mit Olympiasieger Lukas Mähr

Episode 71
53:16

Er istGold-Segler bei den olympischen Spielen 2024in Paris mit seiner Partnerin Lara Fadlau.

Er warFahnenträger für das österreichische Olympische Team im Stadion.

Und er istEhemann und 2fach Papa. Lukas Mähr ist mein Gast in Folge 71.

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  • Wie geht sich das aus, in der ganzen Welt herumzusegeln (sic!) wenn daheim in Niederösterreich die Familie wartet?
  • Welchen Anteil hat die Familie an seinem Erfolg im Leben?
  • Mit welchen Herausforderungen hat ein Papa zu kämpfen, wenn die Kameras und Scheinwerfer der Sportjournalisten ausgeschaltet sind?

 

Hör‘ rein in eine unglaublich offene und ehrliche Folge mit einem großartigen, reflektierten Papa Lukas Mähr!
Kapitel:
(00:00) – Intro
(02:20) – Schlafmangel is a thing
(04:06) – Bedeutung von Familie
(11:02) – daheim wurde viel gestritten
(14:38) – vom Sohn zum Vater
(20:20) – unerfüllter Kinderwunsch
(24:36) – die Schattenseite des Erfolgs
(29:05) – sind Eltern die effizienteren Sportler?
(37:47) – was bleibt noch vom Paar?
(43:22) – was bringt es mir, Papa zu sein?
(49:32) – was ist ein guter Papa?
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Transkript:

Lukas Mähr: [0:00] Ich bin Olympiasieger Bernhard, aber trotzdem bringen mich meine Kinder an Limits. Papa Mia, reine Männersache. Bernhard Vosicky: [0:08] Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. Bevor es losgeht mit der neuen Folge mit Olympiasieger Lukas mehr zwei Sachen. Erstens einmal Bewertung dalassen, wer noch nicht hat. Das ist mein Podcast Gold und ich möchte Gold anhäufen noch und nöcher. Und die zweite Sache, bis Ende Februar 2025 kannst du noch Papa Mia für den Ö3 Podcast Award vorschlagen. Das ist wichtig, das kann man jeden Tag machen und wer mehr Nominierungen hat, der kommt am Ende in die Endauswahl der 20 besten Podcasts dieses Landes und da würde ich echt gern rein. Also ich bitte um deine Unterstützung und jetzt lasse ich dich in Ruhe und wir gehen gleich weiter zum Lukas Mehr. Super, super, super cooler Typ, cooles Gespräch geworden. Willkommen zu einer neuen Folge von Papa Mia. Das ist der Podcast von Papas, für Papas und für alle, die Papas mögen. Wenn du jetzt denkst, das sind ja eigentlich alle, gut erkannt. Heute habe ich einen besonderen Gast und zwar Lukas Mehr ist da. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Schön, dass du da bist. Willkommen auf meiner Couch. Stofftiere neben dir, Hinterzeichnungen. Fühlst dich zu Hause wahrscheinlich, oder? Lukas Mähr: [1:22] Vor allem Musik im Hintergrund. Das ist ja voll lässige Schallplatten. Das taugt man sofort. Richtig, genau. Bernhard Vosicky: [1:28] Und ich freue mich, dass du da bist. Diejenigen, die wenigen, die irgendwie das ganze Jahr verschlafen haben, die dich nicht kennen. Du bist aktuell auf jeden Fall einer der erfolgreichsten Segler Österreichs. Du bist amtierender Olympiasieger. Du bist, glaube ich, auch Bronzemedaillengewinner bei Weltmeisterschaften, oder? und seit Ewigkeiten Leistungssportler, Was habe ich da jetzt, was möchtest du von dem Beruflichen da noch hinzufügen? Lukas Mähr: [1:53] Ja, ich glaube, Spitzensportler, wie du richtig gesagt hast, ist irgendwie ein Beruf auch, ein Lifestyle und ab und zu kann man sich mit einem super Erfolg krönen, der dann noch weit über die Seglergrenzen hinausgeht. Bernhard Vosicky: [2:04] Aber ich möchte mit dir heute, und das ist gleich einmal diese große Papa-Mir-Enttäuschung zu Beginn, ich möchte mit dir nicht über das Segel sprechen, auch nicht über die Olympiamedaille, sondern eigentlich über deine Lebensrolle als Papa. Du bist Zweifach-Papa. Zweifach-Papa von zwei Burschen, die jetzt wie alt sind? Lukas Mähr: [2:23] Drei und vier, ganz aktuell. Bernhard Vosicky: [2:26] Du hast mir wieder reingekommen und wie wir uns hingesetzt haben zum Vorgespräch und zum Frühstück, haben wir gesagt, dass es super ist, dass du gerade heute herkommst. Weil offenbar hattest du eine interessante Nacht oder eine kurze Nacht hinter dir. Erzähl mal. Lukas Mähr: [2:39] Ja, ganz klassisch. Auch bei uns sind die Kinder regelmäßig krank, speziell im Herbst und im Frühling. Und das ist bei uns jetzt daheim der Fall. Zuerst der eine, dann steckt der eine den anderen an. Und ich war halt mit dem Kleinen gemeinsam den Nachtdienst gehabt und er wollte am 4 in der Früh schon aufstehen. Zwei Stunden habe ich versucht, ihn im Bett zu belassen. Er wollte nicht da. Und um sechs ist er dann gemütlich wieder eingeschlafen. Schön. Das habe ich immer noch. Ich habe aufmüssen, aber das ist halt eben so, wenn man Eltern ist. Bernhard Vosicky: [3:09] Richtig. Also mit wenig Schlaf kommt man Man gewöhnt sich nie dran, finde ich. Man versteht dann, warum wenig Schlaf eine Foltermethode ist. Ja, absolut. Schon eine Geschichte. Aber das heißt, ihr teilt euch das mit deiner Frau? Teilt ihr euch das irgendwie auf? Wer waren so die Kinder schupft in der Nacht oder wie macht sie das? Lukas Mähr: [3:27] Total spontan, ja. Wir machen das je nachdem, wer am nächsten Tag vielleicht mehr Termine hat oder wer sich auch wohler fühlt. Du kennst es sicher. Manchmal ist auch der eine mit den Kindern ein bisschen. Bernhard Vosicky: [3:39] Oder manchmal nimmt man einfach auch die Krankheiten der Kinder nämlich an. Kinderkeime sind die schlimmsten Keime auf der ganzen Welt. Also weiß ich nicht, ob die Kinder bei dir aus dem Kindergarten und so weiter, nehmen das natürlich mit nach Hause. Ja, das ist vorbei. Und dann kriegst du irgendwas und das ist so schlimm. Also diese Keime, als Erwachsener kriegst du die normalerweise nicht, aber diese Kinder, die haben alles. Bernhard Vosicky: [4:03] Das ist wirklich schrecklich. Aber das ist eben gerade die Zeit, das ist eh logisch. Ich habe schon gesagt, über das Sportliche werden wir nur so am Rande sprechen, weil es halt irgendwie natürlich dazu gehört. Lukas Mähr: [4:11] Ja, voll gut. Ich unterbreche, aber genau das ist schon das Schöne, wieso ich sehr gerne heute zu dir komme, Bernhard, diese Einladung wahrnehme. Weil ich habe das Gefühl, unter uns Männern, weil es sind viele Fragen diskutiert worden zu unserem Olympiasieg, aber die wenigsten gehen in diese Richtung Familie auch und das Thema Familie auch ein bisschen mehr in die Mitte zu tragen, weil es ja eigentlich das Normalste der Welt ist. Absolut. Wir dürfen nicht vergessen, sonst sind wir die nächste Generation nicht mehr auf dieser Erde. Ja, wohl wahr. Und irgendwer muss sich auch um die Kinder kümmern. Und deshalb ist es für dich ein wunderschönes Thema, das du so intensiv behandelt. Bernhard Vosicky: [4:47] Voll schön, das nehme ich gerne an und würde gleich gerne mit deinem Bezug zur Familie starten, weil in den ersten Minuten kriegt man jetzt schon mit, dass das für dich offenbar was ist, das dir wahnsinnig viel bedeutet. Woher kommt das? Wie war deine eigene Kindheit? Hast du als Kind in deiner eigenen Familie, wie du aufgewachsen bist in Vorarlberg, War das auch immer so stark bei der ganzen Family, wie du das jetzt wahrnimmst? Lukas Mähr: [5:11] Ja, also ich bin, wie du richtig sagst, in Bregen aufgewachsen und ich würde sagen, ich war in einer irrsinnig privilegierten Familie. Und da spreche ich vor allem so die Liebe an. Ich habe eine intakte Familie gehabt, meine Eltern sind immer noch zusammen. Ich habe eine Schwester, Großeltern, Jüngere. Die einen Großeltern kommen aus Bozen, aus Italien. und ich glaube, jeder, der Italiener kennt, die haben so ein übertriebenes Familien-Dasein. Bernhard Vosicky: [5:36] Ist das wirklich so? Lukas Mähr: [5:38] Bisher habe ich es noch so erlebt. Und ich habe mit Italienern beruflich zu tun, die sagen, da kommen 20 Leute zusammen. Und ja, ich bin aus so einer typischen Südtirol-Familie vielleicht da und da sind alle immer zusammengekommen in den kleinen Wohnungen. Früher hat man ja noch geraucht und das war irgendwie so sympathisch in Erinnerung, obwohl das nicht mehr zeitgemäß ist. Aber ich kann mich gut drinnen, als Kind bin ich zwischen den Nebelschwaben der Verwandten herumgegangen aus dem Haus. Und es war immer wunderschön, weil irgendwie, es war immer einfach, aber du hast immer diesen Zusammenhalt gefühlt. Und ja, das gibt mir auch heute noch wahnsinnige Dankbarkeit, dass ich da in so einem Konvult aufwachsen durfte. Bernhard Vosicky: [6:14] Ich kann mich auch erinnern, dass der Papa mit der Zigarette oder mit den Zigarillos oder mit irgendwas, was er geraucht hat, da war es dunkel und er hat dann so mit dieser Glut Schrift in die Luft gezeichnet. Lukas Mähr: [6:24] Aber wirklich, ja, das ist cool, das habe ich nicht erinnert. Bernhard Vosicky: [6:26] Jetzt ist es eine Erinnerung, die du jetzt gerade getriggert hast mit dem Rauchen, das ist eigentlich total schön, ja, auf der anderen Seite natürlich. Lukas Mähr: [6:32] Heutzutage kannst du gar nicht erzählen, das ist eine schöne Erinnerung. Ja, ich meine, hey. Bernhard Vosicky: [6:36] Wahnsinn, wie das verändert hat. Lukas Mähr: [6:37] Früher war das einfach gesund noch. Absolut. Bernhard Vosicky: [6:39] Und das, wo du 1990 geboren bist, also uns trennen sieben Jahre, das heißt, du bist 24 jetzt. Lukas Mähr: [6:45] 34, ja. Ah, ja. Ich wäre gern 24, bin ich 34. Ja, ja. Bernhard Vosicky: [6:49] Wirklich? Wärst du gern jünger? Lukas Mähr: [6:51] Ja, na schon. Körperlich, ja. Als Sportler ist es natürlich, nein, von der Erfahrung her nicht, aber vom Körper ja als Sportler falsch gemacht. Bernhard Vosicky: [6:58] Ja, okay, ich verstehe. Merkst du das schon, dass da die Jungen nachkommen und dass du nicht mehr zu den Jüngsten gehörst? Lukas Mähr: [7:03] Ja, extrem, ja. Ich merke es extrem und umso mehr ist mir die Familie da auch eine Hilfe. Bernhard Vosicky: [7:10] Aha, weil du halt nicht mehr alles allein schaffst. Du brauchst Unterstützung oder was machst du? Lukas Mähr: [7:16] Nein, nein, gar nicht. Aber das ist immer wieder ein spannendes Thema. Ich gebe ja die ein oder anderen Vorträge mittlerweile auch, wo man sagt, ja, ist die Familie ein Klotz am Bein oder ist sie da oder nicht? Ja, oder ja. Ist sie ein Klotz? Nein, ich sage nein. Ja, genau. Und ich habe auch das mitgekriegt, ich glaube, das Leben wird als Sportler je älterer, wird natürlich schwieriger. Die Energie lässt nach, die Regeneration wird nicht mehr so knackig, wie du es als junger hast, keine Frage. Aber was ich unglaublich gelernt habe und das glaube ich auch, jetzt schließen wir ein bisschen sportlich an, was ich unglaublich gelernt habe in der letzten Olympiakampagne ist, wie viel die Familie hilft, auch dass du merkst, es geht nur mehr. Und es geht nur mehr, wenn du willst. Und das zeigt ja deine Kinder, oder? Die Kinder fragen dir nicht, hast du jetzt keine Zeit? Hast du jetzt keine Energie? Und das habe ich lernen dürfen durch die Familie und das hat mir unglaublich viel auch im Berufsleben gebracht. Bernhard Vosicky: [8:07] Also das heißt, weil Kinder natürlich, also Kinder fordern. Das ist so. Kinder fordern immer. Weil für sie ist das jetzt wichtig. Lukas Mähr: [8:16] Das ist das natürlichste auf der Welt. Die überlegen sich nicht, wieso. Bernhard Vosicky: [8:20] Und nachdem du, und das ist sicher eine Sache, die, wenn wir schauen, vielleicht willst du mir das auch bestätigen, so was Was kriegt man oder was lernt man neu? Welche Skills bekommt man als Papa neu dazu? Dann sagen eigentlich durch die Bank alle meine Interviewgäste, dass sowas wie diese bedingungslose Liebe zu jemandem da sein kann, wie zu Kindern, was man vorher in der Form noch nicht gekannt hat. Dementsprechend tust du das natürlich auch. So Kinder fordern und du gibst. Und eigentlich ohne das zu hinterfragen. Ob das gut ist, über lange Zeit, ist eine andere Geschichte, wie man es jetzt aufteilen muss, aber du tust. Und das heißt, du gehst eigentlich über deine Grenzen, Lukas Mähr: [8:54] Oder? Ja, eben genau. Und das ist auch das ewige Lernen im Leben. Ich finde das cool, wenn du einen Manager fragst, ich habe jetzt letztens etwas mit WWB zu tun gehabt, mit dieser Agentur, viele kennen sie, und die haben gesagt, du musst dir ein Ziel setzen, das dir Angst macht. Und nur wenn es dir ein Ziel dir Angst macht und nicht kribbeln bereitet, dann ist es ein hochgenuges Ziel. Und ich denke mir, die Kinder, die machen doch das jeden Tag. Die Kinder stellen mich jeden Tag vor Herausforderungen. Und ich denke, oh mein Gott. Aber das ist nicht so ein anerkanntes Ziel. Aber wenn ich sage, ich will einmal ein Porsche haben, dann sage ich, oh Lukas, das ist ein Ziel, bravo. Aber das mit den Kindern kommt nicht so raus, finde ich. Bernhard Vosicky: [9:31] Aber da gehen wir jetzt schon ziemlich tief rein, weil ich finde, das ist ein bisschen ein Kern von der Botschaft, die ich auch versuche in diesem Podcast zu vermitteln. Nämlich, dass es viel weniger darum geht, dass wir materielle Statussymbole anhäufen. So wie wir vielleicht auch aufgewachsen sind, wie wir mitbekommen haben von unseren Eltern, was so das Zeichen von Erfolg ist, nämlich ein Haus, einen großen Garten, ein oder zwei Autos vielleicht sogar, einen tollen Job, der gut bezahlt ist und so weiter. Das sind Sachen, die es zu erreichen gilt laut Gesellschaft. Und deswegen glaube ich, sind ja auch gerade wir Männer und dir diesen Druck, das alles anzuhäufen. Ich gehe jetzt her und sage, ich habe jetzt eigentlich das Gefühl, dass mittlerweile solche Sachen wie Zeit ein Statussymbol ist, mit dem ich mich schmücken kann. Also ist das ein Wandel? Was ist für dich Status? Was ist für dich Erfolg? Lukas Mähr: [10:21] Ja, das ist eine gute Frage. Ich habe das Gefühl, ich bin halt aufgewachsen in diesem olympischen Gedanken. Ich wollte immer eine olympische Medaille haben. Und dann merkst du, je älter man wird vor allem, da kommen Familie und Kinder. Und das war im Prinzip genauso prägend wie die olympische Medaille. Also wenn nicht mehr die Familie. Ich finde immer gut, man muss eine Perspektive haben, wo es hingehen könnte. Aber da gibt es das schöne Zitat von John Landry. Ich weiß nicht, ob du es kennst. Es geht ja nicht so. Ich habe geplant. Bernhard Vosicky: [10:50] Life is what happens while you're busy making other plans. Lukas Mähr: [10:52] Ja, ja, genau so. Und das finde ich so lässig, weil das Leben lacht, während du die Pläne schmiedest. Und genau so ist es. Und so, wie soll ich sagen? Lukas Mähr: [11:02] Du weißt nie genau, was kommt. Bernhard Vosicky: [11:04] Hast du diese Werte von deiner Familie mitbekommen? Oder ist das was, was du dir quasi, dass du im Laufe deines Lebensjahres aufgesogen hast, so eben dieses Familie ist wichtig und Beziehungen sind das, woraus du deine Energie schöpfst. Lukas Mähr: [11:21] Ja, das ist wie viel, ich weiß nicht, vor wem ich was mitbekommen habe. Aber natürlich, wenn du in einer Familie aufwachst, wo die Beziehung, und dann möchte ich auch sagen, in einer Beziehung, wo es immer zum Arbeiten gilt, ich habe sehr viele Streits meiner Eltern mitbekommen. Und bei uns ist oft dreieinhalb Jahre zugegangen. Da wurde auch mal geschrien, da wurde geweint. Und das war als Kind auch irgendwie immer einprägsam. Ich weiß es heute noch. Aber ich glaube, jetzt kann ich viel mehr nachvollziehen, jetzt wo ich selber verheiratet bin, wo ich selber Kinder habe, wo ich selber arbeiten muss fürs Geld und schauen irgendwie, wer nimmt sich Zeit nicht und alles fordert um einen herum, dass man halt alle Seiten ein bisschen besser kennt. Und diese Familie hat mich sehr stark geprägt, aber natürlich im Sport, wo man halt in so einer Kommune aufwächst, im Spitzensport, ich bin über 200, 250 Tage unterwegs die letzten 15 Jahre und in der Schulzeit, alle Ferien immer weg, immer weg und du bist immer in einer Gruppe und da merkst du schon auch das Gefühl, wer ist dir näher und wie wichtig ist es, gute Freunde zu haben im Leben. Bernhard Vosicky: [12:23] War diese Segel-Community, nenne ich sie jetzt einmal, war das ein bisschen so auch deine Ersatzfamilie? Lukas Mähr: [12:30] Ja, ich würde sagen, was sehr Spannende ist im Sport sind ja Trainer. Und das ist ja auch das Gefährliche im Sport. Man hört das so oft mit den Übergriffen von Trainerinnen und Trainer und ich habe das lange nicht verstanden, wieso funktioniert das oder wieso haben Trainer so einen Nähebezug zu Athleten, bis ich mich selber mal hinterfragt habe und auch draufgekommen bin, wer waren mir eigentlich die nächsten Personen in meiner Jugend. Und da bin ich auch selber, aber erst leider retrospektiv drauf gekommen, dass man natürlich den Bezug zu solchen autoritären Autoritäten ganz krass nahe ist. Gerade als junger Mensch, wo du ja immer aufschaust und denkst, der kann dir das gut machen. Bernhard Vosicky: [13:10] Und auch formbar bist. Lukas Mähr: [13:11] Ja, genau. Und wie formbar noch bist. Aber vor allem wie neugierig. Durch diese Neugierde, die man als Jugendlicher hat, ist man extrem anfällig auf solche Personen. und wie wichtig es immer ist, dass man Leute hat in seinem Umfeld, die einem was Gutes wollen. Bernhard Vosicky: [13:26] Dir wollten sie offenbar was Gutes, also bei dir hat das hingehaut. Gab es einen Moment, wo du gesagt hast, okay, ja, passt, das ist wirklich mein Beruf oder mein Ziel oder dieses Spitzensportler, du hast diesen Gedanken, du möchtest die olympische Medaille, der war immer schon da. Aber wann war der Moment, wo du wirklich gesagt hast, ich mache das, ich ziehe das durch? Lukas Mähr: [13:47] Ja, ja und nein, überhaupt nie. Ich glaube, ich möchte umbringend wegkommen von diesem, etwas war gut oder schlecht oder irgendwas war fix oder nicht fix, weil es war alles ein Prozess. Ich habe auch ganz viele Leute in meiner Karriere gehabt, die mir, wie soll ich sagen, sie wollten mir jetzt nicht per se was Schlechtes, aber indem sie keinen guten Job gemacht haben, hat es mich extrem behindert am schnelleren Vorankommen. Und in der Umständigkeit war ich auch voll oft unschlüssig. Wie geht es weiter? Soll ich noch weiter? Alle paar Jahre denkst du, bin ich am richtigen Weg? Ist es noch mein Weg? Also so ist es schon, es ist echt nicht so leicht zu beantworten. Bernhard Vosicky: [14:21] Okay, aber das heißt, ich nehme mit, aus deiner Familie, da waren viele Leute, das war bunt, das war laut, sowohl emotional als auch mit meinen Eltern. Aber schon so, dass du gesagt hast, du hast eine gute Kindheit gehabt. Lukas Mähr: [14:35] Ja, eine super Kindheit. Bernhard Vosicky: [14:36] Mit deiner Schwester, bis heute gutes Verhältnis. Ja, genau. Bernhard Vosicky: [14:39] Und dann kam der Moment mit knapp über 30, glaube ich, oder wo du dann Papa geworden bist. Lukas Mähr: [14:44] Genau mit 30. Bernhard Vosicky: [14:45] Genau mit 30. Okay, genau mit 30 bist du Papa geworden. Das ist für mich immer, ich finde das so wahnsinnig schön, wenn man sich das anschaut. Ich nenne es immer, man wird vom Sohn zum Vater. Ich finde, das ist nämlich recht, das geht so, knapp. Lukas Mähr: [14:59] Zum Glück. Bernhard Vosicky: [15:01] Inwieweit habt ihr euch aussuchen können? Also war das der Moment, wo du gesagt hast, das passt jetzt, jetzt bin ich bereit, jetzt hätte ich gern, dass unsere Familie größer wird als nur, unter Anführungsstrichen, die Christine und ich? Lukas Mähr: [15:12] Nein, gar nicht. Ich war mir lange unsicher und gerade auch aus meinem Beruf heraus, so viel weg, so viel Unsicherheit im Sport hast du ja keinen fixen Job. Du musst immer durch jedes Jahr doch Erfolge wiederbeweisen, dass du gewisse Gelder bekommst und diese finanzielle Unsicherheit im Hintergrund und viel weg sein. Das war für mich total schwierig zu sagen, ich kann die Verantwortung übernehmen für Kinder und da muss ich einen riesen Credit meiner Frau geben, der Christine, die viel mutiger war als ich. Die war viel mutiger, das muss ich an der Stelle einfach sagen und die hat gesagt, wir machen das irgendwie und hat mir tausend Lösungen gesagt und ich habe tausend Möglichkeiten gehabt, wieso ist das nicht gut? Nicht der richtige Zeitpunkt aber jetzt mehr so von dem, nicht dass sie unsicher war mit der Partnerin, aber die Verantwortung, du hast Kinder und das denke ich immer Wahnsinn und die hat einfach gesagt, hey, wir machen das schon irgendwo und sie hat einfach recht gehabt. Bernhard Vosicky: [16:04] Also sie ist ja die Macherin, das ziehen wir durch, das machen wir. Lukas Mähr: [16:07] Ja, also in der Hinsicht mit Familie und so hat sie einfach den absolut richtigen Weg vorgegeben und hat so immer gesagt, hey, das wird uns ein Plus geben und uns auf die nächste Stufe in der Beziehung stellen und das hat sie ganz genau recht gehabt. Bernhard Vosicky: [16:20] Ja. Ihr seid verheiratet vor den Kindern, nach den Kindern? Es ist nicht aus religiöser Sicht wichtig, sondern einfach nur so, es hat mich interessiert, wie lang wart ihr schon beieinander, bevor dann die Kinder gekommen sind? Lukas Mähr: [16:33] Ja, wir waren... Sechs Jahre, sechseinhalb Jahre beieinander, bevor die Kinder gekommen sind. Und wir waren aber schlussendlich wirklich geheiratet erst, wo meine Frau schwanger war. Ganz klassisch. Also es war so, dass wir immer eine Hochzeit planen wollten, eine coole, weil es geht uns ja auch um die Party. Da muss ich ehrlich sagen. Keine Frage. Eine coole Party. Und das hat sich dann mit meinem beruflichen Beruf dann jetzt gerade ergeben. Und dann war die Frage, wie wird das Kind heißen mit dem Nachnamen. Und dann habe ich gesagt, ja, es wäre schon cool, wenn wir einen Familiennamen hätten. Dann muss ich halt heiraten. Und dann haben wir geheiratet. Bernhard Vosicky: [17:07] Ja, so, nämlich sachlich. Lukas Mähr: [17:09] Jetzt hast du einfach mal einen guten Grund gegeben. Bernhard Vosicky: [17:11] Aber das war der Heiratsantrag, oder wie? Lukas Mähr: [17:13] Nein, nein, ich habe einen schönen Antrag am Berg gemacht. Ich habe sie dann doch überraschen können, trotz natürlich dem Hintergrund. Ich wusste, ob jetzt Muschgas geben muss. Bernhard Vosicky: [17:21] Aber du hast gewusst, das ist eine Angst. Ich würde wahrscheinlich ja sagen. Lukas Mähr: [17:24] Ja, ja, genau. Natürlich ist es natürlich unfair, einer schwangeren Frau gegenüber dann zu fragen. Nein, das war eh immer das Ziel. Aber ja, wie es so ist, im Leben hat man viele Ziele. Und dann sagt man ja, man zögert und zögert, beziehungsweise man wartet auf den Zeitpunkt, man wartet auf den Zeitpunkt zum Kinderkriegen. Ein guter Freund von mir hat einmal gesagt, das ist ja mein Chef im Segelverband, wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kinderkriegen? Nie. Weil du könntest immer das noch davor machen und das noch davor machen und das noch davor machen und da hat er leider so recht. Bernhard Vosicky: [17:51] Sagst ihm liebe Grüße von mir, genau diesen Gedanken hatte ich so lang und so oft und ich habe mir immer gedacht, ah, jetzt kommt noch der Karrieresprung und da ist diese ganze Geschichte und so. Lukas Mähr: [18:00] Genau, da musst du eh immer schmutig sein und darum ist es, finde ich, auch wieder cool. In einer Beziehung zu leben, wo du ein Passage, wo du alles mit der Person teilen kannst, weil die auch ab und zu sagt, hey, du bist am Holzweg. Und das ist mir oft so gegangen mit meiner Frau und da bin ich total dankbar, dass sie das immer so ehrlich zu mir war. Bernhard Vosicky: [18:18] Aber, und das finde ich auch wahnsinnig wichtig, ihr habt das offenbar besprochen. Ihr habt es miteinander gesprochen über das Thema, weil ich glaube, das machen viele nicht. Viele Paare leben nebeneinander her mit unterschiedlichen Vorstellungen, von dem sie dem Partner oder der Partnerin einfach nichts sagen und sind dann enttäuscht, wenn diese Erwartungen von der anderen nichts weiß, nicht erfüllt werden. Das ist natürlich extrem blöd. Wie läuft die Kommunikation zwischen euch beiden ab? Seid ihr, wenn ihr sagt, sechseinhalb Jahre, bevor ihr Kinder bekommen habt, habt ihr euch gekannt. Das ist ja nicht so, dass ihr überrascht voneinander wart. Und ist das was, würdest du sagen, du kennst deine Frau? Lukas Mähr: [18:59] Puh, ja. Ich habe da meine eigenen Erfahrungen im Leben, weil ich immer eng mit verschiedenen Leuten zusammengearbeitet habe, die immer auch nah waren und die wahnsinnige Enttäuschungen dahin, der sich neben haben müssen, wie ich gemerkt habe. Also das ist eine meiner Lehren, wo ich sage, egal wie nah dir eine Person ist, wenn sie dich anlügen will, dann wird sie das immer schaffen. Und da habe ich ein paar Sachen in meinem Leben erfahren. Das war irgendwie spannend. Aber ja, ich glaube, ich kenne meine Frau gut und bin auch froh, dass ich sie nicht, auswendig kenne, jetzt mal so gesagt. Bernhard Vosicky: [19:32] Das ist auch gut so. Lukas Mähr: [19:35] Aber ich glaube, es geht ja auch nicht, oder? Ich bin nicht mit einem Menschen zusammen, das darf ich so sagen, so gut kenne ich sie, die sich nicht weiterentwickelt. Sie entwickelt sich weiter, ich entwickle mich weiter und so gibt es immer wieder Neues zu entdecken und Neues zu überzeugen und Neues zu lernen und das macht es halt aus. Bernhard Vosicky: [19:50] Aber offenbar, sprecht ihr miteinander über Vorstellungen, über Lösungen, sie ist halt dann, also das heißt, es ist für euch so, ihr wisst, wie es dem anderen geht. Lukas Mähr: [19:57] Ja, wir wissen, wie es dem anderen geht und wir finden oft keine Lösung ad hoc. Und wir diskutieren dann oft über denselben Scheiß und wir trennen uns im Kreis. Und es ist oft schwierig und unterschiedliche Vorstellungen. Und das gehört einfach dazu. Bernhard Vosicky: [20:13] Und dann warst du 30 und dann kam das Kind. Lukas Mähr: [20:15] Nein, sondern es hat schon ein bisschen früher angefangen. Und das ist auch Lukas Mähr: [20:18] ein wichtiger Punkt, über den man gar nicht redet. Wir haben früher versucht, Kinder zu kriegen und es hat nicht funktioniert. Kenne ich. Und das ist, finde ich, auch etwas, was ich brutal gerne erzähle, erzähl weil es war wahnsinnig harte erfahrung und ich glaube noch herz natürlich für meine frau weil das ist ja trotzdem anders wenn das kind in der frau war und und das ist noch die rückschläge die wahnsinnig wehtun im leben aber ich glaube mittlerweile je mehr man mit anderen leuten drüber redet desto mehr kommt man drauf es geht so vielen so und es gehört einfach fucking dazu im leben und man muss es einmal ansprechen weil sonst denkt immer und das ist schon seitens gegangen müssen die einzigen denen so geht und es ist überhaupt nicht so und also hoffnung möchte all den mann wo sagt ja es ist aber so mal halt die natur entscheidet dass uns grenzen vor und wir können nicht immer entscheiden absolut ab morgen sind wir schwanger also. Bernhard Vosicky: [21:12] Ich habe zwei kinder ja es waren sieben schwangerschaften Lukas Mähr: [21:15] Ja ich. Bernhard Vosicky: [21:17] Weiß wovon du sprichst ja und und von dem her können da viele viele viele Und negative Erfahrungen dazu, durch die man offenbar durch muss. Ich gratuliere allen, bei denen das so funktioniert. Und dementsprechend, ja, bin ich bei dir. Also enttabuisieren, weil dieses Gefühl, nur mir geht es so, ist eins, das erkennt jeder, mit dem man redet. Und sobald du das Thema mal ansprichst, plötzlich kommen sie von allen Seiten und sagen, ja, bei mir war es auch so und bei dem Freund und bei der Freundin und so weiter. Und das ist wichtig, weil das geht dir dann besser. Und von dem her finde ich es ganz, ganz wichtig. Aber das heißt, ihr wart dann auch, also das war lange darauf hingearbeitet oder wie? Lukas Mähr: [22:00] Ja, ein paar Jahre auf jeden Fall. Und genau, wie gesagt, das war eine gleiche Zeit. Eben auch in der Beziehung dann natürlich auch, wo man halt füreinander da sein muss, wieder mehr in einer anderen Hinsicht. Und umso schöner dann natürlich, wenn man jetzt dasteht und zwei gesunde Buben hat, bin ich sehr dankbar. Bernhard Vosicky: [22:23] Dankbarkeit ist genau das Richtige, was man in der Sache sagen kann, weil es kommt eh so, wie es kommt und so passiert es. Und wir haben auch nach dem ersten Kind gesagt, das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass es so bleibt, wie es jetzt ist und jetzt ist es toll. Ja ja ja und das ist eigentlich ja genau und dass die kleine die jetzt eben drei ist weil abstand von sechseinhalb jahren auch den haben wir uns ja nicht bewusst ausgesucht dass das das ist halt so gekommen und dass die jetzt da ist ist ein super schönes bonus paket ja und ich freue mich wirklich und ich möchte es genauso haben Bernhard Vosicky: [22:57] Aber ich habe es nicht immer selbst in der Hand. Das muss man halt auch wissen, wie das so ist. Was hat denn das Papa-Sein dann in dir verändert? Wir haben schon vorher angesprochen, also für mich war es dieses Gefühl der selbstlosen Liebe, das man einem Menschen gegenüberbringt, aber es sind schon viele, viele Dinge, die mich von dem Bernhard unterscheiden, der ich war, bevor ich Papa geworden bin. Würdest du sagen, gibt es da auch bei dir was? Lukas Mähr: [23:21] Ja, ja, absolut. Also ich habe in gewisser Weise, als Spitzensportler baust du alles um deinen Sport. Ich würde sagen, ich war noch nie in einer Sekte, aber es ist gut, man fasst ab und zu zuvor wie in einer Sekte. Bernhard Vosicky: [23:34] Auch die Medienbranche ist so keinesfalls. Lukas Mähr: [23:37] Ja, vielleicht. Du lebst so in einem Ding und du hast das Gefühl, es dreht sich alles um deinen Sport. Alles, die Welt dreht sich schon. Und in dem Moment entsteht eine neue Welt. Und da zieht sich auf einmal nicht mehr alles um den Sport und es gibt da dann auch wieder schwierige Dinge, weil du sagst hey, ihr habt genau gewusst, was geht im Leben, es geht um den Sport, aber auf einmal geht es dann um die Familie, beziehungsweise um so ein kleines, schreiendes Ding, das die nicht mehr loslässt und mir hat es voll taugt, ganz wilde Ausdauereinheiten zu machen früher und dann liegt sie im Bett und Jonathan, das heißt mein älterster, und der liegt auf mir oben und schlaft auf mir und das war das schönste Gefühl, ich weiß es heute noch. Bernhard Vosicky: [24:16] Also wenn du das erzählst, ich spüre so, wie warm das ist. Lukas Mähr: [24:18] Ja, so warm und so ein bisschen mit offenem Mund sabbert. Bernhard Vosicky: [24:22] Sabbert raus und das hat man auch dann da permanent in den Saberflecken am Leiber. Lukas Mähr: [24:26] Und du denkst dir, ach, schön. Und ich war irgendwie stolz auf die Saberflecken. Ja, natürlich. Ich bin Papa. Das war mein Sohn. Es ist irgendwie verrückt. Und davor war es so clean irgendwie. Aber es hat alles, denke ich, kein Wert mehr in dem Moment. Bernhard Vosicky: [24:36] Aber wenn du schon sagst, alles dreht sich ein bisschen um den Job oder um den Sport. Das ist ja, glaube ich, in dem Fall bei dir trifft sich das beides. Aber finde ich es wahnsinnig schwierig, wenn du vorhin erzählt hast, dass du 200 bis 250 Tage im Jahr nicht da bist. Ist das nach wie vor so? Oder wie tust du das? Weil das hat ja auch Auswirkungen auf das gesamte Familienleben. Ich meine, es ist ja nicht so, dass du von heute auf morgen Spitzensportler geworden bist. Deine Frau hat dich so kennengelernt, die hat genau gewusst, Lukas Mähr: [25:08] Wer du bist und was du tust. Die hätte sich das aussuchen können, meine Kinder nicht. Bernhard Vosicky: [25:11] Ja, richtig. Aber auf der anderen Seite, das ist ja mal auch wichtig, dass man nichts irgendwie vorgaukelt, was man nicht ist, dass man auch nicht versucht, den anderen zu ändern, dass man mit offenen Karten spielt. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Aber jetzt bist du in der Situation, dass du halt dann offenbar eine gewisse Zeit im Jahr nicht da bist. Stelle ich mir wahnsinnig schwierig vor. Lukas Mähr: [25:27] Ja, es war ziemlich schwierig, finde ich auch. Und das hat sich total ins Negative verändert natürlich. Einerseits, wenn man jung ist, ist es cool zu reisen, ist es cool, die Welt zu entdecken und immer wieder lässige Challenges. Du weißt, was man da im Sport erleben kann. Aber dann hast du Familie und du kommst dann schon als Vater blöd vor. Das ist so nach dem Motto, ich bin ein wichtiger Teil dieses Viererteams und bin eigentlich nie da. Und das ist natürlich eine sehr, sehr große Schattenzeit meines Berufs. Bernhard Vosicky: [25:57] Aber das heißt, wie hältst du dann Kontakt? Du bist ein Heavy-User von WhatsApp-Video, oder? Lukas Mähr: [26:03] Ja, genau. Ich bin da im FaceTime-Werfer zwischen den Apple-Usern. Wir telefonieren sehr viel, regelmäßig, obwohl ich auch froh bin, dass meine Jungs das nicht so wirklich interessiert. Die sagen dann oft, denen taugt der rote Punkt am Bildschirm, sie wollen immer auflegen. Ich glaube, passiert dann was, oder? Weil wenn der Papa telefoniert, dann ist das nicht so interessant. Aber es tut dann auch total weh, immer wenn ich weggebe, 10 bis 12 Tage weg. Und dann dieser Abschied, das tut mir immer brutal weh. Und umgekehrt es mich umso mehr, weil die Jungs dann sich so freuen, wenn die wieder heimkommen. Ja, das ist schwierig. Bernhard Vosicky: [26:36] Hat es da was geändert? Ich habe in meinem Podcast auch immer wieder zum Beispiel Schauspieler, Musicaldarsteller als Papas, die mir teilweise gesagt haben, Max Seibert zum Beispiel, das Interview kann man auch sehr gerne nachhören, in den anderen Podcastfolgen hat gesagt, es ist schon so, seit er Papa ist, oder jetzt auch Zweifachpapa ist, dass er gewisse Engagements, die sich nicht vereinbaren lassen mit der Familie, Nur annimmt, wenn sie wirklich absolut gut sind. Also das heißt, er ist einfach selektiver, was seine Engagements angeht. Kannst du da mitbestimmen? Du kannst dir das Wasser schwer von A nach B verlegen. Oder nimmst du die Familie mit? Du bist ja auch abhängig von jetzt noch nicht Schule, aber irgendwann mal Schule. Lukas Mähr: [27:21] Genau, es verändert sich halt wie alles und wir müssen es weiterentwickeln. Und ich glaube, dass es bis zu einem gewissen Punkt immer die Möglichkeit gibt, besser zu werden. Und mit diesen schwierigeren Umständen. Und ich glaube, das hat mich immer ausgemacht in meiner Zeit, dass ich versucht habe, noch ein bisschen was rauszukitzeln. Und als Vater war das viel mehr, als ich je gedacht habe. Also weil du es gerade ansprichst, ich habe zum Beispiel das umgestellt, dass wir immer in der Früh reisen, immer in der Früh fliegen. Und wenn es 6 in der Früh ist, dass der Flug verschwärmt geht, dann ist es 6 in der Früh ja. Und dass wir am selben Tag noch aufs Wasser kommen. Und dass wir immer in der Nacht landen, damit wir am selben Tag noch im Wasser sind. Und früher habe ich einen Reisetag eingelegt, das wäre ja wurscht, ob ich Zeitag leer unterwegs war oder nicht. Dann habe ich einen Reisetag eigentlich dort oder da. Das sind ja leider nicht schon bei mir 45 bis 50 Tage, die ich mir erspare, indem ich immer am selben Tag zum Beispiel das Training noch vor Ort in einem Meer habe. Und man wird einfach effizienter. Man wird viel effizienter, wenn man will. Ich habe es vorhin schon angesprochen, das mit dem müde sein und so. Wenn du keine Familie hast, da geht es mir im Spitzensport, da geht es um 8 Stunden, 23 Minuten, dann schaust du auf die Uhr und auf die es messen. Da denkst du, eine Minute zu wenig heute. Drei Prozent zu wenig Erholung. Und dann hast du eine Familie. Und du bist einfach nur auf dem Zahnfleisch, kommst du daher, du kommst ja wie eine Leiche und die Dinger zeigen dir gar nichts mehr an. Bernhard Vosicky: [28:43] Formverlust. Formverlust, unproduktiv. Lukas Mähr: [28:46] Und was ist ja, du gehst aufs Wasser, du musst performen und es fragt dich niemand, ob du jetzt gut sein willst oder nicht, du musst es einfach bringen und auf einmal geht es genauso und du wirst so viel resistenter, diese ganzen Einflüssen, die da auf dich zukommen, gegenüber, was so ein irrer Mehrwert für mich war zum Beispiel. Bernhard Vosicky: [29:05] Provokante Frage, sind dann Eltern die effizienteren Sportler? Lukas Mähr: [29:10] Ich glaube, es ist ein Mix. Und zwar ist es halt ein Mix, dass je nachdem, was du machst, ob es jetzt Sport oder Beruf ist, du brauchst leider immer einen gewissen Umfang, den du zeitlich reinstecken musst. Und das ist natürlich individuell. Aber wenn du den Umfang erfüllst, glaube ich, dass du als Eltern zumindest einen Vorteil hast, dass du das effizienter nutzt, was du bekommst, als wie diejenigen, die halt ganz viel Zeit haben. Oder bei mir war es so, als ich viel Zeit hatte, habe ich auch viel Bullshit gemacht. Bernhard Vosicky: [29:39] Ich sage immer, die Menschen, die keine Kinder haben, wissen gar nicht, wie viel Freizeit sie eigentlich haben. Lukas Mähr: [29:44] Das kommt sicherlich dazu. Bei mir ist es halt extrem. Ich bin halt in einer Sportart, wo man natürlich die Chance hat, wenn man so ein bisschen ausgefragt ist wie ich, der es länger macht und mit sehr vielen Jungen zu tun. Die sind alle weit unter 30, so in den 20 bis 25 Jahren. Und dass die mir erzählen, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Natürlich, aber es ist auch schön. Jeder sei es vergönnt, dass man mal eine Jugend hat. Bernhard Vosicky: [30:05] Ich war ja bei dir auch nicht anders. Lukas Mähr: [30:07] Ja, genau. Na eben, absolut. Bernhard Vosicky: [30:08] Das passt ja auch. Man braucht ja auch beides. Und deswegen habe ich jetzt zum Beispiel auch meine Aussage revidiert, die ich jahrelang eigentlich gesagt habe. So von wegen, hätte ich gewusst, wie cool das Papa sein ist, dann hätte ich früher angefangen damit. Aber das stimmt nicht. Weil dann hätte ich ja all das, was ich vorher erlebt habe, nicht gehabt. Ich bin mit 31 Papa geworden zum ersten Mal. Also das heißt, das ist relativ vergleichbar. Da sind wir eh ziemlich im Schnitt so. Das ist jetzt nicht so, das geht ja nach oben in Wirklichkeit. Und da muss ich schon sagen, das passt so, wie sie ist. Das ist schon gut so, weil alles, was davor war, habe ich gebraucht. Damit ich eben diese Position oder diese Sicherheit habe, die ich dann mittlerweile auch an die Kinder weitergeben darf. Was ist das, was du an die Kinder weitergeben möchtest? Ich glaube, man nimmt ja von den eigenen Eltern Sachen mit und gibt sie dann weiter oder versucht sie bewusst nicht weiterzugeben. Auch das ist ja etwas. Wenn du sagst, keine Ahnung, streiten, deine Eltern war laut, du hast das mitbekommen, wie macht ihr das? Lukas Mähr: [31:03] Streiten? Ja. Bernhard Vosicky: [31:05] Vor den Kindern? Nicht vor den Kindern? Lukas Mähr: [31:07] Ja, ganz normal vor den Kindern. Nein, nein, wir verstecken uns nie. Ich versuche das immer zu buschen. Ich möchte, dass die Kinder das alles sehen. Bernhard Vosicky: [31:14] Respektvoll, aber im Umgang logischerweise. Aber ein Konflikt darf gelöst werden. Lukas Mähr: [31:18] Ja, selbstverständlich. Oder ein Konflikt muss gezeigt werden vor allem. Ich glaube, dass das transparente Dasein auch viel zu wenig bei uns in der Gesellschaft da ist. Und ich glaube auch, dass sich die Social Media Partie das auch wahnsinnig gefördert. Dass man einfach nur diese schönen Seiten zeigt, die einfach, wenn überhaupt, ich glaube, 30 Prozent des Lebens ausmachen, wenn überhaupt ohne. Und ja genau, deswegen versuchen wir halt sehr ehrlich zu sein vor unseren Kindern und es wird auch mal lauter vor den Kindern, den Kindern gegenüber, aber auch zwischen uns. Und ja, ich bin Olympiasieger Bernhard, aber trotzdem bringen mich meine Kinder an Limits. Punkt, ja, das muss mal gesagt sein. Bernhard Vosicky: [31:58] Das kann ich mir durchaus vorstellen. Und da sage ich auch immer, also jeder, der behauptet, dass seine Kinder Engel sind und ihn nie an den Rand des Wahnsinns bringen, der lügt einfach nur. Lukas Mähr: [32:08] Wir sagen immer, wir haben die bravsten Kinder, denen man sich vorstellen kann, sie folgen nur nicht. Bernhard Vosicky: [32:12] Ja, richtig. Und das Schlimme ist ja, ich will ja auch, dass sie nicht folgen. Außer bei mir. Lukas Mähr: [32:18] Ja, außer bei mir. Bernhard Vosicky: [32:19] Ja, also weil ich habe ja zum Beispiel im Podcast immer wieder auch einen Trainer für Selbstwertgefühl bei Kindern. Und es ist natürlich auch wichtig, dass die Kinder ihre Grenzen austesten, ausweiten. Und dass sie da hergehen und souverän und stark und selbstbewusst auftreten. Wenn du dir aussuchen kannst, deine beiden Burschen, wie sie, keine Ahnung, irgendwann einmal bei einem Jobinterview auftreten, dann möchtest du mit breiter Brust und möchtest, dass die dastehen und sagen, was sie wollen und nur das akzeptieren, was auch gut für sie ist, oder? Logisch. Lukas Mähr: [32:45] Absolut, ja. Bernhard Vosicky: [32:46] Dann möchtest du das bei dir auch? Dir gegenüber? Oder hättest du gerne, dass sie immer das machen, was du jetzt gerade brauchst? Lukas Mähr: [32:51] Ja, ja, eben. Das ist ein guter Punkt. Bernhard Vosicky: [32:54] Und da müssen wir halt auch irgendwie uns selber an der Nase nehmen und akzeptieren, dass unsere Kinder halt diesen starken Willen wahrscheinlich bei uns Eltern austesten und ihn kennenlernen. Und das ist halt wahnsinnig schwierig. Und vielleicht kann man sich ein bisschen damit drüber helfen, dass wenn sie mal wieder super widersprechen, und ich meine, deine sind jetzt drei und vier, die widersprechen nur. Oder viel wahrscheinlich. Lukas Mähr: [33:15] Das ist natürlich auch leicht nur zu überzeugen, wenn sie widersprechen. Bernhard Vosicky: [33:18] Ja, genau, richtig. Und dann denke ich mal, man kann sich zwischendurch denken, okay, passt, das formt dich jetzt gerade für dein weiteres Leben, akzeptieren wir das mal so. Aber es heißt nicht, Das heißt, dass man nicht großartig diskutieren kann und muss mit ihnen. Also das heißt, das ist schon etwas, was du von deinen Eltern mitnimmst, was du eigentlich weiter so machst. Gibt es irgendwas, wo du sagst, das habe ich mitbekommen in meiner Kindheit, das mache ich jetzt anders, als du selbst mitbekommen hast? Lukas Mähr: [33:44] Ja, also ich finde ja, weil du immer die Eltern ansprichst, das ist schwierig, was ich von den Eltern habe. Das ist schon so lange her, aber ein bisschen. Aber ich sehe es ja ein großer Teil. Aber ich fühle mich halt eher so, dass ich sage, ich gehe mit meiner Frau den gemeinsamen Weg und wir überlegen uns, was wollen wir unseren Kindern mitgeben. Und dann ist es enorm spannender, weil sie hat was von ihrer Familie mit, ich habe was von meiner Familie mit und wir versuchen es zu unserer Familie zu machen. Und das ist total spannend. Ja, also wenn du mich konkret fragst, was wir anders machen, würde ich sagen, halt natürlich dieses gewisse sportliche reinbringen. Ihr habt, also der gesunde Lifestyle, Sport. Ich glaube schon, ich bin in der Zeit aufgewachsen und da hast du einen super Punkt vor allem angesprochen mit dem Rauchen oder ich habe es recht angesprochen. Aber da haben wir halt Ähnlichkeiten gehabt. Früher war es Rauchen irgendwie gesund in meiner Kindheit. Guck mal vor, weil die Kinder sind alle im Rauch der Eltern herumgeraten. Und jeder hat geraucht. Und es war halt damals State of the Art. Und heutzutage wissen wir einfach so viel mehr. Und da müssen wir das natürlich auch weitergeben für uns. Ich glaube, dass das halt ein Mehrwert ist für ein lässigeres Leben, weil man irgendwie das gesund und sportlich und vital leben kann, schon für Kindheit auch, weil ich finde nicht mehr, ein gesundes Leben ist ein Lifestyle, also ein Lifestyle ist Gesundheit und nicht da, du musst nicht einmal das und das machen. Wenn das schon integriert ist in deinem Leben, dann ist das was anderes und das versucht man unseren Kindern halt zum Beispiel sehr stark mitzugeben, ja, meine Frau und ich. Bernhard Vosicky: [35:05] Wirkt so, als wärt ihr da schon koordiniert miteinander, also du sagst so, diese Mischung aus deinem und ihrem zu eurem zu machen das wirkt so als hättet ihr das sehr reflektiert darüber oder entsteht das einfach Lukas Mähr: [35:17] Ja es entsteht aber natürlich auch vertrauen ich vertraue meiner frau dass sie das gut macht einerseits wenn sie was macht und sie vertraut mir wenn jemand input bringt und und wir nehmen zeit ich glaube das ist oder luxus ich frage mich auch voll oft dann hat wäre es besser gewesen mit 20 kinder zu bekommen oder jetzt mit 30 dann ich bin mir nicht sicher weil Ich habe ein cooles Beispiel, die Schwester von meiner Frau, die hat ganz junge Kinder gekriegt, ich glaube mit 120 oder so. Und die Kinder sind halt jetzt schon 14 und 15 und das ist auch cool. Und sie ist jetzt knapp 40 und die Kinder sind schon fast aus dem Haus. Oder ist auch was Lässiges. Und sie war vor allem ultra fit, wo die Kinder so klein waren. Hat das alles viel leichter wegsteckt. Also ich hätte keine Formel wie ich es gerne gehabt hätte. Natürlich jetzt, wo alles beruflich auch super funktioniert hat und so, kann ich sagen, es war super, so wie es war. Aber jeder Weg hat sowas für sich. Und je älter man wird natürlich, desto mehr, glaube ich, hat man das Gefühl, ich kann auch den Kindern was mitgeben, weil ich habe die Erfahrung schon. Bernhard Vosicky: [36:20] Wenn du da bist, wie teilt ihr euch so das auf in Bezug auf, wie schaut dein Alltag aus bei euch in der Family? Lukas Mähr: [36:29] Ja, also gibt es leider nicht in meinem Leben, hat es noch nie gegeben, aber ich würde mal so sagen, meine Frau arbeitet vor allem, wenn ich da bin, sie ist Sportwissenschaftlerin und da schaue ich ganz viel um die Kinder und das ist ja Luxus wieder auch in meinem Beruf. Wenn ich sage, ich bin eine Woche oder 10, 12 Tage im Monat daheim, dann kann ich mir aber wirklich 10 Tage Zeit nehmen für die Kinder. Und wenn ich es dann wieder umlege, das ist ja meine Argumentation meiner Frau gegenüber, wenn ich mir umlege, wer, der ein normales Berufsleben hat, hat jeden Monat 10 Tage, wo er sich nur um die Kinder, also nicht nur natürlich, aber viel, viel Zeit um die Kinder nehmen kann. So aufstehen, frühstücken in Ruhe, mir gehen jeden Tag zweimal am Tag raus. Das ist ganz cool. erklären. Bernhard Vosicky: [37:12] Jetzt habe ich dich kennengelernt bei einer Sportveranstaltung, die ich als Moderator begleiten durfte, beim Pistingtallauf in Niederösterreich, in der Nähe von dem, wo du zu Hause bist mit deiner Frau. Und lustigerweise haben wir uns am Tag darauf gleich wieder gesehen bei einer Veranstaltung, einem Vortrag von Slavin Stekovic, den du aus dem Frühstück bei mir quasi Bubble kennst, glaube ich. Und was ich sehr lustig gefunden habe, war, dass wir sind, weil sehr, sehr viele Menschen bei der Veranstaltung waren, dann oben am Balkon in der Veranstaltungslocation gesessen. Und du warst mit deiner Frau gemeinsam da, also die Kinder waren betreut. Wie macht sie das? Kommt sie ja oft gemeinsam raus? Lukas Mähr: [37:47] Zu wenig. Aber ich versuche das auch zu pushen, dass wir Zeit zu zweit haben. Das genieße ich auch wahnsinnig, weil das natürlich verloren geht mit Kindern. Und ich finde auch das Schwierige, die Kommunikation hochzuhalten in einem Ehepaar, weil du am Abend bist müde. Leider. netflix leider mir also das nicht immer kann ich kein fernseher wir haben wir schauen gar nicht fernseher aber ihr habt jetzt bis da oben vor mit e-mails meistens ja okay und so zeugs und meine frauen die auch nur am abend arbeiten weil er den untertags die kinder und so dass man müde aber, arbeitet und das sind total schwierig dass man sich den neuen zeiten im fernander das. Bernhard Vosicky: [38:29] Wäre meine nächste frage gewesen wie schafft ihr dass das ja quasi elternseits aber auch noch paar Lukas Mähr: [38:35] Ich würde sagen, weniger gut als die vor den Kindern. Aber wie gesagt, man weiß, es ist etwas Zeitliches und es ist ein Projekt, das man gemeinsam für knapp 18 Jahre angeht. Bernhard Vosicky: [38:45] Ein kleines Projekt. Lukas Mähr: [38:47] Das man so ein Viertelleben lang angeht. Wir versuchen hier und da uns Zeit füreinander zu nehmen. Da haben wir tolle Eltern und Schwiegereltern, die beide helfen. Hier und da haben wir eine Oma, die dann kommen und uns da unterstützen. Ich glaube, die Verwandtschaft ist da, auch wieder die Familie selbstlos, zu sagen, hey, ich weiß, ihr braucht auch immer eure eigene Zeit, ihr nehmt die Kinder, sind wir beide sehr dankbar. Bernhard Vosicky: [39:16] Weil ich muss sagen, das war bei uns, bei meiner Frau und mir, war das der Game Changer. Also wir haben wirklich zu Beginn, so wie es viele, viele, viele, viele Paare haben, einfach so dieses, wow, okay, jetzt sind wir gar nicht mehr Paar gehabt und wahnsinnig gekämpft damit und haben dann einer Paartherapeutin sehr viel Geld gezahlt, dass sie uns sagt, hey, nehmt euch einen Babysitter. Und das haben wir dann gemacht. Und das funktioniert einfach sowas von gut. Also es ist wirklich eine schwere Empfehlung, das zu machen, dass man, und dann versuchen, wenn man unterwegs ist, also dass man gemeinsam unterwegs ist und dann, wenn man unterwegs ist, nicht über die Kinder spricht. Lukas Mähr: [39:55] Ah, wirklich? Ja, das? Bernhard Vosicky: [39:56] Also das schaffen wir eh nicht immer. Also zum Beispiel, ich liebe diese Szene, weil ich sie so wahnsinnig gerne erzähle und sie so bildhaft ist für das, wie wir das gemacht haben. Wir waren dann, ich glaube, nach einigen Monaten mal wieder gemeinsam in einem Thermenhotel ohne Kinder. Und dann sind wir am Abend dort gesessen und das Einzige, was wir gemacht haben, war Fotos der Kinder anschauen am Handy. Und der Kellner hat das gesehen. Und der war sehr lustig und sehr kommunikativ und hat gemeint, ah ja, seid ihr zum ersten Mal ohne Kinder unterwegs, oder? Und hat uns darauf angesprochen, weil das offenbar so offensichtlich ist. Lukas Mähr: [40:32] Sehr national, ja. Bernhard Vosicky: [40:32] Ja, und das finde ich einfach so großartig, dass sie stressen dich, sie bringen dich ans Limit, die Kinder. Und wenn sie dann schlafen oder wenn du nicht da bist, dann fehlen sie dir so immens. Ja. Das ist arg, oder? Lukas Mähr: [40:44] Ja, das ist arg, du sagst es, ja. Bernhard Vosicky: [40:45] Und deswegen einerseits natürlich möchte ich die Situation nicht tauschen mit dir, aber ich respektiere das und bewundere es auch, wie du das schaffst, diese räumliche Trennung von den Kindern mit dir zu vereinbaren. Weil das ist ja für dich auch eine Belastung, eine wahnsinnige Belastung. Lukas Mähr: [41:13] Gekommen ist der mit dem ich sehr eng zusammengearbeitet habe und der für dem ich sehr viel lernen dürfte fallen fürs leben auch ja und und das ganze einfach ganz einfache dinge der der marka blatt die waren also der dessen familie dauert zwei kinder kommt aus budapest die waren so stolz dass der in österreich arbeiten darf dass der so eine hohe position hat in österreich und dass der so erfolgreich war im segelverband der schon seit vielen jahren vor ist das und der war noch mehr weg als ich. Der war vielleicht 300 Tage weg. Und die waren von daheim aus so stolz, dass der das gemacht hat, weil die wirtschaftlichen Verhältnisse, früher von Ungarn und so, glaube ich, sehr schwierig waren. Und der Familie, wo der gekommen ist. Und da habe ich immer gedacht, wow, Perspektiv ist derselbe Job wie ich, mehr oder weniger. Vielleicht noch härter. Und die waren aber stolz. Und bei uns in Österreich wird sehr oft dann so belächelt, beziehungsweise so, übernimmst du keine Verantwortung oder so. Und man sieht halt wieder egal es kommt immer davon von welcher seite du das ist und deshalb mir oft ist das ding gegeben sagen als familie kam ja genauso stolz sein auf das dass einer eben sich aufopfert und, Und den beruflichen Weg macht. Aber mit diesem Feeling her, ich liebe meine Familie trotzdem. Bernhard Vosicky: [42:29] Und ich finde, auch da geht es viel darum, dass man sich das ausmacht. Lukas Mähr: [42:33] Ja, absolut. Bernhard Vosicky: [42:35] Also ich bin der Letzte, der irgendjemandem sagt, hey, wenn du und deine Frau, ihr macht euch das so aus, wie es für euch passt. Ich habe da kein Recht mitzureden, was richtig und was falsch ist. Lukas Mähr: [42:45] Also das bin, warum? Bernhard Vosicky: [42:47] Wer bin ich? Ich kenne dich null. Also weißt du, was ich meine? So geht es überhaupt nicht. Aber was mich schon interessieren würde, ist, warum du glaubst, dass es so ist, also es zeigen ja zum Beispiel auch Zahlen, dass sehr viele Papas sich wahnsinnig gern mehr zeitlich mehr in die Familie einbringen wollen, als es doch tatsächlich tun. Warum ist das so? Weil ich versuche mit diesem Podcast die Vorteile, die ich ganz persönlich für mich habe, aus dem, ich bin ein Papa, der auch da ist. Bernhard Vosicky: [43:19] Ich sage immer so, ich bin nicht nur Vater am Papier, sondern ich bin Papa. Das ist ein Unterschied. Lukas Mähr: [43:23] Ja, das ist ein Riesenunterschied. Bernhard Vosicky: [43:24] Und was bringt es für mich für Vorteile, wenn ich Papa bin? Mir geht es besser. Gesundheitlich, weil ich mich nicht zu Tode rackere überall, sondern weil ich halt auch das mache, was mir Sachen zurückgibt, nämlich Familie, Emotionen und Beziehungen. Trotzdem gibt es viele, die das nicht machen. Warum? Ist das für dich Thema? Lukas Mähr: [43:47] Ja, voll. Also ich glaube halt, dass es Frauen immer noch sehr schwierig haben in unserer Gesellschaft, irgendwo beruflich erfolgreich zu sein. Ich weiß nicht, wie es dir geht, Bernhard, aber ich sehe das so oft, dass Frauen einfach verorscht werden im Gehalt, ausgenutzt werden in der Zeit und nicht ganz vervollgenommen werden, dass man sie viel leichter übergeht und viel leichter kleinredet. Und das ist immer noch ein Riesenthema. Also ich glaube, das ist so ein Riesenthema, das man zwar mittlerweile mit verschiedenen gendersprachlichen Geschichten versucht zu vertuschen, aber... Ja, es mag ein Puzzlestein sein, was total polarisiert wird, aber das ist guck mir vorhin nicht die Lösung. Also natürlich wichtig und so, aber dieses Grundding, was in vielen von uns noch drin ist, ist wahnsinnig schwierig, glaube ich. Und dann sehe ich natürlich, Und dann geht es ganz schnell in die Wirtschaftlichkeit. Weil wenn meine Frau für den selben Zeitaufwand weniger verdient oder weniger Möglichkeiten hat und das auch immer wieder so propagiert wird. Und ich sehe nämlich auch keinen Grund dafür. Ich sehe immer wieder, dass Frauen schlechter Autos fahren als Männer. In meiner, wo ich aufgewachsen bin. Und es gibt aber keinen Grund dafür. Und meine Frau habe ich kennengelernt. Die war total selbstständig und hat viel Sport gemacht. Sie ist immer alleine gefahren und die fährt vielleicht besser als ich sogar. Lukas Mähr: [45:09] Oder nur das wieder, dass in manchen Personengruppen irgendwas eingeredet wird und wenn mir irgendwas eingeredet wird, dann glaube ich es auch irgendwann und Lukas Mähr: [45:15] dann will ich auch, verliere ich auch selbst, dann kann ich es auch nicht mehr gut. Und ich glaube, dass das so ein ganz klassischer Ding ist und da muss man brutal aufpassen, wie wir die Zukunft gestalten werden und eben auch mit unseren Kindern, dass man den, ich habe ganz lässig eigentlich, ich habe gestern Nacht mit meinen Jungs diskutiert im Bett und da hat mein Ältester gesagt, der vier Jahre ist, Jonathan, Papa, die Mama ist daheim, weil die Männer, die müssen mehr arbeiten, oder? Und kurz zum schlafen geht aber das vier jahre alte und und dann habe ich gesagt ja bei uns ist so ja die ich arbeite mehr als meine frau im beruf moment und sie schon mehr daheim aber das hat das muss überhaupt nicht so sein weil es gibt da meine familie wo die frauen mehr arbeiten und ich glaube das muss man halt vergründet auf klar machen unsere kids einfach dass sie die chancen haben in der zukunft das so zu werden wie sie es wollen nicht wie die gesellschaft es will sondern wie sie es wollen, wie du richtig sagst, ob jetzt das so oder so ist, ist doch scheißegal. Aber Hauptsache, das passt für die zwei Leute, die ihr Leben gemeinsam teilen. Bernhard Vosicky: [46:18] Ja genau, also ich bin auch so Thema quasi Team, glückliches Leben für alle, das wäre das Schönste. Ja, das würde ich mir so wünschen. Ich finde es halt so interessant, dass auf der einen Seite so viele Männer so viele Überstunden machen und das eigentlich nicht wollen und so viele Frauen auf der anderen Seite würden gern mehr als Teilzeit arbeiten, aber können das nicht. Hey, das würde sich ausgehen. Also weißt du, Das könnte sich irgendwie angleichen, sodass die, die mehr wollen, mehr arbeiten können und die, die weniger arbeiten wollen, müssen nicht so viel arbeiten, weil das ist so ein Druck, den, glaube ich, viele Eltern verspüren, dass sie auf der einen Seite eigentlich so viel arbeiten müssen, dass es so aussieht, dass hätten sie keine Familie und auf der anderen Seite so viel bei der Familie sind, als hätten sie keine Arbeit. Und das geht sie halt einfach nicht aus, gemeinsam. Und ich glaube, das ist ein Druck, mit dem man auch erst einmal zurechtkommen muss. Lukas Mähr: [47:06] Das ist auch natürlich ein zweiter Ding, aus meiner Erfahrung jetzt auch, ich bin ständig darauf angesprochen, auf meinen beruflichen Erfolg, oder? Und ich immer schon identifiziere mit Heeresport, Heeresleistungssportzentrum, Spitzensport und Ding. Und ich spüre auch, wenn ich meinen Beruf gut mache, wenn ich meinen Beruf viel mache, wenn ich für meinen Beruf viel Zeit aufwende, dann kriege ich total viel positives Feedback zurück, total viel Anerkennung zurück, total viel Wertschätzung zurück, aber es hat noch nie jemand mir für meine Familie angesprochen. Und halt ganz ein Prozent oder so. Und sowas, wie wir heute machen, das gibt es ja per se nicht. Und es gibt es natürlich auch familienfeindlich. Je aufwendiger ein Job ist, desto familienfeindlicher ist ein Job. Absolut. Bernhard Vosicky: [47:50] Deswegen sage ich ja auch, es hat mit dem Geschlecht relativ wenig zu tun. Es hat eher mit der Definition von Erfolg zu tun. Weil wenn du dir anschaust, die Menschen, ganz egal ob männlich oder weiblich, die an der Spitze sind, ob das jetzt Sport ist oder ob das jetzt Wirtschaft ist, völlig egal. Sind meiner Meinung nach eher Eltern am Papier. Lukas Mähr: [48:10] Ja, ja. Bernhard Vosicky: [48:10] Und wenn das jetzt eine Frau ist und die wahnsinnig viel hackelt, dann muss die auch hacken und hat keine Zeit für daheim zu sein. Und schön, dass die ein Role Model ist für eine Frau an der Spitze, aber wer macht denn das, was vielleicht von den Eltern zu Hause zu tun wäre, andere Frauen, die schlecht bezahlt werden, weil sie Babysitterinnen nennen oder was auch immer sind. Also das wälzt ein Problem ja auch nur. Lukas Mähr: [48:33] Genau. Auf jemanden anderen. Bernhard Vosicky: [48:35] Also so super ist das auch nicht. Ich finde es schon wichtig, Rolemodel ist ganz cool, aber ich versuche jetzt momentan gedanklich eher in die Richtung zu gehen, zu sagen, okay, zeigen wir der Gesellschaft, dass das ganze Kinder- und Familienthema nicht nur weiblich besetzt ist, weil, wenn du dir anschaust, Kindergartenpädagogen kannst du deine Hand abziehen. Volksschullehrer gibt es kaum, fast nur für Lehrerinnen. Also würde ich mir wünschen, schauen wir, dass wir in diese Bereiche Männer reinbringen. Erstens einmal hebt das das Lohnniveau für alle, was eigentlich total spannend ist. Und zweitens einmal kriegen die Kinder dann mit, hey, da gibt es Männer, die sind auch quasi zuständig für Familie. Weil sonst, was dein Kind kriegt, bis es 15, vielleicht sogar 18 ist, eigentlich in der Gesellschaft nur mit, dass alles, was mit Kindern zu tun hat, weiblich ist, oder? Lukas Mähr: [49:21] Absolut, ja. Bernhard Vosicky: [49:22] Fällig falsch. Also das sind so Gedanken, die ich mir mache. Würdest du dich als guten Papa bezeichnen? Lukas Mähr: [49:32] Ja, ich würde mich als guter Papa bezeichnen, weil für mich die Definition von gutem Papa ist, dass ich meinen Kindern extrem viel Liebe gebe und ich weiß total oft nicht, was ich tun soll und ständig frage ich mich, was soll ich denn jetzt machen oder was soll ich mir jetzt sagen. Aber immer, wenn es zu schwierigen Situationen kommt, wo ein Geschrei ist, wo man bläht, wo geweint wird, dann nehme ich ganz oft denjenigen meiner Jungs, dem es so geht, in den Arm und drücke ihn zu mir her und versuche ihm einfach das Gefühl für Sicherheit und Nähe zu geben. Und ich glaube, das ist das Allerwichtigste. Weil ich spüre auch in mir selber, dass ich ab und zu ihn viel lieber nehmen und gegen die Wand hau. Weil er ärgert mich so. Aber dann nehme ich mich selber, also muss ich mir selber meinen eigenen Zügel nehmen und sagen, hey, nimm ihn her und zeig ihm, dass das alles nur relativ ist, auch für dich, Lukas. Und nimm ihn her und nimm ihn in den Arm und dann wird es schon irgendwie wieder. Und ich glaube, deswegen glaube ich, dass ich ein guter Papa bin. Aber, und das Beispiel auch deswegen habe ich gesagt, dass ich einfach weit weg bin, für alles richtig zu machen. Bernhard Vosicky: [50:38] Ich glaube, das ist ganz wichtig, ja, weil alles richtig kann man nicht machen, außer du bist eine Kaffeemaschine. Dann schon. Lukas Mähr: [50:44] Dann geht es um die Bohnen. Ja, genau. Bernhard Vosicky: [50:45] Aber das geht einfach nicht. Und ich glaube, das ist auch ganz wichtig zu sagen, aber wenn du weißt, dass du immer alles richtig machen willst, dann ist schon mal ein guter Anfang getan. Lukas Mähr: [50:55] Ja, voll. Und ich glaube, das ist immer Liebe zeigen oder immer dieses Ding, dass egal was geht, es geht um diese menschliche Nähe, diesen Respekt. Das, glaube ich, kann man schon an einem Kind für ganz, ganz früh, fürs ganze Leben einimpfen. Und das ist das Wichtigste. Bernhard Vosicky: [51:10] Wir kommen jetzt schon langsam zum Ende. Wenn du deinem, das nenne ich zurück in die Zukunft, die Kategorie im Podcast, wenn du deinem Lukas gegenüberstehst, der noch keine Kinder hat. Und mit dem Wissen, das du heute hast, einen Ratschlag austeilen könntest. Was wäre denn das, das du dir selbst geben würdest? Lukas Mähr: [51:31] Ich würde sagen, sei mutig. Und es ist das Natürlichste der Welt. Das haben schon Milliarden andere von dir genauso gemacht. Punkt. Das war für mich dann ab einem gewissen Punkt, wo ich nicht mehr gewusst habe, ob ich es weitergegangen habe. Ich habe mir gedacht, scheiße, es hat alle bisher geschafft. Du schaffst es, du Trottel auch. Und das, finde ich, ist eine wichtige Lehre, die man nicht vergessen sollte. Bernhard Vosicky: [51:57] Und eine Sache noch, damit wir die Spotify-Playlist des Grauens langsam immer größer werden lassen, habe ich eine Liste zusammengestellt mit den, nicht Lieblings-Hits meiner Gäste, sondern eigentlich mit den Hits, die du nicht mehr hören kannst. Die deine Kinder hören, bei mir ist das momentan eine indische Version von Feliz Navidad. Ja, ich meine Kinder ständig hören, das ist furchtbar. Irgendwas, was deinen Spotify-Algorithmus komplett kaputt macht, weil deine Kinder das hören. Was ist das? Lukas Mähr: [52:26] Ja, im Moment so Bagger Ben. Bernhard Vosicky: [52:29] Aha, Bagger Ben ist eine Figur, einen Bagger. Lukas Mähr: [52:31] Ja, da gibt es so Bücher, Bagger Ben geht schlafen, Bagger Ben baut irgendwas, ja. Und da gibt es eine Tony-Figur, Bagger Ben, und die wird bei uns die ganze Zeit Lukas Mähr: [52:40] auf und runter gespielt und Bagger Ben kann ich auch nicht mehr hören. Bernhard Vosicky: [52:43] Okay, also Bagger Ben, die Titelmelodie gebe ich auf die Liste. Lukas Mähr: [52:46] Genau, bitte einfach mal so aufgeben. Im Moment, ja, kann ich sie nicht mehr hören. Bernhard Vosicky: [52:50] Lukas, dann danke ich dir vielmals. Ich hätte noch stundenlang mit dir weiterreden können, aber ich möchte nicht über eine Stunde rauskommen und dementsprechend danke ich dir vielmals für den Besuch. Lukas Mähr: [52:58] Super, danke für die Einladung und voll coole Podcast. War sehr, sehr gerne bei dir zu Gast. Papa Mia, reine Männersache. Bernhard Vosicky: [53:06] Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch.

Kapitel

02:20
Schlafmangel is a thing
04:06
Bedeutung von Familie
11:02
daheim wurde viel gestritten
14:38
vom Sohn zum Vater
20:20
unerfüllter Kinderwunsch
24:36
die Schattenseite des Erfolgs
29:05
sind Eltern die effizienteren Sportler?
37:47
was bleibt noch vom Paar?
43:22
was bringt es mir, Papa zu sein?
49:32
was ist ein guter Papa?

Bernhard Vosicky

Host

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