Nie wieder keine Zeit!! – So schaffst du Me-Time trotz Job & Familie

Episode 78
29:25

Wenig Zeit, viele Aufgaben – und du selbst bleibst ständig auf der Strecke?

Mein Gast in Folge 78 – Blanka Vötsch – zeigt, wie du mit der 3P-Methode (Priorisieren, Planen, Pausen machen) mehr Me-Time und Quality Time mit deiner Familie schaffst.

Im Gespräch erzählt sie, wie sie nach einem Beinahe-Herzinfarkt ihr Leben neu ausgerichtet hat – und warum echte Produktivität bei dir selbst beginnt.

Kapitel:

(00:00) – Ich war die Ernährerin
Warum Blanka in die klassische Vaterrolle schlüpfte – und was das mit ihr machte.

(06:05) – „Niemand hat was davon, wenn ich mich zu Tode arbeite“
Ein Beinahe-Herzinfarkt als Wendepunkt – und die Frage, was im Leben wirklich zählt.

(10:10) – Die 3P-Methode: Priorisieren, Planen, Pausen machen
Wie du mit Struktur wieder mehr Zeit für dich und deine Familie schaffst.

(16:26) – Me-Time ist kein Egoismus
Warum Pausen geplant werden müssen – und wie du rauskommst aus der Dauererschöpfung.

(23:39) – Familienzeit braucht Kommunikation
Wie Planung im Team gelingt – und warum man sagen muss, was man braucht.

Meine Links für Dich:

Blanka im Web (E-Book) – https://www.blankavoetsch.com/

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Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠www.papamia.at
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Transkript:

Blanka Vötsch: [0:00] Ich habe nicht Kinder in die Welt gesetzt, damit ich sie nie sehe. Blanka Vötsch: [0:03] Papa Mia. Reine Männersache. Bernhard Vosicky: [0:06] Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. Neue Folge Papa Mia. Willkommen. Diesmal mit einem weiblichen Gast. Ich freue mich auch besonders, dass natürlich nicht nur die Papas da sind, sondern auch eben, so wie der Untertitel des Podcasts ja auch heißt, für alle, die Papas mögen. Willkommen, Blanka Fölsch. Du bist extra aus Graz angereist, wobei nicht wegen mir, sondern weil du beruflich in Wien bist. Blanka Vötsch: [0:33] Ja, genau. Danke für die Einladung. Bernhard Vosicky: [0:35] Schön, dass du da bist. Du bist Expertin in Sachen Zeitmanagement und in Sachen Prioritätenmanagement. Kann man das so sagen? Blanka Vötsch: [0:43] Ja, Produktivität, könnte man sagen. Bernhard Vosicky: [0:46] Was wir als Eltern definitiv brauchen können, weil ich glaube, jeder von uns weiß, einen Tag mit, in unserem Fall, du hast auch zwei Söhne in dem Fall. Wie alt sind die Burschen? Blanka Vötsch: [0:56] Zehn und acht. Bernhard Vosicky: [0:57] Zehn und acht. Meine große Tochter ist zehn, meine kleine Tochter ist drei. Wir wissen, was es heißt, produktiv und effizient mit der Zeit umzugehen, weil ja, die Kleinen sind auch Zeiträuber, ein bisschen so in die Richtung. Wobei du normalerweise ja nicht Eltern berätst, sondern du berätst Unternehmen. Blanka Vötsch: [1:14] Das ist richtig. Bernhard Vosicky: [1:15] Falls ihr übrigens gerade zuhört und im Hintergrund ab und zu ein Schnurren oder ein Katzenmiauen entdeckt, Wir haben heute den ganz klassischen Fall, dass meine kleine Tochter krank ist und meine Frau jetzt am Vormittag auf die Kleine aufpasst, wir übergeben quasi zum Mittag und ich darf jetzt Ausweichquartierwohnung der Schwester nutzen und da gibt es zwei Katzen. Also wenn euch da was auffällt, nicht wundern, das sind nicht meine, das sind die, die jetzt gerade an deinem Rucksack ein bisschen herumknabbern. Ich hoffe, sie machen ihn nicht kaputt. Wer die Katzen sehen will, gibt es im YouTube-Video oder auch auf Spotify, Bernhard Vosicky: [1:51] wo es den Videopodcast gibt. Du berätst normalerweise Unternehmen. Was sagst du denen? Was ist da dein Job? Warum bezahlen dich die? Blanka Vötsch: [2:02] Die bezahlen mich, weil sie Zeit und Strukturen brauchen. Wobei ich immer sage, uns fehlt meistens nicht die Zeit, sondern uns fehlt der Fokus und das ist in den allermeisten Unternehmen so. Ich mache ja zweierlei Sachen. Ich komme ja aus dem Projektmanagement, aus dem IT-Bereich, Automobilindustrie, was doppelt komisch ist für eine Frau. Und ich habe als Projektleiterin fast 20 Jahre lang international IT-Projekte umgesetzt und da lernst du es, auf die Zeit und auf die Strukturen zu schauen. Wenn du da nicht effizient arbeitest, dann geht sich das alles nicht aus. Bernhard Vosicky: [2:36] Ich habe dich kennengelernt bei einer Veranstaltung in München im vergangenen Herbst. Da haben wir ganz kurz dann im Endeffekt geplaudert, aber ich habe sofort, nachdem du mir deine Geschichte erzählt hast, gemerkt, das ist unendlich interessant, da würde ich gerne mehr wissen. Vielleicht kurz Abriss, du hast schon angesprochen, Automobilindustrie, du hast dich da als Frau in einer eigentlichen Männerdomäne ein bisschen nicht nur durchgesetzt, sondern du hast das gerockt. Wie war das? Blanka Vötsch: [3:01] Naja, gerockt, weiß nicht, das ist Definitionssache, genau. Also ich bin da aber eigentlich reingerutscht durch Zufall. Ich habe ganz klassisch BWL studiert, bin aber in einem IT-Unternehmen, habe ich dort angefangen als Consultant und wie es so oft bei Projektleitern passiert, der Projektleiter kündigt und dann heißt es, herzlichen Glückwunsch, das ist jetzt dein Projekt. Jetzt bist du Projektleiter, also ins kalte Wasser geschmissen. Viele Projektleiter, falls wer zuhört, die werden jetzt schmunzeln, weil das kennen wir alle. Und so habe ich das gemacht viele, viele Jahre. Mir hat das unheimlich viel Spaß gemacht bis heute. Blanka Vötsch: [3:36] Das Thema ist ein bisschen gekommen, als wir Kinder hatten. Also mit einem Kind ging das noch relativ gut. Man konnte das recht gut vereinbaren. Mein Mann arbeitete dann Teilzeit. Mit zwei Kindern wurde es dann immer schwieriger. Also ich bin viel im Ausland und Projekte sind nicht, das ist kein 9-to-5-Job, weißt du, ein Projekt, das gibt es phasenweise relativ viel Stress und da muss 24-7 erreichbar sein. Und irgendwann habe ich das durchaus vernachlässigt, auch auf mich zu schauen. Also die Kinder waren damals, weiß nicht, keine zwei und vier und dann schlafen sie noch nicht durch, beide nicht. Und dann hast du sowieso die Jahre davor relativ wenig geschlafen und ich habe das einfach übertrieben. Und eines Tages, also da ging es mir wirklich so schlecht. Ich dachte, ich überstehe den Tag nicht. Aber natürlich, der Kunde ist aus Deutschland angereist und da musst du ja dabei bleiben und du als Projektleiter so viele Dinge, die sich halt eben im Kopf abspielen. Und als ich dann am Nachmittag endlich nach Hause gefahren bin oder nach Hause fahren wollte, weil nach Hause kam ich ja dann nicht mehr, da hat mich dieser ganze Stress einfach eingeholt. Und ja, der Klassiker, du kriegst dann keine Luft mehr, Stechen in der Brust. Und was denkt man so ganz logisch? Naja, die nächste Abfahrt ist schon meine, das schaffst du auch noch ohne Atmen, habe ich mir gedacht. War dann nicht so. Blanka Vötsch: [5:02] Irgendwann, also ich hatte mehr Glück als Verstand. Irgendwann hat der Verstand gegriffen, ich bin rechts rangefahren, ich habe meinen Mann angerufen, gesagt, du, ich stehe da, ich kriege keine Luft, ich sehe fast nichts mehr, ich brauche die Rettung. Ja, und so wurde ich dann dazu gezwungen, besser auf meine Zeit zu achten und auch auf meine Prioritäten. So kam ich dann dazu. Bernhard Vosicky: [5:24] Also das heißt, es war eine dramatische, schmerzhafte Erfahrung, die du machen musstest, um zu lernen, dass da etwas ist, mit dem du offenbar nicht gut umgehen kannst. Bernhard Vosicky: [5:35] Das war eigentlich ein relativ linearer Erfolgsweg, den du bis dahin gehabt hast. War eigentlich immer alles geschafft, immer alles super gewesen, super erfolgreich gewesen. Und dann kamen die Kinder, das ist jetzt, wie du schon gesagt hast, zehn Jahre her, als das erste Kind gekommen ist. Und du sagst, die waren zwei und vier, war diese Situation so etwa sechs Jahre her. Sowas, ja. Also kurz bevor Corona dann irgendwann losgegangen ist, ist dir das passiert? Und dann hast du umgedacht. Also die Kinder waren ein bisschen so deine von außen Mentoren, die das geändert haben. Oder kann man das so sagen? Blanka Vötsch: [6:05] Ja, also du musst denken, Prioritäten und so, das konnte ich immer. Aber Pausen, das konnte ich überhaupt nicht. Und selbst als das passiert ist, habe ich, gebe ich zu, habe ich es immer noch nicht kapiert. Und bei der Entlassung hat die Ärztin zu mir gesagt, ja, sie schauen schon besser aus, gehen Sie nach Hause und ruhen Sie sich mal aus. Und dann habe ich meinen Standardspruch rausgehauen, ja, ausruhen kann ich mich, wenn ich tot bin. Dann hat sie zum Glück, und ich bin dankbar, hat sie gesagt, ja, das können Sie gern haben, weil das nächste Mal sind Sie auch tot. Das überleben Sie kein zweites Mal. Sie haben wirklich großes Glück gehabt. Und dann kam der Satz, was wirklich mein Leben verändert hat. Sie hat ja gesehen, dass ich besucht wurde von den Kindern mit meinem Mann. Und sie sagte, Sie haben doch kleine Kinder. Wollen Sie die, die nicht aufwachsen sind? Und das hat dann gesessen. Und da habe ich verstanden, dass niemand was davon hat, wenn ich mich zu Tode arbeite. Bernhard Vosicky: [6:58] Was war denn das, was dir da passiert ist eigentlich? Blanka Vötsch: [7:01] Also ich wurde eingeliefert mit Verdacht auf Herzinfarkt, wobei es war ein kleiner Herzinfarkt, jetzt nicht medizinisch ausgedrückt, aber es war sozusagen eine Vorstufe zum Herzinfarkt. Bernhard Vosicky: [7:13] Und dementsprechend auch ein Schuss vor den Bug, um dir zu sagen... Das geht so nicht weiter, oder? Blanka Vötsch: [7:21] Genau, also mein Körper hat die Signale viele, viele Monate gesendet. Die habe ich natürlich ignoriert. Bernhard Vosicky: [7:28] Überspielt? Blanka Vötsch: [7:29] Überspielt, ja. Ist ja alles nicht so genau. Und komm, das mache ich noch fertig und dann später. Bernhard Vosicky: [7:35] Das ist doch eigentlich was. Also wenn ich jetzt so in meinem bekannten Freundeskreis mich umschaue, ist doch eher was, was man den Männern zuschreibt, so eine Geschichte. Blanka Vötsch: [7:45] Ja, ich bin, du musst verstehen, ich bin sehr, wie sagt man das jetzt diplomatisch, sehr männlich, also jetzt nicht vom Ausschauen her, sondern mein Mann kümmert sich mehr um die Kinder. Ich bringe das Geld heim, wenn man das jetzt so blöd sagen darf. Ich war in einer Männerdomäne, du wirst dort sehr hart. Entweder du kriegst eine dicke Haut und spielst mit oder du gehst wieder. Also ich war vom Auftreten her, von der Einstellung her sehr, also ich weiß nicht, sagen wir, der Mannsweib dazu, keine Ahnung. Nein, ich würde sagen, Bernhard Vosicky: [8:17] Männlich sozialisiert. Blanka Vötsch: [8:19] Ja, genau. Das ist schön ausgedrückt, genau. Bernhard Vosicky: [8:22] Das ist ja, also ich habe jetzt bewusst so provokant gefragt, weil ich ja der Meinung bin, dass diese Rollen ja nichts mit dem tatsächlichen, natürlichen Geschlecht zu tun haben, sondern dass es schlicht und einfach darum geht, was macht man mit den Menschen, die ja quasi veränderbar sind. Jeden von uns kannst du verändern und wenn, wie du schon sagst, du so sozialisiert wurdest, passiert dir genau das Gleiche, wie es anderen Männern passiert, weil halt einfach dieser Druck, dieser Arbeitsdruck in dieser Männerwelt, dieses Kompetitive, sich miteinander messen und all das, was da da ist, mit all den negativen Sachen, mit diesem psychischen Druck, der sich auf den gesamten Körper auswirkt, das hast du an dir selbst erfahren. Und du hast was Großartiges draus gemacht. Wie bist du umgegangen damit dann damals? Blanka Vötsch: [9:10] Na ja, wenn dir sowas passiert, dann durchläufst du mal alle Stufen. Erst leugnest du das, dann suchst du einen Schuldigen und dann irgendwann setzt du dich damit auseinander und denkst, okay gut, so geht es nicht, wie mache ich es besser? Und ich habe mir wirklich überlegt, ich bin strukturiert, ich bin organisiert, also ich verstehe nicht, was läuft da schief? Und so schön langsam dämmerte es mir, ja okay, ich war sehr effizient, aber ich war nicht effektiv. Das heißt, ich habe immer auf die Zeit geschaut, immer auf die Uhr. Dort noch was optimieren, da noch was reinquetschen, ein paar Minuten einsparen. Aber ich habe nicht auf die Richtung geschaut. Also du kannst dir das so vorstellen, um produktiv zu sein, müssen wir effizient sein, also die Dinge richtig tun und wir müssen effektiv sein, also die richtigen Dinge tun. Und ich habe mir das damals, ich habe mir da so ein Bild gesucht, das ist so mein Kompass, was die Richtung vorgibt. Und auf das schauen wir viel zu wenig. Wir sind die ganze Zeit beschäftigt, gestresst und trotzdem fragen wir uns oft am Ende des Tages, was habe ich eigentlich heute gemacht? Weil das Wichtigste, das ist ja wieder liegen geblieben. Bernhard Vosicky: [10:10] Oh Gott, das kennt man so wahnsinnig gut. Das ist auch, wenn ich jetzt zum Beispiel den ganzen Tag mit meinen Kindern unterwegs bin und ich habe keine Sekunde Zeit, um da irgendetwas zu machen, wo es um mich geht, sondern da ist alles voll mit Dingen, die fremdbestimmt, fremdgesteuert sind und trotzdem vergeht der Tag so. Außer dann, wenn es irgendwas ist, was mir nicht gefällt. Dann dauert es elendstang. Aber ansonsten geht das wahnsinnig schnell vorbei und du fragst dich dann am Abend, jetzt abgesehen von den Standarddingen wie Einkaufen, Wäsche waschen und Geschirrstühle ein- und ausräumen und kochen und all diese Dinge halt, wo ist der Tag? Wo ist der hin? Und das hast du natürlich irgendwie bei all dem, was du getan hast, auch gemerkt, ja? Blanka Vötsch: [10:58] Ja, natürlich. Also ich muss immer sehr vorsichtig sein. Ich weiß ja, dass da viele Papas zuhören, dass ich da nicht irgendwie Rollenzuschreibungen reinfalle. Aber es ist halt so, aus meiner Erfahrung, wenn eine Frau arbeiten geht und heimkommt, macht sie trotzdem sehr, sehr viel im Haushalt. Vielleicht ist es umgekehrt auch so, vielleicht auch nicht. Darüber will ich nicht urteilen. Aber bei mir war es so, ich habe in der Früh die Kinder in den Kindergarten mitgenommen. Aber bevor ich das gemacht habe, habe ich noch den Geschirrspüler eingeräumt. Ich habe die Waschmaschine eingestellt, wann sie einschaltet, damit, wenn ich dann heimkomme, schon aufhängen kann. Und oft, nicht weil mein Mann das nicht kann oder nicht gemacht hätte, sondern irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, ich will mich ja zu Hause auch einbringen. und nicht einfach zu sagen, so ich gehe jetzt arbeiten, wenn ich heimkomme, dann muss das Essen auf dem Tisch, der weiß. Und das war jetzt nicht unbedingt immer gescheit, aber ich habe einfach versucht, mich zu Hause auch einzubringen, anstatt dass ich mich erhole, dass ich mit den Kindern noch mehr spiele oder sowas. Und das wäre, glaube ich, etwas, was Sie in der Gesellschaft heute hinterfragen sollten, egal ob Mann oder Frau. Wenn jetzt die Kinder groß sind, wenn sie ausziehen, wenn wir alt werden, was ist das, was zählt, was bleibt? Bernhard Vosicky: [12:12] Und du hast dir diese Frage gestellt? Blanka Vötsch: [12:14] Dann habe ich mir diese Frage gestellt, gezwungenerweise. Bernhard Vosicky: [12:17] Was ist dann rausgekommen für dich? Was ist das, was bleibt? Blanka Vötsch: [12:23] Das, was bleibt, sind unsere Erinnerungen. Und ich mache meinen Job wahnsinnig gern und ich erinnere mich natürlich auch auf die beruflichen Erfolge. Aber ich will auch, dass meine Kinder mich auch in ihren Erinnerungen haben. Und ich hatte das als Kind nicht unbedingt so und dann habe ich gesagt, okay, ich will es anders machen. Ich will, dass, wenn sich meine Kinder an mich erinnern, nicht immer nur diese gestresste, frustrierte Arbeitsmaschine in Erinnerung haben, sondern auch die Mama, die mal mit ihnen spielt und was vorliest und auch entspannt ist. Bernhard Vosicky: [12:59] Was gibt dir das? Blanka Vötsch: [13:03] Das gibt mir viel, weil erstens können wir unser Leben viel mehr genießen, wenn wir uns Zeit nehmen für die wichtigen Dinge. Und das ist für jeden was anderes, das will ich auch gar nicht werten, dann hast du am Ende des Tages das Gefühl, das war ein guter Tag. Und es gibt Phasen, da müssen wir halt einfach Dinge tun, beruflich, und das ist okay. Aber wenn wir das auf Dauer machen, dann ist unser Leben nicht möglich. Nicht Sinn erfüllt. Und da müssen wir uns fragen, was gibt unserem Leben einen Sinn? Was mache ich beruflich? Mache ich das gern? Ich habe nicht Kinder in die Welt gesetzt, damit ich sie nicht sehe. Ich will, dass sie eine schöne Kindheit haben. Ich will ihnen natürlich all das geben, was man selber nicht hatte. Und auch, und das ist, man kann das nicht trennen, privat und beruflich. Auch beruflich mache ich ja das, was ich mache, weil ich mir denke, wenn mir das schon passiert ist, dann wird es einen Grund haben, dann will ich was daraus machen, dann will ich das weitergeben, damit andere nicht den gleichen Fehler machen. Blanka Vötsch: [14:12] Ich meine, das klingt ja so als eine nette, inspirierende Geschichte, aber da steckt schon viel dahinter, das war nicht nur lustig, da gehört viel dazu, was ich anderen eben nicht wünsche. Bernhard Vosicky: [14:22] Und dann hast du dir gedacht, okay, dann nutzt du all das Wissen, das du hast und nutzt es für dich selber und machst quasi ein Business aus der ganzen Geschichte und sagst, so und ich werde jetzt einfach auch privat diese Produktivität erhöhen, damit ich all diese, wie du schon gesagt hast, effektiv sein kann, um in den Erinnerungen da zu sein und trotzdem viel unterzubringen oder wie? Blanka Vötsch: [14:45] Genau, genau. Also ich habe dann natürlich, ich bin ja dieser Forschertyp, dann habe ich alles dazu gelesen, was ich finden konnte, an Büchern, Seminare besucht. Und dann habe ich gedacht, naja, eigentlich ist das eh kein Rocket Science, das ist relativ einfach. Und ich habe dann daraus ein alltagtaugliches System für mich gemacht. Ich nenne das die 3P-Methode, Priorisieren, Planen, Pausen machen. Also Priorisieren steht immer an ersten Stelle. Zuerst muss ich mir überlegen, was will ich mit meiner Zeit anfangen, was ist wirklich wichtig. Wenn ich das weiß, dann geht es darum, dass ich das gut einplane und vor allem effizient erledige. Und das kann ich. Und dann brauchen wir aber auch die Pausen. Und Planung hat ja oft so einen negativen Beigeschmack für viele. Aber ich sage, Planung ist wichtig. Manche brauchen Planung, um anzufangen und manche brauchen Planung, um aufzuhören. Ich gehöre halt zur letzteren Kategorie. Bernhard Vosicky: [15:36] Und wenn du da jetzt deinen eigenen Alltag hernimmst. Und ich nehme mal an, der ist jetzt, weil Beruf und Familie ist ja bei uns allen eine Herausforderung. Wie machst du das? Was sind das für Dinge? Welche Variablen beziehst du da ein in die Priorisierung zum Beispiel? Also worüber denkst du nach, wenn du sagst, okay, was ist mir wichtig? Blanka Vötsch: [15:59] Also einbeziehen müssen wir immer privat und beruflich. Also ich schaue mir immer, ich plane immer meine Woche. Also sagen wir mal, es ist Freitag, jetzt schaue ich mir an, was steht nächste Woche an? Was sind die beruflichen Termine? Ich bin auch viel im Ausland und dann schaue ich, okay, wo schaffe ich Zeit und wo schaffe ich Platz auch für die Familie und für mich? Das heißt, ich versuche zuerst einmal immer die Pausen zu planen. Das ist für mich ganz, ganz wichtig. Bernhard Vosicky: [16:23] Du fängst mit Pausen an beim Arbeiten, kann man das so sagen? Blanka Vötsch: [16:26] Das ist das Wichtigste, weil sonst bleiben sie eben weg. Das ist ja der Punkt. Wenn wir zuerst all die Prioritäten einplanen beruflich und dann Kind dorthin bringen und da und weiß ich nicht, dann bleiben meistens genau die Pausen auf der Strecke. Und deswegen sind wir frustriert und erschöpft und rutschen ins Burnout, weil wir einfach uns nicht erholen können. Also das ist mal das Erste. Bernhard Vosicky: [16:47] Sind das dann diese Pausen, ist das dann diese Me-Time oder sollte man da auch nicht laufen gehen? Blanka Vötsch: [16:56] Also ich glaube, dass das ganz unterschiedlich ist für jeden. Manche sitzen halt gern vorm Fernseher, manche gehen laufen, manche wollen nur mit den Kindern zusammen sein. Bernhard Vosicky: [17:07] Also auch das kann Pause sein? Blanka Vötsch: [17:09] Auch das kann Pause sein, aber ich persönlich glaube, dass wir Pausen nur für uns brauchen. Also was du gesagt hast, Me-Time. Ich bin oft skeptisch bei solchen Wortschöpfungen, Aber du musst dich irgendwann einmal erholen und ich glaube, wir brauchen Zeit nur für uns, damit auch unsere Gedanken mal zur Ruhe kommen können. Und das ist halt vor allem mit Kleinkindern nicht möglich. Du bist dann zwar nicht produktiv beruflich gesehen, aber du kommst ja auch nicht zur Ruhe, weil sie wollen reden und dann musst du sie betreuen und sie wollen spielen. Das ist ja keine Erholungszeit in dem Sinne, wo du nur alleine mit deinen Gedanken bist. Bernhard Vosicky: [17:44] Es ist nicht selbstbestimmt. Blanka Vötsch: [17:45] Ja, genau. Das ist vielleicht der Punkt. Bernhard Vosicky: [17:47] Ja, aber ich glaube, den Wunsch, diese Zeit selbstbestimmt für sich selbst gestalten zu können, den haben ja alle Eltern. Viele, Mamas wie Papas, trauen sich das oft nicht nehmen, aus schlechtem Gewissen. So, ich stelle mich hinten an, weil die Kinder sind ja das Allerwichtigste. Blanka Vötsch: [18:09] Ja, davon kann ich ein Lied singen. Ich habe ja viele Jahre so gelebt, eben mit dem Ergebnis, dass ich im Krankenhaus gelandet bin, weil also schau, bei mir ist es so, ich bin beruflich viel unterwegs, ich bin auch viel im Ausland und dann habe ich immer das Gefühl, und das ist ja heute noch so, ah, jetzt warst du drei Tage irgendwo und jetzt kommst du heim und jetzt kannst du doch nicht Zeit auch noch für dich nehmen, jetzt musst du für die Familie das und jetzt musst du dies und jetzt musst du das. Und das ist so ein ständiger Kampf sozusagen in unseren Gedanken und wenn ich jetzt Wenn ich nicht meine Pausen für mich priorisiere, dann weiß ich schon, wie das ausgeht. Also so ehrlich muss man sein, dann bin ich eigentlich gar nicht präsent, dann habe ich keine Geduld, dann bin ich krantig. Da haben wir eh alle nichts davon. Das heißt, es geht ja nicht darum, dass wir uns tageweise ständig rausnehmen aus der Familie oder für ewige Zeit, aber diese kleinen Pausen, die bringen schon ganz viel. Und das kann sein, dass du nur zehn Minuten meditierst oder dass du joggen gehst oder ich gehe unheimlich gern tanzen, dass ich das ab und zu mal unterbringe. Und dann, wenn wir dann da sind bei der Familie, dann sind wir auch in einer ganz anderen Qualität da. Bernhard Vosicky: [19:21] Okay, also das heißt, du sagst tatsächlich, Pausen sind das Erste, was du angehen solltest, wenn du dir einen Plan machst. Das war das erste, eigentlich das letzte P und dann haben wir noch zwei andere P's in deiner DNA. Blanka Vötsch: [19:33] Ja, genau. Also Pausen muss man priorisieren, sagen wir so. Wie viel das ist, das ist für jeden anders, das muss man ausprobieren, aber da muss man halt auch ehrlich zu sich sein. Wie viel Schlaf brauche ich, wie viel Zeit brauche ich für mich, wie viel Zeit brauche ich für die Familie. Bernhard Vosicky: [19:47] Ist Schlaf auch eine Pause? Blanka Vötsch: [19:49] Naja, es ist Erholungsphase natürlich. Das war ja auch eine der Dinge, was mich dann hat ausbrennen lassen, sagen wir so, oder wo mein Körper dann nicht mehr mitgemacht hat, weil ich ja nicht sagen wollte, dass ich für irgendwas keine Zeit habe, habe ich fast nicht geschlafen. Die ganze Familie war dann im Bett und dann habe ich noch gearbeitet und habe Dinge gemacht und Haushalt und so. Irgendwie war in meinem Kopf dieses Bild, ja, alle anderen schaffen es auch. Komm, das kann ja nicht so schwer sein. Du kannst doch nicht alles liegen lassen, nur weil du jetzt müde bist. Nicht schlau. Bernhard Vosicky: [20:22] Dieser Gedanke, alle anderen schaffen es auch, ist ja glaube ich ein sehr trügerischer. Blanka Vötsch: [20:26] Ja. Bernhard Vosicky: [20:26] Weil das ist ja nicht so. Ganz im Gegenteil. Alle anderen strugglen auch. Ich glaube, das ist viel realistischer, dieses Bild. Bernhard Vosicky: [20:35] Aber okay, das heißt priorisieren, Pausen, mit denen fangen wir an. Was kann ich dann noch in Sachen Priorisierung, was ja glaube ich das erste P ist, was du gesagt hast, was kann ich da tun? Blanka Vötsch: [20:46] Wir müssen uns überlegen, was sind die wirklich wichtigen Dinge, also jetzt beruflich und privat. Wir können natürlich den ganzen Tag dahinarbeiten, aber vielleicht machen wir nicht das Wichtigste. Und da muss ich mir überlegen, was ist jetzt zum Beispiel das Projekt, was höchste Priorität hat? Welche Aufgabe muss ich zuerst erledigen? Ich überlege mir das immer so, wenn ich heute nur diese eine Sache machen kann, was wäre das Wichtigste? Und das versuche ich zuerst zu machen. Weil wir Menschen ticken so, wir versuchen immer mal die kleineren Dinge zu erledigen und dann gehe ich das Große an. Aber dann kommt was dazwischen, dann ist ein Kind krank, da ruft der Chef an, dann ist dieses und jenes und dann kommen wir nicht dazu. Und das stresst uns dann. Jetzt ist das widerliegen geblieben, jetzt mache ich das am Abend, ich mache Überstunden, ich komme früher oder mich beschäftigt das den ganzen Abend. Bernhard Vosicky: [21:35] Okay, also okay, das heißt, da kann ich mal drüber nachdenken, was ist mein Projekt. Und dieses Projekt kann entweder sein, dass ich vielleicht beruflich etwas vorzubereiten habe. Aber es kann aber auch sein, dass dieses Projekt bedeutet, mit der großen Tochter für die Mathe Schularbeit lernen. Das kann all das sein. Und das mache ich mir einmal. Und dann haben wir noch ein mittleres P zwischen den Pausen und Priorisierung. Blanka Vötsch: [21:57] Planen. Also priorisieren, planen, Pausen machen. Planen bedeutet, ich schaue mir immer die ganze Woche an. Weil meistens leben wir so in den Tag hinein. Und wenn überhaupt, machen sich die Menschen eine Tagesplanung. Und das greift zu kurz, weil dann machst du immer die kleinen Sachen. Also ich stelle mir das immer so vor. Stell dir vor, deine Woche ist wie ein Glas, ein Glasbehälter. Und dann kannst du dort Steine reintun, das sind die großen Dinge. Dann hast du so Muscheln, das sind so Aufgaben, die irgendwie wichtig sind, aber nicht das Wichtigste. Und dann hast du ganz viel Sand, unheimlich viel Sand. Und meistens füllen wir zuerst Sand ein. Und dann vielleicht die Muscheln und dann wundern wir uns, die Steine gehen sich wieder nicht aus. Und ich sage immer, bitte füllt zuerst die Steine rein. Zwei, drei. Das kann nicht so viel sein. Unsere Zeit ist begrenzt. Und wenn das erledigt ist, dann kommen die Muscheln dran. Und dann ganz ohne dein Zutun wird jede kleine Lücke mit Sand aufgefüllt. Und das ist es. Wenn ich plane, bedeutet das, ich schaue mir die Woche an und schaue, wo kann ich diese wichtigen Dinge, die Steine, fokussiert, konzentriert abarbeiten. Und das nenne ich Fokuszeiten, wo du zwei Stunden fokussiert, ohne Ablenkungen, ohne Unterbrechungen, nur diese eine Sache machst. Und ich verspreche dir, wenn du das durchziehst, du wirst in zwei Stunden mehr schaffen, als an einem ganzen Tag, wenn du ständig rausgerissen, unterbrochen und abgelenkt wirst. Das ist richtig ein Game Changer. Bernhard Vosicky: [23:23] Du sprichst von diesem Glas, ich mag diesen Vergleich sehr gern. Es gibt ja aber oft zum Glück in einer Familie zwei Gläser, die von meinem Partner und die von mir. Welche Rolle spielt denn da die Kommunikation? Weil dieser Plan ist ja vielleicht viel zu kurz gedacht, wenn er nur mich betrifft. Blanka Vötsch: [23:39] Ja, das ist klar. Also logischerweise muss das abgestimmt sein. Also ich mache das zum Beispiel so, ich bin ja immer schon ein halbes Jahr bis ein Jahr im Voraus gebucht. Ich muss immer sehr, sehr langfristig denken. Und dann schaue ich zuerst einmal in den Kalender und mein Mann und ich, wir teilen unsere Termine im Kalender. Das heißt, ich schaue mir mal an, ist mein Mann dort unterwegs, ist er dort verfügbar? Und wenn dort nichts drin ist, dann sage ich zu. Und dann, wenn ich den Termin eintrage, dann lade ich ihn dazu ein. Das heißt, er weiß dann schon, okay, da ist meine Frau drei Tage irgendwo. Bernhard Vosicky: [24:12] Also das heißt die kommunikation ist auch in dem fall das oberste gut weil und auch sagen was man braucht und sagen was man will denn sich darauf zu hoffen dass der andere das eh weiß ist glaube ich falsch also das kann man nicht machen aber vielleicht vielleicht kommen wir jetzt dann auch schon ein bisschen zu dem bereich wo es darum geht zu sagen was kann ich denn du hast vor diesen schönen vergleich gebracht gebracht wegen der priorisierung was ist die eine sache die ich heute erledigen kann unbedingt oder möchte und muss, dann frage ich dich jetzt, was ist die eine Sache, die ich jetzt aus diesem Gespräch vielleicht für mich als Elternteil für den effizienteren, effektiveren, einfach einen angenehmeren, für mich angenehmeren, Zeitmanagementplan für den Tag herzunehmen. Was ist das eine, was ich mitnehmen kann? Blanka Vötsch: [25:02] Also wenn du nur eins mitnimmst, dann priorisiere ordentlich. Weil, wenn du im Beruf gut priorisierst und immer das Wichtige erledigst, dann bist du nicht so gestresst, weil das Wichtigste ist erledigt und der Rest kann bleiben. Dann hast du nicht diesen ständigen Druck im Hinterkopf, diese ewige To-Do-Liste. Und privat ist das Gleiche. Was ist das, was wirklich wichtig ist? Was dir wichtig ist? Ist dir wichtig, dass alles, weiß ich nicht, zum Beispiel tipptopp aufgeräumt ist? Manche stresst das unheimlich. Ist es dir wichtig, dass du bei jeder Aufführung im Kindergarten dabei bist? Ist es dir wichtig, dass du abends die Kinder ins Bett bringst oder ist es dir wichtig, dass du mal spielst mit ihnen? Was ist das, was du sagst? Okay, das ist mir wirklich wichtig, dass ich das in meiner Freizeit mit meiner Familie mache und was ist für mich auch wichtig? Also für mich ist das, wenn ich mal wochenlang nicht tanzen war, dann werde ich unausstehlich. Das ist für mich wirklich wichtig. Das ist Priorität. Ich muss das irgendwo unterbringen und priorisieren heißt ganz viel Nein sagen. Und das ist etwas, was die Leute verstehen müssen. Priorisieren heißt, Nein zu sagen und auch den Mut aufzubringen, beruflich, privat zu sagen, du, ja, das ist mir jetzt einfach nicht wichtig genug. Bernhard Vosicky: [26:15] Das ist eine harte Aussage. Blanka Vötsch: [26:17] Es ist, aber das ist ja der Punkt. Weil es schwer ist, machen es dann viele nicht. Aber dann machen wir das ganze Leben noch schwerer dadurch. Also das weiß ich aus Erfahrung. Wir glauben immer, ja, das geht schon noch und das kommt und reißt dich zusammen. Das geht eh lange gut, aber irgendwann geht es dann halt nicht mehr. Bernhard Vosicky: [26:32] Du hast die Basics von dem, was du uns jetzt quasi in der Podcast-Folge erzählt hast, ja auch auf deiner Website online gestellt. Da gibt es ein E-Book, das ich mir runterladen kann. Blanka Vötsch: [26:42] Ja, genau. Genau, also ihr könnt es auf meiner Seite das runterladen. Das ist ein E-Book, da ist das ganz kurz erklärt. Priorisieren, Plan Pausen machen mit ein paar Übungen, damit du das in dein Leben integrieren kannst. Bernhard Vosicky: [26:54] Den Link gebe ich natürlich in die Shownotes zur heutigen Folge. Wir kommen jetzt schon zu den letzten Fragen, die ja bei all meinen Podcast-Gästen immer ein bisschen vergleichbar sind und so in der Rubrik Zurück in die Zukunft auch dich selbst vor dich selbst hinstellen. Das heißt, du darfst deinem früheren Ich, das noch keine Kinder hatte und noch nicht diese Weisheit von heute in sich aufgesogen hat, einen Ratschlag geben. Was würdest du denn dir selbst sagen mit dem Wissen, das du heute hast? Blanka Vötsch: [27:22] Ich würde mir dazu raten, vielmehr das zu tun, was mir wichtig ist und was ich für richtig halte. Und viel weniger auf das zu hören, was ich glaube, dass von mir erwartet wird. Ich glaube, das wäre der beste Ratschlag ever. Bernhard Vosicky: [27:38] Das ist ein sehr, sehr spannendes Detail, weil das, was du jetzt da sagst, sich selbst erlauben, man selbst zu sein. Das ist eines von diesen Five Regrets of the Dying. Also das ist einer der am häufigsten genannten Dinge, die Menschen an ihrem Sterbebett bereuen, dass sie sich nicht erlaubt haben, sie selbst zu sein. Neben, ich hätte mehr Zeit mit meinen Liebsten verbringen können. Sehr, sehr schöner Input, finde ich. Und eine Sache, die jetzt mir noch ganz, ganz wichtig ist, weil es ja auf Spotify für alle zur Unterhaltung und irgendwann einmal wird das eine unglaublich großartige Playlist, die so scheußlich ist, dass sie niemand hören will und genau deswegen wollen sie alle Kinder hören. Es gibt die Papamia-Playlist des Grauens auf Spotify, wo jeder Gast einen Titel Bernhard Vosicky: [28:20] hinzufügen kann, der so oft gehört wurde, dass du ihn einfach nicht mehr hören kannst. Welcher Titel ist das bei dir, bei deinen beiden Burschen? Blanka Vötsch: [28:29] Oh Gott, ja, da gibt es viele, aber was ich nicht mehr hören kann, ist dieses Blablabla. Was ist das? This is all you ever hear from me is blahblablabla. Also ich bin jetzt keine gute Gesängerin, Bernhard Vosicky: [28:43] Keine Ahnung. Ich werde das suchen. Ich weiß jetzt nicht genau, was es ist. Wenn ich es habe, kommt es auf die Playlist. Und auch den Link zur Playlist gibt es in den Shownotes. Ich sage dir vielen lieben Dank für deine Zeit. Ich finde das wahnsinnig spannend. Ich bin ein unglaublicher Planer. Meine Frau hasst es zu planen. Dementsprechend habe ich jetzt quasi mit dir eine Unterstützung und habe es jetzt schwarz auf weiß oder halt im Podcast drinnen, dass Planen ganz wichtig ist. Das werde ich jetzt gleich dann unmittelbar rüberreiben. Ganz wichtig. Blanka, danke dir für den Versuch. Es hat mir große Freude gemacht. Blanka Vötsch: [29:12] Vielen Dank. Bernhard Vosicky: [29:15] Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch.

Kapitel

00:00
Ich war die Ernährerin
06:05
Niemand hat was davon, wenn ich mich zu Tode arbeite
10:10
Die 3P-Methode: Priorisieren, Planen, Pausen machen
16:26
Me-Time ist kein Egoismus
23:39
Familienzeit braucht Kommunikation

Bernhard Vosicky

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