Väter aller Länder, vereinigt euch! – Warum Mütter der größte Teil eines Väter-Netzwerks sind
Ein Väter-Netzwerk klingt nach einem Ort, wo Männer unter sich bleiben. In der Praxis war das Gegenteil der Fall, denn Christoph Reiser hat bei Boehringer Ingelheim fünfeinhalb Jahre lang genau so ein Netzwerk geleitet, und der größte Teil der Mitglieder waren Mütter.
Der Satz, der die ganze Folge erklärt:
„Also große Teile des Väter-Netzwerks waren Mütter.“
Deshalb geht es in dieser Folge weniger um Christoph selbst als um die Frage, wie ein Väter-Netzwerk eigentlich funktioniert. Wir reden darüber, warum ausgerechnet die schärfsten Kritikerinnen am Ende selbst Teil des Netzwerks wurden, welche drei Säulen Christoph aufgebaut hat und warum eine Frau in Karenz für uns selbstverständlich ist, während ein Mann dafür oft noch als arbeitsunwillig gilt.
Am Ende steht eine einfache Erkenntnis: ein Väter-Netzwerk ist ein Werkzeug für die ganze Familie, weil es auch Müttern hilft. Diese Folge ist für dich, wenn du in einem Unternehmen arbeitest, das groß genug für sowas wäre, aber noch keins hat.
Diese Folge ist Teil unserer Reihe über Väterkarenz, Care-Arbeit und moderne Vaterschaft in Unternehmen.
Kapitel
- (00:00) – Intro
- (05:20) – Klassische Rollenverteilung im Elternhaus, und warum Christoph das anders machen wollte
- (07:08) – „Ist das ein Netzwerk für Käse?“ – Die ersten Reaktionen auf die Gründung
- (14:24) – Erst dagegen, dann mittendrin: warum die größten Kritikerinnen am Ende Teil des Netzwerks wurden
- (27:30) – Warum eine Frau in Karenz selbstverständlich ist und ein Mann nicht
- (40:03) – „Millionenfach besserer Vater“ – was fünfeinhalb Jahre Väternetzwerk gebracht haben
Das nimmst du mit
- Du verstehst, warum ausgerechnet Mütter den größten Teil eines Väter-Netzwerks ausmachen.
- Du bekommst ein konkretes Argument, warum drei Monate Karenz für den zweiten Elternteil mehr bringen als zwei.
- Du weißt, was hinter dem sogenannten Mutterinstinkt wirklich steckt, und warum das Argument gegen dich als Vater nicht mehr zieht.
- Du nimmst eine einzige Grundhaltung mit, die Christoph jedem werdenden Vater gibt, bevor der überhaupt Fehler machen kann.
Christoph Reiser
Christoph ist 42, Vater von zwei Töchtern und hat 2020 bei Boehringer Ingelheim ein unternehmensinternes Väternetzwerk gegründet und fünfeinhalb Jahre lang geleitet. Seit April 2026 arbeitet er hauptberuflich als Spieleautor und Väterinfluencer, unter anderem mit dem Kindermemo MEMOETT und Lucky Kitty. Mehr von ihm unter christophreiser.com.
Papa Mia!?
Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Bernhard Vosicky spricht mit Vätern über Vaterschaft, Familie und alles, was dazwischen liegt.
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