Papa Mia!? Podcast Episode Bild

Eltern und Sex – das große Tabu I mit Marina Deluca

Episode 113
32:41

Seit wir Eltern sind kein Sex mehr – für Millionen Männer ist das Realität, über die kaum jemand spricht.

In dieser Folge spreche ich mit der Schweizerin Marina De Luca, Profilerin, Trusted Advisor und Intimität-Expertin mit militärischer Führungserfahrung, das Tabu an:

  • Wie verändert sich Intimität nach der Geburt eines Kindes?
  • Was macht sexuelle Ablehnung mit der männlichen Identität?
  • Und wie finden Paare wieder zueinander – als Liebende, nicht nur als Eltern?

Kapitel:
00:00 – Intro & Vorstellung: Wer ist Marina De Luca?
02:41 – Sexualität nach der Geburt: Was Väter erleben
08:42 – Was fehlende Intimität mit dem Mannsbild macht
13:00 – Die Spirale aus Scham, Schweigen und Würdeverlust
19:14 – Der Wendepunkt mit 50: Aufbruch oder Aufgabe?
24:13 – Konkrete Tipps: So kommunizieren Väter ihre Bedürfnisse

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Transkript:

Marina Deluca (00:00) ich habe ganz, ganz viele Menschen kennengelernt, sagten, seit dem Moment, wo meine Frau schwanger wurde, hatten wir kein Sex mehr. Also ob drei Jahre, zehn Jahre, 15 Jahre, 20 Jahre. Wenn du wüsstest, wie oft das Fakt Bernhard Vosicky (00:27) Wenn du einem Mann den Sex nimmst, dann nimmst du ihm fast Alles! Das sagt meine heutige Interviewpartnerin Marina De Luca. Sie ist Körpertrainerin, ex-Militär Profilerin und einer der wahrscheinlich sehr sehr wenigen vereinzelten Stimmen, es gibt im deutschsprachigen Raum, die offen über das spricht, womit viele Männer in Beziehungen auch nach der Geburt eines Kindes vielleicht kämpfen. Was aber kaum jemand beim Namen nennt, weil es irgendwie so ein Tabuthema ist. Es geht den Verlust von Begehren, geht den Verlust von Nähe und es geht manchmal auch den Verlust von männlicher Würde. Warum ist das so und wie kommen wir aus diesem emotionalen Rückzug, aus diesem WG-Gefühl, das wir vielleicht mit unserer Partnerin hinter der Familie in der gemeinsamen Wohnsituation haben, wieder heraus? Genau darum geht es heute in der aktuellsten Folge von Papa Mia. Willkommen Marina, schön, dass du Zeit hast. Marina Deluca (01:23) Dankeschön für die Eindatung Bernhard und danke an alle Zuhörer, die sich hier getrauen hinzuhören. Bernhard Vosicky (01:28) Wir hören schon an deinem Sprechen, du bist jetzt keine Ur-Österreicherin. Marina Deluca (01:35) Nein, keine Oesterreicherin, auch keine Deutsche. Mein Sing-Sang ist etwas anders. Ich bin Schweizerin, aber wenn ich Hochdeutsch oder Schweizer Mundart rede, wird es schwierig. Darum spreche ich ein einigermassen verträgliches Hochdeutsch. Bernhard Vosicky (01:47) Es ist total schön zuzuhören. glaube die Sympathie der Schweizerinnen und Schweizer im österreichischen Raum, die ist einfach permanent gegeben. Also ich schätze das sehr und wenn ich dir zuhör und deine Rollen des R höre, dann liebe ich es ganz besonders. Ja genau, das ist wichtig. Marina, du arbeitest... Mit dem was du tust, kennengelernt habe ich dich ja eigentlich ein bisschen über deinen LinkedIn-Auftritt, der sehr schön kontrovers passiert und ich liebe das da auch die Diskussionen in den Kommentarspalten dann. Du arbeitest mit Männern. Wenn es Intimität geht, wenn es Identität geht, wenn es Begehren geht, was kriegst du denn so mit? Weil unser Gespräch ist in einem Papa-Podcast, deswegen richte ich mich auch von Papas an Papas. Was kriegst du damit als Herausforderung bei Vätern, wenn aus einer Paarbeziehung, die sie vielleicht, bevor das Kind gekommen ist, lang geführt haben, dann was anderes, nämlich eine Elternbeziehung, wird? Marina Deluca (02:41) Danke für die Frage. ist eine gute, wichtige Frage. Ich war früher mal Erotik-Coach, für Erektionsprobleme, für länger Köln im Bett, hatte einen YouTube-Kanal, da kamen schon sehr viele Fragen rein. Ab Tag 1 waren hauptsächlich Männer meine Klientel. Weil ich sehr tacheles und keine Angst vor Führungskräften habe, hat sich dann ziemlich schnell die männliche Klientel, mehr oder weniger, im Führungssegment abgezeichnet. Und dann kamen immer mehr Männer zwischen 50 und 55, wo die Kinder schon etwas grösser sind und meinten, jetzt sind die Kinder langsam draußen, jetzt sollte doch die Sexualität wieder funktionieren. Aber es ist nichts. Weil das war die häufigste Frage, nachdem wir die körperlichen Themen bereinigt hatten, war das immer die Colombo-Frage, so kurz vor dem Rausgehen. Du, Marina, jetzt funktioniert ja wieder alles, aber wenn sie nicht will, was mache ich denn jetzt? Und ganz ehrlich, lieber Zuhörer, Wenn es dir so geht, dann geht es dir wie Millionen Männer da draussen. Das kann ich definitiv bezeugen. habe Hunderte Gespräche geführt, durch den YouTube-Kanal, früher der leider geschlossen wurde, habe ich auch tausende Menschen befragen können. Das ist ein immenses Thema. Sobald die Kinder da sind, habe ich heute einen Post abgesetzt, die Kinder sind der Preis für die Sexualität. Bernhard Vosicky (04:04) Kann man das so hart sagen? Also geht das nicht gemeinsam? Ich meine jetzt, du weißt natürlich was ich meine, aber funktioniert das nicht, dass man sagt, wir sind jetzt Eltern und bleiben Paar auch leidenschaftlich im Bett? Marina Deluca (04:17) Das wäre natürlich das Wunsch, Traum und das Ziel und darin will ich auch darauf hin arbeiten. Der Punkt ist, dass leider, und das hätte ich nie geglaubt zuvor, noch ganz viele Frauen sagen, Sex ist für Kinderzeugen da. Und das hat mich schon mal schockiert. Okay, heute ist mehr so die Bewegung, erwecke die Göttin in dir. Natürlich kann die Sinnlichkeit und soll auch bestehen bleiben. Was aber meine Erfahrung ist, durch die ganz, ganz vielen Gesprächen, auch mit Frauen, dass die die Begehren sich verändert. Zuerst hat die Frau einen Mann, einen Kerl, den sie heiß findet, und die Sexualität wird gelebt. Dann kommt man in die Elternrolle. Dann wird der Mama von links und rechts gezogen. Sie wird fast aufgefressen von den Kindern. Dann bleibt für Papa nicht mehr viel. Sie grenzt sich ab. Es ist immer weniger Raum. Wenn die Kinder noch klein sind, hat jeder Mann Verständnis, dass sie erst in eineinhalb Jahren, bis der Körper von der Frau nach der Schwangerschaft wieder einigermaßen ihr gehört, bis die Kinder ein gewisses Alter haben. Jetzt sollte doch mal wieder, aber das ist in uns eingepflanzt worden, auch hormonell, dass die Frau oft weniger Lust hat. Aber das Spannende ist, sollte die Paarbeziehung aus irgendwelchen Gründen getrennt werden, Dann geht die Frau plötzlich wieder daten und hat wieder Lust auf Sex. Aber es kann bestehen. Man muss es pflegen. Ich sage mal, die Sexualität ist wie ein Bäumchen im Garten. Die Menschen glauben, wir haben den Baum mal gepflanzt. Der kommt schon zurecht. Aber sie vergessen, dass man den auch bisschen pflegen muss mit Wasser oder beschneiden oder einfach mal zu dem gucken muss und der nicht einfach nur lebt, weil du ihn mal gepflanzt hast. Und das wird leider oft vergessen. Bernhard Vosicky (06:01) Also das heißt, es entwickelt sich so bisschen schleichend hinein in dieses, man lebt halt dann so nebeneinander her und funktioniert eigentlich sehr gut. Deswegen auch der Vergleich mit diesem WG-Leben, das man vielleicht in einer Beziehung hat, solange man eine Aufgabe hat, die Kinder zu verwalten im Endeffekt und erziehen, das haut super hin. Bitte nochmal. Marina Deluca (06:25) Ich bin Mama und ich war auch schon ... Ich weiß, das ist, wenn der Mann ins Zimmer kommt und denkst, nee, jetzt will der schon wieder. Ich weiß, wie das ist. Ich will da nicht nur auf den Frauen herum hauen oder sagen, ihr armen Männer. Aber es ist meistens nicht mal schleichender Prozess, ich habe ganz, ganz viele Menschen kennengelernt, sagten, seit dem Moment, wo meine Frau schwanger wurde, hatten wir kein Sex mehr. Also ob drei Jahre, zehn Jahre, 15 Jahre, 20 Jahre. Wenn du wüsstest, wie oft das Fakt ist es leider so. Bernhard Vosicky (07:08) oft sollte man denn eigentlich Sex haben, das weiß ich alles gesund und jetzt nicht durchschnittlich, aber was werden gescheit? Damit man irgendwie so sagen kann, das ist ein gesundes Leben. Marina Deluca (07:15) Das ist eine ganz spannende Frage. Natürlich muss jeder für sich selbst beantworten. Ich fange mal so an. Man muss sich mal bewusst werden, dass Sinnlichkeit ein bestimmtes Grundbedürfnis ist. Er heißt nicht Grundrecht, aber Grundbedürfnis. Und dass der Mann zehnmal mehr Testosteron hat jeden Tag. Testosteron heißt eben auch Lust, Bock auf Sex. Nicht nur. Und der Mann hat einfach zehnmal mehr Lust als die Frau. Und sie ist an einer anderen Rolle. Und was ist da gesund an Menge? Ich will hier noch hinzufügen, die Sexualität ist für den Mann nicht nur Druckabbau, kann auch sein. Aber soweit ich das mit erfahren durfte, es den Mann oft so, dass die Sexualität, wenn er Sex hat, dann weiss er, unsere Beziehung ist in Ordnung. Der braucht dieses Signal, Körperlichkeit, gleich wir sind okay miteinander. Wenn wir aber nur reden oder vielleicht mal kuscheln, weiterzugehen, es immer, ich werde geduldet, ich soll Dienstleister sein, aber meine männlichen Bedürfnisse darf ich nicht leben. Und dann wird er quasi immer so bisschen zensiert, beschnitten, runtergedrückt. Und jetzt die Frage, wie viel ist denn gesund? Ich möchte mich jetzt nicht auf eine Zahl festlegen, aber ich sag's mal so, wenn Weihnachten öfters ist, dann hast du definitiv ein Problem. Bernhard Vosicky (08:37) Was macht das mit einem Mann, wenn man sich nicht mehr begehrt fühlt? Marina Deluca (08:42) Das ist ganz oft mit Würde und Selbstbild, dass der Mann sich nicht mehr als Mann fühlt, wenn er nicht mehr darf, wenn er eigentlich nur noch der Dienstleister ist. Ja, es gibt Männer, die haben natürlich ein sehr großes Familienverständnis und sagen, ich bin der Familienversorger. Aber wenn du irgendein nur noch der Dienstleister bist, eigentlich, ich sage jetzt mal, einen Teil des Haushaltgeldes mitbeisteuert oder alles, vielleicht noch im Haushalt mithilft, vielleicht auch zu den Kindern guckt, eben gleichberechtigt heutzutage, aber er dann einfach nie seine Körperlichkeit leben darf. oft sagen viele Frauen, suche die für Sex doch eine andere. Von aussen glaubt man vielleicht, reicht doch eine Hand oder ein Filmchen oder eine andere Frau ist doch nett, der darf machen, er will. Aber ganz oft sagen mir die Männer, das trifft mich zu tiefst. Das heisst, ich bin in der Sippe, in der Familie, nicht mehr als vollwertiges Mitglied. Und das triggert unseren Sterbeangst. Wenn du nicht mehr angenommen wirst, heißt das, du musst aus der Sippe raus. Wenn du der Sippe draußen wirst, früher Höhle, hieß das gleich tot. Das macht ganz viel mit dem Mann, wenn er keine Sinnlichkeiten mehr hat. Spannenderweise gibt es mehrere Bücher über sterbende Menschen. Ich habe auch ganz viele Palliativpfleger gefragt, stimmt das denn, wenn jemand stirbt und weiß, bald kommt die Zeit, dass die nicht gelebte Sexualität bereuen und... Alle haben mir gesagt, dass sie nicht gelebte Sexualität Bernhard Vosicky (10:18) Jetzt hast du gerade vorhin auch den Begriff Testosteron ins Spiel gebracht und gesagt, dass der Mann halt einfach diese Potenz mehr hat und quasi auch mehr Lust hat. Das trifft sich mit diesem Narrativ, das ja auch bei Stammtischdiskussionen und auch oft auch auf Social Media geframt wird. Der Mann will immer, sie will nie. Kann man das so sagen? Hält sich das hartnäckig oder ist das halt einfach so, weil es stimmt? Marina Deluca (10:42) Als Profilerin kann man das tatsächlich schon im Gesicht ablesen, weil Form folgt der Funktion und umgekehrt. Es gibt tatsächlich Menschen, haben natürlich ein höheres Bedürfnis nach Sexualität oder nach penetrativer Sexualität. Muss nicht unbedingt sein. Aber ich sage es mal so, wenn du deinen Menschen, den du liebst, nie mehr spüren darfst, wird es schwierig. Und ja, es gibt viele Männer, die haben ein erhöhtes Bedürfnis, aber dann ist immer die Frage, warum? Geht es nur den Druckabbau? Geht es nur ⁓ den... Weil ganz viele Menschen, auch Frauen, haben nur Sex, sich selbst wieder mal zu spüren. Sie missbrauchen das Gegenüber als Krücke. Wenn jetzt aber Menschen lernen, sich selbst wieder mal zu spüren, auch sinnlich, dann ist das Bedürfnis ein ganz anderes. Weil im Kern geht es immer die Verbundenheit. Ob Sex oder ob nicht Sex. Und das geht dann eben unter anderem in diese Grundangst von ich muss sterben. Es ist einfach die Verbundenheit und Der Mensch kann alleine als Einsiedler überleben, aber der Mensch ist grundsätzlich ein Sippenwesen. Doch viele Männer wünschen sich mehr Sexualität. Die Frage ist immer, warum? Bernhard Vosicky (11:55) Was hast du dafür Antworten bekommen auf dieses Warum? Marina Deluca (11:57) geht meist die Verbundenheit. Zuerst glauben viele, ich muss mal dicke Eier loswerden, ich habe Druck in meiner Lendengegend. Aber es ist so mehr das Porno-Denken. Sobald sie einfach mal am Honigtopf genippt haben, sprich eine verbindende Sinnlichkeit erlebt haben, also den Moment, man sein Gegenüber sieht, wo man sein Gegenüber in der Essenz spürt, dann wollen die nicht mehr einfach einen Karnickelsex haben, sondern die wollen dann eine ganz andere Sinnlichkeit. dann merken sie, es geht einfach das Sehen und Gesehenwerden. Und ja, natürlich, gibt ganz viele Männer, die wollen einfach mal drüberrutschen, damit sie einfach mal wieder hormontechnisch Ruhe haben. Darf es nur ja auch sein. Aber im Kern, ich sehe viel, mehr Männer, gestandene Männer, von Rocker über CEOs, über Spitzenpolitiker bis zum einfachen Gärtner, die weinen, weil sie schlichtweg einfach immer Nein bekommen und sich immer... runtergedrückt fühlen und du bist nicht mehr so viel wert. Und von daher geht es eigentlich den Menschen. Bernhard Vosicky (13:00) Jetzt hast du vorhin gesagt, das geht bei vielen auch über Jahrzehnte, 20 Jahre und mehr, dass dieses Unwohl oder dieses Fehlen von eben bestimmten Gefühlen da ist. Ich mein jetzt könnte man sagen, ja hallo, sag halt was. Ich mein so schwer ist es ja nicht. Also warum ist das so mit Scham besetzt? Marina Deluca (13:18) Das ist ja genau der Punkt. Der Mann hat zuerst verstanden, er geht mal, ich sage mal, mal grapschen oder mal fragen und sie sagt nein. Und irgendwann hat sie vielleicht immer Kopfschmerzen oder schläft schon im Bett oder kommt gar nicht ins Bett, weil sie geht immer in Einschlafbegleitung mit den Kindern und schläft die ganze Nacht bei den Kindern oder geht nur noch kurz ihm sagen, du, ich gehe dann gleich direkt ins Bett. Also von daher, ich sage jetzt mal, Taktik von sich immer mehr zurückziehen. Dann will der Mann ja reden. Das habe ich selbst auch erlebt. Der Moment, wo der Mann hinstellt und sagt, tachele es, warum willst du keinen Sex mehr mit mir? Das ist als Frau ganz schwierig zu benennen, weil meistens weiß man es selber nicht so genau. Es hat tausend und einen Grund, warum Frauen keinen Sex mehr wollen. Das hat gar nicht unbedingt immer mit dem Mann zu tun oder weil sie kaputt wäre. Aber die meisten Frauen ziehen eine Schweigewand hoch. sage immer, der Mann fraucht vor der Schweigewand ab. Sie zuckt noch mit den Schultern, weiß auch nicht, oder nicht mein Problem. Und die Männer bekommen gar keine Antwort. Und wenn du schon mal nicht mehr über Sex reden willst, dann willst du als Frau auch ganz bestimmt keinen Sex mehr bieten. Und das ist ein Riesenproblem. Bernhard Vosicky (14:27) Und das ist dann seine Spirale, oder? Marina Deluca (14:29) Definitiv. ist eine Spirale. Angeschwiegen zu werden, auch mit Respekt und Respektlosigkeit zu tun. Wie hat Mama uns früher bestraft? Entweder mit Anschreien oder mit Anschweigen. Wenn die Frau einfach nicht darüber reden will oder kann, dann ist einfach hilflos. Der Mann braucht einfach einen Plan. Es ist körperlich, dann lösen wir das doch. Oder es ist in unserer Verbindung, dann lösen wir das. Aber durch das Anschweigen wird die Spirale immer tiefer. Dadurch, dass er immer mehr drückt, zuerst fragt, dann vielleicht mal wütend ist, vielleicht sogar ins Betteln kommt, wird diese Spirale immer tiefer, weil der Respekt immer mehr verloren geht. Weil es ist dann nicht mehr dieser Kerl, den sie damals gedatet hat, sondern es wird dann ein Bettler. Dann trägt sie im Prinzip die weibliche und die männliche Rolle. Und das ist ein elementarer Punkt in der Beziehung und Sexualität. Bernhard Vosicky (15:22) Das ist dann das, du wahrscheinlich von Entwürdigem sprichst, wenn man als Mann seine Frau Sex anbettelt, oder? Marina Deluca (15:28) Absolut. Auch wenn man noch den Gnadensext bekommt, den einmal in der Woche oder einmal im Monat der Mann spürt, dass sie nicht mit Leib und Seele dabei ist. Die allermeisten Männer sagen mir, dann habe ich lieber keinen Sex, als wenn sie einfach nur hinhält. Wenn es sein muss, auch ein Bordell gehen, aber dann ist es wenigstens eine vereinbarte Geschichte. Von daher hat es wirklich ganz viel mit innerer Haltung und mit Würde zu tun. Bernhard Vosicky (15:54) Wie gehst du dann damit Das ist ja jetzt eine Situation, in die wollten ja eigentlich weder Mann noch Frau hineinkommen, ich meine, lernen einander kennen, wir wissen, dass alle aus den ersten Wochen, Monaten einer Beziehung, da kommt man ja eigentlich aus dem Bett gar nicht raus. Und ich meine, es ist auch gut so, dass das irgendwann einmal weniger wird, weil sonst könnten wir keine Erwerbsarbeit mehr nachgehen, wenn das so weiter ginge. Marina Deluca (16:10) Mhm. Ja. Bernhard Vosicky (16:17) Aber dann in die andere Richtung ist ja auch nicht gut. Das ist ja total schwierig, wenn du sagst, das betrifft so viele, eigentlich fast alle. Wie machen es die anders, es richtig machen, wo das nicht ist? Marina Deluca (16:29) Meine Erfahrung ist, die, die Intimität pflegen, sehen es eben als einen Teil in einem Garten, der gepflegt werden darf und will. Das Fatale ist, dass wenn man zusammenkommt und vielleicht sogar offiziell Ja zueinander sagt, dann ist oft so das Thema, ja wir sind monogam, macht man ja so, ich würde dich doch mit niemanden teilen. Was die Menschen nicht berücksichtigen, ist, dass der Vertrag der gleiche bleibt, aber die Vertragsrahmen verändert sich. Leben, Beruf, Kinder. Die Frau zieht sich zurück und sagt, sie will keinen Sex mehr. Der Mann darf aber nicht raus. Es wird ihm keine faire Alternative geboten. Er hat dann den goldenen Käfig. Was will er tun? Die Paare, die das clever gelöst haben, haben verschiedene Aspekte. Grundsätzlich ist immer der Start, wenn sie mit mir zusammenarbeiten, dass der Mann in seiner Haltung so arbeitet, dass er wieder anziehend wird. und nicht mehr ganz alles toleriert. Beide Seiten haben ihren Teil dazu beizutragen, dass es eine gute Partnerschaft ist. Das heisst nicht Gnarbensex, sondern auch darüber zu reden. Wenn die Frau aus gesundheitlichen Gründen keinen Sex mehr bieten kann, dass dann wenigstens eine augenhöhegerechte Alternative ermöglicht wird. Viele Paare haben sich nach der ersten, zweiten oder dritten Ehe dazu entschlossen, dass sie die Beziehung öffnen, oder zusammen auf Swingerpartys gehen, oder was auch immer. Abenteuerliche Geschichten. Aber da ist so viel innerlicher Prozess im Paar drin. Persönlichkeitsentwicklung ist heftig. Persönlichkeitsentwicklung in der Sexualität ist eine der Königsdisziplinen. Es muss nicht eine offene Beziehung werden, aber sich dem zu stellen. Und die Paare, eben eine lebendige oder immer noch erfüllende Intimität, Beziehung, Sexualität pflegen, die, es eben pflegen und die es verstanden haben. Es ist ein elementarer Teil und er ist einfach mit dem Geburten des ersten, zweiten Ritten Kindes nicht einfach jetzt beendet. Weil viele Paare auch im Alter noch Sex Bernhard Vosicky (18:38) Also bis gleich. Gar keine Frage. ich höre auch so aus dem Umkreis, wenn ich mich so umhöre und wenn man ab und zu so quasi in einer dünkleren Nische bei einer Veranstaltung mit lauter Männern steht, ja, dann sagen so, ja, also jetzt quasi sobald um die 50 herum da wird es dann wieder interessant. Ist das tatsächlich so? Also hat man da vielleicht ein bisschen diesen Denkprozess in sich drinnen, dass man sagt, okay, jetzt weiß ich nicht, bin ich gezwungen, einfach was zu ändern und deswegen öffne ich mich, deswegen pflege ich mehr oder gibt es da so auch Alterssäule? Vielen Dank. Marina Deluca (19:14) Spannende Erkenntnis. Meine Kunden sind klassischerweise zwischen 50 und 55. Ich habe aber auch 24-Jährige, 70-Jährige, keine alles. Meine Erfahrung ist, dass mit 50 rum der Mann plötzlich merkt, ich muss was ändern. Sei es im Beruf oder im Privatleben oder beides. Weil Kinder sind jetzt Flügel. Und viele Männer haben unbewusst im Hinterkopf, jetzt habe ich noch so 10 Jahre, wo ich noch kann, wo ich noch im Saft bin, wo ich noch mein Mann stehen kann. Und da gehört eben auch die Sexualität hinzu. Und ganz viele Frauen habe ich auch entdeckt, dass wenn die Kinder so aus dem Gröbsen raus sind, ich sage jetzt mal in der Berufslehre sind oder selbstständig sind, dass sie dann rausgeworfen werden und sagt die Frau, jetzt mal ich. Ich habe jetzt ein Leben lang auf alle geguckt, jetzt mal ich. Und dass dann eben so ein Aufbruch, Ausbruchstimmung kommt. Aber eben ganz viele Frauen, ich sage jetzt mal, fallen dann von der, ich verstecke mich hinter den Kindern einschlafen. Ich habe jetzt Menopause-Geschichte. ja, Menopause ist wohl, ich sage es mal, Pubertät rückwärts. Also ziemlich heftig für die Frauen. jede Frau das erste Mal. Aber der Mann ist dann noch nicht, der ist immer noch voll im Saft. Und auch eine Frau, die in Menopause ist, kann noch Lust haben. Aber eben, mit 50 kommt dann so, okay, Kinder draußen oder auch die Hormone. Er hat verschiedene Aspekte, warum der Mann dann im Aufbruchmodus ist. Ja, sind wir ehrlich, ein Mann mit 70 hat nicht mehr die gleiche Potenz wie ein Mann mit 50 oder mit 30. Man merkt es ja auch mit dem Pippi-Gehen, da musste der Mann auch in der Nacht auf, oder kaum ist das Gespräch, in das Meeting vorbei muss er auch auf Toilette. Und dann merkt er, hey, ich kann jetzt noch 10 Jahre, jetzt will ich noch mal was erleben, ich bin noch attraktiv. Und dann gehen sie eben auch so bisschen in Aufbruchstimmung. Bernhard Vosicky (21:03) Und ist dann die Gefahr, diese Partnerschaft sich ein bisschen diametral auseinander entwickelt, Dass eben der Mann sagt, ja genau, das ist eben glaube ich das wahnsinnig Schwierige. Und schaffst du da mit deinen, wie sagst du Kunden, Klienten, auch immer du sie nennst, einfach mit den Männern, mit den Papas, schaffst du da den Switch, dass sie sagen, wir entwickeln uns plötzlich wieder zueinander, weil wir es schaffen, dieses Bäumchen namens Sexualität wieder zu pflegen? Marina Deluca (21:09) Herzlichen Dank für's Vorhaut und tschüss. Vielen Zuerst glaube ich, ist ein Ding der Unmöglichkeit. leben Hormone und Frau will nicht und sie kommt ohnehin nicht zum Termin. Wenn eine Frau nicht über Sex reden will, kommt sie auch nicht in eine Begleitung. Sie kommt zwar in eine Beziehungsberatung. Die Frau will die Beziehung retten, der Mann will den Sex retten. Aber ich habe dann festgestellt, ich sage es mal so, ich will immer die Ressourcen ausschöpfen, die da sind. Weil da ist immer ganz viel Gold, der mein Klient nicht sieht. Und wenn jetzt er keinen Sex hat, hat er jetzt wunderbar Zeit. sehr vieles zu lernen in dieser Zeit, sich selbst neu zu entdecken oder eine bessere Sexualität zu liefern. Wir arbeiten immer zuerst in der Inneren Haltung. Und ganz ehrlich, ob es sich überhaupt lohnt, weil du noch so anziehend werden wenn aber der Respekt und die Liebe nicht mehr da sind. Warum machst du das denn noch überhaupt? Die meisten Paare haben sich durch die Familienplanung dann eben auseinander gelebt und glauben dann, ja wenn die Kinder draußen sind, glauben ganz viele Männer, wenn die Kinder draußen sind, haben wir wieder Paarbeziehung und Sexualität. Aber die Frau ist auf einem ganz anderen Gleis bis dahin. Und ich arbeite wie gesagt mit der Haltung, dass der Mann wieder anziehend wird und nicht mit irgendwelchen Pick-up-Techniken oder du musst nur den Kitzler besser reiben. Ja, alles nett und nice, wenn man das weiß, wie es geht. Aber er bringt ja nicht mal mehr ins Bett. Also müssen wir vorher ansetzen. ohne sie zu manipulieren. Und es gibt ganz viele Menschen, sagen, okay, meine Frau will jetzt einfach nicht, ich will andere Lösungen finden, dann ist es für mich einfach ganz wichtig, dass der Mann, ob es öffentlich gemacht wird oder im heimlichen oder im ganz Verstecken, wo auch die Frau nichts von weiß, zum Beispiel ein Fetisch oder Fremdgehen oder Porno, was auch immer, dass es mit einer Haltung und Klarheit macht, dass wenn es ans Tageslicht kommt, dass er fein ist mit sich. Weil wenn gerade Presse und Freunde das mitbekommen, Dann gibt es immer eine Riesen-Tour, obwohl alle anderen es auch machen. viele zumindest. Dass in der Haltung so viel gearbeitet wird. Das Spannende ist, weil er an sich, in sich arbeitet, wird er plötzlich wieder gesehen. Auch von seiner Frau. merkt dann, mein Marco ist jetzt ganz anders. Hat er eine Geliebte? Oder sie fragt ihn dann auch mal, was ist los bei dir? Da geht es nicht ⁓ Eifersucht wecken oder so, sondern sie sieht, er wird wieder mehr zu dem Mann, den ich mal mich verliebt habe und auch er für sich einstehen kann, dass er ist, so weit zu dehnen, wie es mir möglich ist. Bernhard Vosicky (24:02) Jetzt möchte ich meinen Papas, die zuhören, auch ein bisschen was mitgeben. Vielleicht gibt es eine konkrete Handlungsanweisung, wenn ich mich da jetzt total wiederfinde. Und ich glaube, viele finden sich da in der Situation wieder, die wir jetzt geschildert haben. Wie kann ich meine Bedürfnisse kommunizieren, ohne dass ich da jetzt, ich weiß nicht, zu viel will? Weil ich glaube, sind Bedürfnisse, aber wie schaffe ich das? Marina Deluca (24:13) Kurzfristig zum Ende. Ich möchte noch etwas mitgeben. Vielen Dank für die Frage. Sobald die Frau ein bisschen näher rutscht, geht der Mann vom Streich und über einen Scrubsch. Ich sage es jetzt auch mal, wie es ist. Er findet, kann ich, darf ich mal wieder. Dabei wollte sie doch nur gekuschelt werden oder massiert werden. Dass die Selbstdisziplin auch mal wieder zu lernen. Sobald er Hunger und jetzt bekommt er ... eine kleine Speise, dass er sie nicht gleich fressen will, sondern merkt, sie muss erst wieder Vertrauen aufbauen. Aber jetzt geht es ja die Kommunikation in deiner Frage. Und da arbeite ich immer so, dass der Mann in Gefühlsworten spricht. Und ich sage, ich habe keinen Sex mehr, oder du willst ja nicht mehr, also nicht mehr das Anklagende, sondern ich sage immer, dass man sich hochhebt. Weil wenn man sich zeigt, wie man sich fühlt, dann kann das die Frau überhaupt verstehen. Es geht hier nicht dicke Eier, sondern darum, dass sich nicht mehr gesehen fühlt, dass er sich einsam fühlt, dass er nicht mehr geliebt wird, dass er Existenzängste hat. All das darf man sagen. Aber da geht es nicht ums Betteln, sondern sich zu zeigen. Das braucht manchmal bisschen Mut. Benenne die Gefühle, die du hast. Und reich die Hand. Nicht zeigen, du bist schuld, oder zu reissen, sondern Hand bieten und der Frau mitzuteilen. Wir haben beide dazu beizutragen, dass unsere Partnerschaft weiterentwickeln kann. Und nur mit einem Nein geht das nicht. Auch mal klare Kante zu zeigen, nicht zu drohen. Aber zu zeigen, hier sind deine Grenzen, hier sind meine Grenzen, lass uns eine gemeinsame Lösung finden. Weil ich will mit Respekt das machen. Und auch sollte das dann alles irgendwie schieflaufen oder die Beziehungen auseinandergehen, solange du den Respekt hochhältst, ist eine Trennung in einem friedlicheren Maß möglich, als wenn es im Sandkasten-Krieg losgeht mit, du hast schon lange nicht mehr, du bist fremdgegangen, du bist schuld und nein, der andere. Es haben meistens beide recht. Darum geh du mit Respekt voraus, sprich in Gefühlsworten, wie es dir geht, und frag auch mal, hey Schatz, was brauchst du denn? Und dann kann sie sich hineingucken, was brauche ich denn eigentlich? Viele Frauen sagen einfach mal eine Woche, wo keiner an mir rumzerrt. Okay. Und dann, was können wir tun, dass sie uns wiederfinden? Bernhard Vosicky (26:59) Ich möchte da jetzt dich noch mit einem Zitat, mit einem Eindruck dazu hören von einem Papa, den ich erst vor kurzem im Interview gehabt habe, der Mario, der gesagt hat, dem ist es eigentlich nach der Geburt seiner Tochter, erster Tochter, das erste Kind, nicht gut gegangen, weil er gesagt hat, okay, ich bin jetzt kein Mann mehr, ich bin nur noch Papa. Über das habe ich viel nachgedacht. Und wie siehst du das? für mich geht das schon beides gemeinsam, aber ich verstehe dieses Denken. Marina Deluca (27:32) Ich kann es absolut verstehen. Es freut mich gerade, wenn ich das höre. Hier hat es auch viel mit innerer Haltung zu tun. Wenn man Zepter alleine ihr oder den Familiengefüge übergibt, fühlt man sich tatsächlich so. Oder eben auch nur als Dienstleister. Aber wenn du als Mann bist, dich als Mann fühlst, ungeachtet ob der Sexualität oder der Erektionskraft, wenn du trotzdem noch genauso Mann bist, dann ... fühlst du dich auch nicht mehr so schnell als nur noch Papa. Aber eben ein Mann, ich sag jetzt mal, eine Galeonsfigur, die geht nicht betteln, sondern die führt in einen gesunden Rahmen. Und die fordert auf gesunde Weise auch von sich selbst ein, was muss ich denn tun, damit ich mich selbst wieder als Mann fühle? Weil da beginnt es ja meistens. Wenn man dann nur noch abdriftet in Bewegtbilder, frivole Bewegtbilder und Einhandbetrieb, ja dann ist man nicht mehr Mann. dass man bei sich gestärkt ist. Bernhard Vosicky (28:31) Gibt sowas eigentlich 180° verdreht auch? Also Männer-Frauen-Rolle getauscht? Marina Deluca (28:36) Ja, tatsächlich. Und sogar in meinem privaten Umkreis, das darf ich auch sagen. Aber ohne Auftrag kein Coaching, ich mische mich da nicht ein. Und mir blutet das Herz, ich höre es tatsächlich immer mehr, dass der Mann nicht mehr will und es hat nicht mal mit Asexualität oder damit zu tun, dass sie nicht attraktiv wäre, sondern ganz eben oft auch mit dem modernen Leben. Weil wir sind ja nur noch im Außen, wir sind im Smartphone-Duddeln. Wir sind in E-Mails, einfach nicht mehr bei uns. Dann kann es auch beim Mann sein, oder durch die Ernährung. Es ist ja bewiesen, dass je nach Körpergewicht das Testosteron abnimmt und die Lust verloren geht. Oder eben Body Shaming. Wenn ich mich nicht mehr gerne im Spiegel angucke oder meinen besten Freund schon lange nicht mehr von oben gesehen habe, fühle ich mich nicht mehr gleich männlich. Es ist ganz oft, dass die Frau eigentlich noch gerne möchte, aber der Mann einfach nicht mehr will. Bernhard Vosicky (29:32) Wahnsinnig spannend. Ich glaube, könnte mit dir sehr lange darüber sprechen, aber ich habe ein bisschen mit meinen Hörern und die Vereinbarung, dass wir so die 30-35 Minuten nicht groß sprengen werden. Deswegen komme ich jetzt auch schon zur Schlussrunde. Ich verlinke natürlich im Anschluss alle deine Kontaktmöglichkeiten, es zu dir gibt und bin natürlich gespannt. geht davon aus, dass sich auch einige bei dir näher informieren wollen werden. Aber du hast ja auch erwähnt im Gespräch, dass du selbst auch Mama bist. Und dafür ist es immer ganz spannend, dass das ja auch ein Denkprozess ist, eine Einstellung, wie man, bevor man Mama geworden ist, bevor man Papa geworden ist oder Eltern generell, anders gedacht hat über das, was man vor sich hat, als man es jetzt mit dem Wissen von heute hat. Deswegen, back to the future, zurück in die Zukunft, meine Frage an dich. was du als Marina von heute, denn deinem eigenen Ich, der Marina von damals noch ohne Kind, mit dem Wissen von heute empfehlen würdest. Marina Deluca (30:30) Werde zu dem Menschen, dem du sein willst, bevor du einen Partner hast. Bernhard Vosicky (30:34) Okay. Marina Deluca (30:34) dass ich vieles abgearbeitet, abgeschliffen habe und nicht das Gefühl habe, muss das dann in der ... Mein Partner ist dafür verantwortlich. Und dann kann es auch mit Kindern, hast du schon viel vorlaufen. Bernhard Vosicky (30:46) Okay. Also das heißt eigentlich, wenn ich es richtig verstanden habe, bitte korrigieren mich, wenn es falsch ist, es geht dich als Person und definiere dich nicht über die Funktion, die du hast, sondern schau, dass du die Person wirst, die du gerne sein möchtest, unabhängig davon, ob da jetzt ein Kind ist oder nicht. Marina Deluca (31:03) Sei die Person, die du sein willst für deinen Partner, für deine Partnerin, vorher. Entwickle dich vorher schon. Guck mal in deine Karten, was sind deine Werte, was sind meine Macken, wo will ich hin? Und das dann auch wirklich klar zu leben. Und nicht einfach mal ins Blaue hinein, ja, wir werden heiraten, wir werden Haus haben, wir werden Kinder haben. Und dann merken, oh, es ärgert mich, wenn x, y auf mich zukommt. Persönlichkeitsentwicklung davor machen. Bernhard Vosicky (31:30) Das ist wahnsinnig spannend. Den Tipp hatten wir noch nie in mittlerweile 112 Folgen. Finde ich super. Danke dir vielmals. Total spannend. Und eine Frage noch, die mit meiner Papamia-Playlist des Grauens zu tun hat. Wie alt ist dein Sohn, glaube ich, oder? Marina Deluca (31:44) Mein Sohn ist jetzt neun Jahre und er hat jetzt eine eigene Playlist bei Spotify bei mir und er ist immer mein Co-Pilot und DJ. Und im Moment ist er in der Imagine Dragon Phase und ich mag die, aber Enemy habe ich langsam genug oft gehört. Bernhard Vosicky (31:59) Also wir setzen Enemy von den Imagine Dragons auf die Playlist des Grounds. Super, das machen wir. Marina, es war eine große Freude, unglaublich aufschlussreich, unglaublich spannend. Ich hoffe, wir haben irgendwann mal wieder die Gelegenheit, noch ausführlicher zu tratschen. Dank dir vielmals. Ihr Last... Marina Deluca (32:03) Alles Gute! Danke für die Einladung. Bernhard Vosicky (32:19) Ihr lasst gerne eine Bewertung da und schickt sehr gerne dem Podcast vielleicht einen Papa weiter, der ihn hören sollte. Das würde mich wahnsinnig freuen. Bis zum nächsten

Kapitel

02:41
Sexualität nach der Geburt: Was Väter erleben
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Bernhard Vosicky – Podcast Host Papa Mia!?

Bernhard Vosicky

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