Dein Kind ist nur Platz 2: Warum Papas zuerst auf sich schauen sollten

Episode 134
52:38

Du würdest alles für dein Kind tun. Trotzdem sagt Stefan: Als Vater auf sich selbst achten kommt zuerst.

„Wenn du einen Menschen wirklich gern hast, dann sollte es der zweitwichtigste Mensch in deinem Leben sein.“

Als Vater auf sich selbst achten, damit es der Familie gut geht

Stefan ist 45, Papa einer 18-jährigen Tochter und baut gerade sein Unternehmen FlowThatWorks auf. Außerdem ist er Ausdauersportler, Mentalcoach und personal Trainer. Deshalb sprechen wir darüber, wie Papasein, Beruf und große eigene Ziele zusammengehen.

Stefan wurde mit 27 Papa, mitten in der Vorbereitung auf seinen ersten Ironman. Er hat dieses Ziel nicht aufgegeben, denn für ihn war klar, dass die Familie oberste Priorität hat. Stattdessen hat er das Training in die Randzeiten gelegt und in den Familienalltag eingebaut. Außerdem reden wir darüber, warum klare Kommunikation in der Partnerschaft so viel entscheidet und was Kinder von uns kopieren, auch wenn wir es ihnen anders sagen.

Dennoch bleibt es nicht bei den leichten Themen. Stefan und die Mama seiner Tochter sind geschieden, die Tochter lebte im Wechselmodell eine Woche bei ihm und eine Woche bei ihr. Dabei gab es Momente, in denen sich die Wohnung sehr leer angefühlt hat. Deshalb sprechen wir auch über das Loslassen, wenn das Kind 18 ist und viel bei seinem Freund ist.

Diese Folge ist für dich, wenn du ein eigenes Ziel hast und nicht weißt, wie es neben Familie und Beruf Platz finden soll.

Kapitel

(00:00) – Intro
(04:18) – Warum Kinder im Hier und Jetzt leben und wir Erwachsenen nicht mehr
(09:51) – Der Satz, den Stefans Vater und Opa weitergegeben haben: Schau dich um, die Lösung ist da
(20:05) – Ironman-Ziel mit 23, Papa mit 27: Wie passt Training zu einem Baby?
(36:26) – Eine Woche bei mir, eine Woche bei der Mama: Wie fühlt sich das Wechselmodell an?
(44:30) – Der zweitwichtigste Mensch in deinem Leben: Warum du zuerst auf dich schauen musst

Das nimmst du mit

  • Du weißt danach, wie ein großes eigenes Ziel in den Familienalltag passen kann, ohne dass die Familie draufzahlt.
  • Du verstehst, warum Kinder uns oft mehr kopieren, als sie zugeben, und was das für dein Elternsein bedeutet.
  • Du hörst, warum ein klares „Das will ich“ in der Partnerschaft mehr bringt als Mitdenken.
  • Du bekommst einen ehrlichen Blick darauf, wie sich Trennung und Loslassen anfühlen und was Stefan daraus gemacht hat.

Über Stefan

Stefan Fencl ist gelernter Werkzeugmacher, Papa einer 18-jährigen Tochter und Ausdauersportler mit Langdistanz-Zeiten um die 11:30 Stunden. Mit seinem Unternehmen Flow That Works begleitet er Menschen in Impulsvorträgen, Workshops und 1-zu-1-Begleitungen dabei, fokussierter zu arbeiten und sich weniger ablenken zu lassen. Für diese Folge ist er relevant, weil er zeigt, wie man als Papa eigene Ziele verfolgt und die Familie dabei an erster Stelle behält.

Über Papa Mia!?

Papa Mia!? ist der Podcast von Papas für Papas. Wir sprechen über Vaterschaft, Papasein und Elternsein, über Familie und Care-Arbeit, über Väterkarenz und darüber, was moderne Väter heute bewegt.

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Papa Mia!?
Bernhard Vosicky
Stefan Fencl, Flow That Works

Transkript:

Stefan: [0:00] Wenn du einen Menschen wirklich gern hast, jetzt auch Partnerschaft, Kinder oder so, dann sollte es der zweitwichtigste Mensch in deinem Leben sein und nicht der erstwichtigste, weil der wichtigste Mensch solltest du schon immer du selber auch sein, weil nur wenn es dir selber gut geht, kannst du auch was geben für die anderen. Bernhard: [0:29] Willkommen zu einer neuen Papamia-Folge, heute mit dem Stefan Senzel. Grüß dich. Stefan: [0:33] Hallo. Bernhard: [0:34] Schön, dass du es zu mir auf die Couch geschafft hast. Wir sind mitten in den Sommerferien noch, wenn wir hier aufnehmen. Das heißt, einen Stock tiefer sitzt meine mittlerweile elfjährige Tochter und schaut irgendwas. Aber deswegen sollten zwischendurch irgendwo teenige Trappel zu hören sein, das ist meine Tochter. Aber sie hat versprochen, sich nur zu melden, wenn es wirklich notwendig ist, also wenn sie Hunger hat wahrscheinlich. Wir sitzen hier auf der Couch, weil wir über dich als Papa sprechen wollen, über dich als Unternehmer, der gerade in der Gründung von seinem Unternehmen ist, Flow That Works ist der Name, über das Thema Flow, wenn wir noch sprechen. Und wie das zusammen geht, also wie das so funktionieren kann. Du bist jemand, der vor allem im Bereich des Ausdauersports auch eine große Leidenschaft hat. Und ich kenne das als jemand, der im Ausdauersport erstens einmal selber auch eine Liebe dazu entwickelt hat, aber als Moderator sehr viel tätig ist im Bereich Triathlon, im Bereich Laufen und Radrennen. Und ich da sehr viele Dinge und Beobachtungen mache, wo wir auch ganz gemütlich darüber sprechen können. Also das heißt, es wird eine sehr interessante Folge über einen mittlerweile 45-jährigen Papa, einer 18-jährigen Tochter. Bernhard: [1:45] Nicht mehr zusammen mit der Mama der Tochter, seit ein paar Jahren geschieden. Und was da alles so mitspielt, was dich zu dem macht, was du bist und wie du auch deine Erfahrungen der letzten, sage ich jetzt mal, wahrscheinlich etwas mehr als zwei oder zweieinhalb Jahre, Jahrzehnte an beruflicher Erfahrung dazu genutzt hast, jetzt das zu machen, was du machst, nämlich anderen zu helfen, in den Flow zu kommen, Stefan: [2:10] Oder? Genau. Bernhard: [2:10] Sehr gut. Also, Stefan, willkommen. Stefan: [2:13] Ja, danke für die Einladung. Danke Bernhard. Ich freue mich, da heute hier zu sein und freue mich schon, dass wir da nicht plaudern können. Bernhard: [2:20] Jawohl. Es wird wie immer ein bisschen dreigeteilt sein, was ich in meinem Podcast ganz gern mache. Zuerst einmal, um zu wissen, wer sitzt da eigentlich? 45 habe ich schon gesagt, bist du. Das heißt, hier sitzen zwei Midlife-Crisis-Menschen neben einer Hand auf der Couch. Möglicherweise der Ausdauersport auch ein kleines Symptom. Stefan: [2:41] Ein paar Ähnlichkeiten haben wir schon festgestellt. Bernhard: [2:43] Wir haben schon Siebträger-Kaffee getrunken, von denen haben wir schon ein paar klassische Klischees unserer Männer über 40. Stefan: [2:53] Wir spielen uns beide mit Latte-Art. Ja, genau. Bernhard: [2:56] Aber ist gut so, das passt ja, dann wissen wir auch schon, worüber wir reden. Meine Hörergruppe, die Männer, die zuhören, sind auch sehr viel in dem Bereich. Bald Papa, Frisch Papa oder aber eben auch so in der Altersgruppe. Also ich sage mal, die Gen Z hört wahrscheinlich nur dann zu, wenn der Papa hören will und die Kinder zuhören müssen. Sag mir mal ganz kurz, wenn du gerade nicht auf einem Time Trial Rad sitzt und bei einem Iron Man mitmachst, wenn du gerade nicht dein Unternehmen gründest und andere berätst, wie sie in den Flow kommen, wer bist du dann? Stefan: [3:31] Ja, mein Name ist einmal Stefan, das ist einmal das Wichtigste. Ich bin ja ein Mensch wie alle anderen. Wir sind alle Menschen. Und ja, ich bin ein Mensch, der sein Leben gerne genießt und der eigentlich ziemlich im Hier und Jetzt lebt und der das sehr genießt, nicht die ganze Zeit hin und her zu schweifen in der Vergangenheit, in der Zukunft. Ich kann die Zeit einfach auch sehr gut genießen, wie sie jetzt gerade ist. Und das, glaube ich, zeichnet mich aus. Und das zeichnet auch das aus, wofür ich stehe und was ich jetzt auch ein bisschen umsetze, auch beruflich, dass ich einfach gerne die Zeit so genieße, wie sie ist. Bernhard: [4:18] Im Hier-und-Jetzt-Leben ist etwas, was wir uns von unseren Kindern abschauen können. Finde ich. Das ist was, was ich immer wieder merke, wenn ich so auch gerade jetzt, wo ich gerade aus dem Urlaub zurückkomme und dann hast du natürlich aus einem, wir haben es Club-Urlaub auch gemacht, siehst du sehr oft, wie andere Familien miteinander umgehen. Und was mir dort auffällt, und ich glaube, ich bin ja da auch nicht anders, ist ein, die Kinder sind sehr in hier und jetzt, nämlich immer. Und lustig gefällt sich die Eltern gar nicht. Also da heißt es immer so, komm, jetzt müssen wir das machen, damit wir dann das machen können. So, schmier dich jetzt ein, damit wir zum Strand gehen können. Nimm deine Schlappen und tu dir den Sand runterwaschen, damit wir Mittagessen gehen können. Und die Kinder sind aber halt gerade einfach immer dort, wo sie gerade sind. Die spielen jetzt im Wasser. Die bauen jetzt eine Sandburg. Oder die essen jetzt ihre Pancakes mit Nutella. Stefan: [5:11] Da kann man sich einiges abschauen. Schauen wir mal. Bernhard: [5:12] Warum machen wir das nicht? Stefan: [5:14] Ja, warum machen wir das nicht? Weil es uns antrainiert wird, gesellschaftlich, je älter wir werden, desto mehr sollen wir uns so quasi an diese Gesellschaft anpassen. Und das ist ein Prozess, der ein bisschen schleichend in der Kindheit, Jugend dann einfließt. Es heißt, wenn du irgendwo bist und es wird etwas angeboten zum Essen, nämlich zu viel, weil das schaut vielleicht komisch aus. Und ganz viele solche Dinge werden uns quasi in den Kopf gesetzt, was wir tun sollen, dass wir gesellschaftstauglich sind, wie wir uns verhalten sollen, was wir anziehen sollen. Und irgendwie verlieren wir das dann immer mehr. Aber zum Glück kommt irgendwann das Alter, wo sehr viele, nicht alle, aber viele dann drauf kommen, eigentlich habe ich mich jetzt sehr lange angepasst und eigentlich, was habe ich davon, wenn ich mich ein ganzes Leben lang anpasse? Du hast das Thema Midlife-Crisis angesprochen. Oft ist es ungefähr dieses Alter, wo man dann drauf kommt, eigentlich bringt es gar nichts, wenn ich mich ein ganzes Leben lang anpasse. Und dann fällt es einem oft ein bisschen leichter, wieder zurückzukommen und sich eher wieder so zu verhalten, wie man früher war, nämlich, dass man einfach das macht, auf das man auch Lust hat und sich nicht gesellschaftlich zu sehr anpasst. Bernhard: [6:30] Wenn man das ins... Übermaß steigert, dann wäre das eine klassische Kalenderspruch-Aussage, lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Willst du das unterschreiben? Stefan: [6:43] Nein, das würde ich nicht unterschreiben. Also die Aussage, ja, die kennt eh schon jeder mittlerweile. Aber ganz ohne Zukunftspläne, Ziele im Leben, würde mein Leben jetzt sich auch nicht gut anfühlen und auch nicht, glücklich anfühlen, weil ich bin ein Mensch, der sehr gerne auch Ziele und Dinge hat im Leben, auf die man sich freuen kann, weil Freude und Vorfreude ja was extrem Schönes ist. Und wenn ich jetzt jeden Tag nur leben würde, als ob es mein Letzter wäre, wäre ja diese ganze Zukunft nicht dabei und die würde ich nicht missen wollen. Bernhard: [7:23] Ich habe ein paar Mal über dieses Thema auch schon diskutiert, weil die Aussage so spannend ist, weil ich meine, jeden Tag zu leben, als wäre es dein Letzter, ist ja ein nachweislicher Blödsinn. Aber lebe jeden Tag so, als hättest du noch zwei Jahre Das finde ich spannend. Stefan: [7:38] Das kenne ich auch, die Aussage. Ich glaube, wir haben das gleiche Buch gemeldet. Bernhard: [7:41] Ich weiß nicht, aus welchem Buch es ist, aber es ist... Stefan: [7:44] Ich habe es auch vergessen, aber es ist in irgendeinem Buch. Finde ich gut. Gefällt mir schon viel besser, weil da ist schon diese langfristigere Komponente dabei. Aber es macht ein bisschen bewusst, dass nichts für die Ewigkeit ist. Und ja, da ist auch tatsächlich etwas sehr Wahres dran. Weil da braucht man nicht, glaube ich, diskutieren irgendwann hat alles ein Ende und wenn man sich das ein bisschen bewusster macht, ich sage hin und wieder so in 100 Jahren sind alle Leute weg, die jetzt gerade auf der Erde sind und da ist jede peinliche Situation löst sich in Luft auf, weil alle, die es gesehen haben, sind in 100 Jahren auch wieder weg und wenn man sich das und 100 Jahre ist als auf die Menschengeschichte ja quasi nichts. Wenn man das immer wieder sich ein bisschen bewusst macht, dann sind ganz viele Situationen, wo man sich in dem Moment denkt, oh mein Gott, was habe ich jetzt gesagt, was habe ich gemacht, aber einmal vollkommen irrelevant. Bernhard: [8:47] Absolut. Und da habe ich eine sehr interessante Aussage gehört vom Maximilian Ratzenberg, sagt er wahrscheinlich was, ein Schauspieler, ein Comedian, der gesagt hat, schau, denke an deinen Ururgroßvater. Wie heißt denn der? Stefan: [9:03] Hm, Johann, glaube ich. Bernhard: [9:05] Glaubst du, siehst du? Aber weißt du, es ist so, und irgendwann sind wir diese Personen, wo die Menschen nicht einmal mehr wissen, wie der geheißen hat. Und da merkt man, wie wenig wichtig und gleichzeitig, wie viel Gestaltungsfreiraum du eigentlich hast bei dem, was du tust. Aber wir biegen da schon extrem philosophisch ab. Stefan: [9:23] Ja, sie wird schon Philosoph. Aber da könnte ich auch viele Beispiele nennen. Bernhard: [9:28] Finde ich schön. Was ich aber spannend finde, ist, dass wir jetzt vielleicht auf das zukommen, weil wir alle, du hast vorher schon gesagt, wir sind von unserer Gesellschaft geprägt, wir sind sozialisiert in dem, was wir tun. Deswegen leben wir als Erwachsene vielleicht nicht so im Hier und Jetzt wie unsere Kinder. Weil das sind einfach Jahrzehnte an Sozialisation dazwischen, gegen die wir uns nicht wehren können, die passiert. Stefan: [9:49] Genau. Bernhard: [9:51] Was hat dich geprägt? Wie bist du aufgewachsen? Wie war dein Papa? Wie hast du Welche Werte hast du mitbekommen? Stefan: [9:59] Ja, mein Papa war, also ich sage mal, zusammengefasst sowieso ein Superpapa. Ich mag ihn total gern, früher und auch heute. Und was eine Sache ist, die mich auf jeden Fall extrem geprägt hat, mein Vater ist ein absoluter Basteltyp. Er hat auch einen handwerklichen Beruf gelernt, den gleichen, den ich auch gelernt habe, nämlich Werkzeugmacher, wo man was erschafft. Und auch mein Opa hat diesen Beruf gelernt. Und ich glaube, das ist ein bisschen, in der Familie schon drinnen. Bei so einem Beruf oder wenn man was Handwerkliches macht, da kommen sehr viele Hürden und Hindernisse, weil oft sind Sachen dann nicht genauso wie geplant. Und man muss ganz viele. Stefan: [10:49] Lösungen finden und Probleme lösen. Und, ja, von meinem Opa ist schon weitergekommen, was mein Vater mir dann weitergegeben hat, die Aussage, wenn du irgendwas brauchst im Leben, wenn du irgendein Problem hast, schau dich einfach um, die Lösung, also auch wenn es was Handwerkliches ist, man wird fast immer das finden, was man braucht, um das Problem zu lösen. Und nach vielen Jahren bin ich draufgekommen, also das stimmt wirklich, das kann ich nur empfehlen, wenn man irgendwas braucht, wenn man irgendeine Lösung sucht, schau dich einfach um, Es wird fast immer das da sein, was du brauchst. Aber ich bin dann draufgekommen, dass das nicht nur jetzt bei Problemen ist, wenn man was baut, handwerklich, was auch immer, sondern dass das im echten Leben ganz genauso ist, auch bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Problemen im Beruf, Computer. Wenn man nicht den Fokus auf das Problem legt, sondern einfach auf die Lösung und schaut, wie es weitergeht, dann ist es viel besser und man ist dann ja immer zuversichtlich. Und wenn man zuversichtlich ist, dann kommt auch fast immer das Gute, was man braucht. Und das kann ich nur sehr empfehlen, den Fokus auf die Lösung zu legen. Und das ist in meinen Eltern und meine ganze Familie lebt das irgendwie. Und das hat mich sicher geprägt und hat sicher sehr, sehr viele Entscheidungen in meinem Leben. Stefan: [12:15] Mich dahin jetzt geführt, auch wo ich jetzt bin. Das wäre wahrscheinlich ohne diese Grundeinstellung nicht passiert. Bernhard: [12:23] Ich nenne das jetzt mal den MacGyver-Ansatz. Stefan: [12:26] Ich war absoluter MacGyver-Fan. Ich habe Taschenmesser, auch mein Vater zu meinem 40er habe ich ein Taschenmesser geschenkt bekommen, mit meinem Nachnamen drauf geprägt. Also das hast du jetzt richtig erwarten. Bernhard: [12:41] Also eben dieses lösungsorientierte Denken. Ja, absolut. Hat auch, und das finde ich sehr, sehr spannend, wenn man da auf die nächste Ebene geht, etwas sehr Selbstbestimmtes. Stefan: [12:52] Absolut. Bernhard: [12:53] Also das heißt, du hast es selbst in der Hand, dein Problem zu lösen. Was aber halt auch eine, du musst das halt auch machen. Ja. Also das ist, und wenn ich das Gefühl so habe, wenn ich mir anschaue, was ich so über dich herausgefunden habe, dann zieht sich das durch. Ja, also dieses nicht nur das Lösungsorientierte, sondern das Selbstbestimmte. Stefan: [13:13] Ja. Bernhard: [13:14] Und das ist etwas, was ich sehr, sehr spannend finde, weil das ist halt, also bequem ist das nicht. Stefan: [13:22] Na ja, es ist vielleicht in dem Moment ein bisschen aus der Komfortzone gehen. Aber langfristig ist es bequem. Es sind sehr viele Sachen, und Sport ist oft mein Beispiel für viele Sachen, weil ich halt selber sehr viele Sport-Events und Ereignisse hinter mir habe. Oft ist was Unbequemes in dem Moment, vielleicht unbequem oder diese Hürde zu überwinden, dass man es mal macht. Aber langfristig profitiert man von sehr vielen unbekleineren, unbequemen Sachen, wo man mal aus der Komfortzone geht, weil halt was entsteht und weil halt eine Weiterentwicklung stattfindet. Und wenn man das mal öfter wiederholt hat, dann lernt ja der Körper und das Nervensystem, okay, wenn ich mich überbinde, wenn ich aus der Komfortzone gehe, dann ist ja eine positive Entwicklung. Und dann wird auf einmal dieses möglicherweise Unbequeme, fühlt sich sogar gut an, weil man weiß, es kommt nachher dann was Gutes raus. Bernhard: [14:22] Da gibt es ja viele Menschen, die sagen, Komfortzone ist ja eigentlich der falsche Begriff. Also das ist ja eigentlich nur die bekannte Zone. Und dann gibt es außerhalb dieser bekannten Zone, die kann ja nämlich auch ganz unkomfortabel sein. Das Einzige, was es komfortabel macht, ist, dass man halt einfach nichts machen muss. Aber auch sozusagen sich in der Opferrolle zu sehen, ist ja eine Komfortzone, weil solange du Opfer bist, hast du nichts zu tun. Das ist sehr bequem und mächtig. Und dann gibt es die Mutzone, die daneben steht quasi. Das ist die, wo du hineingehst. Stefan: [14:49] Das Zollernmodell. Ja, genau. Bernhard: [14:52] Also wir haben offenbar mehrere Bücher gleich gelesen, was ich aber auch gut finde, was sehr spannend ist, weil das hat ja auch was mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Aber jetzt hast du vorher schon gesagt, dass du dieses lösungsorientierte Denken, dieses selbstbestimmte Handeln auch sehr gerne umlegst, eigentlich in so gut wie alle Bereiche, auch auf das Partnerschaftliche hinein, auch auf das Familienleben. Was ich spannend finde und gut und richtig finde, ich möchte auch diese Werte weitergeben, so wenn du ein Problem hast, einfach nur sagen, Papa, mach das für mich. Ich hätte lieber, dass ich dir dann zeigen kann, wie du es selbst machst. Stefan: [15:27] Ja. Bernhard: [15:29] Gleichzeitig könnte man mir da unterstellen, dass ich eigentlich nicht liebstbereit bin. Auf der anderen Seite denke ich mir kurzfristig ja, langfristig nein. Stefan: [15:36] Ja, Zeigen ist natürlich eine Methode, wobei ich bin ein Fan von Vorlieben. Ich glaube, das Zeigen, was noch authentischer ist, wenn ein Kind auch sieht, wie der Papa Sachen macht, wie er Probleme löst, wie er mit gewissen Themen umgeht. Weil, wenn ich mir das jetzt vorstelle, wenn ich mir irgendwas abschauen will von jemandem, lasse ich mir lieber von irgendjemandem zum Beispiel vollkommen unsportlichen erklären, wie ich sportlich sein soll? Oder schaue ich mir von jemandem Sportlichen einfach ab, wie er das macht? Was ist das Sinnvollere? Und genauso würde ein Kind ja auch denken, unterbewusst, schaue ich mir lieber das einfach ab, was jemand macht, der damit gut zurechtkommt? Oder lasse ich mir einfach quasi irgendwas erklären und stehe aber nicht dahinter. Das ist wie ein klassisches Beispiel. Ich sitze mit dem Handy und sage dem Kind daneben, lege das Handy weg. Wird wahrscheinlich wenig Verständnis dafür haben. Aber wenn ich das selber vorlebe, solche Sachen, oder selber auch mich gesund ernähre, Bewegung mache, dann hat es viel mehr Effekt als dieses quasi, Beherzeit, der ist nicht schlecht, aber Ratschläge sind nicht schlecht, noch besser ist einfach selber so leben. Bernhard: [17:02] Also die Kinder, du kannst ihnen sagen, was du willst, sie kopieren dich im Endeffekt. Stefan: [17:08] Sehr oft schon, auch wenn sie es nicht zugeben in dem Moment. Und ich glaube, als Kind will man das gar nicht so zugeben. Und sehr oft wird dann auch dagegen geredet, aber im Endeffekt wird schon viel kopiert, glaube ich, ohne dass sie es auch wissen. Bernhard: [17:25] Deine Tochter ist mittlerweile 18. Du hast mir in der Vorbereitung zum heutigen Gespräch gesagt, dass du... Auch mit ihr gemeinsam schon einige sportliche Ausdauersachen gemacht hast, Radfahrt durch Österreich, glaube ich, Stefan: [17:41] War da. Ja, so quer durch. Ja, genau. Bernhard: [17:44] Finde ich ganz spannend. Ist das dann genau so ein Vorleben? Also, ich leite ein bisschen länger ein. Ich habe ja gesagt, ich bin unter anderem auch bei großen Ausdauerveranstaltungen als Moderator tätig. Und was ich da halt oft mitbekomme ist, dass die Altersklasse 40 bis 49 eine sehr gekämpfte ist im Männerbereich. Generell ist Ausdauersport, Triathlonsport, Laufsport ein sehr männlich dominierter Bereich. Stefan: [18:13] Es wandelt sich an die Stelle. Bernhard: [18:14] Ja, ein bisschen, aber wir sind noch weit von einer, aber es ist mir auch kein Anliegen, das auszugleichen, aber ich stelle fest. Und da sehe ich schon immer die Mama mit den Kindern nach Finish Line und der Papa, der halt dann ins Ziel kommt. Ich finde das schön, ich finde das gut zu sehen, aber ich spüre schon auch immer die Spannung, die hier ist, weil wenn du einen Ironman finischen willst und für jemand, der nicht weiß, was das ist, 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer am Radl und dann am Marathon. Das machst du nicht, also die, sagen wir so, was sind deine Zeiten? Stefan: [18:52] Langdistanz? Ja, so 11.30. Bernhard: [18:54] Ja gut, 11.30 Stunden, da sind wir eh schon sehr gut dabei. Ja, also das ist jetzt eh ambitioniert, muss man dazu sagen. Und dementsprechend, sowas verlangt Training. Und gerade das Radfahrtraining ist unendlich zeitintensiv. Und da ist halt schon die Frage dann, die ich auch oft den Papas stelle oder auch den Mamas, die dann im Ziel auf die Papas warten. Wie oft war der Papa am Wochenende weg und hat trainiert? Wie ist denn das so? Und da stelle ich mir dann schon die Frage, wie tut man das? Also hat das auch was damit zu tun, mit diesem, was du schon vorher angesprochen hast, ähm, Lösungen, du willst das haben, du weißt, du brauchst das, damit es dir gut geht, deswegen musst du diesen Weg gehen. Also, wie schafft man das? Stefan: [19:47] Naja, ich kann es von mir aus einfach erzählen, wie es so war. Bernhard: [19:52] Das wäre super, weil ich finde, das ist symptomatisch für viele und man möchte oft den Einblick haben und ich kriege ja auch oft so dann, der Mann nimmt sich den Ausdauersport als Luxus, während die Mama auf die Kinder schaut. Stefan: [20:05] Also, ich hatte das Ziel, einen Ironman zu machen, ungefähr mit 23, habe ich mir das so in den Kopf gesetzt, nachdem er einer der besten Leichtathletik-Trainer in Österreich zu mir gemeint hat, wenn du dir einen Ironman vornimmst, dann wirst du es sehen, dann wirst du es durchziehen. Das war für mich so eingebrannt, ich will einen Ironman schaffen und ich habe mein ganzes Training und meine Vorbereitung darauf aufgebaut. Bernhard: [20:34] Mit 23? Stefan: [20:35] Mit 23 circa war das. Und ich habe aber keinen Stress gehabt, aber ich habe wusste, in den nächsten fünf Jahren circa will ich das machen. Und ja, dann kam, Familie, Partner. Bernhard: [20:48] Du bist mit 27 bist du Papa geworden. Stefan: [20:50] Mit 27 bin ich Papa geworden. Das Ziel war aber natürlich noch immer da. Und ich wollte mein Ziel und ja, ich wollte das auch nicht verwerfen, weil für mich hat sich das auch gut angefühlt, diese Entwicklung dahin. Ich war mitten in der Vorbereitung. Und ja, dann kam meine Tochter und das Ziel wollte ich trotzdem unterbringen und ich habe dann überlegt, wie kann ich das machen. Stefan: [21:15] Weil ich will auf keinen Fall meine Tochter und meine Familie vernachlässigen. Also das war ganz, ganz klar. Familie ist oberste Priorität und ich habe einfach die Prioritäten für mich umsortiert. Und Familie, natürlich ganz oben, ganz klar. Beruf, auch wichtig, weil ohne Beruf, ohne Einkommen, ohne Stabilität wird auch die Familie nicht gut funktionieren. Aber dann habe ich mein großes Ziel, und das war damals, also es war dann quasi ein Jahr, bevor ich den Ironman gemacht habe, meine Tochter war eins, wie ich den ersten Ironman gemacht habe, dann kam schon mein Training. Und ich sage es jetzt gar nicht so als nur mein Training. Ich habe versucht, es so gut wie möglich in diesen Familienalltag zu integrieren. Stefan: [22:03] Ich habe einfach geschaut, dass ich das Training auch zu Hause, Ergometer kann man auch zu Hause trainieren und mit der Tochter ist in der Nähe und kann da irgendwie was machen. Und Radtraining ist natürlich das Schwierigste. Habe ich geschaut in der Früh gleich erledigen, um vier in der Früh aufgestanden, manchmal schon in die Wachau gefahren bis nach Dürrenstein, dort ein Kipferl gegessen, wieder retour und um neun am Vormittag war ich schon zu Hause und wir haben den ganzen Tag für die Familie gehabt. Also wenn man die Zeiten nutzt, die Randzeiten und auch das Training aber so gut wie möglich mit der Familie integriert, wir haben gemeinsame Radtouren dann gemacht mit Anhänger, sind von Linz nach Wien geradelt und mehr Tagestouren und so weiter. Dann ist sehr viel möglich, was man sonst gar nicht glaubt. Stefan: [22:57] Was alles möglich ist. Und ja, manche Sachen sind halt dann ein bisschen nach hinten oder in der Prioritätenliste. Ich kann mich erinnern, nach meinem Ironman habe ich mal so den Stapler angeschaut, an Post, die ich mir vorgenommen habe, die ich dann anschauen werde, wenn das erledigt ist. und der war ziemlich hoch, aber es ist nichts Schlimmes passiert. Man kann sich halt mit sehr vielen Dingen aufhalten, die eigentlich nicht wirklich dazu beitragen, was man erreichen will. Den ganzen Instagram oder sowas mache ich sowieso wenig. Aber wenn man das alles weglässt, dann merkt man erst, wie viel Zeit übrig ist, Trotz Familienalltag, trotz vieler To-dos, trotz Arbeit. Ich habe Dienstreisen gemacht, habe die Laufsachen mitgenommen, bin dort laufen gewesen. Ich bin mit dem Rad in die Firma gefahren. Ich habe alles versucht zu integrieren, weil wir auf einer Geburtstagsfeier waren. Bin ich oft mit dem Fahrrad hingefahren, die anderen mit dem Auto und wir haben uns dort getroffen. Also alles versuchen, am Spielplatz mit meiner Tochter Klimmzüge. Also es gibt so viele Möglichkeiten, man muss es nur umsetzen. Bernhard: [23:59] Wie viel war von dem ausgemacht in der Partnerschaft? Stefan: [24:03] Also meine damalige Partnerin ist da total dahinter gestanden und da bin ich auch extrem dankbar, weil sie das auch prinzipiell unterstützt hat, dass man weiterleben kann und nicht alles aufhört und auch sie geschaut hat, dass sie ihre Hobbys. Stefan: [24:26] Auf sich auch schaut und dass sie weitermachen kann mit den Dingen, die ihr Spaß machen, so gut das halt geht im Familienalltag. Natürlich ist das nicht immer einfach, aber sie hat das auch unterstützt und meine Tochter, für die war es halt ganz normal, dass der Papa oder die Familie einfach Dinge macht, die jetzt nicht nur Babybespaßen sind, sondern auch eigene Ziele verfolgt. Und ich bin damals mit meiner Tochter durchs Ziel gelaufen beim Ironman und die hat es einfach so kennengelernt. Und ich glaube, das prägt auch ein Kind. Für mich ist es jetzt überhaupt nicht ein Vernachlässigen des Familienalltags, sondern ein Vorleben, kein absichtliches Vorleben. Es wäre ja auch fake, wenn man jetzt irgendwie absichtlich was macht, damit mein Kind das vorlebt, obwohl man es eigentlich gar nicht will. Aber wenn ein Kind merkt, okay, es geht das Leben, ja, das Kind kommt auf die Welt, so wie es ist. Aber wenn das einfach Eltern kennenlernt, die Freude haben am Leben, das ist, glaube ich, das Beste, was man machen kann. Bernhard: [25:34] Da bin ich ganz bei dir. Also Kinder haben tendenziell immer den Wunsch, dass es den Eltern gut geht. Stefan: [25:38] Genau. Bernhard: [25:39] Und deswegen glaube ich auch, dass die Tochter gar nicht so die Herausforderung war, da mitzumachen, sondern ich glaube, dass es eher eine Kommunikation in der Partnerschaft ist, sich das auszumachen. Da, glaube ich, laufen viele Paare, Gefahr, dass sie das Gefühl haben, für den anderen mitdenken zu müssen, wo ich der gegenteiligen Meinung bin. Ich bin der Meinung, sag, was du willst, damit du das bekommst. Wer nicht sagt, was er will, muss nehmen, was er kriegt. Stefan: [26:10] Absolut. Kommunikation ist da extrem wichtig. Ja, genau. Bernhard: [26:13] Und zu sagen, die muss doch sehen, was ich brauche und muss mir das ermöglichen. Oder der muss doch sehen. Nein, ist nicht so. Sag, was du willst. So funktioniert es. Und da sind wir wieder bei der Selbstbestimmung. Und da schließt sich jetzt der Kreis an dem Ganzen. Ich würde niemals auf die Idee kommen, jemandes Beziehung zu verurteilen, weil sie nicht so ist, wie ich es will, wenn die das ausgemacht haben. Wenn du in deiner Beziehung das so leben möchtest, dass du die Person bist, die was auch immer, keiner Erwerbsarbeit nachgeht, sondern ein Leben für die Familie da ist und du willst das so und dein Partner und deine Partnerin ist zufrieden damit. Wer bin ich denn, dass ich das verurteile? Stefan: [27:04] Richtig. Bernhard: [27:05] Das ist doch nicht mein Job. Nur weil es nicht so ist, wie ich es will. Ja, also das Letzte, was ich möchte, ist das zu tun. Deswegen immer die Frage, ist das ausgemacht? Also das Problem wäre nur dann, wenn du... Sechs Stunden lang Radfahren gehst, danach noch ein bisschen Koppeltraining anhängst mit Schwimmen und Laufen. Stefan: [27:21] Ja, und man halte sich überhaupt nicht an die Einfahrung an. Genau, genau. Richtig. Bernhard: [27:26] Und die Family zahlt dann drauf, wenn du es ausmachst und das für dich passt, für deine Partnerin und fürs Kind. Ja. Hey, dann beneide ich dich um diese Klarheit im Endeffekt, oder? Stefan: [27:36] Ja, Klarheit ist das Um und Auf. Also das ist tatsächliche Mehrheit, dass auch Klarheit entsteht im Tun, ist mein Slogan von der Firma. Also von Klarheit halte ich sehr viel. Klar kommunizieren, Dinge klar aussprechen. Da ist schon sehr, sehr viel gemacht, was zu einem entspannten Lebensstil, führt, weil sehr, sehr, sehr viel scheitert an Missverständnissen, nicht klar ausgedrückte Sachen. Und so entstehen oft der Ursprung von Konflikten, wo man sich nachher denkt, das sind Konflikte wegen fast nichts, aber der Ursprung ist oft, dass einfach nicht klar kommuniziert wurde und das schaukelt sich dann oft auf, und das kennt eh jeder, wie sich Konflikte dann wegen einer Mini-Kleinigkeit oft ausschaukeln können und deswegen klar kommunizieren wir 100% bei dir. Bernhard: [28:38] Kommunikation ist ja auch, da kommen wir jetzt schon ein bisschen auf den Bereich, du hast gesagt, du bist Papa geworden. Wie hat denn das das verändert? Also wie hat denn dein Leben, weil für uns Papas ändert sich das ja meistens erst wirklich mit der Geburt. Frauen haben da ein bisschen einen Anlaufzeitraum durch die Schwangerschaft und kriegen da schon mehr mit, weil sich auch der Körper verändert. Hat für uns verändert sich der körper ja nicht so wirklich aber meistens dann erst wirklich wenn die wenn die vaterschaft beginnt mit der geburt des kindes was hat sich bei dir verändert Stefan: [29:15] Hm, naja, natürlich hat sich von einem Tag auf den anderen mein ganzes Zeitmanagement komplett verändert. Es war auf einmal ein Kind da, das vorher gar nicht da war und es hat sich verändert, das auf einmal extrem, ja, irrsinnig was Schönes im Leben, was einem ja auch viel Energie und Freude bereitet, aber auch viel Kraft und Energie kommt. Das ist so ein, ja beides natürlich. Ich war überglücklich über meine Tochter. Es ist natürlich als Vater, ich weiß nicht, wie es den anderen geht, man lernt sich erst so richtig kennen. Für die Mutter ist man ja quasi schon mit dem Kind in, einem Körper, aber als Vater muss man sich ja so richtig erst annähern und kennenlernen und je besser man sich dann kennenlernt, Kind und Vater, desto schöner wird es irgendwie, habe ich das Gefühl gehabt. Stefan: [30:22] Und verändert hat sich natürlich, dass man dann eben, ganz viele Dinge ein bisschen anders organisieren muss im Leben, um dem ganzen Alltag, Beruf, alles dann gerecht zu werden. Aber ansonsten würde ich sagen, dass ich einfach die, ja von den Werten hat sich grundlegend nichts Großartiges verändert, weil diese Werte, die mir wichtig waren, das habe ich so weitergelebt. Es war halt ein Kind da, das ich irrsinnig gerne mochte. Bernhard: [30:58] Du kannst jetzt mittlerweile 18 Jahre Vaterschaft zurückblicken, das zählt schon, Stefan: [31:02] Das ist schon okay. Bernhard: [31:04] Bist du der Papa, der du sein wolltest? Stefan: [31:08] Das definitiv. Jetzt kann ich es wie aus der Pistole geschossen beantworten. Ich habe sicher nicht alles perfekt gemacht. Das ist nie möglich. Auch nicht der Anspruch hoffentlich. Also waren sicher viele Dinge dabei, die man anders machen könnte. Aber ich bereue gar nichts in meiner Vergangenheit und auch in dem Familienleben, weil ich eins behaupten kann, ich habe immer zu dem jeweiligen Zeitpunkt mit der Lebenserfahrung, die ich, damals war es natürlich viel weniger, aber mit der Lebenserfahrung, die ich zu dem jeweiligen Zeitpunkt hatte, die Entscheidungen bestmöglich getroffen habe, mit dem Wissen und Lebensentscheidung, also mit der Lebenserfahrung und mit dem Wissen, die Entscheidungen eben so getroffen habe, dass ich das bestmöglich machen kann für die Familie, für mich, für den Beruf, für das Gesamtpaket. Und deswegen bin ich absolut zufrieden, wie es gelaufen ist. Bernhard: [32:07] Ich meine, normalerweise sage ich immer, die Einzigen, die wirklich beantworten können, ob du ein guter Papa bist, ist dein Kind. Was würde sie denn sagen, wenn ich sie jetzt frage? Stefan: [32:17] Ja, ich glaube, sie würde sagen, dass sie sehr viel schöne, coole Zeit auch mit mir verbracht hat, dass ich da bin für sie und das ist mir das Allerwichtigste, dass sie das Gefühl hat, sie ist jetzt 18 und sehr selbstständig, dass sie einfach weiß und das weiß sie definitiv, das habe ich ja auch offen öfter so gesagt, dass sie jederzeit sich melden kann bei mir, dass ich immer da bin. Und das spürt sie und ich glaube, das würde sie definitiv sagen. Ich habe einen Papa, der hinter mir steht, der da ist, wenn ich ihn brauche, und der mich nicht kontrolliert, der mir meine Freiheiten lässt, aber der da ist, wenn ich gerne einen Papa brauche. Bernhard: [33:03] Ich merke, das geht dir gerade nahe, oder? Stefan: [33:07] Ja, ein bisschen, weil dieses Dasein ist mir extrem wichtig und, das will ich, das ist eines der wichtigsten Sachen eigentlich und das ist auch etwas, was ich von meinen Eltern sehr stark mitbekommen habe, kann mich auch erinnern, mein Vater hat mir das mal kann mich sogar noch ganz genau erinnern, wo er mir das gesagt hat damals, wir sind im Auto gefahren, irgendwo am Land, ich habe sogar nicht einen Ort im Kopf, aber wie er gemeint hat du, Buh, wenn du etwas brauchst, das ganze Leben ich bin immer für dich da und das ist einfach Und manche solche Aussagen sind so prägend, dass sie ein Leben lang bleiben. Und das habe ich meiner Tochter auch versucht, so mitzugeben. Ich habe mir gedacht, ja, das ist eine Einstellung, das ist wirklich cool, wenn man das den Kindern weitergibt. Und genau das will ich auch für meine Tochter sein. Bernhard: [34:03] Sie ist jetzt 18, ich sage mal wahrscheinlich, das ist auch hart, braucht sie dich jetzt gar nicht mehr so, wie sie dich einmal gebraucht hat? Stefan: [34:12] Ja, wobei, da würde ich jetzt nicht ganz unterschreiben, ich glaube, das hört mit dem Alter nicht auf. Also ich bin jetzt 45 und bin noch immer dankbar, dass ich Eltern habe und das zählt jetzt für meine Mutter und für meinen Vater, also beide Eltern. Ich glaube, das ist eines der schönsten, wertvollsten Dinge, die Eltern auch bleibend irgendwie mitgeben können, dass sie vermitteln, ich bin da, wenn du was brauchst. Also auch wenn man älter ist, gibt es manchmal Dinge, die man vielleicht besprechen will, fragen will. Aber einfach nur, die Eltern sind halt die Menschen, die... Im Idealfall immer da sind, solange sie leben. Wenn man einfach weiß, okay, die sind einfach präsent und da, und wenn ich wirklich was brauche, dann habe ich meine Eltern, das ist auch ein schönes Gefühl, finde ich, jetzt auch als 45-Jähriger, bin ich noch immer extrem froh, das Gefühl zu haben. Und das habe ich zu 100 Prozent. Ich weiß, wenn ich meinen Vater jetzt anrufe, sofern er irgendwie abheben kann, was er eh meistens kann, würde alles für mich machen, was irgendwie möglich wäre oder so. Und bei meiner Mutter genauso. Bernhard: [35:20] Fühlst du dich manchmal verpflichtet, da auch was zurückzugeben deinen Eltern? Stefan: [35:24] Verpflichtet nicht. Aber weil es, finde ich, nicht die Aufgabe der Kinder ist, das zu kompensieren. Das würde ich jetzt nicht als Verpflichtung sehen. Aber ich mache es gerne. Also ich schaue, dass ich auch öfter mal Anrufe besuche, dass wir einfach eine schöne Zeit verbringen. Bernhard: [35:48] Das Handy einstellen, am Computer was organisieren. Stefan: [35:50] Absolut. Du kennst die Sachen, Austria-ID und solche Sachen. Wahnsinn, was man da Zeit verbringen kann damit. Wohl wahr, ja. Aber ich mache es gerne, weil ich einfach das so zu schätzen weiß, was ich mitbekommen habe und auch diese Lebenseinstellungen, diese Werte und ich wäre sicher nicht der Mensch, ohne diese Zeit, die ich mit meinen Eltern verbracht habe, wäre mein Leben jetzt sicher nicht so, wie es jetzt ist und deswegen gebe ich das einfach gerne zurück, so gut es halt geht. Bernhard: [36:26] Wie deine Tochter 13 war, habt deine mittlerweile Ex-Frau und du erscheinen lassen. Wie war das für dich jetzt nicht mehr zu 100% selbst bestimmen zu können, wann du deine Tochter immer siehst? Stefan: [36:45] Ja, wir haben das geregelt mit einer Woche bei mir und einer Woche bei der Mama. Bernhard: [36:50] Trotzdem in der Woche, wo sie bei der Mama ist, ist sie nicht bei dir? Stefan: [36:53] Ja, war für mich natürlich eine Umstellung, aber es war halb so wild, muss ich jetzt sagen, weil es einfach gut geregelt war und weil wir eine klare Regelung eben hatten, die, ja dafür gesorgt hat, dass man planen konnte. Und dass ich einfach das Gefühl hatte, damals auch schon, dass meine Tochter, also ich weiß, dass es bei der Mama auch extrem gut geht und sie fühlt sich bei beiden wohl. Und deswegen hatte ich jetzt nie ein schlechtes Gefühl oder so oder Angst, dass da irgendwas schief geht oder so. Also, ja, für mich war das absolut jetzt kein, Unwohlsein-Gefühl dabei, nur weil sie jetzt nicht da war oder dass ich jetzt irgendwie Kontrollverlust oder so hätte, weil ich das Gefühl habe, meine Tochter ist sehr selbstständig, der Mama kann ich zu 100% vertrauen, die steht auch 100%ig hinter meiner Tochter und mit dem Gefühl kann man gut leben. Bernhard: [38:07] Was ich von Papas in meinem Umfeld höre, die auch quasi ein Doppelresidenzmodell leben, wie ihr das offenbar auch macht, kriege ich mit, dass so dieses am Ende der Woche, wo sie bei dir war, wenn sie dann zur Mama geht. Dass da eine gewisse Leere da ist, wenn dann plötzlich... Stefan: [38:32] Ja, natürlich, diese Zeit ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Man kennt ein Familienleben, wo viel Halligalli ist, kleine Kinder, Kindergeburtstagsfeiern, alles Mögliche. Und nach vielen, vielen Jahren gibt es dann auf einmal Momente, wo keiner da ist. Und das ist auch sehr spannend eigentlich im Leben, so diese Momente, wo ich einmal die Wohnung nur für mich hatte, du weißt, ich spiele gern Gitarre, bin gern laut auch in der Wohnung mal, aber diese Momente, wo ich mal alleine in der Wohnung, war, waren in dem Familienleben halt an der Hand abzuzählen im ganzen Jahr. Manchmal habe ich mich gefreut wie Weihnachten, dass einmal niemand da ist und einfach nur Ruhe zu Hause ist. Und auf einmal gibt es diese Momente eher viel öfter und das ist natürlich sehr gewöhnungsbedürftig. Aber man kann, wenn man eben diese Einstellung hat, die ich vorher kurz beschrieben habe, wenn irgendwas sich verändert, wenn was nicht so läuft, wie es sich gerade gut anfühlt, dann nach der Lösung suchen und nicht nach sich in dem Problem und in diesen Frust irgendwie rein versinken. Stefan: [39:52] Dann entstehen wieder neue Sachen, neue Hobbys, neue Kontakte, neue Gruppen, wo man mitmachen kann. Ich habe dann zum Kajakfahren begonnen, bin im Kajakverein. Also es entsteht dann wieder was Neues. Wenn man offen ist und bereit ist, das Leben ein bisschen anzupassen an die Lebenssituation. Und damit hat das eigentlich gut funktioniert. Bernhard: [40:13] Hat ja auch ein bisschen was mit Loslassen zu tun. Ich glaube generell, dass du mittlerweile, wenn deine Tochter 18 ist, in einem Bereich des Loslassens schon sehr stark eigentlich sein musst. Stefan: [40:24] Mittlerweile wohnt sie ja auch. Sie hat einen Freund, sie ist eigentlich mehr dort. Wie ist das eigentlich? Bernhard: [40:29] Wie ist das, wenn die Achtung einnimmt? Stefan: [40:31] Wie ist es für dich? Ganz easy kann ich ganz easy beantworten. Es hat mir, nicht einmal einen 0,1% Stress verursacht, weil ich meine Tochter sehr gut kenne und ich habe erfahren, dass sie einen Freund hat, aber habe ihn noch nicht gekannt zu dem Zeitpunkt. Aber ich vertraue meiner Tochter so 100%, dass, Dass sie keinen Blödsinn macht, dass sie sich mit Menschen umgibt, die ihr guttun. Also das war für mich wirklich, ich kenne diese Frage, wundert mich jetzt auch nicht, weil die Frage ich schon öfter bekommen habe, aber es hat mich wirklich nicht gestresst und gar nichts. Weil ich glaube, wenn man das Grundvertrauen noch hat zu seinem Kind, zumindest war es bei mir so, hat das jetzt nichts ausgelöst, nichts Schlimmes. Ich freue mich riesig für sie. Er ist wirklich ein sehr cooler Mensch, ihr Partner. Und dass sie jemanden gefunden hat, mit dem sie glücklich ist. Also für mich fühlt es sich extrem gut an. Bernhard: [41:34] Hättest du gern, dass deine Tochter einen Freund hat, der so ist, wie du 18 warst? Stefan: [41:41] Nein. Weil ich will niemand, keinen Menschen irgendwas, sie ist ein eigener Mensch, sie soll einen Partner haben, der für sie stimmig ist und das wäre ja wie ein Lottosexer, dass für sie das auch stimmig wäre, wenn sie einen Menschen hätte, der genauso ist wie ich, also nein. Bernhard: [42:03] Gleichzeitig ist man halt auch als Papa das erste Männerbild, dass Kinder vor allem sowohl Söhne als auch Töchter mitbekommen. Also du bist das erste und präsenteste Männerbild. Stefan: [42:12] Absolut. Bernhard: [42:13] Und ich sage immer, bitte nicht schlechter als ich. Also weißt du, nach oben, viel offen, aber bitte, Mindestmaß. Mindestmaß wäre ich. Das wäre so ganz fein eigentlich. Finde ich sehr cool. Und wie geht es dir mit dem Loslassen bei einem volljährigen Kind? Ich meine, man sagt immer so 75 Prozent der Zeit mit dem Kind hast du, bis sie zwölf sind. Alles danach sind nur noch ein Viertel. Das heißt, du hast eigentlich, puh. Also ich habe ein bisschen Angst vor diesem Empty-Nest-Syndrom, sagt man, wenn die Kinder flüge sind. Stefan: [42:46] Es ist tatsächlich eine Umstellung, Aber so wie vieles im Leben, bleibt ja fast nichts konstant. Und wenn man bereit ist, sich an die neue Lebenssituation anzupassen, dann finde ich, kann man, also mir ist es, es waren schon Momente, wo dann auf einmal sich die Wohnung sehr leer angefühlt hat. Also mag ich jetzt auch nicht schönreden, aber ich habe dann eben, wie gesagt, nicht geschaut, dass ich das angenommen habe, okay, es ist jetzt so. Meine Tochter ist selbstständig, ich habe eine wunderbare Tochter und ich kann stolz sein, dass sie so selbstständig sein kann. Also ich habe dann wirklich das als Zeichen quasi angenommen. Stefan: [43:31] Und dann die Situation angepasst im Leben, dass es auch wieder für alle passt, weil mir auch ganz bewusst ist, wenn es mir gut geht, ist es auch für meine Tochter gut und für alle gut und restliche Familie gut und auch für meine Freunde und für mich dann im Endeffekt auch gut. Und das Beste, was man machen kann, ist, dass man schaut, dass man auf sich selber eben achtet und es einem gut geht und ein Kind, das einen Vater oder Eltern hat, um die er sich keine Sorgen machen muss in keinster Hinsicht, das ist eine Freiheit, die man dem Kind ja auch mitgibt, damit ein Kind ein Leben wirklich sorgenfrei leben kann, weil nichts Schlimmeres ist, wenn sich das Kind um die Eltern kümmern muss und Sorgen machen muss. der ist einsam und was. Genau. Also deswegen weiterleben und schauen, dass man die Situation so annimmt und das Beste aus der Situation macht, wie es halt gerade ist. Bernhard: [44:30] Dieses klassische Schutzmasken-Bild, das man aus dem Flugzeug kennt. Also schaut, dass du dir das aufsetzt, dann den Kindern. Weil wenn es dir nicht gut geht, hat es keinen Sinn, auf andere zu schauen. Stefan: [44:45] Da gibt es auch, vielleicht hast du das gleiche Buch gelesen, wir haben ja schon ein paar. Wenn du einen Menschen wirklich gern hast, jetzt auch Partnerschaft, Kinder oder so, dann sollte es der zweitwichtigste Mensch in deinem Leben sein. Und nicht der erstwichtigste, weil der wichtigste Mensch solltest du schon immer du selber auch sein, weil nur wenn es dir selber gut geht, kannst du auch was geben für die anderen. Also da ist schon das Wahres dran, finde ich, dass man eben auf sich selber achtet, weil nur mit dem Achten auf sich selber kann man auch den anderen was geben. Bernhard: [45:21] Ist das das, und da komme ich jetzt schon langsam in Richtung das, was heute da ist, bevor wir dann zum Schluss kommen, ist das was, was du in deinem Unternehmen, in deinem, was du jetzt tust, Flow That Works, was du da mitgeben möchtest, also schau auf dich? Stefan: [45:38] Definitiv. Also das ist sicher eine Aussage, die ich zu 100 Prozent unterstreiche und auch. Stefan: [45:46] Etwas, was ich mitgeben will an Leute, die mit mir da irgendwie in irgendeiner Form zu tun haben, weil es einfach eine wichtige Lebenseinstellung ist. Es geht bei Flow That Works um sehr viel Präsenz. Es geht darum, die Momente einfach auch zu genießen oder im Moment zu sein, wie du heute auch bist. Und gerade in der Welt voller Ablenkungen heutzutage, trotz diesen ganzen Ablenkungen bei sich zu sein und auch im Arbeitsalltag was weiterzubringen und fokussiert arbeiten zu können. Also jetzt auf das ganz einfach heruntergebrochen, sehr viel geht es darum, wo ich mit Impulsvorträgen, Workshops und auch 1 zu 1 Begleitungen Menschen unterstütze, dass sie fokussierter sind, weniger ablenken lassen und dann mental einfach stärker sind, mental besser performen, also ein besseres Gefühl haben. Stefan: [46:49] Trotz viel To-dos, viele Aufgaben, aber trotzdem am Ende vom Arbeitstag sich gut fühlen und auch was weitergebracht haben, weil das sehr viel, sehr stark damit einhergeht, fühle ich mich gut oder fühle ich mich nicht gut. Wenn ich einfach nur herumirre, alles Mögliche, viel beschäftigt war, aber eigentlich gar nicht so richtig Fortschritte sehe, dann fühlt man sich meistens nicht gut. Und genau da will ich Menschen unterstützen und unterstütze ich Menschen, um öfter was weiterzubringen und sich besser zu fühlen dabei. Bernhard: [47:21] Ist dieser Rat, also ich stelle ja immer die Frage an meine Interviewgäste, was sie ihrem kinderlosen Ich mit dem Wissen von heute als Ratschlag geben würden. Und das hätte ich natürlich auch gerne von dir, dass du mir sagst, wenn du jetzt dem Stefan gegenüber sitzt mit 26, der noch kein Papier ist, was sagst du dem mit dem Wissen von heute? Stefan: [47:52] Ja, da würde ich sagen, vertraue dem Leben, weil was ich durch dieses ganze Familienleben und die ganzen Dinge, wie sich es entwickelt haben, auf jeden Fall gelernt habe, dass auch wenn man sehr viele Pläne hat und sehr viel sich ausmalt, wie die Zukunft aussehen kann und, wie alles sich entwickeln wird, Und es wird mit höchster Wahrscheinlichkeit anders kommen, als man sich das so, alles am Anfang denkt. Und das ist aber voll okay. Das ist überhaupt kein Problem. Aber wenn du dem Leben vertraust, dass sich die Dinge so entwickeln, wie sie sich entwickeln dürfen, und zuversichtlich bist, dass auch, Dinge, die sich jetzt vielleicht schlecht anfühlen oder Probleme auftauchen und Schwierigkeiten und extrem schwierige Situationen. Oft kommt man später drauf, dass genau diese schwierigen Situationen oder Probleme eigentlich genau das Richtige waren und wichtig waren, dass die so eingetreten sind. Und es, stehen total super Dinge dann im Nachgang. Und die Erkenntnis habe ich auf jeden Fall in der ganzen Zeit gemacht. Und die hätte ich mir schon viel früher gewünscht. Hätte wahrscheinlich mehr Leichtigkeit und mehr Lockerheit in mein Leben schon reingebracht von Anfang an, vom Beginn des Familienlebens. Also Vertraue dem Leben. Bernhard: [49:20] Das Problem ist nur, du hättest dir ja als 26-Jähriger nicht geglaubt. Stefan: [49:24] Absolut. Das ist deswegen, auch wenn so Opas oder Omas oder so, es ist ja, wie du sagst, 100% richtig. Man muss selber die Erfahrungen machen im Leben, damit man es dann auch wirklich glaubt, die Wiederholungen. Das ist so. Also alle, die das jetzt hören, man kann es sich nicht mitnehmen, wahrscheinlich wird es eh nicht so funktionieren, aber vielleicht, auch wenn es nur eine Mini-Kleinigkeit davon ist oder auch nur ein Prozent davon, alles tragt dazu bei, dass man sich weiterentwickelt. Auch wenn man sich nur ein Mini davon abschaut, ist schon ein bisschen was getan. Bernhard: [50:08] Und dann darf ich euch noch mal den Beitrag bitten für die Playlist. Für meine Playlist des Grauens, wo die Songs draufkommen, die deine Tochter in dem Fall so lange gehört hat, dass du eigentlich die, wahrscheinlich war es bei dir in der CD. Stefan: [50:24] Es war noch CD-Serie. Bernhard: [50:27] Aber die hättest du am liebsten am Balkon als Taubenabwehr montiert, weil du die nicht mehr hören möchtest. Was war der Song? Stefan: [50:35] Also der Song, den ich am öftesten gehört habe, war definitiv Bibi und Tina. Meine Tochter liebt Pferde und das hat sie auf- und abgespielt. Ich weiß nicht, ob der schon auf der Playlist ist. Bernhard: [50:46] Der ist noch nicht drauf, aber es gibt ja zum Glück von dem Song auch mehrere Versionen. Stefan: [50:50] Ja, sie hat diese klassische von der CD. Bernhard: [50:53] Gut, aber du bist auch ein ausgewiesener Bibi und Tina Experte? Stefan: [50:58] Kann man so sagen, zumindest das Lied kenne ich. Bernhard: [51:00] Pass auf, wir machen mal eine kurze Frage, weil ich bin ja gerade da drinnen in der Welt. mit meinen Töchtern. Du weißt bestimmt, wie heißt... Das Pferd von dem Graf Falco von Falkenstein. Stefan: [51:15] Nicht gleich, oder? Ich glaube, es ist Geopatra. Okay. Du bist noch mitten. Ich bin drin. Bernhard: [51:23] Bibi und Tina-Fans, wenn ich das jetzt falsch war, und ich bin mir nicht sicher, ob es Maharaja oder ich glaube, Maharaja ist vom Alex, das ist der Sohn, und Geopatra ist vom Grafen. Stefan: [51:34] Ja, meine Tochter könnte es beantworten. Bernhard: [51:37] Liebe Tochter von Stefan, wenn du gerade zuhörst, kommentiert den Namen des Pferdes von Graf Falco von Falkenstein. Das wäre wichtig. Stefan, ich danke dir vielmals, es hat super Spaß gemacht. Danke mir auch. Wie ich dir vorher gesagt habe, ich habe da ein paar Fragen, meistens schaue ich nicht drauf, weil wir eh ins Gespräch kommen. Das war genau so. Dank dir vielmals. Wenn es euch gefallen hat und ich hoffe, dann schickt es das gerne an jemanden weiter, der vielleicht gerade so in einer Situation ist, wo er nicht sicher ist, ob das, was da gerade passiert, auch gut ist. Langfristig wird es gut, so wie du es gesagt hast. Vertraut es darauf. Schickt es den Podcast gerne weiter. Vielleicht braucht der oder die Person gerade diesen Podcast, ganz wichtig. Und wer noch nicht hat, abonnieren und bewerten. Und das wäre wichtig. Stefan, dank dir. Stefan: [52:23] Danke sehr.

Bernhard Vosicky

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