Brandung, zu seinem Bedarf, das erkennt, dass er das dann ist. Und wenn es aber auch die softere Seite, diese emotionale Seite, diese empathische Seite braucht, dass er das auch kann, das ist für mich der optimale Vater. Bernhard Vosicky (37:13) Ja, lass uns mal eine Idealvorstellung sein. ist schon okay so. Man darf ja danach streben. Du brauchst ja Vorbilder. Das ist ja wahnsinnig wichtig, dich irgendwie orientieren zu können. So als ein ein Nordstern, der dich ausrichtet. Die Frage, die ich auch all meinen Gästen stellen darf, ist eine spannende, ich nenne sie zurück in die Zukunft. Tomasz Pekala (37:14) Ja. Ja. Bernhard Vosicky (37:32) weil es eben darum geht, sich vor sich selbst hinzustellen. Jetzt hast du sehr viel gelesen, sehr viel gecoacht, sehr viel Feedback von deinen Coaches bekommen. Du hast deine Karriere als Profifußballer hinter dir und du bist zweifacher Papa und Ehemann. Wenn du dich jetzt mit dem Wissen, dass du heute als 41-jähriger Mann hast, vor dich selbst hinstellst, vor den Thomas, der noch keine Kinder hat, was gibst du dem für einen Ratschlag mit dem Wissen von heute? Tomasz Pekala (38:01) ist eine gute Frage, die ich auch meinen Klienten zu einem gewissen Grad stelle. Und ich über diese Frage schon oft und viel nachgedacht und ich bin wirklich für mich zum Schluss gekommen, dass ich in ... eigentlich keinen Anschlag geben würde. Weil ich würde ihm wünschen, dass er einfach die Erfahrungen, die er gerade macht, genießen kann, einfach. Und voreingenommen. Und einfach das Leben genießt. Wenn es einen Ratschlag geben könnte, den er umsetzen würde, zu sagen, sei mir im Moment und mach dir nicht so viel Gedanken, mein Freund. Genieß einfach da, wo du jetzt bist, weil es vergeht sowieso. Schneller, wie du denkst. Das wäre vielleicht so ein Ratschlag. Bernhard Vosicky (38:40) Mhm. Tomasz Pekala (38:43) Aua! keine tieferen Sachen. Bernhard Vosicky (38:45) Es muss ja auch kein Ratschlag sein. finde, gerade wenn man zufrieden ist und vielleicht sogar glücklich ist mit der Situation, die man jetzt hat, dann sind ja alle positiven wie auch negativen Erfahrungen Teil des Prozesses, der dorthin geführt hat. Und somit waren sie alle wichtig. Und wenn du dir den Ratschlag gibst, dann gibt es vielleicht Ergebnisse oder Erlebnisse, die du gar nicht machst, weil du diesen Ratschlag befolgst. Also von dem her. Eine Frage noch. Wir haben sie vorhin im Vorgespräch schon kurz angesprochen gehabt. Du hast da offenbar eine ganz besondere Musikunempfindlichkeit. Aber ich kenne das als eigene Erfahrung, wenn meine Kids, momentan ist es eher so die Richtung K-Pop, weil die große gerade in Richtung K-Pop sehr abgedriftet ist, weil es aber coole Musik ist. Aber die hören mit meinem Spotify-Account. Und dementsprechend habe ich jetzt in meinen Tomasz Pekala (39:05) Weiße wofür, das ist sehr gut gesagt. Bernhard Vosicky (39:31) Algorithmus, sehr viel K-Pop drinnen, das ist jetzt nicht so gut. Es gibt Songs, die deine Kinder so wahnsinnig gerne hören und du kannst sie vielleicht nicht mehr hören oder sie haben es zu oft gehört und das ist richtig ausgelutscht für dich. Was ist das denn, was du auf diese Papamiya-Playlist des Grauens hinzufügen würdest? Du kannst auch zwei Songs nehmen, aber du hast ja zwei Kids. Tomasz Pekala (39:51) Ja, wie ich vorher schon gesagt habe, eigentlich die Songs, meine Tochter jetzt insbesondere auch über meinen Spotify-Account hört, die gefallen mir auch und sie nerven mich jetzt nicht unbedingt, weil ich sie cool finde auch. Das wäre das We Belong Together. weiß es immer noch nicht. Genau, finde ich ein cooles Lied auch. Echt lässig. Und Snatch, eins heißt Snatch. Das hört sie, das liebt sie, die zwei hört sie andauernd. Bernhard Vosicky (40:06) Mark Ember, Ja. Okay. Ja. Tomasz Pekala (40:17) Aber sie stören mich nicht in dem Sinne. Aber die würde ich raufbacken. Die sind auch cool zum Hören, by the way, aber nicht zu oft. Und von meinem jungen Mann, der hört eigentlich alles mit, da wird es mich vielleicht eventuell nerven mit den Hörgeschichten. Willst du kennen, die hören nonstop diese Hörgeschichten. Dann hörst du diese, du hast, hab schon gesehen auf deiner Playlist, hab gesehen Leo Lausemaus und so. Hör ich natürlich auch. Ja, es kann schon mal nerven. Es kommt drauf an auf den eigenen Gemütszustand. Bernhard Vosicky (40:29) Ja. Ja. Tomasz Pekala (40:44) Aber da könnt ihr jetzt kein Song nennen, das eher diese Hörgeschichten, wo zu laut gespielt wird. Bernhard Vosicky (40:48) Ja und dann noch zwei Dinge, also wenn sie eine Trony Box haben, dass sie halt einfach immer nur die ersten zehn Sekunden hören, dann kommt der nächste Figur, wieder die ersten zehn Sekunden. Das ist ein Klassiker, aber wie froh können wir sein, dass unsere Kinder sowas wie Spotify haben oder ähnliches, dass sie die Auswahl haben aus, keine Ahnung, 100 Leo-Lause-Maus-Folgen. Wenn ich mich zurück erinnere an Autofahrten in den Urlaub mit meinen Eltern, und meinen Geschwistern im Auto, wir hatten vielleicht drei oder vier unterschiedliche Benjamin-Blümchen-Kassetten und die haben wir aber rauf und runter gehört. Das waren vier unterschiedliche, jetzt gibt es 100. Also da kann man dankbar sein, dass es heute die große Auswahl gibt. Tomasz Pekala (41:27) Ja, natürlich. Unglaublich, was heute alles möglich ist. Wobei damals Benjamin Wöhnchen, vier Kassetten, war auch wunderbar und die Autofahrten, wo 15 Stunden gegangen sind, haben auch einen gewissen Schaden gehabt. Bernhard Vosicky (41:35) Richtig. Hatten auch, vor allem ohne Klimaanlage, ja, also das darf man nicht vergessen. In den Italien Urlaub ohne Klimaanlage. Ja, genau richtig, Stau an der Grenze, gibt's ja auch. Und Geldwechseln im Urlaub. Gibt's ja zum Glück alles nicht mehr. Thomas. Tomasz Pekala (41:40) Und Grenzübergänge. Genau. Bernhard Vosicky (41:52) Ich danke dir vielmals. Ich könnte Stunden mit dir weiter plaudern. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir es nicht nur remote, sondern auch persönlich schaffen, wenn wir uns irgendwo über den Weg laufen bei einer Veranstaltung. Ich glaube, da gäbe es viel zu besprechen. Aber ich danke dir für eine wirklich schöne, bereichernde und von den Vibes her sehr angenehme Folge. Tomasz Pekala (42:08) Ich hoffe, ich habe etwas beitragen können und dass die Folge angenehm war zu hören, dass jemand vielleicht ein zweites Mal hört. Und bedanke mich nochmal für die Möglichkeit und wünsche natürlich alles Gute. Und werde mir die nächsten oder die vorherigen Folgen jetzt auch mal anhören, zum Schauen, was du eigentlich so anbietest, was die anderen so gesagt haben. Vielen Dank nochmals.

Kapitel

03:40
„Ich habe mich plötzlich selbst in meinem Vater erkannt“
10:55
Erfolg, Leistung – und warum das nie reicht
17:50
Erwartungsdruck, Beziehung, leises Zerbrechen
27:05
Die vier Beziehungskiller, die Väter kennen müssen

Bernhard Vosicky

Host

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