Alleinerziehend? Weder Held noch Opfer!
Du bist alleinerziehend? Dann bist du entweder ein Held oder ein Opfer. So funktioniert das in unserer Gesellschaft. Jubin Honarfar interessiert das nicht. Er ist CEO, zweifacher Papa, seit acht Monaten alleinerziehend – und er nennt sich einfach: Elternteil.
Der Satz, der mich seit diesem Gespräch nicht loslässt:
„Wenn mir zehn von zehn Mal gesagt wird, du bist ein Opfer, dann nehme ich entweder an, okay, ich bin ein Opfer – oder ich verkörpere vielleicht diese Rolle.“
Worum geht es in dieser Folge?
Jubin Honarfar ist CEO von WhatchaDo, hat zwei Töchter im Alter von fünf und neun Jahren – und ist seit acht Monaten alleinerziehend. Nicht geplant, nicht vorbereitet, quasi über Nacht. Und trotzdem spricht er darüber ohne Selbstmitleid und ohne Heroisierung. Denn er findet: Beides ist falsch. Denn beides drängt in eine Schublade, die niemandem nützt.
In dieser Folge reden wir deshalb darüber, was die Gesellschaft mit alleinerziehenden Elternteilen macht – und was es bedeutet, wenn du dich in keine der angebotenen Rollen hineindrängen lässt. Wir reden über Rollenbilder aus dem Elternhaus, über Therapie als Stärke, über Vier-Tage-Woche als gelebte Familienfreundlichkeit. Außerdem darüber, warum ein LinkedIn-Post zu einem Kurzfilm geführt hat, der im Mai beim Filmfestival in Mainz läuft – und warum es trotzdem noch zu wenig alleinerziehende Väter gibt, die über ihre Situation reden.
Diese Folge ist für dich, wenn du das Gefühl kennst, dass die Welt von dir erwartet, in eine bestimmte Schublade zu passen – und du eigentlich keine davon willst.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über moderne Vaterschaft, Care-Arbeit und Alleinerziehende.
Kapitel
- (00:00) – Intro
- (03:04) – Der neugierige Bub, der immer Papa werden wollte
- (09:10) – Iran, Panikattacken und Pflichtbewusstsein – was das Elternhaus wirklich formt
- (19:20) – Über Nacht alleinerziehend: 100 Prozent Kinder, null Vorbereitung
- (21:04) – Weder Held noch Opfer – und warum beides in die falsche Richtung führt
- (35:40) – Ein LinkedIn-Post, ein Kurzfilm und ein Thema, das sichtbarer werden muss
Das nimmst du mit
- Du weißt danach, warum die Opferrolle so verführerisch ist – und was sie wirklich kostet.
- Du verstehst, wie Rollenbilder aus dem Elternhaus weiterwirken, auch wenn man es nicht will.
- Du siehst, was strukturell passieren müsste, damit Alleinerziehen und Erwerbsarbeit wirklich zusammenpassen.
- Du bekommst den praktischsten Lebenstipp, den ich in 122 Folgen Papa Mia gehört habe.
Über Jubin Honarfar
Jubin Honarfar ist CEO von WhatchaDo, einer Plattform, auf der Menschen aus eigener Berufserfahrung zeigen, was sie tun – damit andere ein ehrlicheres Bild möglicher Karrierewege bekommen. Als alleinerziehender Papa von Estella (9) und Lea (5) hat er auf LinkedIn eine Debatte ausgelöst, die weit über sein eigenes Netzwerk hinausgegangen ist. Das Ergebnis: ein Kurzfilm über alleinerziehende Elternteile, der im Mai 2025 beim Filmfestival in Mainz gezeigt wird.
🌐 Jubin → https://www.jubin.at🌐 WhatchaDo → https://www.whatchado.com📸 Jubin auf Instagram → https://www.instagram.com/jubin_honarfar/💼 Jubin auf LinkedIn → https://at.linkedin.com/in/jubin-honarfar🎙️ Papa Mia!? → https://papamia.at🔗 Alle Links → https://papamia.at/links👤 Bernhard → https://vosicky.at/links
Über Papa Mia!?
Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Hier reden wir über moderne Vaterschaft, Familienleben und Elternsein – ehrlich, direkt und ohne erhobenen Zeigefinger. Weil Väter diese Gespräche brauchen.
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