Was ich aus 100 Folgen „Papa Mia!?“ mitnehme

Episode 100
26:08

In Folge 100 erzähle ich nicht vom „Best of“, sondern:

  • Welche Gespräche mich geprägt haben,
  • welche Krisen mich fast stoppen wollten und
  • warum ich trotzdem weitermache.

Zehn Hörerfragen (gendern nicht notwendig, es waren nur Manner) führen durch die ehrlichste „Papa Mia!?“ Folge bisher.

Kapitel:

(00:00) – Intro

(03:15) – Die fünf erfolgreichsten Folgen

(08:02) – Momente, die alles verändert haben

(12:37) – Feedback, das getroffen hat

(15:49) – Lieblingsgast & besondere Absagen

(18:46) – Pannen, Erkenntnisse & warum es weitergeht

Weiterführende Links:

Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ – Youtube Channel ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.youtube.com/watch?v=vlczJi3MlqA&list=PLBsmCGWpasWcYdyEE3Pcl_aOATzJ9La-K&pp=gAQB⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Instagram – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/papamiapodcast/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf TikTok – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.tiktok.com/@papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Facebook – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.facebook.com/papamiapodcast/⁠⁠

Transkript:

[0:00] Papa Mia. Reine Männersache. Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. [0:12] Neue Folge Papa Mia und ich weiß relativ genau, was ihr euch gerade denkt. Folge 100, das wird sicher irgendein emotionaler Rückblick auf die letzten 100 Folgen und so weiter. Eine gemütliche Rückschau, aber genau das möchte ich eigentlich nicht machen, wenn ich ehrlich bin. Das ist auch der Grund, warum ich diese Folge, ich habe es euch vielleicht, diejenigen, die mich auf Instagram verfolgen, eh mitgeteilt, warum ich die Folge ausnahmsweise am Samstag und nicht wie immer am Freitag um sieben in der Früh rausbringe. Ich habe schon eine Folge aufgenommen gehabt. Es war eine Idee, mich interviewen zu lassen von einer KI von JGPT, aber es war einfach so schlecht. Es war so mies, deswegen habe ich gesagt, ich mache das nicht. Und so ganz klassisch, nostalgischer Rückblick möchte ich auch nicht machen, wobei ich schon sagen muss, dass 100 Folgen für mich was Besonderes sind. Ich habe den Podcast ja damals gestartet, ohne zu wissen, wohin geht die Reise, gemeinsam mit dem Peter Polevkovic. Es war ja auch irgendwie eine Idee, das Ganze eigentlich ins Radio zu bringen, bis mir meine damalige Chefin, obwohl wir uns schon eigentlich über die Kohle geeinigt hatten, gesagt hat, dass Familie doch nicht so ein super Thema ist und sie nicht weiß, also ob man da nicht mit mehr Leute verliert, als man eigentlich gewinnen könnte. Egal, wir haben es dann trotzdem gemacht, es war gut so. Mittlerweile bin ich seit langer, langer Zeit solo als Podcaster unterwegs, als Host und habe eben diese 100 Folgen hinter mir und das ist ein Erfolg, gleichzeitig aber auch ein Stresstest, weil jede Woche zu veröffentlichen ist schon ein... [1:41] Ist schon eine ziemliche Herausforderung, muss ich ganz ehrlich sagen, weil es doch Aufwand ist. Und vor allem, seit ich das Ganze auch mit Video mache, ist es wirklich viel Aufwand. [1:52] Aufwand, der nach wie vor monetär überhaupt nicht belohnt wird. Also ich kriege keinen Cent für das, was ich da tue. Und dementsprechend ist es natürlich auch die Frage, inwieweit nimmt man sich das als Liebhaberei in den Alltag hinein, um da nicht andere Sachen zu kurz kommen zu lassen. Und das, was man nach draußen predigt, sich nämlich Zeit zu nehmen, für die Familie vielleicht selber auszulassen. Also ganz easy ist das nicht, nur als kurze Einleitung zu dem, was ich da jetzt heute machen möchte. Deswegen reden wir heute nicht so ganz klassisch darüber, dass jetzt 100 Folgen so toll sind oder was auch immer, sondern darüber, was dieser Podcast verändert hat, vielleicht bei mir, vielleicht bei anderen, vielleicht auch bei euch. Denn ich habe ja gefragt und gebeten um eure Fragen, dass ihr mir die schickt via Social Media, was so eure Fragen sind. Vielleicht ein Blick hinter die Kulissen, wie das Ganze so logistisch abläuft oder auch zu einzelnen Folgen und, und, und. Und da ist zum Glück sehr viel reingekommen. Danke vielmals dafür, alle, die da mitgemacht haben. Und ich habe jetzt da aus diesem Fragenpool zehn Fragen rausgenommen. Jetzt nicht die mir am besten gefallen, sondern wo ich mir gedacht habe, das passt dramaturgisch vielleicht am besten, um das in diese hundertste Jubiläumsfolge hineinzugeben. Also genau deswegen starten wir auch gleich mit der ersten Frage von euch. Willkommen bei der 100. Jubiläumsfolge von Papa Mia, Frage 1 von euch. Haben wir fast gedacht, dass diese Frage kommen wird. [3:15] Welche Folgen waren denn eigentlich die erfolgreichsten? Das kann ich relativ klar sagen. [3:23] Die fünfte, also ich mache jetzt die Top 5 ein bisschen so in gestürzter Reihenfolge, Platz 5. Fünfte erfolgreichste Folge war die Folge Nummer 55 mit dem Extremsportler Michael Strasser. Übrigens gerade eben auch wieder zum zweiten Mal Papa geworden. Also Gratulation, falls ihr es hören solltet. War eine sehr, sehr coole Folge. Da sind wir damals einer der ersten Videofolgen bei mir in der Küche gesessen. Mein Video-Setup, wenn ich mir das heute anschaue, ist irgendwie recht mies, er war so im Weitwinkel drinnen und ein bisschen verzerrt, aber die Aussagen, die er gehabt hat, die waren wirklich cool. Der Mensch ist reflektiert und teilweise auch sehr streitbar, aber dazu kommen wir später noch. Also, Folge 55, Michi Strasser, Extremradfahrer, das war die fünfte erfolgreichste Folge. Die vierterfolgreichste war Anton Zetterholm, Musicalstar. Phantom der Oper, Hauptdarsteller, Tony bei The West Side Story momentan in Wien, Theater an der Wien- und Raimund Theater. Übrigens haben es meine Frau und ich jetzt erst vor kurzem endlich geschafft, uns das auch tatsächlich anzuschauen im Theater, im Raimund Theater. Und es war richtig, richtig cool. Also wer noch nicht war, schaut euch das an. [4:33] Vor allem dann, wenn man die Folge gehört hat mit dem Anton Zetterholm, hat man irgendwie das Gefühl, dass das, was auf der Bühne passiert, dass man diese Person ja irgendwie besser kennt. Und das macht schon was aus, ja. Und noch dazu singt er natürlich großartig. Und die Inszenierung ist cool, also, Verstehe ich, war auch ein super, super aufrichtiges, persönliches Gespräch, wo er viel darüber gesprochen hat, wie es ihm so geht, als jemand, der mit dem Erfolg nicht nur gute Zeiten gehabt hat, erzählt auch über Burnout, über wie er in einer Hotellobby plötzlich zusammengebrochen ist und einfach gar nichts mehr gegangen ist. Also wer die noch nicht gehört hat, hat schon Grund, warum die auf Platz 4 bei den erfolgreichsten Folgen ist bei mir. Folge Nummer eins, Vorbereitung ist das halbe Leben. Also die erste Folge, die der Peter und ich damals noch gemeinsam gemacht haben, das ist die dritte erfolgreichste Folge. Ich glaube, da geht es viel darum, dass natürlich Menschen zu einem Podcast kommen und sich denken, okay, wo siehst du es? Hört man sich einmal die erste Folge an, würde ich jetzt bei meinem Podcast nicht unbedingt empfehlen, weil die schon sehr anders ist. Vor allem auch von der Produktionsqualität. Also wie wir da angefangen haben, das war ja kurz vor der Geburt meiner zweiten Tochter, Die kam 2021 im Juli auf die Welt und dementsprechend gab es da so KI-Nachbearbeitung in Sachen Audio noch nicht so wirklich. Wir haben aufgenommen in einer Büroräumlichkeit von meiner Frau, die wir dankenswerterweise nutzen dürften. [5:59] Und das war halt super heilig. Das war sogar Take 2. Also wir haben Take 1 aufgenommen und den haben wir nie ausgestrahlt, weil es einfach nicht gut war. Also das ist so, auch das lernt man dazu. Manchmal muss man Sachen doppelt machen, damit sie gut werden. Das ist eben die dritte erfolgreichste. Die zweiterfolgreichste, das ist die, die wahrscheinlich die meisten Reaktionen hervorgerufen hat, weil das Thema halt so wahnsinnig polarisierend ist. Wiebke Schenter, Regretting Motherhood, nennt sich auf Instagram und ich glaube TikTok auch, Piep Madame, redet darüber, dass sie es halt einfach nicht toll findet, Mama zu sein, und erklärt das auch sehr schlüssig. War übrigens jetzt ganz aktuell in einer WAF-Doc1 zu sehen als Interviewgast. Sehr, sehr cooles Thema, wo es eben darum geht, ob man Kinder haben soll oder möchte. Und da ist sie natürlich als Expertin sehr, sehr gut angekommen. Kann ich auch empfehlen. Schaut euch das an. Auf ORF ON gibt es das zum Nachschauen. [6:54] Und die erfolgreichste Folge, das ist die allererste, die ich als Video gemacht habe. Wobei das damals nicht ich Video war, sondern im Rahmen einer Live-Veranstaltung beim Balance Up Summit 2024 aufgezeichnet worden ist. Das war die mit Musicalstar Mark Seibert. Mittlerweile auch zweifach Papa. Und damals kurz davor, da hat er in der Folge vor Publikum live raus posaunt, dass er eben zum zweiten Mal Papa wird und dass das eben bald soweit sein wird. Und dass er während er eigentlich in Mörbisch auf der Bühne steht bei einer Musicalproduktion, könnte es sein, dass er dann zum Kreißsaal abzischen muss, weil es halt wichtiger ist. Also auch sehr, sehr cool, ist ein super sympathischer und auch erfolgreicher Kerl. Also kann man schon sagen, durchaus zu Recht auf Platz 1 bei den meistgehörten Folgen von Papa Mia 100 mittlerweile. Wir kommen zur zweiten Frage. Was war der Moment, in dem du gemerkt hast, okay, der Podcast macht einen Unterschied im Leben von dir oder auch von anderen Papas? [8:02] Das ist interessant, da habe ich jetzt nachdenken müssen und ich habe jetzt nicht einen Moment herausgefunden, sondern ich habe mehrere Momente herausgefunden. Einer, der mich nachhaltig verändert hat, würde ich jetzt einmal sagen, oder der mich nachdenken hat lassen, war das Interview mit Erik Papileier, ehemaliger Songcontest-Teilnehmer und großartiger Musiker. Der hat im Podcast gesagt, weil ich ihn auf seinen Vater angesprochen habe, was ich oft mache, mittlerweile nicht mehr unvorbereitet, sondern mittlerweile erkläre ich das im Vorgespräch ab und das Interview mit Erik Papelayer war der Grund dafür. Weil ich dazugelernt habe, dass man solche Sachen möglicherweise heikel vorbesprechen müsste, um dann nicht in eine Situation zu kommen, die unangenehm wird. In dem Fall hat der Erik auf die Frage nach seinem Vater gesagt, mein Vater war ein böser Mensch und ein Verbrecher. [8:54] Und ja, da sitzt man erst einmal da und denkt sich, alles klar, jetzt geht das Interview in eine Richtung, in die ich es vielleicht nicht bringen wollte. Ist dann zum Glück aber gut geblieben, weil er sehr, sehr offen darüber gesprochen hat. Hat mir aber auch verraten, dass er zum ersten Mal darüber gesprochen hat. Und das ist halt schon etwas, wo ich mir denke, okay, Menschen nützen meinen Podcast, den ich jetzt einfach so als Liebhaberei mache, weil ich das cool finde, um wirklich emotional private Botschaften rauszubringen. Und das schätze ich sehr, das ist nicht selbstverständlich und das war schon was, was etwas mit mir macht. Genauso wie eben der Anton Setterholm. Kurz habe ich es schon angesprochen. Er hat in meinem Podcast zum allerersten Mal darüber gesprochen, dass er in einer Hotellobby in Deutschland zusammengebrochen ist und ein Burnout einfach gehabt hat. Da ging nichts mehr. Der Mann ist erfolgreich, steht auf Bühnen und plötzlich geht nichts mehr. Und ja, also auch Stars sind vor so etwas nicht gefeit. Das finde ich schon cool, wenn man da so offen mit der Thematik umgeht. Und noch ein Interview mit dem Olympiasieger Lukas Mehr, der in meinem Podcast, also kurz nachdem der Podcast draußen war, hat er offiziell sein Karriereende bekannt gegeben. Und wenn man mit dem Wissen dann die Folge mit Lukas Mehr nochmal hört. [10:17] Dann ärgere ich mich fast, dass ich da nicht erkannt habe, dass er das schon ein bisschen hat anglingen lassen. Weil er hat da so ein paar Sachen gesagt, die durchaus in die Richtung Karriere-Ende gegangen sind, aber ich habe irgendwie nicht schnell genug geschalten und ihn gefragt, aber dementsprechend im Nachhinein hat sich das trotzdem bestätigt. Ist schon auch cool. Das sind so Dinge von doch mehr als nur nationaler Bedeutung, die da passieren, die ich mir so nicht in meinem Podcast gedacht hätte. Und generell ist es so, wenn ich jetzt immer wieder auch Interviewgäste in anderen Situationen wieder entdecke, wieder, wenn ich Personen sehe, wenn ich bei Events vielleicht dann plötzlich wieder jemanden sehe, als letztens den Stefan Mayerhofer bei einer Veranstaltung, wo Lukas Mehr auch dort war, haben wir lustigerweise zwei Papamier-Gäste gehabt und du kommst so ins Gespräch natürlich, also es ist nicht selbstverständlich, dass die wissen sofort, wer du bist, finde ich. Und umso cooler ist es, wenn sie es dann tun und man einfach sofort dort anknüpft, wo das letzte Gespräch aufgehört hat und das war cool, das hat super gepasst gerade beim Stefan Mayerhofer immer so eine lustige Anekdote weil wir haben da damals, weil meine Frau krank war. [11:26] Nicht zu Hause aufgenommen, weil natürlich ich nicht Gäste herholen will, wenn sie da krank auf der Couch liegt, sondern ganz spontan habe ich bei einem Hotel bei mir in der Nähe im fünften Bezirk, das ist das Max Brown im fünften, das sage ich deswegen, weil die uns eben kostenlos haben dort aufnehmen haben lassen, haben ein ganzes Equipment aufgebaut und was ich nicht wusste ist, dass der Stefan Mayhofer es genießt, wenn es auch glutenfreies Frühstück gibt. Und das gab es dann offenbar und wir waren zum Frühstücken eben eingeladen und der hat großartig wie er ist. [11:58] Einfach durchgehend das Frühstück genossen und gefuttert, gefuttert, gefuttert also wenn ihr die Folge hört und euch wundert warum der Stefan Mayerhofer eigentlich die ganze Zeit isst, er hat dann einfach deswegen weil es sein gutes Frühstück auch Gluten freigegeben hat und das hat er halt einfach genossen und das finde ich cool, das zeigt auch, dass, die Interviewsituation eine sehr entspannte ist und die mir sehr gefallen hat dritte Frage, welches Feedback der Community hat dich besonders verändert, persönlich, positiv oder negativ, da gehe ich jetzt auf zwei Sachen ein, das eine ist die Folge 83, das war mit der Wiebke Schenther das war die Regretting Motherhood Folge, die ich ja auch schon bei den Top 5 Folgen angesprochen habe. [12:37] Da war es sogar kurz davor, dass ich gesagt hätte, ich lasse den Podcast sein, weil ich mit der Negativität nicht umgehen kann, Ich habe den Podcast gestartet, um anderen Leuten, ich sage es immer so Trumpisch, Family-grade-again zu machen. Und wenn dann andere, in dem Fall ausschließlich Userinnen, das Gefühl haben, sie müssen da drauf pissen, dann finde ich das einfach schlecht. Und ich finde das wirklich, wirklich deprimierend und ganz ehrlich sogar frustrierend. Das ist ja so, dass wenn ich mit anderen Interviewpartnern, Interviewgästen, dann nachher auch die Social Media Videos teile, dann machen wir das in Kooperation, also Kollaboration. Das heißt, wir stehen als Urheber beide über dem Reel und sehen dann natürlich auch beide die Reaktionen. Die Wibke, die Bib Madame hat zigtausend Millionen Followerinnen und Follower, Followerinnen hauptsächlich und dementsprechend kommen da natürlich auch viele Reaktionen, die ich normalerweise als kleiner Fisch mit, weiß ich nicht, 1500 nicht bekomme. Und dann sehe ich natürlich auch, wie da die Menschen auf diese Thematik reagieren. Und in dem Fall ausschließlich Frauen, die halt wirklich so böse, so niederträchtig, so unangenehm, persönlich beleidigend agiert haben, dass ich mir gedacht habe, okay, nein, in dieser Bubble möchte ich nicht mehr sein. Das hat uns zum Glück ein bisschen durch Zeit vergehen lassen und mich mit der Thematik befassen und auch mit viel drüber reden. [14:04] Mich dagegen entschieden aufzuhören, obwohl ich wirklich kurz davor war und habe dann weitergemacht. Aber es ist schon etwas, was hängen geblieben ist, weil ich mir gedacht habe, hey, wieso schaffst du es nicht einfach zu akzeptieren, dass ich anders denke als du? Aber okay, das ist glaube ich so ein Grundproblem. [14:20] Das war eben eigentlich das, was am meisten hängen geblieben ist. Die vierte Frage, hast du einen persönlichen Lieblingsgast und warum? Ja, habe ich. Ganz klar und deutlich, mein Lieblingsgast, weil mittlerweile eine Freundschaft und eine Arbeitsbeziehung daraus geworden ist, ist der Michael Bauer, der Heidelberg-Hugo. Wir haben seit mittlerweile, ja, einem halben Jahr, ziemlich genau einem halben Jahr, eine gemeinsame Sendung, die sich Daddy Cool nennt. Die läuft alle 14 Tage auf 886, wo wir zwei Stunden lang als Papas mit anderen Eltern, mit anderen Menschen, die sich bemüßigt fühlen, was dazu zu sagen, mit der Radiokommunity, die die zum Glück sehr, sehr stark mittlerweile aufgebaut haben im Sender und von der wir auch profitieren dürfen, wo wir einfach über Familienthemen reden. Papas reden über Familie. So simpel wie unaufregend eigentlich und vielleicht gerade deswegen so erfolgreich. Das tragt mir sehr. Und den habe ich über eine Papa Mia-Folge kennengelernt. Sind wir in meinem Haus gesessen und haben im Wohnzimmer das Gespräch geführt. Und ich habe mir gedacht, der Typ ist cool, ich mag ihn. Er ist gleich alt wie ich. Wir teilen viele, viele Dinge. Er ist reflektiert, er ist gescheit. Und machen wir doch was gemeinsam. und dann haben wir zum Glück mit 886 einen Radiopartner gefunden, der gesagt hat, ja, wir setzen das gerne mit euch um. Und dementsprechend muss ich sagen, auch wenn es jetzt vielleicht für euch nicht die aufregendste oder was auch immer, aber wahrscheinlich schon eine der lustigsten Folgen war, das ist die, wo für mich am meisten daraus entstanden ist, das muss ich ganz ehrlich sagen. [15:49] Wen wolltest du unbedingt im Podcast haben, aber es hat nie funktioniert und woran ist es gescheitert? Ich nenne da jetzt bewusst keinen Namen, weil das ist unfair, weil warum sollte ich das tun? Aber ich kann euch sagen, ein sehr bekannter Nachrichtenmoderator aus dem Fernsehen hat mir eine Absage gegeben, weil er gesagt hat, das ist ihm zu privat. Muss ich zu 100% akzeptieren und respektiere ich natürlich auch. [16:13] Eine Sporttrainerin, die so Tourneinheiten mit Kindern anbietet, höchstprofessionell, die hat gemeint, sie traut sich nicht, sie will das nicht, jetzt soll jemand einen anderen nehmen dazu. Was ich sehr schade finde, weil ich glaube, dass sie das sehr gut könnte und ich immer so mit, ich kann das nicht, ein Problem habe, weil ich glaube, dass sich gerade Frauen oftmals selbst unterschätzen, aber ich dränge dann auch niemanden dazu. [16:40] Und erst vor kurzem ein sehr, sehr berühmter Autor in Österreich. [16:44] Der eigentlich gemeint hat, das ist fein, aber mir dann eine Nachricht geschickt hat. Auch da nenne ich jetzt keine Namen. Aber er hat mir geschrieben, ob wir da was aufnehmen wollen und er hat mir geantwortet, na da hast du mir was eingebrockt. Ich kannte deinen Podcast Papa Mia nicht und höre seit gestern intensiv, obwohl ich eigentlich schreiben sollte. Super, grazie mille. Es ist unglaublich, was du hier leistest und durch deine Offenheit und die Offenheit deiner Eingeladenen all jenen, die euch zuhören, schenkst. Wahrscheinlich höre ich mir im Laufe der nächsten Zeit alle 99 Folgen an, vielleicht nicht alle komplett, aber sicher viele davon. Ein langes Bravo und eine tiefe Verbeugung meinerseits und ganz ehrlich, ich bewundere deine Offenheit, deinen Mut, deine Lebensfreude, die du ausstrahlst, total. Jetzt habe ich darüber nachgedacht, über dich, über mich. Ich bin sicher, das wäre ein extrem offenes, auf Anhieb sympathisches Gespräch. Wir könnten Tage durchplaudern. Aber mein Problem ist nur, es gibt Menschen, die dir dein Glück gönnen. Wobei ja Familienglück viel Arbeit, großen Respekt voneinander und ein großes Maß an Ego-Zurückstellung bedeutet. Von der Liebe als Grundlage abgesehen. Und was Liebe ist, darüber lässt sich ja auch momentan wunderbar philosophieren. Meine Frau und ich sind jetzt fast 25 Jahre beieinander. Meine Familie bedeutet mir alles. So, und wenn du jetzt Pech hast, dann gibt es auch Menschen und hast mit Menschen zu tun, das glaubst du nicht. Diesbezüglich habe ich leider schon ziemlich Böswilliges erlebt. Und darum halte ich meine Kinder so gut, es geht aus allem raus. Und mit dir würde ich über so viel quatschen wollen, über alles Mögliche, 100 pro. [18:14] Also, was ist das für ein unglaublich tolles Kompliment, das in einer Absage versteckt ist, oder? Weil er als Papa mit mir über so viel reden möchte, dass ihm aber zu privat wäre und zu persönlich, weil er die Kinder raushalten will. Also viel besser kann man nicht absagen. Danke dafür in jedem Fall. Und einen Namen nenne ich schon. Ich habe nie eine Antwort von Will Smith bekommen. Will, wenn du das liest, hörst, ich will ein Interview. Was war die größte Panne hinter den Kulissen, die wir als Hörer nie gemerkt haben? [18:46] Ich habe eine Folge, und zwar war das die Folge 86. Nicht nur die ersten beiden Folgen mit dem Peter, sondern auch die Folge 86, die mit Tabea Reicher, alles ein bisschen viel, wo sie als Vereinbarkeitscoachin auftritt, die haben wir zweimal aufgenommen. Einmal ein richtig aufwendiges Setup in einem Café im dritten Bezirk, wo wir wirklich uns die Zeit genommen haben. Aber ich im Nachhinein draufgekommen bin, dass erstens der Ton kacke war, zweitens auch das Bild nicht so, wie ich es wollte, weil der Fokus nicht gestimmt hat. Das ist mir leider immer wieder passiert, aber auch da lerne ich dazu. Und drittens, dass wir im Gespräch ich einfach zu schlecht vorbereitet war und wir so abgedriftet sind und ich das nicht gut geführt habe. Dementsprechend habe ich nachher gesagt, liebe Tabea, komm doch mal zu mir, machen wir die Folge nochmal, weil dann wird es besser. Und zum Glück haben wir es gemacht und die Folge ist mittlerweile auch sehr, sehr cool geworden, finde ich. Folge, was war es jetzt nochmal? Was haben wir da gehabt? Folge 86, so. Nächste Frage. Welche Folge hat dich als Papa am stärksten geprägt oder nachhaltig verändert, da haben wir vorher schon ein bisschen so die Aussagen gehabt der Gäste, aber jetzt eben die Folge, da möchte ich eben nochmal sagen, Folge 83 mit der Wiebke, Recreating Motherhood, da habe ich eben erkannt, dass ich das, was ich tue, aus Überzeugung mache, ganz egal wie viele Menschen dagegen reden und das ist gut, das, freut mich jetzt dann jedes Mal, wenn ich auf den Aufnahmeknopf drücke, dass ich mir. [20:14] Denkt es, was ihr wollt, ich mache das jetzt. Das sollten wir uns viel öfter denken. Welche Aussage eines Gastes hat dich richtig ins Markt getroffen? Frage 8. Da war da Michael Strasser dabei, der gesagt hat, und das war auch eine sehr kontrovers diskutierte Aussage, vor allem auf Social Media. Menschen ohne Kinder erkennst du sehr schnell. [20:37] Ähm... Und lustigerweise haben Menschen ohne Kinder dann oft gefragt, woran, woran, woran, woran? Und ich als Mensch mit Kind sage, der Michi hat recht. Und eine ähnliche Aussage hat auch die Oma von Lukas Lattinger, vom Wien Heute Moderator, getätigt. Die hat er zitiert und hat gemeint, wer keine Kinder hat, der weiß gar nichts. [21:00] Ja, also zumindest nicht über Kinder. Aber das ist halt überall so. Wenn ich kein Motorrad habe, kann ich über Motorräder auch nicht viel sagen, außer dass sie laut sind und mich stören, wenn ich schlafen will. Neunte Frage. Gab es einen Gast oder ein Thema, das dir eine komplett neue Perspektive gegeben hat? Ja, gab es. Und zwar, dass auch Stars nicht vor Alltagsproblemen gefeiert sind und damit konfrontiert sind. Das finde ich cool. Vor allem dieses Interview mit Dead Harmony, also diese fünf Burschen, Instagram, TikTok, Superstars weltweit, kommen aus Schweden, haben mit einem kleinen, zufällig viral gegangenen Video angefangen, da einfach als Papas gemeinsam mit ihren Kindern, wenn die das wollen, auf den Videos zu singen. Sehr, sehr schön. Mittlerweile sind die auf Tour und das war eben im Rahmen ihres Wien-Besuchs, habe ich die Chance gehabt, sie in einem Hotel in der Superbude im Prater zu interviewen. Zwei davon und das war richtig cool und was die erzählt haben ist, dass sie, obwohl sie sauerfolgreich sind, ich meine da reden wir von Millionen Followerinnen und Followern, dass sie trotzdem, wenn sie unterwegs sind, auf Tour sind, einfach permanent quasi in Kontakt mit den Families daheim sind, mit ihren Partnerinnen und schauen, hey, kann ich da einen Babysitter checken, kann die Oma vielleicht da die Kinder nehmen und so und dass sie auch sagen, obwohl die Tour natürlich. [22:16] Ihre Haupteinnahmequelle ist, obwohl das das ist, womit sie Geld machen, dass sie sagen, so eine 14-tägige Tour, 14 Tage in Folge weg von daheim, ohne Kinder, ohne Frau, ohne Partnerin, Es ist zu lang. 14 Tage Tour. Schaut euch einmal die Tourpläne von anderen Stars, männlich wie weiblich, an. 14 Tage ist ein Witz. Das sind vier Konzerte, wenn überhaupt. Also, ja, auch Superstars haben Familie und kämpfen mit denselben Problemen, wie wir es tun. Und ja, wie oft hast du es überlegt, dass du es lässt? Ich habe es schon kurz angeschnitten, zumindest einmal einmal nach Folge 83, weil ich mir gedacht habe, okay, ganz egal, was ich mache, das bringt nichts. Da habe ich dann zum Glück nicht gemacht, aber eigentlich nach jeder Staffel. Am Anfang habe ich ja in Staffeln gearbeitet und das war noch gemeinsam mit dem Peter, weil wir halt immer geschaut haben, dass wir die Aufnahmezeiten in produktionsarme Zeiten legen, wo halt sonst nicht viel los ist. Dann haben wir nach jeder Staffel, nach zehn Folgen immer gesagt, machen wir weiter, ich weiß nicht. Aber meistens kam dann eben doch die Motivation weiterzumachen. Dann als der Peter ausgestiegen ist und gemeint hat, dass ihm das von der Zeit her einfach zu knapp wird, habe ich mir auch überlegt, lassen wir es überhaupt. [23:27] Und heute kann ich sagen, es ist gut gewesen, dass ich weitergemacht habe, weil es mir Spaß macht. Auch wenn ich auch heute immer wieder, und ich habe auch wirklich jetzt gedacht, vielleicht mache ich noch 100 Folgen, vielleicht mache ich noch bis Jahresende 25 und dann lasse ich es. Also ich glaube, diese Gedanken sind wahrscheinlich für jeden Podcaster, für jede Podcasterin einfach so, dass sie kommen und da sind und dann wieder gehen, wenn eine coole Folge kommt. Und wenn es gerade wieder stressig ist und der Gast abgesagt hat oder was auch immer, oder wieder mal einen Termin verschoben ist, dann denkst du dir, Alter, warum tue ich mir das eigentlich an, wenn ich kein Geld dafür kriege? Weil ich es gern mache. Und weil ich es gern weitermache. Und deswegen weiß ich auch, dass Folge 101 schon aufgenommen ist mit dem großartigen Radiokollegen Flo Gabrielian, Moderator, Redakteur bei Radio Arabella. Ich kenne ihn auch aus Ö3-Zeiten, wo er war und ich bei Radio Wien immer in Stream als Sportreporter geschalten habe. Ist schon aufgenommen, cooles Gespräch geworden. Kommt kommende Woche, am Freitag. Diesmal halte ich mich an das Opening. Und ich sage euch danke fürs Zuhören. Ich wollte eigentlich nur 15 Minuten aufnehmen. Jetzt sind wir doch schon bei deutlich über 20. Aber wenn ihr Fragen habt, podcast.papamia.at Wenn ihr Ideen habt, wen ich einladen sollte, müsste, weil der oder die so großartig sind, podcast.papamia.at Oder auch. [24:48] Private Message über die diversen Social Media Dienste oder wer meine Nummer hat, ruft mich auch einfach an. Ist auch nicht so schwer rauszufinden, wenn man online geht. Sonst danke fürs Zuhören für diejenigen. Vielleicht gibt es auch wirklich jemanden, der 100 Folgen gehört hat. Ich schon. Weiß nicht, ob es sonst noch jemand gemacht hat. Ich glaube nicht mal meine Frau. Aber es macht auch nichts. Es ist okay. Das Gute ist, die Dinge sind ja immer verfügbar und man kann immer reinhören, wann immer Mann oder Frau möchte. Danke fürs Zuhören. Ich freue mich, dass ihr es tut und freue mich natürlich über viele, viele, viele Bewertungen. Ganz egal, wo ihr es hört. Übrigens auch da Einblick. Ich glaube, so ungefähr 80 Prozent hören es über Spotify, 17, 18 Prozent über Apple und dann die restlichen, weiß nicht, wo die das hören. Keine Ahnung. Jedenfalls nicht dort. So, das war der Einblick in die Statistik am Ende. Jetzt hört man vielleicht im Hintergrund schon meine Family draußen. Es ist nämlich Samstag. Es ist jetzt 8.30 Uhr und um 9.00 Uhr sollte man schon zur Geburtstagsfeier. Also Alltag ist wieder da, auch am Wochenende. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Kapitel

03:15
Die fünf erfolgreichsten Folgen
08:02
Momente, die alles verändert haben
12:37
Feedback, das getroffen hat
15:49
Lieblingsgast & besondere Absagen
18:46
Pannen, Erkenntnisse & warum es weitergeht

Bernhard Vosicky

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