Die bittere Wahrheit über Weihnachten 2024
Episode 63
22:30
+++NEU!! „Papa Mia!?“ auch als Video Podcast auf Spotify und Youtube+++
Die Weihnachtsfolge 2024! Und Dominik und ich fragen uns:
- Dürfen wir unsere Kinder anlügen?
- Wer befüllt den Adventkalender?
- Kommt der Weihnachtsmann auch durch die Wärmepumpe?
Wir wünschen euch schöne Weihnachten!
(00:00) – Intro
(03:44) – Dürfen wir unsere Kinder anlügen?
(08:08) – Ans Christkind glauben?
(15:07) – Ist Weihnachten NUR ein Kinderfest?
(20:25) – Wie zeitgemäß ist Belohnung fürs „Brav sein!“?
//
Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec
„Papa Mia!?“ auf Instagram – https://www.instagram.com/papamiapodcast/
„Papa Mia!?“ auf TikTok – https://www.tiktok.com/@papamia.at
„Papa Mia!?“ auf Facebook – https://www.facebook.com/papamiapodcast/
Dominik im Netz – http://www.dieschreibmaschine.at
Transkript:
Bernhard:
[0:00] Victor Elfen, Nikolaus Krampus, Christkind, Weihnachtsmann.
Dominik:
[0:04] Der kommt den Kamin runter, wir haben keinen Kamin.
Bernhard:
[0:06] Richtig, wie macht er das? Wie macht er das?
Dominik:
[0:08] Kommt er auch in die Luftwärmepumpe?
Bernhard:
[0:09] Das ist die Frage. Kommt der Weihnachtsmann auch über die Luftwärmepumpe?
Dominik:
[0:14] Papa Mia. Eine Männersache.
Bernhard:
[0:20] Achtung, das ist unsere Weihnachtsfolge. Das heißt, der Dominik und ich, wir sprechen über Weihnachten. über alles, was Weihnachten betrifft, oder?
Dominik:
[0:30] Alle Details, alles, was vielleicht manchen den Spaß dann auch verderben könnte.
Bernhard:
[0:35] Genau, weil wir haben Geheimnisse, wir haben die Hintergrundinfos, wir haben Insiderwissen, wir wissen, wo...
Dominik:
[0:40] Wir haben uns alles eingeholt von allen Experten, die da draußen herumfliegen.
Bernhard:
[0:43] Also wenn da jetzt Leute zuhören, die das vielleicht nicht hören sollten, hör die Folge nicht jetzt. Ansonsten willkommen. Willkommen zur Weihnachtsfolge 2024, der Blick auf die offizielle Rennuhr. sagt, es ist der 12. Dezember, wo wir hier jetzt aufnehmen. Das heißt, wir haben Adventkalender-Halbzeit. Dominik, Konstantin und du und die Bianca, was habt ihr für Adventkalender? Wichtigste Frage zu aller an.
Dominik:
[1:08] Dieses Jahr und auch letztes Jahr einen selbstbefüllten.
Bernhard:
[1:12] Selbstbefüllt.
Dominik:
[1:13] Das ist am besten skalierbar. Man kann auf Tagesbefindlichkeiten super einsteigen. Man kann nachbessern.
Bernhard:
[1:23] Befindlichkeit meiner Kinder ist immer Schokolade. Da würde das auch funktionieren.
Dominik:
[1:26] Dann kannst du die Schokolademenge nach Tagesverfassung in der Früh noch mal nachlegen.
Bernhard:
[1:31] Ist in der Früh? Ist Adventkalender bei euch früh? Ist in der Früh.
Dominik:
[1:33] Wir haben es uns überlegt, weil es ja doch auch dazu führen könnte, dass er womöglich um zwei in der Früh aufhubt und sagt,
Bernhard:
[1:38] Was ist los? Geht schon los? Genau, können wir schon loslegen. Ja, ich verstehe. Das heißt, ihr habt in der Früh Adventkalender und was sind da so Sachen drinnen? Also wenn ihr das selbst befüllt?
Dominik:
[1:49] Im Moment würde ich sagen, im Vergleich zu Weihnachten und was dann noch kommt, ist der super.
Bernhard:
[1:55] Also Schmoren, kleiner Schmoren, oder wie?
Dominik:
[1:58] Ja, kleine, diese Tierfiguren, sehr hochwertige Tierfiguren.
Bernhard:
[2:03] Schleichfiguren, wir dürfen es nur sagen. Also falls Leute, Marketingmenschen von Schleich zuhören, wir sind alle käuflich. Da haben wir das Pulver verschossen. Macht nichts. Gut, die sind drinnen, ist aber cool. Ja, das ist wirklich ein super Adventkalender. Das ist für dich, oder? Die Schleichfiguren sind für dich.
Dominik:
[2:18] Und die Verpackung, mit der darf man sich kurz spielen.
Bernhard:
[2:20] Ja, okay, ich verstehe.
Dominik:
[2:21] Also das ist, glaube ich, ganz gut, weil man eben selber überlegen kann, was da reinkommt.
Bernhard:
[2:28] Wir haben sechs Adventkalender. Jeder von uns hat einen, einen Süßigkeiten-Advent-Kalender. Also meine Frau hat so einen, wo so unterschiedliche Kügelchen drinnen sind. Ich habe einen mit so Krokant-Ecken. Die Kinder haben klassische Schokolade. Und dann haben wir noch einen zum Selbstbefüllen, den ich ursprünglich eigentlich so quasi in der Zeit der ersten Verliebtheit mit meiner Frau ihr geschenkt habe und dann nicht für sie mehr befüllt habe. und dann wurde das quasi adaptiert und ist jetzt quasi der Familienadventkalender und dann hat meine große Tochter, die jetzt bald sehen wird, hat uns der ganzen Familie einen gemacht und selbstständig gebastelt und auch die Säckchen genäht und so weiter also muss ich wirklich sagen, kreative Meisterleistung und sehr cool, freut man sich jeden Tag sie vergisst zwar ab und sowas reizig und das ist lustig das ist auch ganz wichtig, es ist kein Mythos für die Kinder, dass das jetzt nicht irgendein Wichtel oder was auch immer befüllt, sondern das dürfen wir sein. Das ist wirklich ganz offiziell.
Dominik:
[3:31] Der ist ehrlich befüllt. Ja, ja. Offiziell befüllt. Das macht es ja schon irgendwie.
Bernhard:
[3:34] Es wäre ja auch schon möglich.
Dominik:
[3:37] Kann man alles zurückgeben?
Bernhard:
[3:38] Ja, kann man alles. Nein, es gibt kein Rückgabe-Recht, leider bei den Sachen.
Bernhard:
[3:41] Aber wir haben es alles selbst gemacht und das passt auch. Weil ansonsten, und ich glaube, das ist ja auch ein Hauptthema von dem, worüber wir reden, ist Weihnachten schon ein bisschen eine verlogene Zeit.
Dominik:
[3:50] Es ist, ich habe es als elterliche Masterclass fast schon bezeichnet. Wirklich? Es ist so schwierig. Also jetzt für einen wie mich, der erstens mal schnell mal was rausblabbert womöglich, auch schlecht im Lügen ist eigentlich, die Geschichte drumherum, wenn ich mal drin bin, geht's. Aber wenn man bei jedem Satz so aufpassen muss, deswegen ist das jetzt gerade so erfrischend, dass du am Anfang schon alles gelüftet hast, wir können uns voll austoben. Das heißt, das finde ich echt schwierig, weil du hast so viele Mythen und Mythenchen dazwischen. In dieser ganzen Vorweihnachtszeit, ob das jetzt ist der Niccolo und warum hat der auf einmal bunte Sneakers an Und Krampus, gibt es denn wirklich, warum ist der so schier? Und ja, das musst du alles irgendwie verpacken, in einer stimmigen Geschichte, musst du Fragen beantworten, spontan, in der Früh, im Halbschlaf.
Bernhard:
[4:36] Wobei das für die Kinder oft wurscht ist. Ich war jahrelang der Nikolaus im Kindergarten. Da war es dann damals so, dass quasi ein Papa aus einer Gruppe wurde ausgewählt, um in eine andere Gruppe als Nikolaus zu kommen. Und du kommst dorthin und bist aber noch quasi in Zivil. Und kommst in die Gruppe hinein, die Nikolausjause schon hergerichtet. Und dann liegt auch schon so vorbereitet, das was du halt anziehst. Das ganze Nikolausquand, der Stab, dieses Band, dieses Zingulum und der Bischofs... Warum bist du das Expertisch?
Dominik:
[5:06] Das sind sogar alle.
Bernhard:
[5:07] Genau. Und was glaubst du, wenn man ein unglatter Priester ist, kennt man sich aus mit sowas. Und dann haben die Kinder gesagt, ja, das ist der Papa von der Teresa und der ist heute der Nikola. und dann ziehst du dich an, vor denen über dein normales Quant rüber, die Nikolausluft. Und ab dem Moment, wo du fertig bist, bist du der Nikolaus.
Dominik:
[5:27] Achso, die Autorität, dann geht es auch.
Bernhard:
[5:29] Ja, den Kindern ist es völlig wurscht, dass du eigentlich der Papa von der Teresa bist. Du bist jetzt der Nikolaus. Das heißt, die brauchen vielleicht diese Lüge gar nicht. Die könnten mit dieser Ambivalenz leben, dass das der Papa ist, aber jetzt ist er ja der Nikolaus. Also vielleicht ist das gar nicht notwendig.
Dominik:
[5:47] Das heißt, du hast die Lüge gesagt. Wir wollen es wirklich Lüge nennen. Natürlich ist es eine Lüge.
Bernhard:
[5:50] Es ist sehr wichtig in Wahrheit. Und ich finde es auch sauschwer, weil wir Eltern ja eigentlich, und das schätze ich wahnsinnig an dir, dass du von dir selbst behauptest, du kannst dich gut lügen. Das ist eine tolle Eigenschaft. Weil wir möchten ja von unseren Kindern auch nicht, dass sie lügen, oder?
Dominik:
[6:02] Eben, ja, deswegen tue ich mir das schwer. Man kann es ja auch lustig angehen. Und ich sage jetzt mal, das Ergebnis ist ja, dass die Kinder sich wohlfühlen. Diese ganze Weihnachtszeit hat ja auch ihren Sinn. Aber ja, wie gesagt, es kommen da viele Einflüsse, dass das Christkind, was ja dann wieder bei uns ist, dann hast du in jedem zweiten Heft und Fernsehen den Weihnachtsmann, Rentiere.
Bernhard:
[6:20] Dann kommen noch jetzt mittlerweile diese Elfen ja auch dazu. Genau, die Wichtel. Wir haben Wichtelelfen, Nikolaus Krampus, Christkind, Weihnachtsmann.
Dominik:
[6:30] Der kommt den Kamin runter, wir haben keinen Kamin.
Bernhard:
[6:32] Richtig, wie macht er das? Wie macht er das?
Dominik:
[6:34] Kommt der auch in die Luftwärmepumpe?
Bernhard:
[6:35] Das ist die Frage. Kommt der Weihnachtsmann auch über die Luftwärmepumpe? Und das wissen wir nicht.
Dominik:
[6:40] Das musst du alles beantworten.
Bernhard:
[6:41] Müssen wir den Herrn Wiesmann fragen, damit der weiß das dann. Oder kommt der über die Infrarotheizung? Das weiß man ja nicht.
Dominik:
[6:48] Das muss alles so aus dem Nichts heraus beantwortet werden. Absolut. Und da bin ich Gott sei Dank noch in der Lage, mit meinem zweieinhalb Jahre alten oder bald drei Jahre alten Sohn, ist es noch nicht, glaube ich, so schwer. Also ich bereite mich geistig auf nächstes Jahr vor, weil dann sind diese kleinen Fauxpas, die mir passieren, glaube ich, da wird es dann eng.
Bernhard:
[7:06] Aber wie macht sie es? Die ist Team Christkind. Ich glaube, prinzipiell sind wir Team Christkind, oder?
Dominik:
[7:12] Team Christkind und das Christkind hat halt ein paar Helfer.
Bernhard:
[7:15] Genau. Und ihr seid die Helfer vom Christkind?
Dominik:
[7:17] Ja, Helfer. Und vor allem auch, das ist der Weihnachtsmann, den müssen wir auch irgendwo unterbringen. Wir haben das so, der Weihnachtsmann hilft bei uns dem Christkind.
Bernhard:
[7:23] Cooler Typ, kann man nicht sagen.
Dominik:
[7:24] Christkind ist die Nummer eins.
Bernhard:
[7:25] Es ist ja auch wahnsinnig schwierig, weil in der Zeit, wo die Kinder jetzt wirklich aktiv an das Christkind glauben, ist es dem Kind ja auch sehr schwer klarzumachen, dass manche Wünsche nicht möglich sind, weil sie einfach zu teuer sind.
Dominik:
[7:39] Das Pony oder was war das?
Bernhard:
[7:41] Was auch immer, ja genau. Das Prinzessinenschloss, in echt aber. Und weil das Christkind hat ja unbegrenzte Mittel. Du kannst nicht einreden, das Christkind verdient, weiß er nicht, 2000 Euro netter oder sowas, dass es Grenzen hat. Das ist nicht im Budget. Das heißt, es hat dann auch Vorteile, sobald das Kind, und das ist heuer für uns spannend, weil eben die große Tochter erstmals schon nicht ans Christkind mehr glaubt.
Bernhard:
[8:06] Hat sie uns gesagt. Wir haben es nicht gewusst.
Dominik:
[8:08] Interessant, wie ist das? Wie funktioniert dieser Wechsel? Ich habe da noch viel Zeit, hoffentlich, aber wie funktioniert dieser Wechsel?
Bernhard:
[8:15] Also anscheinend hat sie uns zuliebe noch ein bisschen mitgespielt.
Dominik:
[8:22] Ich glaube, das war bei mir auch. Also wenn wir uns an unseres zurückerinnern, es wird eh ähnlich gewesen sein. So irgendwo, ja, soll sein oder auch nicht. Die Backel sind da, also es funktioniert schon scheinbar, wer auch immer es tut.
Bernhard:
[8:34] Absolut, ja. Und das ist schon spannend, weil ich meine, es ist ja auch eine schöne Geschichte und ich mag es ja selber auch gern. Und wenn ich irgendwo ein Glöckchen höre, dann will ich sofort Geschenke haben. Also ich bin da auch quasi Pavlov-konditioniert ein bisschen. Und das passt schon gut so, aber es ist trotzdem ein Lügen und das kann man nur sehr, sehr schwer vermeiden, finde ich.
Dominik:
[8:56] Eben, und muss man auch ein bisschen vor sich selber rechtfertigen. Weil man das ja auch erzieherisch mitgeben will. Erzähl keinen Blödsinn. aber eigentlich machen wir das ja dann. Richtig. Man kann es nachher vielleicht entschuldigen und sagen, ja, aber es war ja schön, aber… Ist die Heilig,
Bernhard:
[9:11] Der Zweck, die Mittel? Nein, in dem Fall eigentlich nicht. Man könnte aber, und das ist, finde ich, die Sache, die man machen kann, so wie ein Freund von mir immer seine Großmutter zitiert, der sagt, sag immer die Wahrheit, aber sag es nicht immer. Also ja, weißt du, du musst ja nicht.
Dominik:
[9:28] Proaktiv… Und da wird es ja wieder kompliziert, ich sage es ja, das muss halt alles spontan funktionieren. Und dann überlegst du noch, okay, passt, ich habe jetzt die Kurve gekratzt, aber eigentlich war das zu viel Lüge, zu wenig Lüge. Schwierig. Geschenke verstecken. Ich übe noch.
Bernhard:
[9:38] Geschenke verstecken, weil das ist ja auch was. Ich meine, wenn du, also in Wirklichkeit ist jetzt bei uns schon fast alles fertig. Also da ist nicht mehr viel zum Organisieren. Und das muss ja daheim irgendwo verstecken. Also hast du schon alles erledigt? Ja, ich war diesmal gut. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, dass ich über das Jahr verteile, wenn ich irgendwo sehe, ah siehst, das passt, was bei Kindern schwierig ist, weil das ja oft saisonbedingt sich ändert.
Dominik:
[10:01] Das kann dann plötzlich Dann hast du das Märchenschloss und das ist es dann immer.
Bernhard:
[10:06] Stell dir vor, dann ist es Baupatrol.
Dominik:
[10:07] Da müsst ihr viele Pickerl drauf.
Bernhard:
[10:08] Ja genau, das Baupatrol-Märchenschloss. Dann ist es so teuer, weil wir haben verkaufen. Und da war ich sehr gescheit und habe vorgebaut, um ein bisschen das mir selber und meiner Frau gemeinsam, weil wir machen das wirklich eigentlich beide sehr, paritätisch, würde ich sagen, aufgeteilt. Also das ist nicht so, dass ihr Job ist, sie checkt für alle die Geschenke und ich für sie, sondern das ist wirklich so, dass wir das eigentlich ganz gut aufteilen. Und wenn ich was finde und wenn ich weiß, und da kann ich einen Tipp geben, hey, ich kann einen Tipp geben, das ist total super. Man soll ja aus unseren Folgen auch immer ein paar Tipps mitnehmen. Wir haben mit der großen Tochter die Idee des Wunschgurkenglases entwickelt. Altes Gurkenglasl, Joghurtglasl, was auch immer, auswaschen vorher, ganz wichtig, und ausleeren. Es soll nicht voll sein, sauber. Und das steht einfach irgendwo, wo es greifbar ist. Und wenn dann das Kind einen Wunsch hat, diesen Wunsch einfach über den Zettel schreiben ins Glasl rein.
Dominik:
[11:07] Und ganz ehrlich, nicht auf Druck.
Bernhard:
[11:09] Immer, permanent, weil es geht ja für den Geburtstag, für was auch immer, Taufbattengeschenke oder was auch immer, geht das immer. Und wenn man dann sich überlegt, was wünscht er sich denn? schaust einfach ins Putschgurkenglas rein. Ich meine, zu Weihnachten mit dem Wunschzettel ist die ganze Geschichte eh erledigt. Aber sonst im Jahr. Also das ist nicht blöd. Das würde ich empfehlen. Aber da wollte ich eben sagen, du musst eben bei diesem Lügen und so und bei den ganzen Geschichten, da muss man eben so diesem schmalen Grat gehen, oder? Zwischen, ich verorsche meine Kinder und mache was, was ich...
Dominik:
[11:39] Es kann ja auch wirklich Spaß machen und es macht ja dann auch den Kindern Spaß. Und vielleicht, wenn... Ja, eben. Wie war es bei dir als Kind? Es muss auf Spaß sein.
Bernhard:
[11:45] Wie war es bei dir? Wie war das bei dir?
Dominik:
[11:46] War schön, war absolut schön. Vor allem meine Mutter hat sich da immer sehr viel Mühe gegeben, macht sie immer noch. Also die Weihnachten waren absolut schön. Sind sie auch, wie gesagt, immer noch doppelt unterstrichen, wenn sie zuhört. Ja, liebe Grüße. Aber die Frage, die ich mir immer stelle, ist, hätte das auch komplett ohne Geschenke funktioniert? Das ist immer nein. Das ist eine sehr provokante Frage, die ist wahrscheinlich auch gar nicht zu beantworten, weil es keiner jemals ausprobieren wird. Weil ich glaube, wenn wir das ausprobieren, dann können wir unseren Papastatus sowieso gleich ablegen, falls es nicht funktioniert.
Bernhard:
[12:19] Wobei, da kann man sich immer aufs Christkind schieben. Solange die Lüge aufrecht ist.
Dominik:
[12:23] Kann man… Das war nur das Christ von Google und dann muss Knacker. Und das kann er dann in der Schule und im Kindergarten erzählen. dass es das war. Ich glaube, wie gesagt, man muss da einfach mitspielen.
Bernhard:
[12:31] Wir haben es aber in der Familie zumindest unter den Erwachsenen, also quasi meinen Geschwistern, Schwägerin, Schwager und so, so geregelt, dass wir, und auch meine Eltern, dass wir hier wichteln. Es gibt für die Leute aus diesem Kreis ein Geschenk maximal 50 Euro. That's it. also für das ist für die für die für die erwachsenen und quasi da wird gewichtelt für die kinder gilt das natürlich nicht ja da die.
Dominik:
[13:02] Erwachsenen sind ja dann außerhalb der elterlichen masterclass aber das ist ja schon immer da muss man nicht
Bernhard:
[13:07] Ein großer schritt aus der aus dem heraus finde ich dass man sich einmal zudem bereit steht und das ist auch nicht in der ganzen familie, ich habe das mit meiner mit meiner frau schon besprochen ob man das vielleicht auch in der in der familie quasi im waldviertel so tun könnte und, Sie hat gemeint, das würde sie dort eher nicht sehen, weil hier auch sozusagen die Freude am Schenken und den anderen, die andere zu überraschen, ganz wichtig ist. Und das würdest du damit ja wegnehmen.
Dominik:
[13:38] Vor allem ist es, glaube ich, auch das oft, dieses schenkt man den Kindern oder freuen sich die Kinder darüber oder freut man sich ja nicht selber sehr viel mehr den Haxen aus, wenn man dieses super Geschenk schenken darf. Ob das jetzt eine Autorennbahn ist, freut man sich nicht selber auch ein bisschen drüber.
Bernhard:
[13:57] Kommt die Karriere bei dir?
Dominik:
[13:58] Nein, das dauert noch. Aber da freue ich mich auch schon drauf, dass ich sie dann schenken darf. Jetzt wollte ich schon wieder rausreden, aber ich darf ja frei reden. Ja, ich darf ja den Schenken. Schon wieder verhaspelt, habe ich mir gedacht.
Bernhard:
[14:11] In der Weihnachtsstory.
Dominik:
[14:13] Aber ich glaube, das ist schon dieses Schenken. Man will ja auch, dass sich die Kinder freuen und vielleicht übertreibt man es dann auch ein bisschen. Auch ein schmaler Grad. Aber was ich auch fragen wollte, weil das hat mich beschäftigt, bist du, also ich würde mich eher als der Weihnachtsmuffel bezeichnen. Wirklich? Das war eben als Kind und das war wirklich super, aber wenn sich das Ganze so ein bisschen verflüchtigt hat, war ich sicher lange Zeit ein bisschen grinchig unterwegs, bis mein Weihnachts-Coming-Out, muss ich fast sagen, war wirklich auch beim Zivildienst in einer Kindergartengruppe, wo ich halt das erste Mal dann so mit Anfang 20 gesehen habe, wie sehr die sich freuen. aber auch schon in dieser Vorweihnachtszeit und da waren auch keine Baggerl in Sicht oder irgendwas. Das war wirklich dieses klassische, es ist dunkel draußen, man kuschelt sich rein, Kekse packen, Weihnachtsmusik, Sternen zeichnen. Da hat man wirklich so ein bisschen dieses Glänzen in den Augen gesehen. Da habe ich mir gedacht, das macht Sinn.
Dominik:
[15:08] Und deswegen ist für mich Weihnachten schon auch ein sehr großes Kinderfest und macht auch, finde ich, mit Kindern sehr viel mehr Spaß als nur als reines Erwachsenenfest.
Bernhard:
[15:18] Umkehrschluss, würdest du Weihnachten in der Form nicht feiern ohne Kinder?
Dominik:
[15:24] Würde ich schon, aber sicher nicht mit so einem Enthusiasmus. Und ich würde mich nicht so darüber freuen, weil ich freue mich wirklich extrem auf Weihnachten. Die letzten Weihnachten, wo auch jetzt Konstantin schon da war und aber auch ein bisschen davor. Das ist wirklich dieser Fokus auf Kind und wie schön sowas sein kann. Das hat bei mir wirklich so ein bisschen den Schalter umgelegt.
Bernhard:
[15:41] Okay, weil ich erinnere mich zum Beispiel sehr, sehr gut an Weihnachten, wo noch keine Kinder da waren. auch bei meiner Familie, meinen Geschwistern noch nicht und meine Schwester als Krankenschwester und meine Krankenpflegerin, Entschuldige, ich damals noch, habe dann oft freiwillig die Nachmittagsendung im Radio gemacht am 24. Und dann sind wir, Erst zum Abendessen mit der Familie zusammengesessen. Dann nachher, weil das bei uns so üblich war, in die 22 Uhr Mette war das. Und sind dann erst um elf, halb zwölf nach Hause und haben dann erst Bescherung gemacht. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass das wunderschöne Erinnerungen sind. Ohne Kinder, Weihnachten nur für uns mit der Familie und während die anderen dann bei der Weihnachtsmette vielleicht schon, keine Ahnung, die neuen Westen angehabt haben oder ein neuer Hangzhou oder irgendwas, was sie halt vom Christkind gekriegt haben, waren wir noch davor, bevor die Bescherung losgeht und haben das dann erst gehabt und haben eigentlich das richtig schön, bis um eins in der Früh zelebriert, einer nach dem anderen die Geschenke aufgemacht und das war richtig cool. Ja, also das war auch gut. Es ist halt jetzt anders, aber auch sehr, sehr gut.
Bernhard:
[16:58] Also auch hier dieses Gemeinsamen und wir sitzen da immer wirklich, es sind dann 14 Leute, die zusammensitzen und um den Baum herum uns irgendwie platzieren, bis es halt irgendwie ausgeht. Und zelebrieren dann alle gemeinsam, wie die Geschenke aufgemacht werden. Und alle dürfen auch daran teilhaben, wie sich die Leute freuen. Das ist cool. Also ich mag beides. Ich könnte nichts sagen, aber Grinch bin ich jetzt nicht. Last Christmas kann ich nicht mehr hören. Aber das ist eine andere Geschichte.
Dominik:
[17:26] Das ist selbstversacht.
Bernhard:
[17:28] Würdest du sagen, tun wir Last Christmas auf unsere Playlist des Grauens? Ja, machen wir das für diese Folge.
Dominik:
[17:34] Das würde wahrscheinlich gut drauf passen.
Bernhard:
[17:37] Oder kennst du diese indischen Versionen, diese indischen Weihnachtsversionen? Gibt es einen, ich weiß nicht, ob das ernst oder ich glaube, es ist wirklich nur lustig gemeint, kabarettistisch, satirisch. Windaloo Sing heißt der. Funny Indian Christmas Songs. Der singt einfach ganz normale Weihnachtslieder. Feliz Navidad mit diesem klassisch indisch-englischen Akzent. Das ist zum Schießen deppert. Aber einmal hören lustig, zweimal hören lustig, aber die Kinder hören das ja tausendmal.
Dominik:
[18:04] Ach so, okay, das ist dann die Dauerschleife.
Bernhard:
[18:06] Richtig. Also wenn es heißt, Feliz Navidad. Ja, also das.
Dominik:
[18:11] Dann, wenn es bei dir schon an den Nerven zehrt, dann gehört es auf jeden Fall auf die Liste.
Bernhard:
[18:15] Richtig, machen wir dazu. Und wie wird das jetzt heuer bei euch sein?
Dominik:
[18:20] Ja, wie ich auch gesagt habe, so im Kreis der Familie.
Bernhard:
[18:22] Das heißt, deine Eltern oder?
Dominik:
[18:24] Bei meinen Eltern. Und ja, wird ein super Weihnachten. Sein drittes Weihnachten. Ich habe heute überlegt, das wievielte. Und ich glaube, diesmal wird es wirklich schön mitkriegen. Also das wird noch einmal schöner.
Bernhard:
[18:35] Ich bin gespannt, ob das dann schon Erinnerungen bleiben, weil Weihnachten sind halt schon sehr starke. Nein, nein, aber das kann ja schon sein.
Dominik:
[18:41] Jetzt müssen wir noch einmal besser. Das muss eine Weihnachts-Performance geben.
Bernhard:
[18:44] Ja, und ich habe zu den künstlichen Christformen. Das kann man übrigens in unserem Video sehen. Also wenn man in unser Video schaut, wir sitzen heute beim Dominik.
Dominik:
[18:50] Ich habe einfach einen perfekten Baum gefunden. Der ist richtig gut. Und habe 200 Kerzen drauf. Die sind echte Kerzen auch übrigens.
Bernhard:
[18:56] Wahnsinn. Ist schon cool. Also ist richtig, richtig cool, muss ich ganz ehrlich sagen. Du hast dafür nur deinen Mittelklassewagen verkaufen müssen, um dir diesen Christbaum zu kaufen. Aber ich finde, wir diskutieren auch schon, ob es aus nachhaltigen Gründen in der Familie noch ein echter Christbaum sein muss.
Dominik:
[19:12] Das ist, glaube ich, ein zu polarisierendes Thema. Aber da hat sicher auch die Hardliner,
Bernhard:
[19:16] Die gerade… Aber zumindest kein Schneespray und kein Tannenduftspray, oder?
Dominik:
[19:21] Noch nicht.
Bernhard:
[19:22] Kommt noch. Wer weiß. Kommt noch alles. Okay, so wird das heuer. Wir hoffen auf Erinnerungen von Konstantin. Ich bin wirklich gespannt. Also nachdem ja dein Konstantin und meine Julia ähnlich alt sind, glaube ich, können wir dann über unterschiedliche Sachen berichten. Was ich mich erinnere jedenfalls war zu Weihnachten immer, dass es keinen Moment im Jahr gegeben hat, wo mein Zimmer daheim besser aufgeräumt war als am 24. am Nachmittag. Ja, also zu dem Zeitpunkt, als ich noch nicht gewusst habe, dass meine Eltern das Christkind sind. Bist du tepperd heimlich angestrengt? Schon, oder?
Dominik:
[19:59] Brav sein. Sicher ist sicher, selbst wenn man es vielleicht schon vermutet hat, dass das Ganze nicht so ganz wahr ist, war einfach zu gefährlich, dass dann wirklich nichts unter den Baum liegt.
Bernhard:
[20:11] Darf man das als Druckmittel nützen?
Dominik:
[20:13] Das habe ich mir auch die ganze Zeit gedacht. Das ist echt schwierig, auch dieses Thema Belohnung. Sei brav, räum dein Zimmer auf, was auch immer. Muss man das mit solchen sachlichen Geschenken verbinden oder eigentlich Druck aufbauen?
Dominik:
[20:25] Und ich meine, es ist ja davor und davor, vor weihnachtlichen Zeit noch schlimmer. Wir haben ja gerade gesagt, Krampus, diese Sache war ja bei uns nicht. Also war bei uns nicht. Er hat kurz nachgefragt, was das ist. Wir haben es immer erklärt, weil er es irgendwo gesehen hat. Aber ja, ich glaube, es ist ein sehr schwieriges Thema, weil das doch die sprichwörtliche Route, die man dann wirklich hat. Also das waren, ja, zu Erziehungsmaßnahmen und Belohnung ist das sicher auch nicht lupenrein.
Bernhard:
[20:52] Also das tun wir auch gar nicht mehr, da sind wir schon, glaube ich, super woke unterwegs und haben da auch beim Nikolaus zum Beispiel, die wir ihn gefeiert haben, so kleine Gesatzsalen halt, in dem man dir dann vorliest, wo auch nicht drinnen steht, du könntest aber noch ein bisschen mehr dein Zimmer zusammenräumen und so nachdem das Lob war, sondern ausschließlich, hey, du bist super, du bist ein tolles Kind, wir lieben dich, das steht da drinnen, mehr nicht.
Dominik:
[21:17] Eben, und so könnte man sie dann auch verkaufen oder einfach leben. Ein Geschenk, einfach so. Es muss ja nicht immer irgendwas verknüpft sein damit.
Bernhard:
[21:25] Find auch, ja.
Dominik:
[21:27] Da könnte man das Thema umschiffen.
Bernhard:
[21:29] Das hat uns auch nicht geschaut.
Dominik:
[21:30] Das hat uns auch nicht geschaut. Die Angst unter Nikolaus und der Krampus im Rücken.
Bernhard:
[21:35] Also was bleibt von dieser Folge? Es bleibt die Frage, ob die Wärmepumpe Weihnachtsmann taglich.
Dominik:
[21:41] Das muss beantwortet werden. Auch aus nachhaltiger Sicht.
Bernhard:
[21:46] Absolut. Richtig. Die zweite Sache, die hängen bleibt, ist, man darf schon das Christkind sein lassen. Also im Sinn von, es darf da sein und so, aber man muss halt sehr in schmalen Grat gehen, seine Kinder nicht anzulügen, weil man sich selber auch nicht will, dass sie lügen.
Dominik:
[22:07] Man soll es vielleicht nicht übertreiben.
Bernhard:
[22:10] Weihnachten ist cool, auch wenn man irgendwann einmal einen Green Schwader...
Dominik:
[22:13] Eben, vielleicht dann noch mehr.
Bernhard:
[22:15] Bis zum nächsten Mal und schöner Weihnachten.
Dominik:
[22:16] Schöne Weihnachten.
Music:
[22:19] Music