Geschiedene Paare als Vorbild für die Elternzeit

Episode 132
56:45

Wir sagen Eltern und meinen Mütter. Und wundern uns dann, dass Väter nicht kommen.

Der Rat, den ich mir sofort gemerkt habe:

„Mach es wie geschiedene Paare.“

Das war der Rat aus dem Gespräch mit Double Duty, als es darum ging, wie ein Paar die Elternzeit vorab bespricht. Gemeint ist: Wer verdient was, wie viel Zeit hat wer und wie viel Zeit will jeder mit dem Kind verbringen, das kommt vorher auf den Tisch.

Warum Väter bei der Elternzeit noch immer nur mitgemeint sind

Diesmal sitzen mit Sophie Ernest und Valentina Flores zwei Mütter bei mir im Studio. Sie haben mit Double Duty ein Business gegründet, das Mütter beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit begleitet und Unternehmen berät, wie sie Frauen halten und in Führung bringen. Deshalb war für mich klar, dass wir bei Vaterschaft und Care-Arbeit nur gemeinsam weiterkommen. Ich war schon bei den beiden im Podcast zu Gast, die Folge verlinke ich unten.

Wir haben darüber gesprochen, was wir von unseren Vätern mitbekommen haben, warum Elternsein im Berufsleben trotzdem noch immer ein Frauenthema ist und was moderne Väter dazu beitragen können, dass sich das ändert. Außerdem habe ich von einem Vereinbarkeits-Event erzählt, bei dem ein Unternehmen mit 7.000 Mitarbeitenden sein Elternzeit-Management vorgestellt hat. Auf meine Frage, was davon für Papas gedacht ist, kam eine kurze Antwort: Keine.

Dazu gibt es einen Rat für alle, die die Elternzeit aufteilen wollen: Redet vorher offen über Geld und Zeit, bevor jemand frustriert zu Hause sitzt. Diese Folge ist für dich, wenn ihr über Elternzeit reden müsstet, aber nie den richtigen Moment dafür findet.

Kapitel

(00:00) – Intro
(09:01) – Zwei Väter, die geprägt haben: einer starb früh, einer sprach nie über den Krieg
(16:45) – Elternzeit-Programm für Mütter: 7.000 Mitarbeitende und kein Angebot für Papas
(27:50) – Mitgemeint ist nicht dabei: Warum auf Babytreffs und Panels kaum Männer sitzen
(41:22) – Was habe ich als Unternehmer davon? Die Rechnung, wenn Mitarbeitende nicht zurückkommen
(48:07) – Mach es wie geschiedene Paare: Der Deal, den ihr vor der Elternzeit braucht

Das nimmst du mit

  • Du weißt danach, was ihr als Paar vor der Elternzeit auf den Tisch legen solltet, damit nicht erst danach geredet wird.
  • Du erkennst, warum „mitgemeint“ zu wenig ist und was du in deinem Umfeld sichtbar machen kannst.
  • Du bekommst Argumente für das Gespräch mit Arbeitgeber oder Chefin, wenn es um Elternzeit oder Väterkarenz geht.
  • Du bekommst die Sicht von zwei Müttern darauf, wie Väter in der Vereinbarkeit vorkommen, und kannst sie ins Gespräch mit deiner Partnerin mitnehmen.

Meine Gästinnen: Sophie Ernest und Valentina Flores

Sophie Ernest und Valentina Flores kommen aus Executive Search und Diplomatie und haben mit Double Duty eine Beratung gegründet. Sie begleiten Mütter beim Wiedereinstieg und helfen Unternehmen, Frauen zu halten und in Führung zu bringen. Dazu machen sie den Podcast Double Duty Dialogues. Für diese Folge sind sie relevant, weil sie täglich sehen, wo Eltern im Berufsleben ausgebremst werden.

Über Papa Mia!?

Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Ich spreche mit Vätern, Müttern und Expertinnen über moderne Vaterschaft, Elternzeit und das Papasein im Familienalltag, wie es wirklich ist.

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Alle Links:
Papa Mia
Bernhard Vosicky
Double Duty
Podcast Double Duty Dialogues
Meine Folge bei Double Duty Dialogues: Warum Vaterschaft zählt

Transkript:

[0:00] Bei einer Hochzeit erwarten sich Männer, dass die Frau immer dieselbe bleibt, die sie geheiratet haben. Und die Frau erwartet sich, dass der Mann ein anderer wird. [0:20] Willkommen zu einer neuen Folge Papamia. Zuallererst, ganz wichtig, ihr wisst ja, Papamia ist ein Podcast, der keinen Cent abwirft. Und dementsprechend ist meine Werbung oder meine Währung, mit der ich arbeite, die Reichweite. Und wenn ihr jemanden kennt, der sagt, hey, da ist ein Papa-Podcast, den solltest du hören, weil du wirst bald Papa, dann nimm die Folge oder irgendeine andere und schick sie weiter, damit der oder die sie hört. Weil das wäre das Wichtigste überhaupt. Dann wird es irgendwann die Welt herrschaft und dann kann es nur noch gut gehen. Neue Folge und wer lacht hier, das ist die große Frage. Wer uns auf Spotify mit Video zuschaut oder auch per YouTube per Video zuschaut, neben mir sitzen die wunderbare Sophie Ernest und die Valentina Flores. Das sind zwei Damen, die aus der Geschichte, die sie rund um ihr Berufsleben in Kombination mit Kindern erleben, ein Business gemacht haben. Genauso. Und einen Podcast. Der Podcast heißt Double Duty Dialogues. Double Duty ist das Business. Und ich lese es jetzt ab, bitte. Also nicht böse sein, aber ich habe es mir extra. Und du warst so stolz auf die Definition. Hat er richtig gut gemacht. Es ist ein Business, das Mütter beim Wiedereinstieg nach der Karenz begleitet und Unternehmen berät, wie sie Frauen halten und in Führung bringen. Okay. Double Duty. Ihr seid in einem Papa-Podcast. Habt ihr euch überlegt, ob ihr da kommt oder nicht, weil ihr seid ja keine Papas. [1:49] Wir haben gleich Ja gesagt. Also wir sind deiner Einladung gefolgt und der Transparenz halber, wir hatten dich ja auch schon mal zu Besuch. Also bitte schaut mal durch unseren Podcast auch hinein. Wir haben auch deine Perspektive schon abgebildet, ein bisschen. Aber natürlich waren wir gleich dabei. Feuer und Flamme, weil es braucht mehr Austausch. Ja, ich glaube, das war das Thema, wo wir gesagt haben, auf jeden Fall Vereinbarkeit gemeinsam. Weil auch das haben wir mit dir schon besprochen Und da haben wir uns ja gefunden, dass wir sagen, Eltern sind nicht nur Mütter oder nur Väter oder Mamas und Papas, sondern alle gemeinsam. Ein Team. Also im Idealfall ist es eine Teamaufgabe. Aber nicht nur innerhalb der Familie. Also ich finde, wir sollten auch andere Eltern unterstützen, andere Konstellationen unterstützen. Also ich glaube, nur dann ist wirklich ein Change möglich. Da bin ich bei dir. [2:33] Das Unternehmen, das ihr gegründet habt, heißt Double Duty. Wie definiert ihr Duty als Pflicht, als Aufgabe? Also vielleicht auch nochmal, weil wir da sehr offen sind, wir haben zwei Einzelpersonenunternehmen und agieren auch noch so. Du kommst aus dem Executive Search, das wirst du gleich nochmal ein bisschen selber beantworten. ich eigentlich aus der Diplomatie, eigentlich wirklich fernab jeglicher Vereinbarkeit, muss man auch sagen. Also da ist man irgendwie alle vier Jahre woanders auf der Welt stationiert. Ich habe das aber auch dann nicht zu meinem Beruf gemacht. Ich bin aktuell hauptberuflich in einem sehr regulatorischen Umfeld tätig, auch im Medienbereich tätig. Und ich will auch beides noch leben können, also Hauptberuf und eben das, was wir nebenberuflich machen. Es soll aber trotzdem kein Hobby sein. Und wir haben gesagt, wir wollen so viel verändern, dass wir da einfach ein Unternehmen im Hintergrund brauchen, das uns das ermöglicht. Und das ist jetzt eigentlich eine klassische Beratung, Wir haben angefangen, mit Frauen zu arbeiten. Wir sind vom Mentoring hingegangen, dass wir Frauen auch wirklich in Führungspositionen gebracht haben, sich ihr berufliches Umfeld geändert hat, sie Vereinbarkeit besser leben lernen und sind da eigentlich relativ schnell bei den Unternehmen als größeren Hebel angekommen, die jetzt sogar schon auf uns zukommen und gemeinsam Projekte machen wollen. Und das ist wirklich eine schöne Entwicklung. Das ist super cool. Das finde ich auch ganz spannend. [3:54] Darüber reden wir ganz bestimmt noch, vor allem, was man da tun könnte. Was mich jetzt interessiert ist, normalerweise baue ich meine Folgen mit den Papas, die hier sitzen, ja so auf, dass ich zuerst wieder einmal spreche, wie das war, als sie so wie sie ihre eigene Papa quasi wahrgenommen haben, wie sie sozialisiert worden sind. Dann kommt die Stelle, wo sie vom Sohn zum Papa werden. Das ist ja auch ein großer Wandel. Und dann geht es um das, wie schupfen wir das gemeinsam. Also das sind so meine drei Blöcke, die ich normalerweise habe. Ja, finde ich auch super deinen Aufbau, sage ich ganz ehrlich das geht halt nicht so wirklich ja weil wir hatten auch das ist klar das möchte ich auch noch auf jeden fall kommen aber auch phasen. [4:35] Aber ihr hattet vor allem einen auslöser wo ihr genau wie ich als ich papa geworden bin dann mit der materie plötzlich mich befassen musste weil sie einfach mein leben bestimmt hat, habe ich mich dann entschieden okay darüber lohnt es sich zu reden und das hat auch ein publikum, Was war bei euch der Painpoint oder der Auslöser, dass ihr gesagt habt, wir machen da jetzt was, weil das machst du ja nicht, wenn du keine Kinder hast. Ja, also bei mir war es das Thema, dass ich in dir, also in der Sophie, in der Fiji, wir kennen uns privat auch schon sehr lange, die Person gefunden habe, die dann Themen offen rückgespiegelt hat. Das heißt, dass ich komme aus zwölf Jahren Executive Search, ich habe mit Unternehmen gearbeitet, ich habe Führungskräfte besetzt, ich habe viele Themen gesehen, es war auch das Elterenthema immer wieder natürlich Teil der Konversation, aber jetzt nie so groß. In der ersten Karenz habe ich dann ein Unternehmen gegründet für Babybekleidung, von 0 bis 3 Jahre aus dem Need heraus, dass es nichts gibt, was in höchster Qualität in Europa produziert wird und für besondere Anlässe gemacht ist. [5:42] In dieser ersten Karenz haben wir uns dann so viel wieder getroffen, weil du auch in der Karenz warst und wir über Dinge gesprochen haben, wie ging es dir beim Austritt aus dem Beruf? Wusstest du, was du machst? Welches Formular hast du ausgefüllt? Weißt du, was der Mutter-Kind-Pass für Leistungen beinhaltet, die mehr als diese Untersuchungen sind? Ich habe meine Zähne alle richten lassen in der ersten Karenz, weil mir jemand gesagt hat, das übernimmt die Krankenkasse, wenn du stillst. [6:08] Noch nie gehört? Keine Ahnung. Oder Physiotherapie auf Krankenschein als schwangere Frau, weil die Mutterbänder weht und keine Ahnung, dass es Mutterbänder gibt, wenn du nicht schwanger bist. Und das war für mich der Auslöser, wo ich gesagt habe, danke, dass da jemand ist, der so offen darüber spricht, dass es eigentlich viel gibt, über das nicht kommuniziert wird. Und ich ergänze nur ganz kurz, weil die Esme, wie ich sie im Podcast auch nenne, ist mir einfach sieben Monate voraus. Und es ist gerade in dieser Phase des Schwangerwerdens, des Mutterwerdens, des Austretens aus dem Beruf, des Wiedereintretens in den Beruf so wichtig, dass man sich austauscht mit anderen Müttern, mit anderen Eltern. Wie geht es überhaupt? Wie mache ich das organisatorisch? Und ich muss ehrlich sagen, ohne dich hätte ich Dinge anders gemacht. Und da haben wir uns gedacht, dass eine Meet, den ich ja dann so drastisch gespürt habe, nämlich es muss doch einen Podcast zu diesem Thema geben. Ein Business-Podcast für Frauen in diesem Lebenszustand war für uns so logisch, dass es das gibt. Wir haben keinen deutschsprachigen gefunden. Echt nicht? Nein. Spannend. Nämlich ein richtiger Business-Podcast. Mutter werden, Hebammen, wie es verbreitet wird. [7:14] Das ist unsere Konkurrenz. Also Konkurrenz, aber Mitbewerb. Nein, absolut. Absolut. Und dieser Mix, dass es eigentlich ein Business-Podcast ist, und wir reden ja wirklich ganz fokussiert Business-Themen, aber auch Frauengesundheitsthemen oder Themen der persönlichen Weiterentwicklung. Das ist unsere Spitze, das ist unsere Nische und dazwischen gibt es Blauder-Podcasts und ich würde sagen, vom Blauder-Podcast habe ich am meisten gelernt. Ja, aber ich würde das Thema Ambition noch einwerfen, weil wir uns in der Verrenz... Das ist ja sein Podcast. Ja, passt schon. Ich möchte da irgendwann einmal einhaken, weil sich meine Hörer wahrscheinlich denken, du siehst mit dir, es ist ein Papa-Podcast, was redet man mit den Mamas? [7:50] Die Ambitionen haben wir ja gleich aber um das genau genau das geht es ja, Wie kommen die Männer da ins Spiel? Und da reden wir nachher noch drüber. Aber bitte, du wolltest gerade noch was sagen. Ich wollte da auch gar nicht, unterbrechen. Wir haben ja zum Glück Zeit. Ja, was ich glaube, was Väter und Mütter, oder was wir glauben, gemeinsam haben, ist dieses Thema Ambition. Dann überlegst du, es ist eine neue Identität. Wir zwei sind halt im Falle, dass wir Mütter sind zu Hause gesessen und haben so eine Kraft gespürt und so einen Veränderungsdrang gespürt, dass wir gesagt haben, mit dieser Kraft muss man was machen. Und du bist nicht berufstätig, es gibt vielleicht etwas anderes. Und das haben wir so sehr bei anderen Müttern gesehen, die sagen, ich bin in der Karenz, ich könnte Bäume ausreißen. Ich habe so viel über mich nachgedacht und das erleben wir auch bei Vätern. Dass sie sich denken, das hat mich verändert, das hat meine Sicht auf die Welt verändert, Vater zu werden, Papa zu werden. Ich bin das gerne und das führt zu einer Lebensveränderung vielleicht in weiterer Folge auch und das ist irgendwie so das Thema. Wie habt ihr das bei euch mitbekommen? Also das ist jetzt das, was ich schon auch gerne machen würde, ist, was habt ihr für eine Vaterrolle, vorgelebt bekommen? Vorgelebt ist gut, aber was habt ihr mitbekommen? [9:01] Total spannend. Also mein Vater war hauptberuflich Rechtsanwalt und ich würde sagen, ich bin in einem sehr klassischen, sehr konservativen Modell aufgewachsen. Mein Vater war nicht immer präsent, aber wenn er präsent war, extrem liebevoll und eingebunden, hat sehr viel von uns gewusst und hat sich auch mit unserer persönlichen Entwicklung wirklich stark auseinandergesetzt. Und dann der plötzliche Cut, mein Vater ist verstorben, als ich zehn Jahre alt war und dann hat meine Mutter natürlich sehr, sehr viel abgedeckt. Und ich würde sagen, dass mich auch die Abwesenheit eines Vaters extrem geprägt hat, weil meine Mutter eben so viel übernommen hat und ich dann für mich diese Kraft, die meine Mutter auf den Boden gebracht hat und ich habe das immer PS genannt, einfach total in mein Leben überführt hat. Es gibt nichts, von dem ich glaube, dass ich es nicht könnte, weil ich das eben von meiner Mutter erlebt habe. Und bist du jetzt mit deinem, mit der Person deines Vaters zusammen, also quasi hast du. [9:57] Deinen Vater als deinen Partner vom Typ her ausgewählt. Ah, lustig. Jetzt weiß ich, was du gemeint hast. Ich habe eine extreme Verbindung noch immer zu meinem Vater. Das ist ein bisschen spirituell. Aber egal, was ich beruflich vorhabe, ich habe dann so ein kleines Zwiegespräch, das ich führe. Das finde ich extrem schön, weil ich dadurch extrem selbstreflexiv geworden bin, glaube ich, oder selbstreflektiert geworden bin, dass mich eigentlich weniger schüttern kann. Ich habe mit zehn meinen Vater begraben und habe da Erde runtergestreut. Und dann denke ich mir so, ist das wirklich das größte Problem, dass ich jetzt in eine Verhandlungsrunde gehe und darum verhandle, dass ich jetzt einen höheren Gehalt haben will? Nein, das ist Peanuts irgendwie. Hat mich extrem stark gemacht. Ich kriege noch immer Gänsehaut, wenn ich über das Thema rede. [10:39] Aber da denke ich mir auch, wir machen uns so viel Druck selber. Und dieses kleine Zwiegespräch, das ich da habe, ist mir diesen Druck zu nehmen, dass ich eben schon ein bisschen was überlebt habe in meinem Leben und es mich eigentlich gestärkt hat und mich, glaube ich, zu einem glücklicheren Menschen gemacht habe am Ende des Tages. Aber ich möchte trotzdem auf die Frage zurückkommen. Man sagt immer dieses Sprichwort, das Mann heiratest du entweder deiner Mutter oder das Gegenteil davon. Absolut. Ich würde sagen, dass ich schon einen sehr ähnlichen Typen gefunden habe. [11:07] Nämlich, charakterlich ist er sicher ein Mann, der mir sehr viel Raum gibt, um Dinge zu machen. Ich würde jetzt nicht sagen zurückhaltend, aber ich würde schon sagen, ich lebe ein konservatives Familienmodell. [11:20] Und wenn er da ist, ist er der Held, weißt du, so in die Richtung. Und ich glaube, dass es noch immer so diese Ausnahme ist. Also ja, ich würde sagen, einen ähnlichen Typ wie mein Vater. Auch sehr originell, sehr lustig, sehr laut. Optisch auch eine gewisse Ähnlichkeit. Also ja, ich würde sagen, ich habe das wieder gesehen. Und auch lustig, ich habe das abgelehnt, abgelehnt, abgelehnt, bis ich wieder zu einem Mann gekommen bin, der mich quasi gezähmt hat. Ich charge das nicht. Mich interessiert das wahnsinnig. Deswegen sage ich, ich würde es gerne von dir wissen, jetzt weniger, sondern überhaupt mal die Geschichte. Jetzt bin ich gespannt. Wie deine Papa-Story ist. Also mein Papa kommt ja aus Mittelamerika, hat also, wie man sich vielleicht denkt, sehr viele Macho-Vorurteile. Ist es so? Ist es nicht, tatsächlich nicht, weil mein Papa eher ein außergewöhnlicher Mensch ist. Er ist von dort weggegangen als zweitältester von fünf Geschwistern und wird daher von seinen Geschwistern auch immer als reicher Europäer gesehen. Und dazu muss man sagen, mein Papa ist der Dünkelste aus seiner Familie. Wir haben das leider nicht so mitbekommen und meine Kinder könnten gar nicht weißer sein, was mich bis heute ärgert. Aber die Vaterrolle, ich hoffe es, die ich gesehen habe, ist, dass jemand, aus seiner Situation heraus Bildung als das wertvollste Gut gesehen hat, aus der Welt auszubrechen, die ihm vorbestimmt war, in einem Dritte-Welt-Land zu leben, in einem Kriegsland zu leben, jetzt nicht, wie wir es vielleicht aus den Medien kennen, aber in einem Revolutionsland. [12:44] Zu leben. Und es gibt immer noch, was ich nie so gesehen habe, Phasen im Leben meines Vaters, dass er über dir nicht sprechen kann, weil Krieg war. Weil die mit bloßen Händen, also er ist Arzt, ums Überleben der Leute gekämpft haben, wo sie die Verletzten in den Zwischendecken eingebaut haben, weil die Leute gekommen sind und einfach alles niedergeschossen haben, was sich bewegt hat. Darüber spricht er nicht, das kann ich mir nicht vorstellen. Aber was ich von meinem Vater mitgenommen habe, und mein Bruder sicher auch, mein Bruder ist auch Arzt, ich bin die Einzige, die sich gegen den Arztberuf entschieden hat. Er hat uns immer das mitgegeben, gegeben, was er selber als die Lösung des Problems gesehen hat, nämlich Bildung und Wissenserweiterung. Das heißt, ich habe als kleines Kind schon immer Bücher sehr wertgeschätzt, gelesen, um mehr zu erfahren und bin einfach kulturell so offen aufgewachsen, dass für mich Themen wie Rassismus oder Hautfarbe oder Religion Themen sind, die für mich nicht einmal, Zur Sprache kommen im Zwischenmenschlichen, weil das alles so offen ist und er immer anders war und sehr viel Gewalt in der Erziehung. Und ich habe mich. [13:55] Mit dem Thema auseinandergesetzt, dass ich meine Fachbereichsarbeit, also diese Arbeit, die man zur Matura schreibt, wenn man ein Fach weniger haben möchte, wissenschaftliche Arbeit, mit Gewalt in der Erziehung auseinandergesetzt. Ich habe mich da sehr stark mit diesem, und bis heute ist das ein Thema, wo ich kämpfe, wo ich versuche, ihn dazu zu bringen, darüber zu sprechen und ich habe von ihm gelernt, dass, man Dinge, die man selbst erlebt hat, nicht weitergeben muss, weil in seinem Kulturkreis wurde diese Gewalt, diese Erziehung durch, Schlagen mit dem Gürtel auf kleine Kinder, also da über das kann ich kaum sprechen, da kriege ich... Ja, bitte, der macht es auch nicht, das ist gut, ich weiß auch nicht. Dass er das durchbrochen hat, dass er das bei uns nie angewendet hat, weil sein größtes Learning, glaube ich, war, im Krieg zu sehen, was ein Menschenleben wert ist. Und das ist für mich das Wichtigste, dass ich mitbekommen habe, jeder Mensch ist etwas wert. Und wenn du nach Mittelamerika gehst, kannst du einen Auftragskiller für 80 Dollar haben. Und ein Menschenleben ist mehr wert als 80 Dollar. Sondern dass jeder Mensch durch jeden Blut rinnt. Und er hat mir... [15:02] Gezeigt in der Schwangerschaft, hat er mir neun Monate lang erklärt, weißt du, was ist in deinem Körper passiert? Wie aus nichts? 50 Zentimeter entstehen, die funktionieren, die atmen, die Blut haben, wo das Gehirn entwickelt ist, wo das Leben zirkuliert. Einfach, dass das Leben schön ist. Das ist voll knifft bei dir. Aber das sind jetzt die für die ersten paar Minuten. Also unsere Väter-Geschichten sind schon ordentlich harter Tummel. Das passt gut, aber ich glaube, Es eint uns, dass wir, und wenn ich von meinem Papa erzähle, dann ist es auch, also das war schon auch sehr traditionell. [15:42] Aber immer liebevoll und immer schön und mir hat nie etwas gefehlt. Und er war auch nicht so, dass ich das Gefühl habe, der war abwesend, ganz im Gegenteil. Also wir haben viele schöne, also ich würde sagen, wir hatten gute Papas. Und ich habe zum Glück noch immer einen guten Papa. Und, Jetzt geht es darum, wie bringt man das hin, dass sich das auch noch irgendwie so im ganzen Leben gut anfühlt, oder? Absolut. Dass wir dieses ganze Familie haben, weil das wäre das Ziel. Und ich habe so ein bisschen, ihr macht ja da große Schritte mit dem Business, das ihr habt. Und ich habe da auch eine ganz bis heute für mich sehr interessante Erfahrung gemacht, wo ich gerne eure Meinung dazu haben würde. Weil ihr in der Materie seid. Ich habe bei einem, ich nenne es jetzt bewusst nicht, ihr könnt euch denken, was es ist, sehr großes Drogerie-Kettenunternehmen mit Sitz in Salzburg, zwei Buchstaben als Name. [16:45] Bei einem Vereinbarkeits-Event teilgenommen, war dort wie so oft ein bisschen der Grotenmann. Nein, es waren ein paar Männer dabei, aber wie halt immer ist es halt 95 Prozent zumindest. Ist. Und so auch stellt sich deren Unternehmenskonzept dar. Es sind 7000 Mitarbeitende, 94% Frauenanteil. Es bleiben ein paar hundert Männer über. Das ist nicht so wichtig, es sind nicht viele. Und die haben, weil sie auch den Ort gehostet haben, ihr Unternehmen vorgestellt und auch das Karenzmanagement. Ich meine, sie haben ein Karenzmanagement. Das ist schon mal geil. Hat nicht jedes Unternehmen. Und die haben dann gesagt, was sie machen. Und zwar, sie machen solche Sachen wie, es gibt natürlich Meilenstein Karten für die Mamas. Es gibt Mama-Baby-Frühstücke, es gibt so wirklich ein Body-System, wo die Internen mit den Karenzlerinnen Kontakt halten. Also wirklich super, wo du dir denkst, ey, das ist es. Wieso möchtest du es haben? [17:46] Und ich habe dann am Schluss bei der Q&A gefragt, okay, von diesen Situationen, die ihr habt, welche richtet sich denn an die Papas? Ganz wenige noch. Und die Antwort war? Keine. Und die andere Frage war, weil wir ja wissen, dass diverse Teams deutlich besser arbeiten, was tut es hier, um den Männeranteil in einem Unternehmen zu erhöhen? Ja. Nichts. Total. Und dann frage ich mich, wenn man ein Unternehmen berät und sich anschaut, wie sie Mütter behandeln. [18:23] Warum nimmt man da nicht die Männer dazu? Das ist jetzt kein Vorwurf, weil ich habe auf der Homepage auch das Wort Vater nie gefunden. Ja, das stimmt. Es ist euer Business. Und das ist jetzt kein, Zeigefinger, weil ich hasse den Zeigefinger. Aber ich frage mich, wenn ich jemanden nicht einlade und er kommt trotzdem, dann muss ich mich eigentlich wundern. Das ist eine berechtigte Frage. Du antwortest zuerst, weil ich möchte nur vorweg schicken, dass das ein Thema ist, mit dem wir uns von Sekunde Null an beschäftigen. Ja, und du wolltest, und das wollte ich nämlich auch gerade dazu sagen, du hast von Anfang an in den Jingle auch Väter einbinden wollen. Und ich habe dann als Kommunikationsexpertin dann gesagt, ah, das macht die Zielgruppe irgendwie komplett breit. Und wir brauchen mal am Anfang Nische, aber wir müssen Reichweite aufbauen und dies und das. Also du warst wirklich jemand, der das aus dieser Personalberatung, und du nennst dich nicht gerne so, aber wir sind ja quasi so, dass wir sagen, im besten Fall wollen wir dorthin, dass wir Unternehmen sagen, dass Eltern keine zu benachteiligende Gruppe mehr sein sollte. Und wir sind in den Beratungsgesprächen trotzdem immer relativ breit. Also da sprechen wir wirklich bewusst von Eltern, weil wir beim Gegenüber diese Hemmschwelle mal aufbrechen wollen, dass wir nicht immer über Mütter reden. Hat auch ein bisschen einen psychologischen Hintergrund, weil wenn wir die ganze Zeit nur über Mammis oder Mütter reden, dann machen wir bei einem Gegenüber und wir sitzen halt oft. [19:45] CEOs gegenüber, die Vaterschaft nicht kennen. Ist oft so. Oder nicht leben, weißt du? Und wenn du dann nur über Mütter sprichst, hast du kein Leiberl, weißt du? So spricht man in diesem Bereich. Wir wollen auch keine Opferrolle schaffen, dass jetzt die Opfer kommen und wir brauchen bitte noch mehr für die Armen vernachlässigt. Genau, Eltern ist ein quasi rechtlicher Begriff. Also du hast ein Kind zu Hause, um das du dich aktiv kümmerst. [20:14] Du bist aber auch Eltern am Papier. Das heißt, für die, mit denen man spricht und die Entscheidungsträger sind, haben oft nicht dieselbe Lebensrealität. Und da sprechen wir wirklich ganz bewusst von Eltern. Und lustigerweise sind wir oft durch das Podcasten auf Firmen aufmerksam geworden, weil wir eben bewusst Firmen angesprochen haben. Wäre doch urspannend, darüber zu reden, die schon sehr viel tun. Also du erreichst nur Menschen, die das zu einem gewissen Grad schon betreiben, und noch mehr machen wollen, noch besser werden wollen. Ganz schwer Unternehmen zu bekommen, die das überhaupt nicht am Schirm haben. Aber auch da sage ich wieder, wenn es nicht die machen, die ohnehin schon ein bisschen in die Richtung gehen. Wenn man die Swing States nicht erwischt, du brauchst nicht jemanden umpolen. Das ist auch gar nicht notwendig. Wir haben auch gerade mit einem Unternehmen zu tun, das ganz bewusst Papas ansteuern wollen. Inhaltlich, kommunikativ, im Unternehmen ist ein globaler, wie würde man es nennen, globales Unternehmen. Und die wollen gerade im österreichischen Umfeld diese Väterrolle im Unternehmen viel stärker leben, weil sie merken, sie haben einen hohen Anteil an Frauen und das würde natürlich die Frauen entlasten, wenn man mit dem Thema ein bisschen aktiver wird. Aber man muss vorsichtig sein, weil man muss vorsichtig sein, finde ich, wenn wir das machen, jetzt bewusst Väter anzusteuern, ist halt auch ein Trend. Wir müssen schauen, die mitzunehmen, die als erstes geschrien haben und sagen, das geht so nicht. Und dann zu sagen, natürlich ist es ein Elternthema, aber bitte machen wir es jetzt nicht zum Männerthema, weil das jetzt nicht so... [21:43] Nicht gar nicht da ist. Es ist bei beiden wenig. Wir sagen natürlich Eltern, aber wir haben uns bewusst zunächst einmal auf die fokussiert, wo wir sagen, erstens kennen wir uns da aus und wir haben auch gesagt, okay, wir können jetzt nicht für alle Väter auf dieser Welt sprechen. Haben aber bewusst gesagt, im Podcast laden wir bitte Väter ein, die uns auch lehren, was Vater und Papa sein für sie bedeutet und lernen davon unseren Männern natürlich auch. Aber wir haben 99% Frauenhörerinnen. Also so offen muss man sein. Aber wir haben gesagt, unser Podcast soll genauso Väter ansprechen, wenn der Vater oder der Papa zu Hause sitzt und sagt, du, ich habe einen Podcast gehört, die haben da zehn Tipps für die Einschlafbegleitung gegeben, probieren wir es doch einmal aus. Das wäre unsere Wunschvorstellung des Podcasts. Also ich muss sagen, ich bin auch jemand, der ja auch Frauen, Mamas Podcasts hört bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mich angesprochen fühle. [22:36] Die Zyklusgesundheit wird dich jetzt wahrscheinlich nicht so abholen. Da bin ich auch irgendwie drin in der Geschichte. Mitgehangen, mitgefangen. Das ist nicht falsch, das zu wissen. Also von dem her passt das schon und da bin ich auch bei dir. Ich mache ja auch einen Papa-Podcast und das Abclaim ist von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Also so weit. Ich meine, ich bin ja auch ein Papa-Programm und mache meine Nische zu. Also von dem her, es ist ja nichts außergewöhnlich, dass wir das tun. Das passt ja auch. Ich will jetzt übrigens noch von euch beiden wissen, ob ihr auch Partner habt, die so ähnlich sind wie eure Mutter oder euer Vater. Das ist sonst irgendwie ungleich. Bin ich bei dir? Nur du musst es nicht glauben. Du darfst anschauen. Ich würde sagen ja, vielleicht nicht von der Hautfarbe. [23:21] Weil man weiß ist, aber er wird zumindest sehr dunkel im Sommer. Aber vom Typ her, vom Kleidungsstil, von der Reinlichkeit, von der Selbstfürsorge. Ja, und was mir jetzt eben, weil du die Frage an Sophie gestellt hast, da habe ich so nachgedacht, okay, was ist so außerhalb des Äußerlichen? Würde ich auch sagen, ja, weil ich habe mir jemanden gesucht, der mich auch fordert. Und auch erdet. Erdet, fordert, das ist gut. Aber Papa hat mich auch immer geerdet, stimmt. Also würde ich sagen, ja. Ich glaube, bei mir ist es das Gegenteil. Ich glaube, ich habe wirklich das Gegenteil. ich habe eine großartige Mutter, aber meine Frau ist ein ganz anderer Typ Mensch. Ist wie dein Vater. Nein, aber meine Frau ist, naja, vielleicht hat sie aber schon. [24:09] Vielleicht ist das, da rückst du mich gerade auf was, vielleicht ist es schon so. Also meine Frau und ich fühle mich, habe mich von Anfang an auch sehr hingezogen, gefühlt nicht nur das Erste, was man bei einer Menschen sieht, ist das Aussehen. Sie gefällt mir nicht nur wahnsinnig gut. Wir haben sie gerade kennengelernt, unfassbar großartige Frau. Siehst du? Und, Nicht nur das, sondern auch die Tatsache, dass sie ambitioniert ist im Business, dass sie Biss hat und dass sie das macht, was sie tut, das finde ich unendlich attraktiv und anziehend. Ich glaube, meine Mutter hätte sowas immer gern gemacht, war in ihren Möglichkeiten aber eingeschränkt, weil halt die Zeit eine andere. [24:48] Deswegen sind sie da auch so unterschiedlich. Vielleicht ist es auch genau das, was ich da nicht kompensiere, aber was sich irgendwie so ergänzt. Ja, und was du für dein Leben einfach hinwegst. Ja, genau. Also das ist lustig. Vielleicht die Wunschvorstellung deiner Mutter, die dich in ihre nächste Entwicklungsversion bringt. Das bringt mich übrigens zu einem spannenden Vaterthema, weil ich war dann quasi mit meinem Baby zu Hause und ich habe dann meinem Mann irgendwann einmal so angeteasert, das ist jetzt nicht der Status Quo. Also du weißt, ich gründe jetzt etwas und ich gehe auch wieder hauptberuflich zurück. Das eine hast du dir quasi ausgesucht, nämlich ein Kind mit mir zu haben, Aber dass du jetzt vielleicht noch mehr übernehmen wirst, das ist etwas, worauf ich dich langsam vorbereiten will. Und dann hat mein Mann geantwortet, das war für mich absolut logisch. Und ich finde das auch super, dass du das machst, weil das war die Frau, in die ich mich verliebt habe. Und das ist nämlich total schön, weil apropos Biss, die Frauen, die das von Anfang an so leben, werden das auch weiterhin so leben. Und dann ist auch ganz klar, dass der Mann, also der Vater, einen aktiveren Teil in der Care-Arbeit übernimmt. Aber du gehst hin und lebst. Das war schon irgendwie bewusst. Ja klar, und mein Mann hat mich ja auch aktiv. Wie geht's dir? Wie schaut's aus? Wo entwickelst du dich hin? Wie viele Partnerschaftsteile, männerlich oder weiblich, erwarten es, denken sich nur, na. [26:02] Den oder die richte ich mir schon nachher. Ja, schrecklicher Gedanke. So falsch. Da habe ich was sehr Lustiges gehört, weil ich schaue immer wieder, also ich schaue sehr viel fern, gebe ich auch heilig zu, und es gibt die Serie Hör mal, wer da hämmert. Alle, die in den 90ern sind schrecklich. Wir haben ja schon mal gesprochen. Eine sehr sexistische Serie. Ich liebe sie auch. Das war etwas, was ich mir von meinem Vater gesagt habe. Und da gibt es den Wilson. Der wissensgeil. Immer wieder der weise Nachbar. [26:31] Gesichtsloser. Genau, die Frau von Tim Allen, dem Heimwerkerkönig, nämlich Jill, die sehr unter seiner Männlichkeit leidet und seinem Macho-Gehabe. Und er hat wieder mal was falsch gemacht, weil das ist ja das, was er immer macht. Er erfüllt in der Ehe sozusagen ihre Bedürfnisse nicht, weil sie wünscht sich einen liebenden Mann. Der nicht nur in der Garage ist. Genau, Wilson sagt, bei einer Hochzeit erwarten sich Männer, dass die Frau immer dieselbe bleibt, die sie geheiratet haben. Und die Frau erwartet sich, dass der Mann ein anderer wird. Ah, spannend. Und das passt ihr. Wir reden das so und so. Ja, da bin ich. Hat ja viel Lernen von Tim Allen. Das ist total spannend. Also eigentlich, was da dahinter steckt. Ich meine, dann denkst du dir, was für eine Pamela Anderson als Heidi, was für eine Sendung. Und dann kommt das so, dann handelt das so einen philosophischen Merksatz raus. Ich glaube, das ist ja trotzdem sehr viel. Gar nicht so schlecht, wenn man sehr viel über die Beziehung lernt an sich. Und es ist auch viel versteckt, weil der Mann wird ja dann trotzdem irgendwie wie immer, als ein liebender Vater dargestellt und der, der trotzdem Beziehung leben will, aber es noch nicht hinkriegt. Also das waren halt 80er, 90er Jahre. Aber das war schon gar nicht mal so schlecht, was sich da in Gang setzt. Ein paar so Sachen, wo ich mit euch darüber sprechen möchte, weil mich eure Sicht der Dinge interessiert. [27:50] Als ich zum ersten Mal in Karenz gegangen bin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die gesamte Eltern-Kind-Kleinkind-Industrie, nenne ich sie jetzt einmal, alles was es gibt an angeboten an frauen richtet, soja auch euer produkt. [28:07] Und ich habe mir dann gedacht, die Männer dürfen dann eh auch immer mit. Aber wir wissen spätestens seit der Gender-Thematik, das Mitgemeintsein ist halt so eine Sache. Das wollen wir eigentlich nicht. Also wenn du nur mitgemeint bist, dann haut das nicht hin. [28:24] Ihr habt auch so Baby-Treffs und ich habe mir die Fotos angeschaut. Man sieht relativ wenig Papas mit Kindern dort. Wenn ich bei Veranstaltungen bin, die um das Thema gehen, bin ich auch immer einer der wenigen Männer. Ich habe einmal bei einer Panel-Discussion den einen Mann im Publikum begrüßt. Na, dann war es aber der Videograf. Unser Fotograf wird auch immer gelobt, dass er der Papa ist, der es vorbeigeschafft hat. Ja, okay, wurscht. Und dann denke ich mir, hey, komm. Ja, weil die Papas müssen wir bezahlen, dass sie kommen. Nein, aber wie kommen wir aus der Babel raus? Absolut. Weißt du, ich denke mir, jedes Mal auch, da hinten steht der Preis Hero of Feminism. Habe ich vom Business-Frauencenter in Klagenfurt verliehen bekommen. Auf einer Bühne im Publikum 85% Frauen. Ich finde das so super, hier gibt es wenigstens einen Preis, der Männern was verleiht. Ich habe nicht, dass meine Leistung toll ist, aber da denkt jemand über den Tellerrand. Und es gibt aber so viele Situationen, wo auf einer Bühne... [29:22] All-female-Panels sind, Frauen erzählen, wie es Frauen geht, und im Publikum sitzen Frauen und bestätigen das, was sie eh schon gewusst haben. Aber das verlässt diesen Raum niemals. Ja, aber in der Corporate ist es ja oftmals genauso. Da sitzen halt die Männer zusammen. Genau, und ich finde, ich sehe von der. [29:43] Wie schlecht ich etwas finde, zwischen einer Burschenschaft und einem Frauennetzwerk, der Unterschied. Also im Sinn von... Ja, die gleichen finden sich immer zusammen. Aber es ist lustig, weil wir philosophieren ja auch immer über dieses Thema. Und wir haben, sorry, Cousin, wenn du zu den Babytreffs immer väterbewusst ein, keiner kommt. Das ist natürlich schon klar. Aber es ist lustig, weil wir würden auch sagen, dass wir eher so unterschiedliche Komponenten vertreten. Du bist mehr die Revoluzerin von uns beiden. Du möchtest halt wirklich mit der Brechstange hinein und wir müssen das irgendwie integrieren und so weiter. Also ich muss ehrlich sagen, die Esma hält da immer die Stange hoch. Und ich bin mehr so, wo ich sage, mit der Brechstange wird es nicht unbedingt funktionieren. Und ich bin dann eher, da kommt die Diplomatin aus mir raus, es ist ganz wichtig, dass wir das sachte machen, weil wir sonst auch, glaube ich, an Grenzen stoßen und vergraulen. Und da ist immer so diese Gratwanderung, wo ich sage, in der Unternehmensberatung ist ganz klar, dass wir das Thema integrieren. Wir sprechen oft mit Männern, leider Gottes noch immer, Entscheidungsträgern, die Männer sind, HR-Abteilungen, die eher weiblich geprägt sind. Marketing weiblich. Genau, Marketing, das eher weiblich geprägt ist. Also da müssen wir irgendwie so ein bisschen diese Schere hinkriegen. Beim Babytreff ist es so, dass wir wirklich bewusst eingeladen sind. Es gab auch schon einige Väter, die zu Besuch waren. Ich glaube aber auch, und da sind wir bei der Brechstange, in diesem doch recht, ich würde mal sagen... [31:04] Im verletzlichen Status des Mutterwerdens ist es vielleicht ganz angenehm, dass Mütter noch unter sich sind und in so Babyzirkeln auch sich mit Stillthemen, mit Blutungen, mit, Schmerzen, mit Sorgen auseinandersetzen können und da in einem Bereich sind. Wir werden ja auch von Müttern extrem gejudged, auch Mütter untereinander. Ja, das ist total heavy field. Weil sich keiner auskennt. Da fliegen die Bomben, also das ist manchmal auch ein bisschen heftig und war für mich auch erschütternd. Ich komme aus einer Berufswelt, wo Frauen jetzt endlich geschafft haben, sich gegenseitig zu unterstützen und dann komme ich in das Mami-Versum und denke mir, bist du der, da geht es aber irgendwie rund, weil da fliegen ganz andere Fetzen und andere Themen. [31:49] Ja, oder überhaupt Entscheidungen selbstständig zu treffen. Also es fängt da wirklich sehr basic an, wo dir echt schlecht wird. Also ich spreche diese Themen schon offen an, aber du kennst mich. Keiner glaubt es mir, weil alle glauben, das ist ja witzig gemeint. Ich sage aber ehrlich was, so kann ich nicht bitte. Und dann kriege ich zehn Anrufe, also was die Valentina jetzt schon wieder im Podcast gesagt hat, also die ist ja schon eine orge Mutter. Und dann sage ich so, ja und genau das ist das Thema, dass wir noch immer Mütter, die auf Mütter einhauen und im Berufsleben da wird auch ordentlich gesägt. Weil es ist halt noch immer die Frau, die gegen die Frau arbeitet, im besten Fall, weil irgendwie die Welt noch immer so funktioniert. Aber die Welt ist so viel breiter. Der Kuchen kann aufgeteilt werden und der Kuchen kann auch wachsen. Das ist etwas, was wir so ein bisschen mitnehmen. Aber du bist sicher stolz auf uns. [32:36] Um Väter noch mehr abzuholen, haben wir ein neues Format, nämlich die Business Breakfast, wo Kinder eher nicht dabei sein sollen. Sie sind nicht ausgeschlossen. Die Einladung ist jetzt nicht explizit. An Kinder, sondern explizit an Eltern im Business, um was zu lernen, was sie nach der, neuen, neu angenommenen Rolle des Elternseins im Beruf weiterbringt. Absolut. Und die Idee ist lustigerweise in einem Podcast entstanden mit den Malogis, wo wir ein paar eben mal vor dem Mikro hatten und wir das einfach so angesprochen haben, dass das ein Format wäre, das es unbedingt noch braucht. Dann haben wir es einmal durchgeführt, wer ist gekommen? Nur Mütter. Und das ist eben witzig, wo wir sagen, okay, wir als Frauen dürften wahrscheinlich eher Frauen ansprechen. Auf der anderen Seite ist die Thematik des Austausches mit Eltern einfach noch ein weiblich geprägtes Thema. Also dann ist es so wichtig, dass wir Menschen wie dich haben, die das vielleicht auch ein bisschen weitertragen können. Also bitte da draußen, kommt zu unserem Business Breakfast auf unserer Website www.duty.at, wird es die nächsten Termine geben und einfach auch in den Austausch zu treten. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, da diese Lebensrealitäten kennenzulernen. Ganz bestimmt. Aber auch da wiederum, also die Anna und den Ali, großartige Menschen. Aber auch wir, die wir hier sitzen, das ist halt alles. Ich meine, ein gut bezahlter Keynote-Speaker. Absolut. Privilege, be aware. Ja, ja, absolut. Das ist schon so ein Thema. Und auch Business Breakfast. Ich bin da ganz, ganz bei euch. Das ist ein wichtiges und gutes Thema. [34:04] Du musst halt, es braucht Menschen, die vorangehen. Wir haben in der Folge, die wir bei euch im Podcast aufgenommen haben, darüber gesprochen, von wegen, wir sind nicht gern die First Mover, sondern wir springen dann auf, wenn der Zug noch ganz leer ist. Das ist okay. aber die Ersten, die den Zug anfahren, das sind wir nicht. Und das ist eben genau das, was es machen muss, dass es dann ein exponentielles Wachstum danach gibt. Aber die Ersten, die dort hingehen und die müssen Menschen sein, mit denen ich mich auf eine gewisse Art und Weise identifizieren kann. Wenn ich, aus dem tiefsten Burgenland Weinbauer bin, dann werde ich mich nicht mit jemandem identifizieren, der im Sintenbezirk ein Lastenrad fährt. Also, weißt du, das ist so diese Geschichte. Das, was wir schon alle beitragen, ist, wir streben kulturellen Change an. Weil du möchtest als Vater einen Change anstoßen, wir möchten als Mutter einen Change anstoßen. Und ich finde das so wichtig, dass wir jetzt hier gemeinsam sitzen, weil nur so funktioniert es. Wir haben in der Vergangenheit das Wahlrecht für Frauen erkämpft. Wir haben beruflich dieselben Möglichkeiten. Wir haben jetzt die Aufsichtsratsquote. [35:12] Wir haben Elternzeitmöglichkeiten, Karenz für Väter. Das sind ja alles gute rechtliche Schritte. Also ich würde sagen, wir haben ja relativ viele Möglichkeiten in Österreich und auch ein tolles Karenzmodell. Wenn du dir das international anschaust, haben wir eines der besten Modelle, aber trotzdem, es ist ein kulturelles Bedürfnis oder eine kulturelle Notwendigkeit, etwas zu verändern, weil wenn wir es nicht annehmen und noch immer übereinander urteilen, dann wird sich auch nichts ändern und die Angebote werden dann auch nicht angenommen werden. Da kannst du noch so viele Systeme bauen, wenn wir uns gegenseitig dafür verurteilen, dass wir sie nutzen, wird es schwierig. Und heutzutage hat das ja auch viel mit oder immer schon mit Authentizität zu tun und mit einer gewissen Glaubwürdigkeit. Ich meine, natürlich sehe ich mich nämlich, weil du das sagst, wir wollen auf den Zug aufspringen, wenn er ins Rollen gekommen ist, aber wir sind nicht die First Mover. Ich würde mich schon auch als First Mover, ich bin so zwischen dem Lokabteil und dem ersten Abteil. Du hältst das so zusammen. Aber ich kann noch so laut schreien. Wer bin ich denn, dass ich schreie, dass plötzlich die Leute kommen? Sonst wären wir ja schon längst viral gegangen, wenn ich weiß, wie das funktioniert. Aber ich glaube, du musst halt... [36:20] Immer wieder, immer wieder und irgendwann bist du dann der Experte für das und dann kannst du von mir aus vom Lernzug in den First Mover einsteigen. Aber ich glaube, wir hätten diese Ideen nicht auf den Boden gebracht, wären wir nicht im First Mover. Und ich glaube, neben den Tätigkeiten, die wir jetzt quasi hier noch näher besprechen, ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass wir es auch in unsere Branchen bringen. Du als Moderator, ich im quasi diplomatischen Bereich, du in der Executive Search, weil ich habe jetzt eine so prägende Situation, die hat mich schon als junger Mensch beschäftigt. Ich war auf einer Konferenz und da war ein schwedischer Diplomat, der einen Anruf bekommen hat und gesagt hat, mein Sohn ist krank, wir müssen jetzt hier abbrechen. Und alle so, wie kann der nur und das geht doch nicht. Also da hast du schon die kulturellen Unterschiede extrem wahrgenommen. Und ich sage jetzt nicht, was die Italiener und Spanier dazu gesagt haben. [37:10] Die Österreicher waren so ein bisschen verpönt. Also ganz witzig, wie da wirklich ein Nord-Süd-Gefälle durch diese Verhandlung gerauscht ist und ich mir gedacht habe, eigentlich saukool. Da war ich noch nicht Mutter und es hat mich beschäftigt und es hat mich geprägt. Also deshalb an deine Community, die Väter können wirklich was verändern. Und da war ich ein 25-jähriger, jung, gut ausgebildeter Mensch, den das beschäftigt hat und die das mit nach Hause genommen hat. Obwohl der ja eigentlich wirklich nur das Minimum macht. Ja, das wäre Minimum, aber auch kommuniziert. Ja, genau, aber da muss man dazu sagen. Und deswegen finde ich auch, dass man, wenn man in einem Bereich, in dem ein Bevölkerungsteil unterrepräsentiert ist, seien das jetzt Männer in Pädagogik, Elementarpädagogik. [38:00] Familie oder ganz anderer Bereich, Frauen in Technik, völlig wurscht. Hier ist eigentlich schlecht unterrepräsentiert. Dann muss ich es, damit ich es selbstverständlich machen kann, sichtbar machen, dass das dort ist. Auch wenn die Menschen genau das Gleiche machen und nicht mehr leisten wie das geschlechtliche Gegenteil. [38:22] Aber man muss es sich nicht immer mehr beweisen. Nein, sie müssen sich deswegen mehr beweisen, weil sie dort unterrepräsentiert sind. Und das ist ja die Dramatik. Ich kann mich auch erinnern, dass da ein Mann bei uns im Kindergarten war, eine Assistenztätigkeit ausgeübt hat und alle waren gleich wieder. Also was will der Pädo hier? Also jetzt mal, um es offen auszusprechen, das geht halt einfach nicht. Wenn wir da so krass immer in diesen Klischee-Rollen drinnen bleiben, geben wir ihm doch einfach mal die Chance, dass er es gut machen kann. Aber gleichzeitig hast du ein Babysitter oder ein Babysitter? Ich wollte gerade sagen, Sichtbarkeit ist für mich ein großes Thema, weil gerade beim Zuhören, ich denke mir, okay, was wäre für mich in einer Corporate-Welt das Erste, was mir helfen würde, wenn ich als Mutter zurück in den Beruf will. Ich will auf einer Konferenz 100% Kinderbetreuung, dass nicht nur die Mutter ihr Kind zur Konferenz auf zwei Tage Neapel, sagt sie irgendwas mitnehmen kann, sondern auch der Geschäftsführer sein Kind vielleicht mitnimmt. Und das hat meine Chefin immer gemacht. Die hat ihre ganze Familie angenommen, weil es sind ja Spouses willkommen, für die es dann irgendwie ein Programm gibt. Social Programm, ich kenne das vom ersten Konferenz. Ja, das ist das Traumbild meines Mannes. Mein Mann war mit und war golfen den ganzen Tag, weil das war natürlich an einem Golfplatz. Da hatten wir noch keine Kinder. Ich fand es super, dass er sich mit meiner Firma beginnt gut zu verstehen. Super leibernd. Aber jetzt als Mutter würde ich mir wünschen, stellt es mir halt auch eine Kinderbetreuung zur Verfügung, weil ihr könnt nicht davon ausgehen, dass ich erstens vier Tage Babysitter bezahlen kann. [39:49] Oder vielleicht ein Betreuungssystem habe von Verwandten. Und es würde ein Thema sichtbar machen, weil als ich hochschwanger mit meiner Geschäftspartnerin, der Babybekleidungsfirma zum Beispiel. [40:02] Als Startup-Weekend gegangen bin, wurden wir angeschaut, das ist so toll, dass ihr mit einem Neugeborenen und Hochschwanger herkommt. Da war es ja echt die Attraktion. Für uns ist es ganz normal, weil was sollen wir sonst machen? Wir sitzen den ganzen Tag nur zu Hause und wir wollen was weiterbringen. Wir sind genauso Unternehmerinnen, nur weil wir jetzt ein Jahr Karenz sind. Wir sind ja trotzdem Selbstständige. Das heißt, was ist überhaupt die Karenz? Genau dasselbe bei uns. Du erinnerst dich, als ich auf der Konferenz Hochschwanger war. Dass du da bist und jetzt genau das machen wir. Hört zu unserem Podcast. Und ich finde, diese Sichtbarkeit gehört zu den Themen, die ihr gerade angesprochen habt, auf jeden Fall dazu. Und mein Mann hat auch schon auf berufliche Termine unseren Sohn mitgenommen, weil es sich nicht anders ausgegangen ist und weil es irgendwie dann möglich war und das ist halt super. Aber auch da wieder Privilege, muss man ehrlich sagen. Es gibt gewisse, was war das? Chirurgen, wo man sagt, nimm es bitte ja nicht in den OP sein. Das wäre ja nicht die beste Idee. Man muss ja auch zwischen Berufsalltag unterscheiden und zwischen Events, wo du sagst. Ja, oder Selbstständigkeit, wo du sagst, das ist halt so, wie ich meine Selbstständigkeit leben will. Auch nicht immer vorteilhaft, aber funktioniert. Ja, auch ein Mitarbeiteraufbauthema. Genau. Wenn ich es jetzt wirtschaftlich sehen will. Aber was, jetzt ist die Frage, als Unternehmer, was habe ich denn davon. [41:22] Wenn ich jetzt wen einstelle, wenn ich mich umdenke, was habe ich davon, wenn ich all diese Dinge mache, das kostet mich doch nur Geld. Du, zwölf Jahre Personalberatung und es ist noch immer verpönt, jedem eine Frau zu fragen, wollen Sie Kinder? Dein Mann wird sowieso nicht gefragt, weil das ist eh wurscht, der hat jemand zu Hause, der sich kümmert. Aber was habe ich als Unternehmer davon? Ich finde, das ist eine menschliche Frage. Ich meine, ich lebe ja von meinen Mitarbeitern und wenn die nicht glücklich sind, irgendwann breche ich es mir vielleicht weg, was im Moment vielleicht schwierig ist, weil das Gehälter zahlt und Leben zahlt, eine Arbeit zu haben. Aber ich finde, das Wertschätzungsthema muss einfach das Menschlichkeitsthema, genauso wie Hilfe leisten und nicht wegschauen. Gibt es auch genügendes machen? Eben, sage ich ja. Aber wir gehen ja bei uns, ganz klar in die Zielgruppe, dass wir Unternehmen dabei unterstützen wollen, Menschen nicht zu verlieren. Also im besten Fall haben sie ja schon großartige Menschen eingestellt, die tolle Arbeit leisten. Dann gehen sie aber in Karenz. Also wir sprechen nur die Elternkarenz an. Vielleicht gibt es irgendwann einmal auch Themen, wo andere Karenz, also Bildungskarenz etc. Themen, Pflege, ganz wichtiger Teil, wirklich ganz viele gehen in Pflege Teilzeit. [42:29] Dass man sich echt damit beschäftigen muss, nämlich als Unternehmer, dass man Geld verbrennt, weil wir mit dem Fokus Frauen, verlieren, die nicht mehr in den Job zurückkommen oder anders in den Job zurückkommen oder als, wir nennen es Silent Returning, nicht mehr glücklich zurückkommen. Das kann ja auch Federn passieren. Ja, und das sind wirkliche Geldverbrennungsmaschinen. Also ich rechne jetzt wirklich den Unternehmen vor, was kostet es dich, wenn du diese Person jetzt eigentlich verlierst, dadurch, dass du sich nicht um sie gekümmert hast? Genau. Und im besten Fall wissen wir auch, mit welchen Karenzthematiken sie sich in der Zukunft beschäftigen. Das ist immer dann Teil des Unternehmens, wie viel sie uns teilhaben lassen. Aber bei großen Unternehmen rechnen wir da mit 20 Prozent an Menschen, die wahrscheinlich im nächsten Jahr aus der Karenz zurückkehren und wie man die bestmöglich wieder integrieren kann, zurückführen kann und kommunikativ begleiten kann. Und versteht ihr, dass für einen Unternehmer ein Mitarbeiter, wo ich mir aus welchem Grund auch immer sicher sein kann, dass er mir zumindest aus solchen Sachen nicht ausfallen wird, wertvoller ist? [43:35] Du meinst grundsätzlich in der Einstellung zuvor, also dass wir dann halt wirklich nur Menschen einstellen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, vielleicht leben wir irgendwann mal in dieser schrecklichen Welt, aber ich möchte es nicht. Ich möchte es auch nicht, ich sage nur. Also ich glaube, all der Menschlichkeit, Loyalität und Menschlichkeit sind jetzt wirtschaftlich keine starken Beierbarkeit. Ja, austauschbar ist jeder und es geht am Ende darum, dass ein Unternehmer, also jetzt auch böse gesprochen, natürlich jeder Mitarbeiter hat seinen Wert. Wie viel Umsatz bringt er mir? Du kannst jeden auf eine Zahl zurück unterbrechen. Und wenn es nicht selber erhält, das danke. Genau, und wenn einer die Arbeit von zweien macht, kann er ja noch Personal einsparen und hat wahrscheinlich mehr verdient. Ja, und es ist halt so drastisch, weil es ist in der Politik wie in Unternehmen, es geht halt oft um diese kurzen, zeitspannenden Legislaturperioden oder Regierungsperioden oder quasi wie lange bin ich CEO. Und da willst du halt den größten Gain generieren und danach ist dir alles wurscht, das ist aber nicht Unternehmertum. Und diese Menschen werden wir auch nicht gewinnen, weder in der Beratung noch das CEO-Unternehmen. Also um die geht es gar nicht. [44:34] Ich glaube nicht, weißt du, weil es wird viel Pinkwashing betrieben, so nennt man Frauenförderung, die nicht ernst gemeint ist. Auf der anderen Seite glaube ich, dass wir in diesen Wirtschaftskrisen, in denen wir uns befinden, ganz aktiv an kleinen Hebeln arbeiten sollten, die den Unternehmensgewinn vergrößern. Und das ist ganz klar, Karenzmodelle zu schaffen, die auch wirklich sinnvoll und zielführend sind. Das ist aber eine große Zielgruppe ist, weil die meisten Menschen Kinder doch noch haben und dann irgendwie zur Arbeit müssen, weil es nicht mehr möglich ist, dass einer vollständig zu Hause bleibt. Das ist nicht mehr die Realität. Und das ist für uns so logisch, wie diverse Teams zu unterstützen. Wir wissen durch zig Studien, dass diverse Teams die Unternehmensgewinne erhöhen. Also das leuchtet mir dann nicht ein, dass wir noch immer nicht in diese Richtung arbeiten. Ich glaube trotzdem eine hundertprozentige Schnittmenge, dass jeder Geschäftsführer den Pain irgendwo spüren wird. Wir müssen nur die richtige Sprache finden und den richtigen Zugang finden, dass wir ihm sichtbar machen, dass dieser Pain, menschlich zu sein, auch ihn trägt. Jetzt sind wir schon relativ weit fortgeschritten, deswegen kürze ich jetzt schon ab und komme in die Schlusssequenz. Ich möchte eine Frage stellen. Ich gebe dir, ich nenne es super meine Frage, ich gebe dir alles Geld, ich gebe dir alle Fähigkeiten, die du hast. Und ändere heute eine Sache, die die Welt für uns Eltern besser macht im Berufsleben. Was ist die? [45:58] Betreuungssystem für mich. Angebot. Betreuungssystem. Also die Möglichkeit, dein Kind bessere fremdbetreuen zu lassen. Zeitlich. Ja. An den Orten. An den Orten. Also Betriebskindergarten, 24-7. Die Vereinbarkeit von allen Teilen meines Lebens, meines Seins. So dass ich das berufliche auch gerne und gut aus dass und da dass das fußt auf der betreuung. [46:26] Ich glaube, dass da schon sehr viel Thema ist, wo es jetzt akut sehr viel darum geht. Ich würde schon ganz früh ansetzen im Bildungssystem. Ich glaube, dass wenn wir mit Information arbeiten und an einem Gesellschaftsmodell arbeiten, in der eben Elternschaft, Familie, Werte eine stärkere Rolle einnehmen, dass wir uns auch im Beruflichen anders entwickeln. Und ich glaube sogar, dass Unternehmertum wirklich ein Schulfach sein soll. Weil wir arbeiten, glaube ich, in einem System, das sich so nicht mehr erhalten wird können. Sowohl Sozialsystem als auch Wirtschaftssystem, wir sehen es ja auch zusammenbrechen. Wir können ja alle dabei zuschauen, drastischerweise. Und ich glaube, dass wir da bei den Kindern und den Generationen nach uns ansetzen müssen, dass die eine neue Welt bauen. Weil wir bauen jetzt Tische, an denen Frauen endlich beteiligt sind, an denen Väter endlich beteiligt sind. Und ich glaube, wir müssen Systeme bauen, an denen wir alle beteiligt sind. Also nicht kurzfristig, sondern langfristig denken. Wobei es wahrscheinlich für beides Lösungen braucht. Absolut. Wenn sich kurzfristig nichts tut, merken wir, Stichwort Klimawandel, dann tun wir nichts. [47:34] Und wenn der Pain nicht groß genug ist. Und ich glaube, wir müssen nicht in den Schmerz hineinarbeiten und irgendwie Symptome und, ich weiß es nicht, kleine Krankheiten löschen, sondern wir müssen ein bisschen am großen Hebel drehen. Und das fängt nur mit Menschen an, die auch anders denken lernen. Was würdet ihr denn einem bewusst Paar raten, das vielleicht gerade dieses Gespräch hat, Hegi, wie macht man das mit der Karenz? Wie macht man das gescheit? Ich meine jetzt nicht, welches Modell nimmst du, sondern ich meine jetzt eher so. [48:07] Bedeckt das? Denkt über das noch? Klärt das mit dem Arbeitgeber? Gibt es da irgendwie ein Rezept? Was redet man? Ich bin kein Fail von Ratschlägen normalerweise, weil ich finde, das ist immer so individuell. Aber dann sagt das halt aus eurer Sicht. Was hättest du gern selber gehört? Also ich dachte, dass du dich jetzt auf diese Frage stürzt, weil du immer ein Mensch bist, der gerade in unseren Mentoring-Themen... [48:31] Immer zuerst in die Selbstreflexion geht. Ja, ich finde es schön, dass du das schon sagst. Ich wollte es eh sagen, aber ich wollte dir den Schatten ablaufen. Na gut, dann sagst du das. Ich glaube, es ist ganz wichtig, das auch zu einer finanziellen Thematik zu machen und ganz offen zu sprechen. Also wirklich beide Hose runter. Das verdiene ich jetzt, das verdiene ich jetzt. Das ist das Leben, das wir uns gemeinsam erhalten wollen. Und das ist die Zeit und die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln wollen. Und dann ist das eine Chart, die klar ist und wo Bedürfnisse und eigenes Vorkommen und die Familienzeit, wie man es sich vorstellt, gleichwertig aufscheint. Weil es ist oft so, ich gehe jetzt mal in Karenz und dann schauen wir mal weiter, dann ist eine frustrierte Frau zu Hause, ein Mann, der irgendwie nicht weiß, was er eigentlich falsch macht, kommt dazu. Es sind dreifache Bedürfnisse, die zusammenkommen und es ist eigentlich immer das Kind, das fokussiert wird. Und ich glaube, da können wir uns, ich mache das jetzt auf Tonband, das klingt vielleicht total schräg am Anfang, aber an geschiedenen Paaren ein Beispiel nehmen. Weil plötzlich geht es um, wie viel Zeit hat wer, wie viele finanzielle Ressourcen können wir beide hineinbringen und wie viel Zeit wollen wir mit unserem Kind verbringen. Und plötzlich gibt es da ein System. Also bitte denkt darüber vorher nach. Und das ist für mich etwas, ich habe das nämlich jetzt einem Freund als Beispiel gegeben, der wissen wollte, in welche Richtung soll ich mich jetzt irgendwie entwickeln. Und ich habe gesagt, mach es wie geschiedene Paare. [49:51] Macht seinen Deal, macht seinen Vertrag. Das hast du in einer unteren Akten fünf Folgen gesagt. Genau. Das ist ein geiler Ratschlag. Ja, ich finde das so wichtig. Mein Mann war am Anfang so, okay, das ist so crazy, was du da redest, aber irgendwie hast du recht. Ich dachte, du willst aus dem Negativbeispiel raus, aber das ist eigentlich total pragmatisch. Ich meine, das Einzige, was in dem Bereich fehlt, ist halt dann die Paarzeit. Ja, und der Rosenkrieg, der halt oft noch dazu bleibt, dass es nicht funktioniert. Aber sagen wir mal, wir hätten jetzt schon quasi einen Deal und das ist der Fokus, auf den wir uns auch als gesundes Paar fokussieren können, weil dann bleibt vielleicht auch irgendwie Zeit für alles andere. Ich darf dich auch noch fragen, was du so gern gehört hättest vielleicht selber. Jetzt kommt die Selbstreflexion. Ich meine, ich habe Psychologie und Psychotherapiewissenschaften studiert. Für mich ist es einfach wichtig, sich selber nichts vorzumachen, sondern zu wissen, was will ich, wo will ich hin. Das knüpft auch da an, was du sagst. Nämlich nicht nur bis zum Zeitpunkt des. [50:44] Eltern und Älterwerdens, sondern auch daran, wie sollte das Leben mit Kind ausschauen und was ich gerne selber gehört hätte. Weil ich bin aufgewachsen mit ganz viel Disney-Romantik und ich dachte, es wird alles super und bin dann plötzlich die ersten drei Monate habe ich auf Knien gegessen, immer oben ohne. Es hat alles getroppt, gerindig und furchtbar und ich habe mir das so nicht vorgestellt. Das ist ein Papa-Potest, watch it. Das ist okay. Auch da hast du seine ehrliche Antwort und ich glaube, darum geht es. Ich habe mir das vorgestellt, dass ich einen Glow habe und die Leute wie zum Jesuskind kommen und ich da so liege und ich bin einfach endlich golddick. Und es war alles anders und ich finde, es ist wichtig, und auch das haben wir in unserem Podcast schon gesagt, die Themen, die auf einen zukommen, auch anzusprechen. Dass der weibliche Körper zerfetzt wird, dass der männliche Hormonhaushalt irgendwie mitlebt mit der Mutter. Zwar die Mutter das Kind heranwachsen lässt in sich, aber dass auch der Vater eine neue Identität bekommt. Ja, an alle Väter zu Hause habt ihr mitbekommen, dass ihr zugenommen habt, das ist auch biologisch. Man behält bei jedem Kind fünf Kilo. [51:57] Also das einfach in sich selbst selber zu wissen, was sind meine Ziele, was sind unsere Ziele, wie soll das Leben danach ausschauen? Was will ich überhaupt? Darüber zu sprechen, wenn wir vom Weg abkommen. Weil es ist im besten Fall eine Teamreise und keine Mama-Papa-getrennte Scheiße. Also, klingt das blöd, aber rät es miteinander und sag, was du willst, weil sonst musst du nehmen, was du kriegst. Ja, genau. Das sind so Basics. Vielleicht kommen sie mal an. Ich habe selber den Fehler gemacht, es nicht zu tun. Und man will ja auch, dass die Erwartungen erfüllt werden, ohne dass man darüber spricht, weil man möchte ja noch immer in dieser romantischen Idee festhängen, dass der Partner riecht, was ich gerade brauche. Wird nicht passieren. Richtig. Das wird nicht passieren. Harte Realität. Ja, und auch als Paar stößt man an die Grenzen, weil das Kind, also das sage ich immer, das Schwierige am Elternsein ist, dass man an seine eigenen Grenzen stößt. Und da ist es gut zu wissen, die anderen Grenzen meines Partners, wo sind die Grenzen als Team vor den Kindern? Die lernst du kennen. Eben, die lernst du kennen. Und das Ding ist, du musst ja, finde ich, oder das sehen wir wahrscheinlich eher alle ähnlich, vor deinem Kind ja auch deine eigenen Grenzen verteidigen, konsistent bleiben, damit es nicht ständig an heiß-kalt gespielt wird. Da ist es gut, mit seinem Partner abgestimmt zu sein und es kommen neue Herausforderungen als Paar aufeinander zu und wenn du davor nicht gearbeitet hast, so wie du sagst, dann wirst du das kriegen. [53:19] Dann die letzte Frage. Ich habe eine Playlist, eine furchtbare, schreckliche Playlist, nennt sich die Papamia-Playlist des Grauens und auf dieser Playlist, sind die Songs drauf, nicht die, die euch gut gefallen, sondern die ihr wegen eurer Kinder so oft gehört habt, dass ihr sie nicht mehr hören könnt. Es sind schon einige oben, ich habe die meisten im Kopf, aber sag mal, was wäre das so? Es dürfen auch Titelsongen, schau in deinen Spotify-Alberitmus. Ich habe eine Playlist für meinen Sohn weil ich das mal, wenn er abgeht auf ein Lied, kommt dieses Lied. Natürlich, ja. Wir haben das auch. Das heißt Badewanne. Bei uns heißt die Playlist Badewanne. Das waren die Badewanne-Songs. Das ist so, was mich am meisten nervt. Ja, genau. Du darfst gerne, wenn du es im Kopf hast. Du hast ja bestimmt schon diesen Happy Song gehört, oder? Der wird immer empfohlen. Er hat bei uns erstens null funktioniert. Happy Song? Der Happy Song. Warte, ich sage dir genau, von wem. Jetzt bin ich gespannt. Ja, das ist nämlich immer schon lieb. Das ist das Erste. Okay. Und der hat mich wirklich genervt. Ah, schau, es geht schon los. Ja, genau. Imogen, sag man so, Heap, der Happy Song, der wird immer so als der Autofahrsong bei wirklich kleinen Babys empfohlen. Okay, der kommt drauf. Den hat er auch nicht drauf. Ah, super. Der ist mir dann schon so am Geist gegangen, weil ich irgendwie auf diesen Moment gewartet habe, wann er funktioniert. Er hat nicht funktioniert, aber vielleicht gibt es ein paar Fetern da drauf. Wenn Sie haben, dann Heap ist es gut, ja? Er hat mein Nervensystem offensichtlich durcheinandergebracht. Den hat er noch nicht. Wir haben Bibi und Tina Titelsong. [54:45] Aber da sieht man mal, dass wir dann doch Kannst du das wirklich auswählen? Wahrscheinlich zehn Jahre her. Ich habe das als Podcast zum Einschlafen, höre ich das nachher vor. Das ist das Pferdding. [54:55] Aber ich sage dir, ich habe bei einer Achtjährigen dermaßen bloß Punkte gesammelt, weil ich Maharaja wusste, dass das das Pferd ist. Na gut, aber Maharaja ist das Pferd vom Graf. Ui. Vom Graf. Aber das ist ein Insider. Okay, wirklich? Ja, Bibi und Tina und dann die Pferde gerade noch dazu. Frag mal, wie viele Eltern sie das kennen. Also ich bin da noch nicht im Game. Okay, da kommt noch. Ja, ich habe das selber mal gehört, aber da ist die Erinnerung gelöscht. Ich bin immer eingeschlafen. Bibi und Tina habe ich zum Einschlafen gehört. Ich muss sagen, dass Bibi und Tina gesagt haben. Ja, eben, deswegen habe ich es ja gehört. Also gut. Hast du noch einen Song? Ja, der Song, den wir 24, 7, 12 Monate im Jahr singen. Das Lass uns froh und munter sein. Ah, okay, gut. Und uns reicht von Herzen. In der Simone-Sommerland-Version? Okay, alles klar. Nein, pass, alles. Die Einzige, die immer kommt. Ja, klar, natürlich. Die hat ihr bisschen so aufgebaut. Die macht eigentlich ganz andere Musik. Eigentlich sollten wir Kinderlieder machen. Und was ich gar nicht mag, ist der Biene-Meyer-Sang von Helene Fischer, dass sie das geändert hat. Ja, ich meine, Karel Gott ist das Einzige. Wir sind aufgewachsen mit Karel Gott. Sie kochen uns sehr konservativ. Ich mag sie, aber das finde ich nicht gut. Also, wir sind wieder dabei. Bleibende Werte. Ja, Tradition ist wichtig. [56:09] Da sage ich euch beiden vielen lieben Dank. Herzlichen Dank. Ich verlinke in den Show Notes gerne auch die Folge, die wir bei euch aufgenommen haben. Super, danke vielmals. Dann am besten beides immer abwechselnd hören. Nur die einfach. Ja, genau, in Dauerschlein. Ja, genau, richtig. Nachdem es ein bisschen eine längere Folge war, vielleicht auf 1.2 Geschwindigkeit hören. Ja, genau, passt perfekt. Sonst machen wir Teil 2. Richtig, passt. Danke vielmals. Danke dir. Danke, ciao da draußen.

Bernhard Vosicky

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