Automatisch besserer Papa – mit System zur Familienzeit

Episode 81
30:49

Selbstständig und Papa – wie geht sich das aus?

Alex ist Online-Marketing-Profi und zweifacher Vater. In dieser Folge spricht er über Vaterschaft in der Selbstständigkeit, clevere Automatisierung und sein persönliches Zeitmanagement. Warum weniger Dauerstress oft mehr Familienzeit bedeutet – und wie man Erfolg neu definieren kann.

Kapitel:

(00:00) – Papa im Dauer-Einsatz
(01:21) – Wer ist Alex – und was macht er für Eltern?
(04:31) – Alltag mit zwei kleinen Kindern
(14:57) – Mehr Zeit durch Automatisierung
(21:44) – Erfolg, neu gedacht: das Lebensrad

Weiterführende Links:

Alex‘ Website: https://www.pixellovers.at/

Alex auf Insta: https://www.instagram.com/alex.stadler.immo.marketing/

Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠⁠
„Papa Mia!?“ – Youtube Channel ⁠⁠⁠https://www.youtube.com/watch?v=vlczJi3MlqA&list=PLBsmCGWpasWcYdyEE3Pcl_aOATzJ9La-K&pp=gAQB⁠⁠⁠
Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠⁠
„Papa Mia!?“ auf Instagram – ⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/papamiapodcast/⁠⁠⁠⁠
„Papa Mia!?“ auf TikTok – ⁠⁠⁠⁠https://www.tiktok.com/@papamia.at⁠⁠⁠⁠
„Papa Mia!?“ auf Facebook – ⁠⁠⁠⁠https://www.facebook.com/papamiapodcast/

Transkript:

Alex Stadler: [0:00] Der hat bestimmt sowohl in der Früh, am Vormittag, Mittag, am Nachmittag und am Abend gearbeitet und am Wochenende dann vielleicht auch gleichermaßen, Alex Stadler: [0:08] sodass dann viele Aktivitäten halt dann immer mit der Mama gemacht worden sind. Papa Mia. Reine Männersache. Bernhard Vosicky: [0:14] Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool? Ist es auch. Willkommen zu einer neuen Folge Papa Mia. Ich sitze diesmal nicht in meinem Kämmerchen irgendwo in Wien, sondern wir sitzen in Eugendorf in der Nähe von Salzburg, so Mondsee ist auch nicht weit weg, und mir gegenüber sitzt der Alex Stadler. Nachdem ich meine Papa-Interviews immer so wahnsinnig gerne Face-to-Face mache und mit Menschen auch rede und nicht nur über Zoom oder andere Online-Plattformen meine Interviews mache und wir uns gefunden haben online, der Alex und ich haben gesagt, na hey, ich bin da, hast du zufällig Zeit, können wir uns persönlich treffen? Und du hast ja gesagt. Und dann, dankenswerterweise, auch das Hotel hat uns einen Seminarraum zur Verfügung gestellt. Also alle, die uns via YouTube oder Spotify sehen, wir sind hier quasi, man schaut raus, es schaut nach Land aus, oder? Alex Stadler: [1:09] Definitiv, genau. Bernhard Vosicky: [1:09] Man hätte ein bisschen mehr Sonnenschein uns gewünscht, aber das haben wir halt nicht bekommen. Abgesehen davon dürfen wir einen Seminarraum nützen und sind mit Kaffee, Wasser ausgestattet und sitzen uns gegenüber. Bernhard Vosicky: [1:21] Alex, stell dich kurz vor, wer bist du, was tust du, wie kommst du zu Papamia? Alex Stadler: [1:27] Sehr gern. Freut mich sehr, dass wir zueinander gefunden haben. Vielleicht da beginnend, wie haben wir zueinander gefunden? Ich habe dich aber auch letztens irgendwie ergoogelt, wobei gar nicht dich als Person, sondern rein das Grundsatzthema eben irgendwie mit Papa in Verbindung sein. Und dann bin ich eigentlich über LinkedIn gestolpert und über diverse andere Podcasts und dann bin ich auf dich aufmerksam geworden. Warum das? Was mache ich? Also wir nehmen da Alex, Alex Stadler aus Oberndorf bei Salzburg, das sind circa 20 Kilometer jetzt von da entfernt. Ich mache seit 20 Jahren das Thema Online-Marketing und jetzt speziell die letzten Jahre über spezifisch für das Thema Väter oder natürlich auch Mütter gleichermaßen, aber jedenfalls für selbstständige Eltern, die auch dann Kinder haben. Und biete denen halt Unterstützung an den Bereich Marketing und Vertrieb. Bernhard Vosicky: [2:15] Du richtest dich schon gezielt eigentlich an Leute, die sich selber irgendwie vermarkten müssen. Also da geht es nicht darum, dass Angestellte Social Media aufhübschen, sondern es geht tatsächlich um Menschen, die jetzt vielleicht selbstständig sind, die erkannt haben, dass sie nicht nur ihr Unternehmen haben, nicht nur sich als Marketing, nicht nur ihre Selbstständigkeit, sondern eben auch darauf schauen, dass sie mit der Familie das irgendwie alles schön schaffen und möglichst effizient arbeiten, um dann eben Zeit für den Rest zu haben. Alex Stadler: [2:46] 100% richtig. Genau, sehr gut. Gut erkannt. Bernhard Vosicky: [2:49] Und da hast du mich gefunden, da reden wir doch mal drüber. Und eine meiner ersten Fragen war an dich auch, das kommen wir dann sicher jetzt noch im Detail, aber Marketing für Eltern, wie kommt man auf das? Also was war deine, wann hat dich der Ruf ereilt? Alex Stadler: [3:08] Wahrscheinlich schon vor 20 Jahren oder sowas. Bernhard Vosicky: [3:11] Du bist jetzt? Alex Stadler: [3:11] 36. Bernhard Vosicky: [3:12] Und wie viele Kinder hast du? Zwei. Zwei Kinder, wie alt? Alex Stadler: [3:15] Die Tochter ist dreieinhalb und der Sohn ist eins. Bernhard Vosicky: [3:17] Okay, heftige Zeit, es wird besser. Super. Und du hast vor 20 Jahren, sagst du, hast du angefangen mit der ganzen Geschichte? Alex Stadler: [3:25] Genau. Und zwar in der Form, dass ich damals quasi das Kind gewesen bin, das Kind von einem selbstständigen Vater sozusagen. Und ich damals gefragt worden bin, wie schaut es aus, Burr, kannst du für mich eine Webseite machen, kannst du für mich, für meine Selbstständigkeit eine Webseite bauen, um entsprechende Sichtbarkeit zu bekommen und da war ich gerade während der Schulzeit, habe ich dann entsprechend auch das Thema Internet und Homepage bauen und so weiter gerade erlernt und habe mir gedacht, cool, mach natürlich. Vielleicht mit der damaligen Hintergrundintention, dass wenn ich für den Papa quasi dann eine bessere Webseite mache, dass er auch dann besser im Unternehmertum wäre, dass er auch quasi besser wäre, für mehr Zeit für sich zu haben. Bernhard Vosicky: [4:00] Okay, also du hast schon auch damals deinen Papa ein bisschen unterstützt mit dem Wunsch, naja, dann hat er mehr Zeit für mich, oder was? Alex Stadler: [4:07] Also ich vermute jetzt rückblickend betrachtet, dass das vielleicht sogar ein Hintergrund war oder ein Hintergedanke des Ganzen war. Aber prinzipiell war es schon so, dass ich damals erkannt habe, dass halt der Papa ständig am Arbeiten gewesen ist, also ständig auf dem Termin und dort bei der Baustür und bei dem nächsten Projekt und so weiter. Also ständig auf Achse, er war zu daheim, aber auch damals schon gewissermaßen in Homeoffice-Variante. Also auch wenn er dann da gewesen ist, hat er nicht wirklich aktiv Zeit gehabt. Bernhard Vosicky: [4:31] Okay, also das heißt, er war halt dann zu Hause im Homeoffice, die Tür war zu. Alex Stadler: [4:36] Schöne Richtung. Bernhard Vosicky: [4:36] Und der Alex soll bitte nicht stören. Alex Stadler: [4:39] Genau. Bernhard Vosicky: [4:39] Ja, das ist natürlich mühsam. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich ertappe mich bei dem, was du jetzt erzählst, auch selbst. Weil ich natürlich, irgendwas gibt es immer. Ich war es gewohnt, vom Radiomachen, das ich ja doch 21 Jahre lang gemacht habe, dass eine Sendung zu einem bestimmten Zeitpunkt anfängt und zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhört. Davor ist Vorbereitung und danach ist aber eigentlich vielleicht ein bisschen Nachbereitung oder was auch immer, wenn du noch irgendwas zusammenfassen musst, aber sonst ist es aus. Bernhard Vosicky: [5:10] Und das Selbstständigsein, und da werden mich jetzt wahrscheinlich viele, selbstständige Mamas und Papas werden da mitsprechen können, du arbeitest selbst und ständig. Das ist dieser Spruch, den man hört, aber es stimmt halt einfach, oder? Und da hast du gesagt, hey, das kann man doch besser machen. Erzähl weiter. Alex Stadler: [5:28] Ganz richtig, ja. Also wie du sagst, im angestellten Verhältnis startet er bei einer gewissen Uhrzeit dann der Feierabend, aber als Selbstständiger hat man den Feierabend oftmals nicht, weil dann ja arbeiten wir auch nur um 8 Uhr weiter am Abend oder dann um 21 Uhr oder um 22 Uhr und so weiter, weil man, wie du sagst, selbstständig arbeitet, dieser Begriff, der schon ausgelutscht ist, aber dennoch, er trifft auch 100 Prozent zu. Und das, was ich vorhin gerade gesagt habe, also diese Story klingt so vielleicht irgendwie tragisch oder traurig oder so, also prinzipiell, ich habe schon schöne Kinder gehabt und auch dann meine Zeit gehabt mit Papa und Mama gleichermaßen, aber dennoch, ich glaube, und das ist meine große Intention, wenn man auch dann Marketing automatisiert, wenn man auch den Vertrieb automatisiert, dann kann man auch entsprechend dann ins Business investieren, dann kann man auch sich mal Mitarbeiter leisten oder Systeme leisten und dann muss man nicht mehr selbst und ständig arbeiten und das ist so die ganze Grundsatzthematik dahinter. Bernhard Vosicky: [6:20] Also im Endeffekt geht es darum, Kunden zu lukrieren mit Automatismen. Ja, möchte ich jetzt, gehen wir auf das Geschäftsmodell, gehen wir dann später noch ein. Mich würde es ein bisschen interessieren, wie du das damals so mitbekommen hast, weil das ja eine Sache ist, wie man selbst aufgewachsen ist, so das prägt einen. Das ist ja dann ein Weltbild, das da entsteht, mit dem du aufgewachsen bist. Bist du Einzelkind? Hast du Geschwister? Alex Stadler: [6:45] Ich war Schwester, die ist acht Jahre jünger als ich. Bernhard Vosicky: [6:47] Okay, gut. Das heißt, acht Jahre Unterschied zwischen, Das sind zwei Lebenswelten, also achtjähriges Kind und ein Neugeborenes. Da hat man nicht viel miteinander zu tun. Aktivitäten gemeinsam ist eher wenig wahrscheinlich gewesen. Alex Stadler: [7:00] Und auch dann später wieder 16 Jahre und 8 Jahre, auch da wieder unterschiedliche Interessensgebiete. Bernhard Vosicky: [7:06] Erst jetzt wahrscheinlich gleich zu euch langsam an, oder? Alex Stadler: [7:08] Korrekt. Bernhard Vosicky: [7:09] Ich verstehe, was du meinst. Und der Papa hat quasi halt ständig kackelt. Ich möchte noch ganz kurz Bezug nehmen auf das, was du vorher gesagt hast, nämlich dass man als Selbstständiger oft am Abend 20, 21 oder 22 Uhr arbeitet. Das ist ja per se nicht falsch. Ich finde das nämlich deswegen vor allem richtig und gut. Erst gestern habe ich das gemacht. Wir nehmen jetzt heute einen Freitag auf. Freitag ist immer mein Papamir-Release-Datum. Das heißt, da kommt immer die neue Folge raus. Und wenn ich dann noch irgendwie, ich weiß ja nicht, die Social-Media-Lounge, das Reel fertig machen muss oder irgendwelche Geschichten, dann mache ich das halt meistens am Donnerstag am Abend. Und wann mache ich es? Wenn die Kinder schlafen. Weil ich ja bis dahin mit denen Zeit verbringen will. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit, wo wir jetzt aufnehmen, am Abend die Adventkalendergeschichte lesen und die Große hat heute Mathematikschularbeit. Ich werde mich dann wahrscheinlich bald anrufen und sagen, wie es war. Das möchte ich ja alles irgendwie mitkriegen und miterleben und nicht dann währenddessen das machen. Deswegen arbeite ich bewusst später. Also ist es okay, ist gut. Die Frage ist halt, arbeitet man dann, um davor mit den Kindern Zeit zu haben oder macht man das auch? Bei deinem Papa war es eher ein Auch oder wie? Alex Stadler: [8:19] Der hat bestimmt sowohl in der Früh, am Vormittag, Mittag, am Nachmittag und am Abend gearbeitet und am Wochenende dann vielleicht auch gleichermaßen, sodass dann viele Aktivitäten halt dann immer mit der Mama gemacht worden sind. Nicht so die Dramatik, wie gesagt, dahinter, aber dennoch, er hat halt oft vieles auch nicht gemacht, weil er sich nicht die Zeit nehmen konnte. Bernhard Vosicky: [8:37] Okay, und du hättest dir natürlich als aber gewünscht, dass das so ist, aber bezugt, also du hast jetzt kein schlechtes Verhältnis zu deinem Papa, aber Luft nach oben ist da gewesen. versteht, was du meinst. Alex Stadler: [8:50] Und ich glaube halt, dass... Das von Kind zu Vater vielleicht anders ist, wenn eben der Vater im Angestelltenverhältnis ist, weil dann ist ja wirklich um 17 Uhr der Schlussstrich oder dann am Freitag dann das Wochenende, was dann beginnt. Aber beim Selbstständigen, der arbeitet eben, wie man jetzt ja schon gesagt hat, am Selbstständigen ständig. Und damit muss er auch mal am Samstag einen Termin wahrnehmen oder am Sonntag gleichermaßen. Bernhard Vosicky: [9:08] Ich glaube, auch das ist sehr branchenspezifisch. Also es gibt sicherlich auch Angestellten in echten Dienstverhältnisse, die jetzt weniger flexibel sind oder im Sinne von weniger in ein Konstrukt gegossen, dass eben dieses 9 to 5 ist. Also gerade das weicht sich ja massiv auf im Moment, also das ist ja auch nicht so, dass man das so per se sagen kann, aber natürlich die Selbstständigkeit bietet Flexibilität, die man dann halt auch nützen muss und sich eben, und das trugge ich zum Beispiel jetzt auch sehr, einfach sich selbst eine Art Dienstplan zu machen, zu wissen, wann mache ich was, damit sich alles so schön ausgeht, damit ich zu meinem Sport komme, den ich brauche für meinen Kopf freikriegen, damit meine Familie genügend Zeit bekommt, damit die Partnerschaft genügend Zeit bekommt, damit das, was man daheim tun muss, von sauber machen, von einkaufen, von Bevorratung, von kochen und so weiter, damit sich das alles ausgeht, ist schwierig. Und da ist natürlich dann das, wo solche Leute wie du ins Spiel kommen, weil dann zumindest berufliche Verpflichtungen möglicherweise weniger Zeit kosten. Aber auf das kommen wir noch. Bernhard Vosicky: [10:12] Bleiben wir noch ganz kurz bei dir, wie du aufgewachsen bist. Du hast dann, lass mich rechnen, 36 hast du gesagt, bist du, das heißt du warst 32,5, wie du Papa geworden bist. Alex Stadler: [10:24] Ja. Bernhard Vosicky: [10:27] War das für dich der Zeitpunkt, also habt ihr euch das so ausgesucht, war das für dich so, wie du das wolltest oder wie war das? Alex Stadler: [10:36] Also während meinen 30ern wollte ich noch kein Kind haben. Ich war zwar schon mit der Frau zusammen, mit der damaligen Freundin, da haben wir 2018 geheiratet. Aber dennoch waren wir halt noch quasi im Arbeitsmodus sozusagen. Und dann haben wir ab 30ern gesagt, jetzt probieren wir es halt, jetzt sind wir auch schon verheiratet und jetzt gehen wir dann mal das Thema Kinderplanung auch dann an. Bernhard Vosicky: [10:56] Okay, aber das heißt, ihr habt es schon, für euch war das wichtig im Kopf zu sagen, wir haben da jetzt schon was geschaffen. Du hast es schon gesagt vorher, ihr wart beide irgendwie im Jobmodus. Das heißt, deine Frau ist sozusagen auch berufstätig, also erwerbstätig, auch ganz wichtig. Und ihr habt da, weil ich meine, 32 Jahre, erstes Kind ist Durchschnitt so ungefähr, kann man ungefähr sagen. Bist du im Nachhinein gesehen mit dem Zeitpunkt zufrieden? Alex Stadler: [11:22] Ja. Bernhard Vosicky: [11:23] Schon? Alex Stadler: [11:24] Also weil es ja auch schon im Vorfeld so angedacht gewesen ist, ich würde jetzt nicht mit 40, 50, 60 Papa werden, gibt es auch entsprechende Leute. Ich habe meinen alten Chef getroffen, der ist 50 plus oder 60 vielleicht sogar und ist jetzt gerade als Papa mit einem 2-jährigen Kind zu Hause. Also das ist ja für mich persönlich zu spät gewesen. Jetzt aber in meinen Anfangs-20ern ein Kind zu haben, wäre man auch irgendwie zu früh gewesen. Dann hätte ich vielleicht zu viel vom Leben verpasst oder was. Stimmt wahrscheinlich auch nicht, Bernhard Vosicky: [11:47] Aber so meine... Man weiß eh nicht beides. Du weißt dann eh nur die Version, die du dir ausgesucht hast. Alex Stadler: [11:51] Genau, so halt meine Denkweise. Also für mich oder auch für meine Frau dann der ideale Zeitpunkt in dem Alter, die Kinder zu bekommen. Bernhard Vosicky: [11:58] Jetzt bist du ja selbst auch selbstständig. Das heißt, du berätst dich auch selbst. Hältst du dich an deinen eigenen oder arbeitest du mit deinen eigenen Mitteln? Ja. Alex Stadler: [12:08] Sonst würde ich ja Wein predigen und Wasser trinken und umgekehrt. Bernhard Vosicky: [12:11] Gibt es ja auch. Oft sagt man, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe. Alex Stadler: [12:17] Genau. Das Wort, das ich gesucht habe. Sohlen. Bernhard Vosicky: [12:19] Ja, Sohlen. Auf jeden Fall ist es so. Ist nicht so bei dir. Bernhard Vosicky: [12:26] Aber wie teilst du dir das ein? Wie meisterst du das, mit dem ich als Papa struggle? Im Sinn von, wie schaut ein klassischer Tag mit zwei Kindern, Die einmal, glaube ich, Kindergartenalter, ist die Zeitgeborene in Fremdbetreuung oder nicht? Alex Stadler: [12:43] Genau, die Tochter ist schon im Kindergarten, zum Vormittag bis zwölf und dann haben wir es zum Mittag immer ab und der Bub ist nur daheim. Also die waren wir noch in Karenz. Bernhard Vosicky: [12:49] Okay, wie schlupfst du als Selbstständiger so einen Tag gemeinsam mit deiner Frau, so dass sich das auch ausgeht in Bezug auf Familie, dass das auch diesen Wert hat, den du der Familie gibst? Alex Stadler: [13:04] Also wir stehen nicht mit Wecker auf, sondern rein, wenn die Kinder aufwachen. Das variiert von 6.30 Uhr bis 7.30 Uhr, 8.30 Uhr oder sowas. Und dann hast du natürlich mal Kinder-das-Essen-Kredenzen sozusagen. Was eh meistens schon die große Challenge ist, Bernhard Vosicky: [13:21] Oder? Weil jeder will in der Früh immer was anderes. Alex Stadler: [13:23] Und dann nie das eigene, sondern immer das, was auf dem Nachhinein drauf ist. Bernhard Vosicky: [13:26] Natürlich, ja klar. Alex Stadler: [13:28] Also das ist mein Punkt eins. Dann hast du mal Frühstück auch vorbereitend für die Jausen, für den Kindergarten. Und dann starte ich zum Teil so um 8.30 Uhr, 9 Uhr dann mal in den Arbeitstag quasi. Bernhard Vosicky: [13:38] Wenn der Große im Kindergarten ist. Alex Stadler: [13:42] Genau, genau. Und dann bin ich meistens von 9 bis 11.30 Uhr, 12 Uhr dann im Büro quasi. Dann komme ich auf Mittag dann meistens zum gemeinsamen Mittagessen. Oder auch zum Teil dann die Tochter vom Kindergarten wieder abholen. Und dann starte ich am Nachmittag zum Teil meinen Arbeitsblock von 14 bis 17 oder sowas. Dann heißt es, Kinder am Abend dann Betreuung irgendwie gemeinsam machen, Kinder dann gemeinsam ins Bett bringen. Momentan haben wir gerade das Familienzimmer, wo dann alle drin schlafen, wobei wir eigentlich dann das aufgeteilt hatten, dass dann die Tochter mal von mir ins Bett gebracht wird und dann ein Buch von der Mama eben, aufgrund nur von gestillt werden sozusagen. Und dann am Abend oder danach, nachdem die Kinder schlafen, hast du vielleicht noch mal arbeiten oder auch nicht, je nachdem eben. Bernhard Vosicky: [14:26] Okay, was zu tun ist eben. Alex Stadler: [14:28] Wie es gerade ist. Bernhard Vosicky: [14:29] Und jetzt ist dein großes Thema die Automatisierung, weil Automatisierung schafft Bernhard Vosicky: [14:36] Ressourcen für andere Dinge. Und die kann ich mir dann frei aussuchen. Wenn ich jetzt jemand bin, der sagt, hey, ich möchte diese freigewollten Ressourcen für die Family nehmen, umso schöner, dann spielt uns das in das Ganze hinein. Bevor wir dort hinkommen, was ist denn da? Also warum sind Eltern hier deiner Meinung nach eine besondere Zielgruppe, weil Automatisierung könnte für alle interessant sein. Alex Stadler: [14:57] Weißt du, wie ich ein Herzensthema ist? Also das Marketingthema habe ich jetzt immer schon gemacht gehabt, wie gesagt, die letzten 20 Jahre über, zu Beginn mal während der Schulzeit und dann parallel zum Angestelltenjob, dann mal auch in 100%iger Selbstständigerausführung und dann habe ich da Marketing und Automatisierung für unterschiedlichste Leute gemacht, nur nicht so spezifisch auf das Thema geachtet, ob sie jetzt Eltern sind oder nicht. Jetzt auch die letzten drei bis fünf Jahre gemerkt, das war auch wirklich dann mein Herzensthema, dass ich dann wirklich auch da die Kernzielgruppe wieder frisch ausgewählt habe für mich. Bernhard Vosicky: [15:27] Was sind denn die besonderen Herausforderungen, die mit den Eltern deiner Meinung nach zu kämpfen haben? Aus eigener Erfahrung als Elternteil, aber auch als jemand, der mit Eltern spricht und Eltern berät? Alex Stadler: [15:43] Zeitmanagement. Wie es auch du gesagt hast, jetzt bist du frisch selbstständig seit Mai oder sowas. Bernhard Vosicky: [15:47] Genau, ja. Alex Stadler: [15:48] Und du hast dich gerade selber damit schwer, dich selbst mal irgendwo auf Termine zu fixieren oder Aktivitäten mal zu machen. Im Prinzip müsste man mit sich selber gleichermaßen rigoros umgehen, wie mit dem ersten Angestellten oder in einer Angestelltenposition. Zu sagen, du Angestellter bist jetzt immer von Montag bis Mittwoch im Dienst quasi, musst von 8 bis 17 Uhr entsprechend arbeiten und genau das sind deine Arbeitstätigkeiten, die du vollbringen solltest und mach das bitte. Also bei einer anderen Person kannst du so wirklich strikt sagen, mach das und sonst wirst du gefeuert, theoretisch jetzt. Übertrieben gesprochen. Bernhard Vosicky: [16:18] Ja, naja, ich weiß, was du meinst. Also im Endeffekt sollte ich mich selber auch raushauen, wenn ich es nicht gescheit mache. Alex Stadler: [16:23] Aber halt enger mit dir dann ins... Ich weiß schon, was du meinst. Bernhard Vosicky: [16:27] Aber das ist ja bei Lobtadel und Kritik, man ist ja auch selbst sein größter Kritiker und sollte sich vielleicht selbst ein bisschen so behandeln, wie man einen guten Freund behandeln würde. Und dem würde man ja auch sagen, hey, komm, sei zufrieden mit dem, du hast richtig Gutes geleistet. Selber ist man mit sich selber ganz anders. Und auch hier, geh mit dir nicht um, wie du mit dir umgehst, sondern wie mit einem anderen. Weil da müsste man vielleicht sogar... Man würde, weiß ja nicht, Orbe zahlen, prokrastinieren, nicht so tolerieren bei jemandem anderen wie bei sich selber. Alex Stadler: [17:05] Ja. Bernhard Vosicky: [17:06] Okay, und das kann man automatisieren. Jetzt möchte ich natürlich von dir keine Bernhard Vosicky: [17:09] kostenlose Beratung haben, aber vielleicht ein bisschen was zum Mitnehmen. Wie könnte ich meine, als Selbstständiger, wie könnte ich, wenn ich mich jetzt gerade frisch selbstständig gemacht habe, wie könnte ich meine, sozusagen die Tatsache, wie könnte ich meinen persönlichen Dienstplan, wie könnte ich sowas automatisieren, wie geht das? Alex Stadler: [17:27] Also die Grundsatzthematik, womit ich immer starte, ist die, jetzt bist du selbstständig oder Business, du hast irgendwie eine Zielsetzung, du hast auch ein Produkt oder ein Angebot oder eine Dienstleistung, die du an deinen gewissen Kunden heranträgen möchtest. Genau. Dann hast du im besten Fall auch einen Businessplan für dich erstellt gehabt, um zu sagen, du hast auch da irgendwie ein Businessziel, dass du dann mal fiktiv pro Jahr 100.000 Euro oder sowas verdienen möchtest. Ja. Und dann gilt es jetzt da entsprechend das dann runterzubrechen. 100.000 Euro pro Jahr heißt dann zigtausend Euro pro Monat oder auch dann pro Woche oder pro Tag. Also wie viel musst du jetzt entsprechend arbeiten, um genau dieses monetäre Ziel erreichen zu können. Und das musst du dann wiederum hochrechnen in Marketingaktivitäten und dann zu schauen, was musst du jetzt dann eben in Podcastform machen oder in YouTubeform oder in Postwurfsendungenform oder in anderen Werbeaktivitätsformen, um dann genau dieses Ziel erreichen zu können. Also wie viele Impressionen brauchst du, wie viele Website-Besucher brauchst du, wie viele Klicks brauchst du, wie viele Anfragen brauchst du, wie viele Angebote brauchst du, um das entsprechend lösen zu können. Und wenn man dieses Grundzahlenspiel mal kennt, nachher kann man entsprechend damit arbeiten zu schauen. Macht man jetzt dann SEO-Arbeit oder macht man Podcasts oder macht man bezahlte Werbeanzeigen oder macht man Printinserate oder macht man GSA-Speaker-Auftritte oder sowas. Und dann haben wir mal ein bisschen einen Plan darüber, was halt wirklich die Aktivitäten dann sein sollen. Bernhard Vosicky: [18:45] Also das klingt für mich so, als würdest du mal ein persönliches Profil erstellen und dann schauen, was man davon automatisieren kann. Okay, jetzt gehen wir jetzt mal so weit und sagen, ich weiß jetzt, was ich habe, was automatisiere ich dann? Weil dann habe ich einmal das Profil. Das bietet mit dir die Möglichkeit, was zu automatisieren, oder? Alex Stadler: [19:04] Es geht nicht nur rein ums Automatisieren, sondern auch ums Systematisieren. Also ein Automatismus heißt jetzt dann wirklich, dass automatisch irgendwas passiert, aber ein System heißt ja, dass auch ein anderes Ding mir entsprechend, weil eine Arbeit dann abnimmt oder halt ein Prozess, das ja dann für mich dann steht. Und es gibt ja auch dann verschiedenste Marketing- oder Vertriebsaktivitäten, die man dann dazu nutzen kann, um eben sein Business zu beflügeln. Und ein Business besteht immer aus diesen drei oder vier Hauptbereichen Marketing, Vertrieb und dann Betrieb und jetzt als Einzelperson, als Solopreneur musst du halt alles gerade machen. Du hast jetzt quasi die Hüte dann in zigfacher Form auf, du musst halt Marketing machen mit dem Podcast, dann musst du Vertrieb machen mit den Verkaufsgesprächen, mit den Interessenten, dann musst du auch den Betrieb machen, von wegen du bist auch direkt der Moderator bei der Veranstaltung selber. Und dann gibt es auch noch andere Sachen, die dann nachgelagert dann passieren, wenn du entsprechend schon die Kundendienstleistung erfüllt hast. Und ob das wirklich dann alles bei dir bleiben muss, alle Aktivitäten davon oder meine Sachen dann abgeben kann, das ist halt dann die große Frage. Bernhard Vosicky: [20:09] Aber im Endeffekt muss es nicht zwingend Automatisierung sein. Es kann auch einfach sein, dass es quasi leichter geht, zu einem finanziellen Erfolg zu kommen, um zu sagen, ja passt, ich habe mein Ziel vielleicht schon erreicht oder ich weiß, ich werde es erreichen und muss daher nicht mehr so viel tun. Alex Stadler: [20:24] Oder wie? Bernhard Vosicky: [20:25] Also es geht auch um Effizienzsteigerung, wenn man ehrlich sagt. Alex Stadler: [20:27] Korrekt, genau. Okay. Also mein Gedanke oder mein Ansehen ist das, du brauchst halt Marketing und Vertrieb und das im besten Fall automatisiert, damit der Betrieb gut läuft und wenn der Betrieb gut läuft, dann hast du wiederum mehr Zeit für das Private, für die Familie, für die Kinder. Bernhard Vosicky: [20:41] Ja, das heißt aber, wenn ich jemand bin, ich sage immer, wir leben ja nicht in einer Leistungsgesellschaft, sondern eigentlich in einer Erfolgsgesellschaft, weil nur weil du was leistest, hast du es deswegen nicht gut gemacht in den Augen der Gesellschaft, weil wenn du scheiterst, das darf man ja bei uns überhaupt nicht machen. Also in Wirklichkeit passt es nur dann, wenn du auch Erfolg hast. Wenn ich jemand bin, der sagt, Erfolgsmaximierung und das permanent ist mein oberstes Ziel, dann fahre ich damit nicht gut, weil dann wird es ja immer mehr. Eigentlich, sondern das muss schon sein. Also ich muss mir selbst auch das Ziel setzen, zu sagen, okay, aber ich will dieses, was auch immer, sagen wir diese 100.000 im Jahr verdienen. Wenn ich die habe, weiß ich, alles fein passt Und dann die restlichen Ressourcen, die ich dadurch habe, die kriegt die Familie zum Beispiel. Das muss ich mir schon im Kopf klar sein. Und da möchte ich jetzt darauf hinkommen zu sagen, warum soll ich das tun? Weil viele Menschen sagen ja, hey, keine Ahnung, Mindset, Erfolg ist das Wichtigste, also finanzieller, materieller Erfolg. Warum, sagst du, ist das so ein hohes Gut, dieses Familie haben und Familie leben? Alex Stadler: [21:44] Ich bin jetzt kein Esoteriker, kein Psychiker und so weiter. Bernhard Vosicky: [21:47] Ich weiß schon, was du meinst, kein Psychologe? Alex Stadler: [21:50] Aber dennoch so im Grunde weiß ich halt, es gibt ein gewisses Lebensrad mit verschiedenen Ausschlägen, die man dann so hat. Und das ist halt dann Karriere und Beruf und Familie und Freizeit und Sport und Gesundheit und so weiter. Und da sollte man eben nicht nur den Ausschlag haben auf eine Sache hin, sondern dann wirklich ein quasi fast rundes Rad auch einmal ermöglichen können. Und dann schaut man halt, was muss ich damit wirklich dann leisten oder machen, um halt sowohl für die Familie ein guter Papa zu sein oder dann ein guter Ehemann für die Frau zu sein oder ein guter Freund zu sein für einen anderen Freund oder ein guter Sohn zu sein für die eigenen Eltern. Und erst wenn man sich da entsprechend Ziele gesetzt hat auf verschiedensten Ebenen, also nicht nur auf den Business-Themen, sondern auch auf anderen Bereichen dieses Lebensrates, erst dann, finde ich, hat man einen gesamtheitlichen Erfolg irgendwie für sich definiert. Mhm. Bernhard Vosicky: [22:39] Und was, das heißt, du erfüllst deine eigenen Qualitätsansprüche in Sachen Erfolg und du definierst das nicht rein als Materielle, sondern es muss ein ausgeglichenes, schönes Konstrukt sein, das für dich als Gesamtkunstwerk dich glücklich macht. Alex Stadler: [22:53] Genau, ja. Bernhard Vosicky: [22:55] Was bringt es dir persönlich, nicht nur Vater am Papier zu sein, sondern eben Papa? Alex Stadler: [23:03] Dass ich auch merke die frau ist glücklich und vor allem ich habe auch die frau noch irgendwann habe ich vielleicht quasi nicht mehr als ich sage ich bin dann nur in der arbeit gefangen und dann gibt es entsprechende entscheidungen oder sowas ich bin nicht nur papa und papier wie du sagst dann halt dann auch papa von kindern und die kinder sind auch wirklich glücklich und zufrieden mit mir also klar das kann sich jetzt auch noch mal die nächsten zehn zwanzig jahre über ändern wir warten auf die Bernhard Vosicky: [23:24] Pubertät wird es noch lustig. Alex Stadler: [23:25] Aber ja aber an sich jetzt könnte ich mir hinter meinem Schreibtisch verglichen und halt dann nur dort Papa sein, also aus der Ferne quasi, oder dann wirklich nah am Kind auch dann mal sein, um dann mit denen aktiv auch Zeit verbringen zu können. Bernhard Vosicky: [23:38] Also das heißt, du hast in deinem Kopf halt einfach die Wichtigkeit von Familie, das passt und du möchtest das auch erreichen und bist du auch, offenbar ja bereit, dafür für auf etwas möglicherweise Materielles ein bisschen zu verzichten, weil du sagst, es ist wichtiger, was habe ich davon, wenn ich dann viel Geld mit ins Grab gehe, nehme und dann aber einsam bin. Also bringt das blöd. Alex Stadler: [24:01] Aber überspitzt natürlich. Ganz richtig, ja. Bernhard Vosicky: [24:04] Sehr, sehr spannend. War das immer schon so, dass dieser Wert von Familie dir so hoch war? Alex Stadler: [24:10] Bestimmt, ja. Bernhard Vosicky: [24:11] Also hast du das auch mit in das Werte, die du von deiner Familie mitbekommen hast? Alex Stadler: [24:14] Auch, ja. Bernhard Vosicky: [24:15] Und wie gibst du die weiter? Ja. Alex Stadler: [24:18] Das weiß man nicht. Für das bin ich jetzt nicht zu lange Papa. Vielleicht ist dann, wenn die Kinder bei fünf sind oder zehn sind, anders da, wie ich dann das weitergeben würde. Also jetzt gerade bei einem Kleinkind mit dreieinhalb Jahren. Und ich finde eben, dass die Eltern nicht nur Werte an uns weitergeben, sondern eben Glaubenssätze an uns weitergeben. Weil die Mama hat immer schon gesagt, das ist so und so. Oder auch die Gesellschaft gibt uns gewisse Glaubenssätze vor. Und auch da gilt es ja dann entsprechend, Glaubenssätze zu erkennen oder auch dann aufzulösen, wenn es vielleicht sogar falsche Glaubenssätze sind. Weil vielleicht ist ein Glaubenssatz eben, Reichtum ist schlimm oder Geld ist böse. Oder du musst genau das und das machen. Aber wer sagt dem, dass du das so machen musst? Also wer hat für dich diesen Glaubenssatz definiert? Und durch das, dass man sich da mal auch bewusst diese Gedanken macht, kann man auch dann wiederum in diesem Lebensrat sämtliche Glaubenssätze erkennen. Und dann vielleicht auch mal neu definieren. Bernhard Vosicky: [25:05] Also selbstbestimmtes Handeln im Endeffekt eigentlich. Alex Stadler: [25:08] Oder? Bernhard Vosicky: [25:08] Dazu mal zu erkennen, was man tatsächlich will. Auch eine große Geschichte. Ich möchte immer ganz gern in diesen Podcast folgen, wo es dann doch sehr in Bernhard Vosicky: [25:19] ein fachliches Thema hineingeht. Wir kümmern uns ja eigentlich hauptsächlich um die selbstständigen Eltern. Das ist ja eine Nische in der Nische, sage ich jetzt mal. Was aber cool ist und auch gut ist. Sagen wir irgendwas, dass ich jetzt als jemand, der in der Selbstständigkeit ist, vielleicht frisch in der Selbstständigkeit ist. Ja, ja, genau. Oder viele, viele andere, die vielleicht gerade jetzt in dieser Lebensphase, auch das ist ja was Sinnfrage, so um die Lebensmitte. Es ist bei Männern wie Frauen ein Zeitraum des Lebens, wo man selbst reflektiert, viele nachdenken und sich denken, will ich das jetzt so weitermachen, wie ich es hatte? Will ich etwas Neues ändern? Und viele machen dann eben den Schritt in die Selbstständigkeit und merken dann, so easy ist das nicht. Was ist sowas, was man unbedingt, also was sind so deine Ratschläge an diese Menschen? Vielleicht so ein, zwei. Alex Stadler: [26:11] Also wenn man gerade sagt, so ein bisschen das Leben auch dann mal neu ausrichten, dann schauen, ob man das überhaupt noch so machen möchte oder auch nicht. Es gibt so einen Begriff, der nennt sich Ikigai, was der was sagt, um entsprechend damit zu schauen, was sind deine drei Hauptbereiche, die sich dann auch in der Mitte überschneiden, dass dann genau das jetzt dann dein Lieblingsthema ist, was du auch dann so machen solltest vielleicht künftig und das sogar dann zu deinem monetären Business auch dann definierst. Die andere Sache, was ich auch extrem hilfreich finde, ist das Thema Eisenhower-Matrix. Bernhard Vosicky: [26:39] Das sagt man nichts, aber erzähl. Alex Stadler: [26:41] Im Prinzip ist es ein Diagramm, sage ich mal. Also wenn man jetzt einen Zettel vorstellt, A4-Zettel, wo dann vier Bereiche drauf sind oder vier Quadranten, wie man auch sagt. Und das eine ist dann wichtig und dringend. Das nächste ist dann wichtig, Bernhard Vosicky: [26:56] Aber nicht dringend. Ja, ich verstehe. Ja, okay, das ist das Eisenhower-Diagramm. Alex Stadler: [26:59] Genau. Und dass man in dieser Form auch dann mal denkt, was man jetzt alles so machen muss. So heißt es dann beruflich oder auch dann privat wiederum, dass man auch dann jetzt nicht nur rein in To-Do-Listen-Form denkt, von wegen ich muss das, das, das, das, das, das machen. Bernhard Vosicky: [27:10] Sondern auch in Prioritäten. Alex Stadler: [27:11] Sondern erst nach dieser To-Do-Liste auch dann in dieser Wichtigkeitsstufe zu denken. Bernhard Vosicky: [27:16] Okay, das ist sicher nicht schlecht. Das ist sicher nicht unentspannt. Alex Stadler: [27:18] Dann kann man auch wieder entsprechend aktiver definieren, was jetzt dann das Relevante ist, was man jetzt machen muss, was zeitlich notwendig ist oder was man dann vielleicht eben delegieren kann oder auch automatisieren kann oder eben eliminieren kann. Bernhard Vosicky: [27:31] Weil auch weglassen ist eine Kunst eigentlich. Alex Stadler: [27:34] Oder? Bernhard Vosicky: [27:34] Und Nein sagen und weglassen und nicht machen. Wenn wir gerade bei den Ratschlägen sind, ich habe in meinem Podcast auch immer eine Kategorie oder Rubrik, die ich Zurück in die Zukunft nenne. Im Endeffekt geht es um nichts anderes, als stell dir vor, du sitzt dem Alex Stadler gegenüber, der noch keine Kinder hat, mit dem Wissen, das du jetzt hast, dreieinhalb Jahre Papaschaft mit mittlerweile zwei Kindern. Gib dem einen Ratschlag, was er anders, was er machen soll, wie er sein soll, um ausgewogen, entspannt und gechillt zu sein. Alex Stadler: [28:07] Was würde ich mir selbst raten, noch bevor ich jetzt quasi Kinder hätte, eben, dass ich davor schon irgendwie versucht habe, das Leben zu regeln oder auch mal Systeme eben zu erschaffen, die mir dann mehr Zeit ermöglichen. Dass ich jetzt nicht ständig arbeiten muss, sondern ich habe entweder eben Mitarbeiter oder Systeme oder Prozesse oder Automatismen oder Kampagnen am Laufen, die dann für mich entsprechend arbeiten und ich nicht mehr selbst alles dann machen muss. Dann habe ich auch mehr Zeit für die Kinder. Bernhard Vosicky: [28:35] Also runtergebrochen, glaub nicht, dass du alles selbst machen kannst und musst. Kann man das so zusammenfassen? Alex Stadler: [28:42] Auf jeden Fall, ja. Bernhard Vosicky: [28:42] Ja, okay, nehme ich so mit. Und noch eine Sache, die mir ganz am Schluss vom Podcast kommt, finde ich ganz wichtig, weil es ein bisschen uns wieder alle in ein Boot hineinholt. Es gibt auf Spotify die Papamir-Playlist des Grauens. Also eine Playlist, wo jeder Gast meines Podcasts sich einen Song aussuchen darf. Kannst du gerne kurz nachdenken. Es geht nicht um den Song, der dir am besten gefällt oder der dir am schlechtesten gefällt, sondern es geht um den Song, den wahrscheinlich ein älteres Kind so oft gehört hat oder sich wünscht zu hören, dass du ihn nicht mehr hören kannst. Und der dann in deinem Spotify-Account dir den Algorithmus kaputt macht. Bei mir, keine Ahnung, Titelsong Bibi und Tina oder irgend sowas. Also irgend sowas, was du nicht mehr hören kannst, was deine Kinder die ganze Zeit wollen. Gibt es da schon in dem Alter überhaupt was? Mit drei wahrscheinlich schon, oder? Alex Stadler: [29:34] Die Tochter fängt gerade erst an, jetzt entsprechend Tony-Boxen zu hören. Sie kennen aber jetzt auch nicht alles. Jetzt fangen wir gerade erst an, so die Disney-Serie dann so durchzugehen. Was Simone dann gerade ständig hört, ist Doc McStuffin. Bernhard Vosicky: [29:47] Aha, was ist das? Alex Stadler: [29:48] Irgendwie so eine Kinderärztin. Bestimmt, ein kleines Kind, was dann versucht, ein Erdn zu sein, aber dann auf Stofftiere hin quasi. Okay. Das ist das, was gerade bei ihr dauerläuft. Bernhard Vosicky: [29:58] Wie heißt das nochmal? Alex Stadler: [30:00] Doc, also von Doc, Das ist quasi Doc McStuffin. Bernhard Vosicky: [30:03] Okay. Ich werde schauen, ob ich die Titelmelodie davon finde, weil Kinder tendieren ja dazu, bei Tony-Boxen diese Figur dann draufzustellen. Alex Stadler: [30:10] Genau. Wieder weg. Bernhard Vosicky: [30:11] Wieder rauf und wieder weg, oder? So ungefähr. Super. Das nehmen wir rein. Bernhard Vosicky: [30:14] Alex, ich schaue, dass meine Podcasts immer so um die halbe Stunde lang sind. Da sind wir mittlerweile angelangt. Ich danke dir vielmals für deinen Besuch, für deinen Einblick. Ich verlinke dich und all deine Links, die du mir nennst, gerne in den Shownotes, und hoffe, dass ich vielleicht auch ein paar an dich wenden, die sagen, hey, von dem höre ich mir an, was er mir zu bieten hat. Alex Stadler: [30:36] Papa Mia. Reine Männersache. Bernhard Vosicky: [30:39] Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch.

Kapitel

00:00
Papa im Dauer-Einsatz
01:21
Wer ist Alex – und was macht er für Eltern?
04:31
Alltag mit zwei kleinen Kindern
14:57
Mehr Zeit durch Automatisierung
21:44
Erfolg, neu gedacht: das Lebensrad

Bernhard Vosicky

Host

Bitte gib den gewünschten Suchbegriff ein.