Papa oder Opa?

Episode 67
26:41

„Ah, na schön dass Dich heute der Opa vom Kindergarten abholt!“ – Wenn Du der Papa bist und diesen Satz hörst, weißt Du: Als Jungvater gehst Du nicht mehr durch!
Aber ist das überhaupt notwendig? Ist es nicht besser, schon im Leben einiges abgeschlossen zu haben, bevor die Kinder kommen?
Darüber sprechen wir in dieser Folge!
(00:00) – Intro
(01:20) – Die nackten Zahlen
(10:47) – Welche Auswirkung haben Geschlechterrollen?
(14:43) – Vor und Nachteile der späten Elternschaft
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Transkript:

Bernhard: [0:00] Der Gedanke, dass ich 32 bin, meine Tochter ist 16 und wir gehen gemeinsam fort, ist ja lustiger. Bernhard: [0:09] Papa Mia, reine Männersache. Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. Hallo liebe Papa Mia-Hörerinnen und Hörer. Und die gute Nachricht zuerst, wir haben mittlerweile schon mehrere hundert Followerinnen und Follower quer über alle Plattformen, die den Podcast regelmäßig hören. Danke an dieser Stelle dafür, das finde ich extrem cool. Meine Bitte, lasst doch eine Bewertung da, da könnten es noch mehr werden und das wäre mir echt ein großes Anliegen. Danke vielmals. Jetzt genug Werbung in eigener Sache. Jetzt geht's zurück zur nächsten Folge mit dem Dominik. Ist das jetzt der Papa oder ist das der Opa? Das ist ein bisschen so der Überbegriff, das Motto unserer heutigen Folge. Schön, dass ihr mit dabei seid. Es geht um Späte versus frühe Elternschaft oder eigentliches früheres Papa sein, oder? Dominik, in welchem Alter bist du erstmals Papa geworden? Dominik: [1:09] Erstmals und ist noch immer mein einziger Sohn mit 40. Also ich weiß nicht, ist das früh, ist das spät, ist das alt, Dominik: [1:17] ist das jung? Wahrscheinlich nicht ganz jung, aber es war nicht zu spät. Also für mich ist es super. Bernhard: [1:22] Ich bin mit 31 Papa geworden zum ersten Mal und dann sechs Jahre später eben kam die zweite Tochter und, Wir sind beide nicht im Schnitt, das kann ich ja mal vorher sagen, aber genau das ist es, worüber wir heute reden wollen. Ich möchte diese Folge ein bisschen dreiteilen und zwar möchte ich beginnen mit, wie ist denn der Ist-Zustand bei uns im Land in Österreich und Deutschland ist da sehr, sehr vergleichbar. Wann werden Menschen, Männer wie Frauen, zum ersten Mal älter, durchschnittlich? Das zweite ist, warum ist es so? Und das dritte ist, und das ist halt dann der persönliche Teil, den wir aus eigener Erfahrung sagen können, zumindest was jetzt eben eine bestimmte Zugehörigkeit zu einer Gruppe angeht, was sind Vorteile, was sind Nachteile, die wir vielleicht auch selber mitbekommen haben, ob man eben früher oder eher später im Lebensverlauf Kinder bekommt. Fangen wir mal an mit dem Ist-Zustand. Du hast dir die Statistik angeschaut, wie das so aktuell der Fall ist. Erzähl mal. Dominik: [2:22] Ja, und zwar, laut meiner Google Research ist das Alter der Mutter 31,5 Jahre. Im Vergleich zum Beispiel vor ein paar Jahrzehnten, 1992 war das bei 27 Jahren. Also da hat sich schon was getan. Und ja, ungefähr jetzt zum heutigen Zeitpunkt sind die Männer oder die Väter um die 33 Jahre alt. Das heißt, bist du älter als die Mütter. Das heißt aber, du warst eh ganz gut im Mittel. Bernhard: [2:48] Ich war drunter. Ich war ein bisschen jünger als der männliche Schnitt. Du warst über dem männlichen Schnitt. Und was ich noch ganz spannend finde, das habe ich jetzt noch dann gesehen, wie ich deine Zahlen mir angeschaut habe, und zwar, dass ein Drittel aller Frauen beim ersten Kind über 35 ist. Das heißt, es ist zwar schon so, im Durchschnitt kriegen sie es mit 31, Aber ein Drittel ist über 35 beim ersten Kind. Und das finde ich jetzt ganz spannend. Das soll jetzt nicht überrascht sein im Sinne von, na, die sind ja alt oder sowas. Ganz im Gegenteil, weil meine Frau war, wenn du kurz nachdenken, 2015, die war knapp vor dem 36. Geburtstag, bis sie das erste Mal Mama geworden ist. Bei uns hat das wunderbar funktioniert so und das war auch alles super. Und wir haben zum Glück auch, glaube ich, nicht so dieses Schreckliche, die biologische Uhr tickt und sie irgendwie vorhalten müssen oder sowas. Aber es ist schon spannend, dass das so nach oben wandert, finde ich. Wenn du die Zahlen von 1992, also vor 30 Jahren hernimmst, dass man da eigentlich, vier Jahre früher dran war damals. Dominik: [3:55] Naja, das ist schon ein gewisser Unterschied, keine Frage. Bernhard: [3:57] Dann ist das schon, und da waren wir alle auch schon jetzt auf der Welt und es ist nicht so, dass das so lang her, oh ja, das ist lang her, aber wir sind ja bereit. Dominik: [4:09] Dieses Wording altischer Bracke werde ich heute noch öfter bringen. Das ist halt ein Fakt. Bernhard: [4:14] Ich hoffe auch dich bezogen und nicht auf meine Frau. Dominik: [4:16] Das nehme ich auf meinen Kaffee gerne. Nur ich. Bernhard: [4:19] Aber Dominik, jetzt willst du mich schon interessieren, was deiner Meinung nach, wo rührt das her? Wieso ist das so? Wieso werden wir immer älter? Also wir, da spreche ich jetzt Bernhard: [4:30] bewusst von dem mitteleuropäischen Bereich, eigentlich nur Österreich. Warum, glaubst du, ist es so, dass wir immer älter werden, bevor das Kind kommt? Dominik: [4:42] Ja, ich glaube, so zusammengefasst haben wir wahrscheinlich alle noch ein bisschen viel vor, sozusagen, bis dieser Zeitpunkt kommt, dass man vielleicht selber sagt, es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Kind. Das könnte auch sein, dass einfach ein gewisser Wohlstand sich eingestellt hat, dass man vielleicht noch eine Ausbildung abschließen will. Und ich rede da jetzt, glaube ich, auch immer nur von einem gewissen Teil der Bevölkerung. Also jetzt auch die Ausbildung und die Karrieremöglichkeiten steht auch nicht jedem offen. Aber ich glaube, dass das vielleicht auch ein Mitgrund ist, warum man sich das so ein bisschen vor sich her schiebt. Wobei auf der anderen Seite, wir haben das ja auch besprochen, dieses Alt und Jung ist es eigentlich sogar gar nicht, sondern eher dieses Früh und Spät. Und das ergibt sich ja am meisten sehen nur. Mit den eigenen Lebensverhältnissen. Bernhard: [5:31] Man muss dazu sagen, es ist zwar jetzt nicht so massiv, also nicht um vier Jahre, aber es steigt ja auch die Lebenserwartung. Dementsprechend weiß ich nicht, ob jetzt quasi die fruchtbaren Jahre auch länger werden. Das müsste man sich jetzt mal anschauen. Aber prinzipiell ist es schon so, dass du halt dann auch, dass du ein bisschen mehr Zeit in deinem gesamten Leben hast, um das mit den Kindern unterzubringen und gleichzeitig auch davor vielleicht ein bisschen mehr zu machen. Also bei mir, ich sage zwar immer, hätte ich gewusst, wie toll es ist, Papa zu sein, hätte ich früher angefangen damit, aber ich habe diese Aussage schon vor kurzem revidiert eigentlich, weil... Ich bin mit dem Alter, in dem ich Kinder bekommen habe oder das erste Kind bekommen habe, sehr zufrieden bin, weil ich auf einem Level war, in dem habe ich schon eine gewisse Karriere machen dürfen, in der habe ich schon fertig studiert, in dem Alter hatte ich schon was quasi für mich erreicht. Hätte es mit 25 eingeschlagen, dann hätte ich das alles noch nicht gehabt. Das heißt, ich könnte nicht sagen, dass das da besser gewesen ist. Also ich glaube so von dem, wie ich geistig vorbereitet war, von dem, wie ich auch finanziell aufgestellt war und mit dem, was ich schon erreicht habe davor, war dieses Alter 31 sehr, sehr gut, das so zu machen. Bernhard: [6:49] Aber was ich da eher meine, ist so dieses Gefühl, was mir das Papa sein gebracht hat, dieses Kennenlernen dieser selbstlosen liebe das hätte ich gern früher verspürt ja also aber das trotzdem hat so gepasst wie es war also dass da muss ich meine eigene aussage revidieren dass das das eigentlich stimmt aber worauf ich hinaus will ist eigentlich so dass man sich halt einfach anschauen muss wenn man karriereambitionen hat ist es schlicht und einfach so das geht leichter ohne kind das. Dominik: [7:17] Wird sicher der fall sind, ja, für beide Elternteile. Bernhard: [7:20] Bei dir auch nicht anders gewesen, oder? Dominik: [7:22] Ja, also ich glaube, es hätte auch gerne ein bisschen früher passieren können bei mir, aber ich glaube so, also in deinem Alter wäre es mir zum Beispiel noch zu früh gewesen, glaube ich. Bernhard: [7:31] Wo warst du da gerade mit 31? Was war da gerade? Dominik: [7:33] Ja, es waren schon andere Themen wie Las Vegas. War gar nicht so weit, war gerade mal der benachbarte Fußballplatz. Also einfach ein anderes Leben, man war viel unterwegs. Ich sage, der ganze Freundeskreis hat wahrscheinlich auch ein bisschen anders getickt. Man war am Wochenende Fußball spielen, diversen Meisterschaften, man ist am Rennrad gesessen, man war eigentlich jeden Abend unterwegs. Also ich hätte mir das damals, glaube ich, nicht so schon vorstellen können, aber ich glaube, der Zeitpunkt, der es jetzt war, war irgendwie so dieses, habe ich alles schon abgehakt, habe ich alles schon erlebt. Ja, also... Bernhard: [8:14] Hast du das Thema oder hast du in deinem Leben jemals den Moment gehabt, wo du gesagt hast, so jetzt bin ich reif für ein Kind? Dominik: [8:25] Ja, das auf jeden Fall. Das war dann, würde ich mal sagen, war vielleicht nicht erst, als es dann soweit war, war schon ein paar Jährchen früher. Aber ja, ich glaube, das ist auch das, wie du das auch gesagt hast, wo man sich geistig so ein bisschen darauf vorbereiten kann, weil man weiß ja dann vielleicht auch, wenn man gewisse Dinge erledigt hat, ob das jetzt eine Ausbildung ist, Karriere unter Anführungszeichen beruflich einfach schon seinen Werdegang gehabt hat, dass man halt sich vielleicht auch mit dem Gedanken mehr befasst, was wäre, wenn? Was, glaube ich, vielleicht Anfang 20, wenn es einfach passiert, wahrscheinlich anders ist. Dann ist es so ohne viel geistige Vorbereitung. Bei mir war es zumindest so, dass man sich da schon ein bisschen das Gedankenexperiment, was wäre jetzt, wenn ich jetzt ein Kind hätte? Es kommt sowieso komplett anders, weil dieses Szenario kann man eh nicht spinnen. Und auch, wie ich mir es damals vorgestellt habe, wie es sein könnte, ist dann doch anders, wenn es dann soweit ist. Aber ich glaube, allein diese Gedanken sich mal zu machen, wie wäre es, wenn, ist, glaube ich, dann eh schon mal der erste Schritt. Und ich glaube, das ist halt die Frage, wann sich das einstellt. Bernhard: [9:28] Aber machen wir mal das, was wäre, wenn, anders. Jetzt fragen wir uns einmal die Frage, was wäre, wenn der Dominik bereits im Alter von 20 Papa geworden wäre? Jetzt wäre der Konstantin jetzt bereits mitten im Studium, möglicherweise hätte er diese, also würde er diese. Und du hättest eigentlich wahrscheinlich seit etwa... Fünf, sechs, sieben Jahren, wieder alle Freiheiten wie vor den Kindern, weil das Kind schon so erwachsen ist. Glaubst du, wäre das besser gewesen? Dominik: [10:03] Ich glaube eben, dass es auch wieder im Vergleich zum Freundeskreis oder zu deinem Umfeld eher der Fall ist. Wenn zum Beispiel alle gleichzeitig das Kind bekommen, auch mit Anfang 20, wäre es wahrscheinlich egaler, als wenn du mit Anfang 20 merkst, dass da alle rund um dich herum einfach losziehen und die Sachen machen, die du auch gern machen würdest. Also ich glaube, es ist eher der Vergleich. Weil wenn es alle gleichzeitig, oder gleichzeitig, aber wenn sich diese ganzen Umstände oder auch die Unternehmungen, die man machen will, auch im Freundeskreis, man sie gemeinsam macht oder dann eben auch nicht macht und danach macht, glaube ich, ist es eher dieses Umfeld, das die Entscheidung bringt. Dominik: [10:42] Wenn du glaubst, was zu verpassen will, um dich herum alles passiert, wo du nicht mitmachst. Bernhard: [10:47] Ja, das spielt jetzt eh schon ein bisschen rein in diese Vor- und Nachteile des Früh- oder später Elternwerdens. Auf die kann man nachher noch im Detail zu sprechen. Ich würde jetzt noch ganz gerne einen Punkt ansprechen, den ich ganz spannend finde, den ich auch bei der Recherche zu, warum ist das so, dass wir später Eltern werden, gefunden habe. Und zwar geht es da um eine Angleichung der Geschlechterrollen. Das finde ich ganz spannend, weil natürlich stimmt das so. Wenn wir uns zurückerinnern an Geschlechterrollen, die wir vielleicht mittlerweile zu Recht als überholt betrachten, wie es in den 70ern, 80ern, vielleicht auch noch 90ern oder in manchen sehr konservativen Bereichen auch bis heute noch sind, dann ist das dort so, dass nur einer, und das ist wirklich bewusst jetzt maskulin, einer von diesem Paar, das eben ein Kind hat, sich an die Karriere widmet, sich der Karriere widmet und der andere Teil den Kindern. Und dementsprechend ist es natürlich leicht, dort früh Eltern zu werden, weil es macht eh nur eine Karriere, der andere macht halt quasi das, was zu Hause notwendig ist. Jetzt sind wir aber zum Glück, sage ich, in einem Bereich, wo sich das angleicht. Gerade in unserem Bereich, meine Frau ist Geschäftsführerin, deine Frau ist Geschäftsführerin, also das sind das nicht mehr, was ja auch gut ist, weil wir wollen ja das genauso haben. Und dann, aber natürlich ist das auch so, wenn beide Karriereambitionen haben, dann ist es so, dass das sich automatisch nach hinten verschiebt, weil da ist ja kein Platz mehr für Kinder. Dominik: [12:14] Ja, wird schon sicher auch so sein. Und das mit diesem Faktor, einer geht arbeiten, einer bringt das Geld und der andere hat eh nur die Kindererziehung, wie es so war, muss man ganz ehrlich sagen, traurigerweise oder nicht für alle gleich erfüllend, sagen wir es mal so. Bernhard: [12:29] Richtig, genau. Dominik: [12:30] Dann stellt sich da natürlich auch eine gewisse Flexibilität. Bernhard: [12:33] Das trägt schon auch dazu bei. Umso wichtiger wäre es natürlich, dass man sagt, man schafft irgendwie Möglichkeiten von öffentlicher Seite, Beruf und Familie ein bisschen besser unter einen Hut bringen zu können, weil vor allem dann, wenn ein Vollverdiener-Gehalt für beide nicht mehr reicht, dann muss man sich Gedanken machen, weil irgendwann einmal gehen uns die Kinder aus, das wissen wir eh, aber wir brauchen jetzt das Pensionssystem nicht aufschlüsseln. Eigene Folge. Eigene Folge oder eigener Podcast oder weiß ich nicht, eigene Regierung. Egal, jedenfalls das sind jetzt Sachen, die ich nicht gar nicht aufmachen möchte, aber ich finde das spannend, dass natürlich das eine Auswirkung auch einer sich angleichenden Geschlechterrollenverteilung ist. Dominik: [13:11] Und bezüglich auch, sag ich mal, Ausstattung der Kinderbetreuung ist ein Riesenthema und das ist, glaube ich, auch was, was wir beide gespürt haben oder spüren. Also wie du gesagt hast, wenn beide, und ich rede jetzt gar nicht von Karriereambitionen, sondern einfach beide arbeiten müssen, von dem muss man auch mal ausgehen. Und das wird wahrscheinlich eher sogar der Großteil sein, weil es sich anders einfach nicht ausgeht, dann, glaube ich, wird es wirklich schwierig, sind andere Überlegungen dann auch zu treffen. Und wahrscheinlich wäre auch mehr möglich, wenn man das Kind da ein bisschen mitdenkt. Ob das jetzt in der Betreuung oder auch im Schulwesen, aber ich glaube, das Thema hast du ja auch schon oft aufgemacht. Bernhard: [13:51] Ja, aber ich finde, man kann es nicht oft genug aufmachen, aber vielleicht bleiben wir jetzt noch bei den Vor- und Nachteilen. Ich glaube, die Gründe haben uns das angeschaut. Ich habe noch einen Grund vorgeschlagen bekommen bei meiner Recherche, wo es um die besseren Verhütungsmöglichkeiten gegangen ist. Ich würde das ausklammern, ganz ehrlich. Also ich habe... Seit ich zehn bin, weiß ich, was man tun kann, um mein Kind nicht zu bekommen. Dominik: [14:14] Also ich glaube, sollte hoffentlich nicht so eine große Auswirkung drauf haben. Bernhard: [14:18] In unseren Breiten, also hoffe ich zumindest einmal, warten wir mal, aber in unseren Breiten kann man davon ausgehen, dass man weiß, wie verhindert man ein Kind von Beginn an, oder? Dominik: [14:30] Muss nicht immer 100% funktionieren, aber es vielleicht... Bernhard: [14:33] Aber die Technik hat hier keine großen Vollstände gebracht. Dominik: [14:36] Sollte nicht 20% auf oder ab agieren. Bernhard: [14:39] Also das lassen wir raus. Deswegen würde ich sagen, schwenken wir um zu den Vor- und Nachteilen. Bernhard: [14:43] Starten wir, weil wir sehr positiv denken, mit den Nachteilen der späteren Elternschaft. Darf ich dich da aus deinem Erfahrungsschatz eines damals mit 40 frischen Papas bitten? Was hast du für, hast du irgendwie überhaupt was mitbekommen? Hat man gesagt, aha, na, hättest du nicht schon früher oder hast du das überhaupt mitbekommen? Dominik: [15:09] Also ich aktiv mitbekommen nicht muss ich sagen also wie gesagt das umfeld war jetzt auch nicht waren auch nicht so ganz ganz junge eltern dabei von daher im freundeskreis wahrscheinlich schon auch eher der spätere aber also vielleicht kommt ja noch wenn sie auch gesagt jetzt ist der konstant noch klein ich bin 40 wie ist es dann in ein paar jahren da kann ich dir mal sagen ob das vielleicht ob das die nachteile bringt und mir die tür aufgehalten wird zum eltern sprecht hat Oder wer weiß. Bernhard: [15:36] Aber hast du diesen Gedanken? Also ich muss schon sagen, ich rechne schon. Und dann denke ich mal wieder, ich hätte nicht rechnen sollen. Wie alt bin ich, wenn meine Tochter Matura macht? Also 18 ist Abitur, je nachdem, wo ihr uns zuhört. In Deutschland Abitur, bei uns Matura. Also einfach die Schulreife, wenn die 18 ist, volljährig ist. Und ich bin dann 49. War es ja nicht. Dominik: [16:05] Ich glaube, so pessimistisch, wie ich sonst immer so bin, sehe ich das relativ optimistisch, das Ganze. Rosige Zukunft. Also ich glaube, wir haben es ja schon gesagt, generell sind die Eltern schon älter. Ja, ja, ey. Das heißt, diese Latte hat sich da sozusagen schon weiter gehoben. Und jetzt auch in meinem Umfeld, und gerade weil wir ja die Kindergartentür angesprochen haben, zum Elternsprechtag, also ich, auch so im Umfeld fühle ich mich jetzt nicht, also man selbst fühlt sich ja nie alt. Das ist ja schon mal der Nachteil. Oder wie auch immer, man kann das eh nicht sagen. Bernhard: [16:36] Man muss nur die Nichten fragen, die so 18 sind und dann weiß man wieder, man ist alt. Dominik: [16:40] Aber jetzt im Vergleich zu anderen Eltern, glaube ich, ist man zumindest jetzt nicht so der Ausreißer. Das heißt, dann sind wir ja eh alle alt, wenn die Kinder alt sind. Ja, eh. Wenn sich der gesamte Schnitt hebt und vor allem die, sagt man ja auch, die 60, 70-Jährigen heutzutage sind andere oder sage ich jetzt mal anders drauf als die... Bernhard: [16:58] 60 ist das neue 40. Dominik: [16:59] Genau, das ist das neue Das. Hoffentlich wird es dann noch besser sogar in Zukunft. Da habe ich eigentlich Gedanken gemacht schon. Aber ich glaube, wir haben es ja schon gesagt, da müssen wir einfach noch Erfolge machen in 20 Jahren. Reden wir dann weiter. Bernhard: [17:14] Das machen wir. Bleiben Sie dran. Aber ist es dir nicht so gegangen? Also mir ist es sowohl bei den Elternabenden in der Schule als auch bei den Elternabenden im Kindergarten so gegangen, dass ich mir gedacht habe, okay, also der Jüngste bin ich dann immer. Dominik: [17:28] Ja, war es bis jetzt noch nicht. Aber jetzt hast du mich darauf gebracht, jetzt schaue ich natürlich. Jetzt muss ich mal alle fragen, wie alt sie sind. Bernhard: [17:33] Es ist schon interessant. Und der Gedanke, mit Leuten zu reden, die halt einfach halb so alt sind wie du und trotzdem ein Kind haben. Dominik: [17:43] Wäre zumindest biologisch möglich, absolut. Bernhard: [17:46] Ganz easy. Ganz easy. Also meine Schwester zum Beispiel, warte, lass mich nachdenken, 81 geboren, die ist mit 23 Mama geworden. Ja, stille. Bis 23, ist auch nicht, was du jetzt sagst, super Junge. Ich meine, meine Oma ist mit 16 Mama geworden. Das ist jetzt vielleicht eher sowas für den Bereich Teenager werden Mütter. Das ist schon klar. Aber der Gedanke, dass ich 32 bin, meine Tochter ist 16 und wir gehen gemeinsam fort, ist ja lustiger. Dominik: [18:17] Ja, ich weiß nicht. Kann alles lustig sein, kann aber auch in Zukunft ja so sein. oder glaubst du, dass du mit 60 bis 70 nicht mehr weggehen wirst? Bernhard: [18:27] Also ich bin mir nicht sicher, ob meine Tochter, wenn sie 16 ist und ich bin dann 47, ob die da außer ins Theater mit mir irgendwo hingehen will. Dominik: [18:37] Vielleicht zum Poloturnier oder Golf. Bernhard: [18:41] Was spielen die immer? Bingo spielen die Pensionisten, oder? Aber ich meine, das ist schon etwas. Dominik: [18:47] Was ich nicht in der Antwort gekommen bin. Bernhard: [18:49] Die eigene Vergänglichkeit am Alter der Kinder erkennen, das ist schon was. Dominik: [18:52] Das wird vielen so gehen, sagen wir es mal so. Ich habe mir die Frage vielleicht noch nicht gestellt. Jetzt hast du mich da gerade in deine Krise geschubst. Bernhard: [18:59] Danke. Gerne. Wenn du was brauchst, wenn du Krisen brauchst, melde dich bei mir. Ich habe welche. Dominik: [19:04] Red mal drüber. Wir haben da genug Gelegenheit. Bernhard: [19:08] Aber, und da möchte ich jetzt aus dem Erfahrung von Schatz von meiner Schwester ein bisschen was preisgeben, weil ich ja eben selber keine Ahnung habe, wie das ist, wenn man im Freundeskreis zu den Ersten gehört, die Eltern werden. Das haben wir nicht gemacht. Bei uns waren da schon ein paar. Was Vorteile bringt, weil, Quant, Ausstattung und vielleicht gewisse Erfahrung. Dominik: [19:28] Die man abschöpfen kann. Bernhard: [19:30] Genau. Und meine Schwester hat eben gesagt, dass es total schwierig ist, weil wenn du so früh ein Kind bekommst, dann bist du einfach jetzt mal raus aus der Nicht-Kind-Partie. Aber es ist noch niemand in der Kind-Partie. Und das heißt halt auch, dass du... Dich nicht mit irgendwem am Vormittag im Eltern-Kind-Café treffen kannst. Das heißt, dass du auch nicht mit irgendwem zum Mama-Baby-Yoga gehen kannst oder irgend sowas. Sondern das heißt schlicht und einfach, dass du jetzt ein Alien bist. Und alle anderen machen das weiter wie bisher, nur rufen dich halt nicht mehr an. Dominik: [20:07] Ja, beziehungsweise mit fortlaufender Zeit ja dann wieder umgekehrt. Dann hast du nicht, du hast kein Kind mehr, sondern du hast noch ein Kind, aber das ist erwachsen. Ja, genau. Und wenn die anderen dann die Kinder im Kindesalter haben, bist du ja dann eigentlich eh auch genauso wieder raus. Genau. Weil dann sitzt du in dem Kindercafé und du willst nicht mehr. Bernhard: [20:24] Du willst nicht mehr, genau. Weil das ist aber jetzt dann wiederum der Vorteil, weil die Kinder meiner Schwester passen jetzt auf meine Kinder auf. Also die Cousinen passen auf die Cousinen auf. Ist super natürlich. Gleichzeitig beneide ich wiederum teilweise meine Schwester, wenn sie halt dann am Abend ausgeht, ohne irgendjemanden zu fragen, wo auf die Kinder aufpassen kann. Weil das macht die halt natürlich. Wenn ich mal anschaue, meine Julia, die drei ist, das wird noch ein bisschen dauern, bis die auf sie selbst aufpassen. Ich glaube, bei der Julia vor allem dauert es noch mindestens 15 Jahre. Dominik: [20:56] Und sie wird den Podcast auch irgendwann mal hören. Wir brauchen Folgefolgen. Bernhard: [21:00] Entschuldigung. Aber das ist schon, also das ist eben der Vorteil, glaube ich, wenn du früher älter wirst, du bist halt auch früher durch mit all dem, was dich einschränkt. Dominik: [21:11] Ja, sicher. Wäre für mich, wie gesagt, glaube ich, kein Thema gewesen. Und vielleicht auch genau deswegen, weil man, dieser Punkt Erfahrung klingt immer so hochgestochen, weil wie gesagt, das Kind kriegen, da kannst du noch so viel Erfahrung haben, es ist trotzdem neu. Und das ist wahrscheinlich für Eltern, die 20 sind, genauso neu wie Eltern, die 50 sind. Es ist eine neue Erfahrung oder ein neuer Lebensumstand. Aber ich glaube, dass diese Erfahrung, sagen wir es von mir aus, opamäßige Erfahrung, ja auch was Gutes ist. Also ich finde, das ist eher ein Vorteil. Bernhard: [21:45] Sicher. Und ich glaube, was auch ein Vorteil ist, wenn du später ein Kind bekommst, die ist... Also in den meisten Fällen stellt sich diese, wie packen wir das finanziell, voraussichtlich nicht, weil du eben schon Schritte, vielleicht auch Gehaltsschritte im Beruf machen konntest, die dir da einen gewissen Sicherheitspolster geben. Also all diese Sachen mit, es kommt da kein Kind in die Studenten-WG rein, sondern du bist gesettelt, du bist vielleicht auch schon länger beieinander oder was auch immer und hast schon irgendwie einen Lebensplan, ein Lebenskonzept und das ist halt jetzt mit Kind. Ich glaube, das haut dich mit Anfang, Mitte 20 schon eher aus dem Konzept, weil da dann vielleicht sogar noch in der Ausbildung steckst. Und das kann schon viel kaputt machen. Also ich kenne Freunde und Freundinnen, wo sie dann gesagt hat, sie studiert weiter. Und er ist dann immer zu ihr gekommen und hat halt quasi ihr das Kind in die Vorlesung zum Stillen gebracht und wie sie fertig war, wieder mitgenommen. Das ist super. Ja, aber ich meine, das ist ja ein Aufwand. Dominik: [22:50] Das schon, aber super Aktion. Bernhard: [22:52] Super Aktion, finde ich ganz top. Und stiller Applaus, auch wenn... Dominik: [22:56] Stiller Applaus ist ein schönes Wortspiel dann. Bernhard: [22:58] Ja, weil... Pardon, warte, ich habe mich hier in einen Knopf. Aber das ist natürlich schon, das ist schon was Cooles, aber das muss halt auch erst mal wollen und machen. Also easy ist das, glaube ich, nicht, aber du hast es eben auch bald hinter dir. Das ist die Frage, wie eben dein Konzept ist. Also quasi lieber vorbereitet auf etwas zugehen und das dann so machen mit dem Preis, dass man halt dann nicht mehr zu den jungen Eltern gehört oder aber vielleicht sich ins kalte Wasser schmeißen lassen, aber dafür mit einem reichen Erfahrungsschatz früher fertig sein, wenn die anderen vielleicht erst anfangen, oder? Dominik: [23:30] Eben, und das sehe ich, ist beides möglich, durchaus. Bernhard: [23:36] Vor allem wirst du nicht mehr draufkommen, wie sie ist, mit Anfang 20 ein Papa zu werden, genauso wenig wie ich. Ich meine, wir können beide noch schauen, ob man mit 50 noch ein Kind, vielleicht geht dir das irgendwie aus. Also die Medizin macht vieles möglich. Aber, ja, also ich glaube, ich bin durch mit dem Thema. Ich sage es dir, wie es ist. Dominik: [23:57] Es gibt nichts mehr zu sagen, entscheidet euch, wann ihr wollt. Genau, genau. Bernhard: [24:02] Jetzt warte ich nur noch drauf, bis sie eine eigene Wohnung haben, die Kinder. Aber das ist schon, also, mein Vater war schweilenderweise genauso alt wie ich, wie ich ein Kind bekommen habe, wie er mich bekommen hat. Also wir waren beide 31. Und da ist mein Gedanken schon auch der ein bisschen und das zeigt einem eben das eigene Älterwerden. Ich kann mich wahnsinnig gut an den 40. Geburtstag meines Vaters erinnern, weil da war ich eben dann neun. Da war ich dabei und ich weiß noch Geschenke, die er bekommen hat. Ich weiß, wie die Freunde waren und so. Und dann schaue ich mir meinen Vater halt jetzt an und er ist halt einfach ein Mann über 70. Und da denke ich mir, okay, auch wenn ich da damals neun war, Bernhard: [24:40] aber so viel Zeit war da jetzt nicht dazwischen. Und das zeigt dir dann schon auch ein bisschen diese eigene Vergänglichkeit, finde ich. Und deswegen rechne ich eben vielleicht nicht so gern, wie das so ist, wie alt ist meine Tochter, wenn ich dann über 70 bin. Und das ist eigentlich ganz spannend. Dominik: [24:59] Ja, oder einfach nicht rechnen. Einfach nicht rechnen, ja. Einfach drauf zugaben lassen. Bernhard: [25:05] Und was uns wahrscheinlich halt auch fehlen wird, ist die Tatsache, also Urgroßeltern werden wir nicht. Dominik: [25:11] Ja, vielleicht, und das ist auch wieder die Frage, wie sich die Zahlen in Zukunft entwickeln. Alle diese Dinge, die wir jetzt besprochen haben, ohne pessimistische Prognosen leisten zu wollen. Aber ich glaube, dieses Thema Sicherheit und so weiter ist jetzt sicher ein anderes, als zum Beispiel bei unserer Ausbildungszeit war. Na klar. Und diese Zukunftsperspektiven und was kann ich in den nächsten Jahren schaffen oder machen, sind jetzt auch sicher wieder andere. Also wie sich das wieder auswirkt und vielleicht die Leute jetzt früher und mehr Kinder kriegen, wer weiß. Also müsste man sich ja auch wieder anschauen, was das für Effekte hat. Bernhard: [25:46] Sagt ihr uns, wie ihr das gehandhabt habt oder wie das Leben es für euch entschieden hat. Ob ihr früh Eltern geworden seid oder ob ihr zu den späten Eltern oder Papas oder Mamas gehört. Am besten gleich hier in der App oder auch, wer Lust hat, Instagram und TikTok. Das sind die Möglichkeiten. Und wir freuen uns auf die nächste Folge. Folgt unserem Podcast, wo auch immer ihr ihn hört. Aktiviert die Glocke, damit ihr über die neuen Folgen Bescheid wisst. Sobald eine neue rauskommt, das wird nicht mehr lange dauern, bis das soweit ist. Fazit für heute, Dominik? Dominik: [26:20] Eigentlich egal, ob jung oder alt, spät oder früh. Eltern sind es super, also einfach machen. Bernhard: [26:26] Was der Dominik sagt, ist richtig. Papa Mia. Reine Männersache. Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch.

Kapitel

01:20
Die nackten Zahlen
10:47
Welche Auswirkungen haben Geschlechterrollen?
14:43
Vor- und Nachteile der späten Elternschaft