Papa, darf ich einen Hund?

Episode 91
42:24

Was tun, wenn dein Kind sich einen Hund wünscht?

Hundetrainerin Conny Sporrer gibt klare Antworten:

  • Wer ist wirklich zuständig?
  • Was kann man Kindern zutrauen – und was nicht?
  • Wie viel Zeit, Geld und Nerven kostet ein Hund im Familienalltag?
  • Und warum sich Hunde nicht wie Spielkameraden verhalten – sondern klare Regeln brauchen.

 

Diese Folge ist Pflichtprogramm für alle, die sich überlegen, einen Hund in die Familie zu holen.

 

🎧 Außerdem:

✔️ Second-Hand-Hunde statt Welpen

✔️ Hunde in der Stadt

✔️ Warum Gassi-Gehen oft völlig überschätzt wird

✔️ Und: Conny über ihre tote Blindschleiche als erstes „Haustier“

 

Weiterführende Links:

Website Conny Sporrer: https://hundetraining.me/

Conny Sporrer auf Instagram: https://www.instagram.com/connysporrer_hundetraining/?hl=de

Podcast „Hundestunde“: https://letscast.fm/podcasts/hundestunde-83ddaaf1/feed

Website „Papa Mia!?“ – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ – Youtube Channel ⁠⁠⁠⁠⁠https://www.youtube.com/watch?v=vlczJi3MlqA&list=PLBsmCGWpasWcYdyEE3Pcl_aOATzJ9La-K&pp=gAQB⁠⁠⁠⁠⁠

Die „Papa Mia!?“ Playlist des Grauens – ⁠⁠⁠⁠⁠https://open.spotify.com/playlist/7HIWtMrisEMEW8GxEbFwnD?si=1e7b8f1e464e44ec⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Instagram – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.instagram.com/papamiapodcast/⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf TikTok – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.tiktok.com/@papamia.at⁠⁠⁠⁠⁠⁠

„Papa Mia!?“ auf Facebook – ⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.facebook.com/papamiapodcast/⁠

 

Transkript:

Conny Sporrer: [0:00] Absolut, aber dieses halt die Runde um den Block laufen, damit der Hund Gassi geht, das ist halt so ein Mythos, das bringt keinem was. Der Hund ist dann nur extern mit Schnüffeln beschäftigt und hebt halt ein paar Mal irgendwie sein Bein. Papa Mia, reine Männersache. Bernhard Vosicky: [0:14] Der Podcast von Papas für Papas und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch. Willkommen zu einer neuen Folge von Papa Mia. Diesmal mit einer weiblichen Gästin in dem Fall und eigentlich sogar zwei, weil Conny Sporrer, Hundetrainerin, hat Semmel mitgebracht. Also wenn man es schmatzen und schlecken und tapsen hört im Hintergrund, hier ist ein Hund. Was für ein Hund ist das? Conny Sporrer: [0:39] Semmel ist ein griechischer Straßenhund, ein ehemaliger. Ein Mischling aus Alm ungefähr. Ich habe mal so einen DNA-Test machen lassen. Also es ist wohl ein Malteser drin, aber auch vieles andere. Ich kann es nicht genau sagen. Bernhard Vosicky: [0:52] Sehr cool. Auf jeden Fall ein sehr, sehr wohlerzogener und friedlicher Hund. Ich hoffe. Es ist schön. Aber wenn ihr es tapsen hört und wenn ihr es schmatzen hört, das ist Semmerl. Apropos Semmerl. Bevor ich dich jetzt wirklich vorstelle, Wurstsemerl. Ein Thema, das bei dir gerade ganz aktuell war. Ich habe deine Social Media Story verfolgt. Du hast tatsächlich bei einer Kommissar-Rex-Folge mitgemacht. Das passt ja wahnsinnig gut. Du als Hundetrainerin. Erzähl, was war da genau? Conny Sporrer: [1:17] Also es war eigentlich so, dass ich mit Kommissarex aufgewachsen bin und ich war als Kind einfach der größte Fan. Das hat mich natürlich auch hundemäßig sehr geprägt. Und irgendwie habe ich dann mitbekommen, dass es ja wieder gedreht wird in diesem Jahr und habe gesagt, eigentlich das ist das Jahresziel für mich, vielleicht schaffe ich es, irgendeine kleine Rolle zu ergattern. Habe das dann auf Instagram gepostet und tatsächlich hat sich, glaube ich, eine Stunde später der Producer Oliver Ausbitz gemeldet bei mir und hat gesagt, das kriegen wir irgendwie hin. Und ja, jetzt war es soweit und ich habe so eine erweiterte Komparsinnenrolle bekommen und habe von einer Wurstsemmel abbeißen dürfen, Das spielt jetzt keine Rolle mehr für alle, die das von früher kennen, aber es ist ein bisschen so ein Running Gag, weil der Hund darf eigentlich keine Wurstsemmel essen, so ist das auch gut. Aber ich durfte halt als Passantin quasi einmal in eine Wurstsemmel weisen, in eine vegane, wohlgemerkt. Bernhard Vosicky: [2:10] Ja, okay, gut, ja, das ist ja bei dir, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Genau. Zur Vorstellung, also alle, die mit Hunden und deren Erziehung auf Social Media zu tun haben, die kommen an dir ohnehin nicht vorbei. Du bist eine der gefragsesten Hundetrainerinnen im deutschsprachigen Raum. Du bist sehr erfolgreich auf Social Media unterwegs. Du machst eigentlich alles mit Medien, was mit Hunden zu tun hat. Wo kriege ich dich überall mit? Also Social Media, Podcast, Hundestunde, was auch ein bisschen so der Anreiz war, jetzt wieder aktuell, mit dir ins Gespräch zu kommen, weil du eine Folge gemacht hast, speziell für Kinder, die ich sehr super finde. Die verlinke ich euch auch in den Shownotes natürlich. Und alle Papamia-Fans, die von Anfang an dabei waren, kennen dich auch schon aus einer der ganz frühen Folgen, wo ich noch gemeinsam mit dem Peter Polevkovic den Podcast gemacht habe und da hatten wir dich als Expertin im Interview, also Auszüge aus dem Interview. Jetzt bist du wieder da, wir reden dezidiert über Hunde, nicht nur Haustiere. Wo sehe ich dich überall, wo kriege ich dich überall mit, du machst alles. Conny Sporrer: [3:04] Ja, alles nicht, aber mir wird halt schnell Fahrt, deswegen probiere ich dann auch gerne noch neue Kanäle. Ich mache seit einigen Jahren Instagram und das finde ich immer einfach ein super Medium, weil man einfach sehr viel Wissen vermitteln kann, aber auch Spaß und ich finde, da kann ich so die Persönlichkeit und das, was ich irgendwie vermitteln will, am authentischsten vermitteln. Ich mache seit diesem Jahr YouTube auch, weil ich mir gedacht habe, das fehlt noch so ein bisschen, dass man mich wirklich im aktiven Training mit Kundinnen und Kunden sieht. Das heißt, da ist nichts geschnitten. Mich stört das manchmal bei den Coaching-Formaten im Fernsehen, dass das halt alles natürlich, verständlicherweise sehr runter komprimiert ist und da ist es wirklich so, dass wir Stunde für Stunde mitfilmen und das eben sieht, wie sich auch sowas entwickelt, wie auch mal was nicht funktioniert und so weiter und ja, also Podcast hast du eh schon erwähnt, ich habe eine große Online-Hundeschule, das heißt, da kann man eine Mitgliedschaft haben, hat eine riesen Bibliothek mit verschiedenen Videos und so weiter und auch ein bisschen Fernsehen da und dort mal. Bernhard Vosicky: [3:59] Ja, viel. Viel, sehr gut. Das ist cool. Also Fahrt wird ja definitiv so bald nicht. Ich habe natürlich mir auch die Folge angehört, die du speziell für Kinder gemacht hast. Was war die Motivation dahinter, dass du sagst, du machst da jetzt eine spezielle Kinderfolge? Weil ja prinzipiell normalerweise Kinder halten die Hunde ja nicht, oder? Kann man das sagen? Conny Sporrer: [4:17] Ja, ich habe tatsächlich auch mal eine Folge nur für Männer gemacht. Ja, die haben wir nämlich sehr kurz gehalten, auch aus Gründen. Und das war eine Kinderfolge, das ist mir irgendwann spontan mal in den Sinn gekommen, dass es eigentlich ganz nett wäre, weil man das natürlich auch ein bisschen anders adressiert. Aber ja, du hast natürlich vollkommen recht, Kinder halten nie einen Hund und das ist mir auch immer sehr wichtig zu betonen. Es ist immer die Verantwortung der Eltern, aber Kinder können natürlich mit Aufgaben übernehmen und das finde ich auch eine schöne Sache, wenn man das so erleben darf als Kind. Und ich denke, es ist uns ganz gut gelungen. Es war halt irgendwie auch immer schwierig, ich finde es generell immer schwierig, weil das natürlich, wenn man zum Beispiel Hundesprache erklärt, ja nicht so ist, dass man sagt, die Rute der Schwanz ist so und das bedeutet das und das Gesicht macht das und das bedeutet das, sondern es ist halt ein sehr komplexes Zusammenspiel, und deswegen ist das so nicht so eins zu eins erklärbar und ich kann mir auch vorstellen, dass manche vielleicht auch ein bisschen skeptischer geworden sind, weil sie sagen, vielleicht muss ich jetzt doch Angst vor meinem Hund haben, wenn der dies und jenes macht. Also es ist gar nicht so leicht gewesen, aber ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen und wir haben sehr nettes Kinderfeedback auch bekommen. Bernhard Vosicky: [5:23] Das ist einmal gut und wichtig. Ich möchte in dieser Folge ein paar Sachen von dir versuchen, für meine Hörerinnen und Hörer mitzunehmen. Erstens einmal, wie gehe ich damit um, wenn mein Kind sagt, Papa, darf ich einen Hund? Das ist, glaube ich, wichtig. Das Zweite ist, wie ist das dann? Wie schaut das Leben aus? Was sind realistische Vorstellungen, die dann auch eben, also dass es nicht romantisiert ist, Wir schmusen alle auf der Couch, sondern das hat alles dabei. Und so vielleicht dann auch, weil ich doch sehr viele Hörerinnen und Hörer habe, die im städtischen Bereich zu Hause sind, was, glaube ich, nochmal eine Herausforderung ist. Möglicherweise, keine Ahnung, wenn nicht, dann nicht. Aber wir werden das besprechen, damit man da ein bisschen auch konkret das mitnehmen kann. Das wäre so mein Ziel. Ich versuche meine Folgen immer so auf eine halbe Stunde zu, was nicht immer klappt. Du lachst, weil das wirst du wahrscheinlich auch haben. Conny Sporrer: [6:12] Ja, deswegen heißt das Hundestunde bei mir. Bernhard Vosicky: [6:14] Ja, ich verstehe. Aber schau, im Radio haben wir immer gesagt, wenn es was trockt, dann geht es. Aber ja, das ist okay. Was kriegst denn du so mit? Ich nehme mal an, du wirst ja auch mit vielen, vielen Eltern zu tun haben, wo der Hund ein fixes Familienmitglied ist. Und das ist ja auch eine wunderschöne Geschichte. Ich habe vorher gezählt in der Vorbereitung. Also ich kann mich erinnern, seit ich auf der Welt bin, es waren immer Hunde da. Ich kann mich an sechs Hunde erinnern. Und alles super. Also für mich war das Genossen, ich liebe das. In der Stadt jetzt nicht, aber bei meinen Eltern war das, und auch wo ich aufgewachsen bin am Rande von Wien, war es einfach toll, immer Hunde zu haben und die waren auch fixe Familienmitglieder. Du bist ja ohne Hund aufgewachsen. Mhm. Conny Sporrer: [6:58] Also mein Papa war immer total hundeaffin und meine Mama hatte totale Angst vor Hunden. Also die ist nicht joggen gegangen, weil sie so viel Angst hatte. Und ich war aber immer generell halt sehr tieraffin. Und dann war es aber so, dass mein Bruder Asthmatiker war. Und es war einfach keine Option, dass da ein Hund einzieht, einfach aus Sicherheitsgründen. Es war jetzt nicht konkret allergisch, aber es war irgendwie dann immer heikel. Vielleicht war das auch die große Ausrede meiner Eltern, ich weiß es nicht. Aber jedenfalls ist mein Bruder relativ früh ausgezogen und dann hat das wirklich keine zwei Tage gedauert. und ich habe irgendein Hundeinserat in der Kronenzeitung damals gesehen und habe dort mit 13 angerufen. Und die haben dann, also ich habe dann irgendwie gesagt, naja, ich kann es nicht selber entscheiden, aber ich werde meine Mutter mal überzeugen, dass sie anruft, die mit der Hundeangst. Und die haben ihr dann wirklich ein Ohr abgekaut. Und dann kam es so, dass eine Schäfer-Mischlingshündin, die eigentlich schon einen Platz hatte, nur so als Übergangspflegestelle eben zu uns sollte. Und die ist dann für immer geblieben. Bernhard Vosicky: [7:53] Schön. Sehr cool eigentlich. Conny Sporrer: [7:55] Und dann, seitdem ist meine Mama wirklich auch ein Hundefreund oder Hundefreundin geworden und seitdem ging es dann auch nicht mehr ohne Hund. Bernhard Vosicky: [8:02] Und danach quasi eigentlich immer ein Leben mit Hund. Kannst du dich erinnern, was sich für dich damit verändert hat? Hat sich was verändert oder hast du das nicht so gezielt wahrgenommen? Conny Sporrer: [8:14] Ja, also der erste Hund war eben dann gemeinsam mit meinen Eltern. Und ich weiß noch, ich war mit dem Hund sehr viel unterwegs. Sie war mit mir aus, ist mit mir irgendwie, wo es möglich war, für irgendwelche Festivals gegangen und so. Die hat sehr viel mitgetragen. Aber am Ende, also trotz meinem Teenager-Alter, war es der Hund der Eltern. Und ich weiß dann noch, dann bin ich zu meinem ersten Freund gezogen und da ist sie natürlich nicht mitgekommen, weil das hätte sich beruflich und so weiter gar nicht ergeben. Und das sind halt diese typischen Struggles, die man dann hat. Also gerade wenn jetzt ein Kind, sagen wir mal, weiß ich nicht, acht, neun, zehn Jahre alt ist, da tut sich dann schon noch einiges im Teenageralter. Also gerade auch, was die Verantwortung betrifft, immer wenn das Kind natürlich verspricht, ich werde Gasse gehen und so weiter. Ich habe dann mit 14 oder 15 mein erstes Praktikum gemacht und da war es natürlich unmöglich, den Hund mitzuhaben oder den Hund zu betreuen. Und das sind so Dinge, das muss man jetzt gar nicht so quasi sagen, das Kind hat dann kein Interesse mehr, aber es verändert sich so viel im Leben, dass es halt dann nicht möglich ist. Und danach war ich quasi dann, eben habe ich es auch selber gewohnt und so weiter und da hatte ich dann meine eigenen Hunde. Da war es natürlich dann so, dass auch diese erste Verantwortung irgendwie mitgekommen ist und da haben dann bei mir persönlich übrigens auch die Probleme mit den Hunden begonnen, weswegen ich dann auch zu meinem Job gekommen bin, weil ich da ja so meine eigenen Struggles hatte. Bernhard Vosicky: [9:30] Also du bist quasi eigentlich durch, so wie viele andere auch, durch eigene Fehler oder Struggles, wie du schon sagst. Conny Sporrer: [9:36] Den Leidensdruck. Bernhard Vosicky: [9:37] Der hat dich motiviert, dann das professionell anzugehen. Conny Sporrer: [9:40] Genau, genau. Ich habe dann einige Hundeschulen besucht und habe irgendwie, das hat mich so fasziniert, weil das auch, ich glaube, das ist wie in der Kindererziehung auch, da gibt es halt die totalen Hardliner in die eine und in die andere Richtung und so. Und das hat mich so fasziniert, dass irgendwie, also was davon funktioniert und was nicht so funktioniert. Und das war eigentlich ganz, ganz spannend, dann eben so meinen Weg zu finden dadurch. Bernhard Vosicky: [10:01] Aber das heißt, du kannst das definitiv nachvollziehen, dass das irgendwie so ein emotionaler Wunsch ist von vielen Kindern, dass sie sagen, sie hätten gerne einen Hund. Conny Sporrer: [10:09] Total. Also ich weiß noch, dass ich früher mit meiner besten Freundin gemeinsam, wir hatten einen Hund, der so bei uns in der Siedlung gewohnt hat und der hieß Conny, erinnere ich mich noch. Und den haben wir uns ab und zu ausgeborgt und also völlig verantwortungslos, einerseits von den HalterInnen von ihr eigentlich und auch uns kleinen Kindern einen Hund in die Hand zu drücken. Es hat Gott sei Dank alles immer funktioniert, aber aus heutiger Sicht finde ich es halt so schwierig. Es kann der netteste Hund sein, aber es muss nur einer irgendwie plötzlich über die Straße rennen, den anfallen. Das ist also für Erwachsene schon immer schwierig, sowas irgendwie gut zu handeln. Es kann irgendwie sein, dass der Hund Angst kriegt vor einem Autorennen. Es kann so ein großer Schaden passieren. Also auch rechtlich ist das sehr, sehr bedenklich. Deswegen ist es nicht okay, wenn minderjährige Hunde führen tatsächlich. Also es ist natürlich manchmal im Teenager-Alter okay. Ich glaube, der gesetzliche Rahmen in Österreich sieht davor, dass man sagt, das muss halt ein verantwortungsvolles Führen möglich sein. Bernhard Vosicky: [11:07] Das ist ein bisschen genauso, wie das, ich habe auch letztens mich informiert über das, ab wann darf ich ein Kind eigentlich wie lange allein daheim lassen? Und auch da steht das sehr schwammig drinnen, also wenn es dem Kind zuzutrauen ist und ich glaube, das ist wahrscheinlich ähnlich. Conny Sporrer: [11:19] Ja, aber irgendwie ist es ja auch gut so. Also ich meine, das ist immer die Frage. Aber vielleicht auch, weil du gefragt hast, was sich damit für mich so verändert hat. Also ich glaube, ein Hund ist eben so ein erstes Verantwortung übernehmen auf jeden Fall. Aber es ist natürlich auch überhaupt nicht vergleichbar mit einem Kind, weil man eben einen Hund relativ früh, wenn man ihn gut dran gewöhnt, alleine lassen kann. Man kann ihn auch mal im Auto lassen und solche Dinge sind natürlich ganz, ganz anders als bei Kindern. Bernhard Vosicky: [11:47] Ja, wohlwacht. Conny Sporrer: [11:48] Also auch mal so zu sagen, ich gewöhne den Hund in eine Box und gebe ihn da rein. Bernhard Vosicky: [11:53] Auch das ist bei Kindern vielleicht nicht... Conny Sporrer: [11:54] Ja, da gibt es auch Lager. Ich habe das jetzt gehört, dass auch die Gitterbetten schon sehr, sehr verschrien sind. Bernhard Vosicky: [12:01] Ja, ja, das gibt es. Aber in dieser echten Blase darf man ohnehin nicht eintragen. Conny Sporrer: [12:06] Ja, genau. Also da gibt es natürlich einfach sehr, sehr viele Unterschiede, positive Unterschiede, wie ich finde. Also das ist ein Grund, warum ich Hundemama bin und keine Kindermama, weil ich halt diese Freiheiten für mich einfach sehr gern habe. Bernhard Vosicky: [12:19] Fangen wir vielleicht mit dem ersten Teil an. Wie sollten Eltern reagieren oder wie, wenn Kinder sagen, Papa, in dem Fall bei mir, Papa, ich hätte gerne einen Hund. Weil ich warte ja nur auf diese Frage. Wie reagiere ich? Conny Sporrer: [12:37] Also ich glaube, die wichtigste Frage, die man sich eben selbst stellen sollte, ist es, will ich das auch? Oder wollen wir das auch eben als Eltern gemeinsam oder auch alleinerziehend? Wie auch immer ist es halt wirklich in unserem Rahmen auch machbar. Und vor allem finde ich auch machbar, das richtig vorzuleben. Weil ich habe halt natürlich sehr oft auch mit Menschen zu tun, die dann überfordert sind und ihre Hunde teilweise auch abgeben wollen und so weiter, weil halt zu wenig passiert ist, weil man sich es doch dann zu einfach vorstellt. Und manchmal hat man Glück und man hat seinen Mitläufer, aber in der Regel ist es einfach so, dass vor allem ein junger Hund natürlich sehr genau erzogen werden muss. Deswegen, vielleicht können wir da auch noch drüber reden, bin ich immer ein großer Freund auch von Second-Hand-Hunden. Die kann man gut einschätzen und kann, und hat eben auch nicht diese typischen Welpenprobleme mit Stubenreinheit, alle zwei Stunden rausgehen. Also das ist halt für mich auch immer so ein Thema, wo ich mir denke, wenn ich mir jetzt vorstellen würde, ich hätte noch zwei kleine Kinder und dann eben noch alle zwei, drei Stunden rauszugehen, eben in die Hundeschule zu gehen, den Hund an die Welt zu gewöhnen und so weiter. Das ist natürlich extrem viel. Und ich glaube, das unterschätzen sehr viele. Und deswegen muss man sich selber wirklich erst mal bewusst machen, bin ich überhaupt in der Lage, oder will ich das einfach auch wirklich mittragen. Bernhard Vosicky: [13:54] Weil die Versprechen, die du vorher schon erwähnt hast von den Kindern, ja, ich mache das alles und so, wir wissen aus eigener Erfahrung, nein. Conny Sporrer: [14:01] Oder? Also ich kann das sagen, weil ich hatte ja wirklich als Kind, also meine Eltern haben mir versucht, diesen Tierwunsch zu erfüllen. Also es ging über Schildkröten, Weinbergschnecken. ganz zu Beginn, das ist wirklich dramatisch, hatte ich mal sogar eine überfahrene Blindschleiche. Die war getrocknet. Und ich habe aber trotzdem einen Käfig dafür bekommen, weil ich so gerne ein Haustier haben wollte. Bernhard Vosicky: [14:25] Und du hast eine tote Blindschleiche als Haustier gehabt. Conny Sporrer: [14:28] Ich habe noch nie drüber geredet, glaube ich. Ja, genau. Bernhard Vosicky: [14:34] Sollten wir mit den Eltern reden? Conny Sporrer: [14:35] Ja, so dringend war mein Wunsch. Ich hatte dann natürlich Fische, also alles irgendwie, was keine Haare hatte. Und trotzdem, also ich sage jetzt Die Schildkröten waren ja dann noch das Aktivste. Und bei denen war es tatsächlich so, dass ich auch da irgendwann die Lust verloren habe. Also am Ende haben meine Eltern das Essen für die zubereitet und so weiter. Ich glaube natürlich auch, also bis heute kann ich mir nicht vorstellen, dass ein anderes Tier, Haustier, mich so erfüllen könnte wie ein Hund. Weil natürlich sind die irgendwann fad. Und ein Hund kann einem schon viel geben. Man kann halt natürlich schon auch als Kind mit dem Hund Sachen üben und so weiter. Aber das ist eine ganz andere Beziehung. Bernhard Vosicky: [15:14] Verstehe ich. Aber auf das gehst du ja in deiner Folge auch ein. Das habe ich sehr spannend gefunden. Du sprichst sogar davon, dass Hund und Kind eigentlich wie Geschwister sind. Conny Sporrer: [15:23] Ja, also man kann es ein bisschen so sehen. Ich sage jetzt mal, für die Kinder habe ich das auch ein bisschen mehr so formuliert. Im Idealfall würde ich für die Eltern sagen, hat der Hund eine Rolle außerhalb dieser ganzen Familienstruktur, weil eben Geschwister im echten Leben, das weiß ich auch selber, ich habe auch einen Bruder, durchaus auch mal streiten. Und wir wollen nicht, dass der Hund mit dem Kind streitet. Wir wollen gar nicht, dass der in Konkurrenz mit ihm geht. Also im Idealfall schafft man es quasi sogar so eine Situation außerhalb dieser klassischen menschlichen Familiensituation zu schaffen für den Hund, dass der eben da so eine bisschen distanziertere Rolle hat. Bernhard Vosicky: [15:59] Aber um den Kindern zu erklären, vielleicht auch wie Distanz oder auch, dass der Hund jetzt vielleicht nicht immer mit mir spielen will, weil er das Geschwisterchen auch nicht macht. Also ich glaube, da ist der Vergleich sehr gut. Genau. Conny Sporrer: [16:13] Also auch so, ich bin immer ein großer Fan davon, dass zum Beispiel der Hund wirklich einen Bereich hat, wo er komplett in Ruhe gelassen wird, insbesondere natürlich von den Kindern, aber eben auch, dass Kinder einen Rückzugsbereich hat. Also gerne auch, also ich spreche mich immer dafür aus, dass der Hund nicht ins Kinderzimmer mit darf. Es ist jetzt kein Weltuntergang, wenn er es mal darf, aber eben da liegen auch gefährliche Sachen für den Hund herum, gegebenenfalls. und da hat das Kind eben auch immer eine Rückzugsmöglichkeit, wenn sich der Hund von Anfang an daran gewöhnt. Wenn mal Freunde da sind, die vielleicht Angst haben oder so, dann ist es einfach da von Anfang an klar definiert, dass es da diesen Bereich gibt. Und ich denke halt, das sind so Sachen auch mit eben Sachen wegnehmen oder so. Da kann man sagen, schau mal, du magst das ja auch nicht, wenn dein Geschwisterchen dir einfach was wegnimmt. Und deswegen macht man das beim Hund auch nicht. Also es ist schon eine gute Metapher, glaube ich, für Kinder. Bernhard Vosicky: [17:01] Okay, also wir waren gerade bei der Stelle eigentlich, wo das Kind sagt, Papa, ich hätte gerne einen Hund. Du sagst ja, überleg dir ja, weil es ist dann doch zu einem großen Teil Elternaufgabe. Das ist eine Überlegung. Gibt es noch etwas anderes, was ich bedenken sollte? Kann man über die Kosten reden? Ist das falsch ins Gewicht? Conny Sporrer: [17:16] Natürlich. Also ich hatte jetzt eine Situation bei meinem Hund, der sehr gesund ist, wo irgendwie nicht klar war, also irgendwas hatte sie mit dem Ohr und dann ist es eben schnell dazu gekommen, das kann man sonst nicht untersuchen, da muss ein CT gemacht werden und so weiter. Da sind schnell einmal 1800 Euro ausgegeben. Conny Sporrer: [17:34] Eben ohne, dass ich jetzt einen bewusst kranken Hund oder irgendwie sowas habe, sondern das kann durch einen Hundunfall oder so immer passieren. Es gibt Gott sei Dank schon gute Krankenversicherungen, aber auch die sind nicht ganz günstig. Also Kostenthema ist auf jeden Fall nicht zu unterschätzen. Ich finde auch theoretisch sollte man, und das sage ich jetzt nicht um Werbung zu machen, aber man sollte trotzdem in der ersten Zeit Hundeschule einplanen. Natürlich, also die klassischen Tierarztkosten kommen auch dazu, Fütterung und so weiter. Auch das Equipment, das muss jetzt nicht so wahnsinnig viel sein, aber es kommt dann schon ein bisschen was zusammen. Also das sind natürlich auch Aspekte. Und ich finde, dass viele Menschen immer wieder sagen, ich kann es nicht, ich habe keine Zeit. Und ich muss sagen, ich habe auch sehr wenig Zeit. Also zumindest so, dass ich sage, die habe ich jetzt wirklich Quality Time für den Hund. Ich habe viele Kundinnen und Kunden, die sagen, ich gehe drei Stunden spazieren am Tag, das könnte ich niemals leisten. Aber ich finde, das Optimum, das ich erreichen kann, ist zum Beispiel hier mit meinem Hund in einer Podcast-Folge zu sitzen, den so gut erzogen zu haben, dass ich sagen kann, ich kann ihn mitnehmen, ohne dass er stört. Und er ist Teil meines Lebens und es gibt natürlich auch Bereiche, wo ich ihn nicht dabei habe, aber wo ich sagen kann, ich binde ihn so viel ein, das ist das Grundbedürfnis von Hunden, dabei zu sein eigentlich. Conny Sporrer: [18:43] Und das finde ich eigentlich schön zu sagen, ich bringe ihn auf so ein Level, dass er mich gut begleiten kann. Das ist eigentlich das, was auch Hunde brauchen und nicht jetzt diese ewigen Spaziergänge, sondern die brauchen Beschäftigung. Und natürlich war ich heute schon mit ihr spazieren, habe Suchspiele gemacht, habe ein bisschen sie abortieren lassen und so weiter. Aber das war ehrlicherweise in 25 Minuten erledigt. Und das ist jetzt gar nicht, also ich will nur diese Lanze brechen, es braucht oft nicht so viel Zeit. Natürlich am Anfang unter Umständen schon für Erziehungsthemen und so, aber mittelfristig ist es halt cool, einen Hund gut erzogen zu haben und ihn dann vielleicht mit ins Büro nehmen zu können und so weiter. Bernhard Vosicky: [19:21] Ich glaube ja eh, dass viele Hundeeltern quasi mit den Hunden spazieren gehen, damit sie vielleicht eine Ruhe haben. Conny Sporrer: [19:26] Ich glaube sowieso viele Menschen. Bernhard Vosicky: [19:28] Ja, das ist ja auch okay, legitim. Me-Time kann ja auch so ausschauen. Conny Sporrer: [19:31] Absolut, aber dieses halt die Runde um den Block laufen, damit der Hund Gassi geht, das ist halt so ein Mythos. Das bringt keinem was. Der Hund ist dann nur extern mit Schnüffeln beschäftigt und hebt halt ein paar Mal irgendwie sein Bein. Das ist halt nicht das. Also wir haben dann so viele Rassen, die Jahrzehnte, Jahrhunderte für gewisse Dinge gezüchtet wurden. Und heute gehen sie halt um den Block. Das bringt halt gar nichts. Also darum geht es überhaupt nicht, der Unterhaltung. Bernhard Vosicky: [19:55] Okay, also wir haben Verantwortung, der man sich bewusst sein muss als Eltern. Wir haben natürlich den finanziellen Aspekt. Was jetzt noch dazu kommt, den zeitlichen Aspekt, hast du schon gesagt. Ein bisschen was ist schon, aber es ist nicht so org, wie man sich das vorstellt. Oder wie kann man das irgendwie abschätzen? Welche Liga spielt das? Conny Sporrer: [20:14] Ich will es jetzt eben zeitlich nicht so quantifizieren, aber ich glaube, das Wichtigste ist eben diese Konsequenz im Alltag. Und da geht es eben darum, dass der Hund eigentlich 24 Stunden erzogen werden will und man eben…, die Grenze setzt, wenn sie nötig ist, eben sagt, ich ignoriere ihn jetzt, jetzt bellt er mal, da darf ich nicht drauf eingehen und so. Das ist halt dieses wirklich sehr präsent für den Hund sein und das durchzuziehen, ist eben viel wichtiger als jetzt zu sagen, ich muss drei Stunden in den Wald mit ihm gehen. Okay. Bernhard Vosicky: [20:47] Du bist jetzt ja schon ziemlich drin in dem Alltag mit dem Hund. Also wenn es wir uns entschieden haben, oder vielleicht ist ja auch schon der Hund da und die Kinder kommen dazu, auch das gibt es ja. Wieder ein eigener Fall, wo man, glaube ich, viel schauen muss, das möchte ich jetzt nicht aufmachen, dieses Fassern. Mir geht es jetzt eher darum, ein bisschen was du hast, du hast schon gesagt, jeder soll den Rücksuchsort haben, die Hund vielleicht nicht ins Kinderzimmer. Was sind so andere Dinge, wenn du sagst, diesen Vergleich mit dem Geschwisterchen, bleiben wir vielleicht bei dem oder so. Wie gehe ich im Alltag um? Was sind so Sachen, die stimmt das so, zum Beispiel Hund und Kind nie allein im Raum? Conny Sporrer: [21:22] Ja, also ich glaube, das ist auch was, was natürlich im Lehrbuch so stehen würde, aber was absolut unrealistisch ist. Ich habe aber, ich kenne auch, ich habe das letztens in einem Podcast gehört, dass es auch Eltern gibt, die Geschwister nicht alleine brauchen lassen. Bernhard Vosicky: [21:36] Und schon wieder ist der Vergleich durchaus passend. Ja, absolut. Gernig wird es, wenn es still ist. Conny Sporrer: [21:41] Ja, so ist es, genau. Aber es ist insgesamt, würde ich sagen, schon natürlich die Empfehlung, weil wirklich vieles viel zu leichtsinnig gemacht wird. Ich glaube, ein großes Problem ist eben, dass viele Menschen ihre Hunde nicht richtig lesen und einschätzen können. Und das heißt ja dann so oft, jetzt hat er aus dem Nichts gebissen und das ist nie der Fall. Hunde zeigen halt sehr feine Kommunikation und gehen dann weg oder drehen nur ihren Kopf weg und so weiter, wenn sie halt genervt werden und irgendwie findet man das dann halt süß als Eltern, das Kind beschäftigt sich mit dem Hund und plötzlich sagt er, hey, jetzt habe ich irgendwie viermal gezeigt, ich möchte es nicht, jetzt muss ich einmal abschnappen, weil sonst versteht mich halt keiner. Und das sind halt Sachen, die eben oft unterschätzt sind. Es ist ein riesengroßes Feld. Also ich finde, es gibt so ein paar Regeln, die klar definiert sein müssen. Also man rennt sich gegenseitig nicht hinterher. Das geht sowohl auch für den Hund. Es wird dem Kind nicht hinterhergelaufen, es wird nicht verfolgt. Es wird gegenseitig nicht belästigt, es wird sich nichts weggenommen und es wird in Ruhe gelassen, wenn geschlafen wird. Ja, das sind so für mich die wichtigsten Basics eigentlich, die, finde ich, eben klar definiert sein müssen für beide Seiten. Und ich bin auch immer der Meinung, das ist möglich, also sowohl Kind als auch Hund diese Grenzen klar zu machen, aber man muss es halt auch konsequent durchziehen. Das betrifft eh Hund und Kind, ja. Bernhard Vosicky: [23:04] Genau, also Erziehung, wie in beiden, du sagst es ja auch in deinem eigenen Podcast, es geht um Erziehung, ne? Conny Sporrer: [23:09] Ja, genau, total. Ich hatte jetzt vor einiger Zeit eine Folge mit der Supernanny Katja Salfrank aufgenommen, die ist auch Hundebesitzerin und ich habe, weil ich natürlich ab und zu auch diese Vergleiche ziehe in meinem Podcast und dann ab und an auch wieder kritisiert werde, natürlich auch, weil ich keine Kindesmutter bin, aber ich finde eben, manchmal gibt es einfach sehr anschauliche Vergleiche, es ist… Es gibt viele Unterschiede in der Erziehung, weil ich finde schon, dass man ein Kind eher zur Selbstständigkeit erzieht und einen Hund eher zur Unselbstständigkeit erziehen sollte. Aber es gibt halt einfach gewisse Metaphern, die Menschen besser verstehen und da finde ich es auch durchaus legitim. Bernhard Vosicky: [23:45] Was kann denn ein Hund deiner Meinung nach für ein Kind bieten? Also im Sinn von, was bringt dir das jetzt rein von der Entwicklung? Ich glaube schon, dass sie sich gegenseitig irgendwie bereichert. Conny Sporrer: [23:56] Ja, total. Also ich würde immer sagen, dass es schon so eine Art Seelentröster auch sein kann. Also da gibt es ja auch wirklich so Unternehmungen, dass Kinderhunden was vorlesen im Tierheim und so weiter, sich da einfach mehr trauen. Ich kriege immer wieder auch E-Mails, wo eben es heißt, dass der Hund dem Kind geholfen hat durch schwierige Situationen und so weiter. Aber der Hund darf halt nicht dafür angeschafft werden. Also ich hatte einmal eine Mutter da, die gesagt hat, naja, jetzt bin ich frisch geschieden und jetzt muss unbedingt der Hund her, weil das ist jetzt quasi so das Ventil und das geht halt nicht. Also das ist ein Mitaspekt, der natürlich helfen kann, aber das ist halt dann oft das, wo es scheitert, weil eben Kinder halten sowas aus und ich finde, da müssen eher die Eltern halt dafür da sein, das gut zu lösen. Sonst kann dann der Hund eben nicht so der Katalysator dafür sein. Conny Sporrer: [24:48] Aber das sind so Dinge, die, glaube ich, sehr, sehr gut tun den Kindern. Und ich finde eben auch, dass Kinder Verantwortung eben lernen können. Also dass man eben sagt, nein, wir können das jetzt noch nicht machen, weil der Hund muss ja jetzt spazieren gehen oder der muss erst gefüttert werden. Wir müssen zum Tierarzt. Also ich glaube, das sind schon so Themen, die man dazu nehmen kann. Aber natürlich auch die Konfrontation mit Tabuthemen, also mit Krankheiten oder mit dem Tod auch. Das ist natürlich schon was, was vielen natürlich sehr nahe geht und das auch völlig zu Recht, aber es ist trotzdem natürlich was anderes, als wenn ein Mensch stirbt. Und das kann natürlich auch ein Haustier oftmals schon so ein bisschen transportieren, ja. Bernhard Vosicky: [25:26] Wie stehst du zu denen, das habe ich auch in meinem Freundeskreis mitbekommen, manche Paare, die vielleicht noch keine Kinder haben, aber welche wollen und das auch vorhaben. So, zählst du mal einen Hund. Conny Sporrer: [25:38] Also meine Cousine hat sich mit ihrem Mann einen Hund genommen und gesagt, sie prüft jetzt mal, wie konsequent er ist, um dann eben vielleicht in die Familienplanung zu gehen. Das fand ich auch ganz gut. Und ich glaube schon, dass es eine Option sein kann. Also ich glaube vor allem eben, dass man diese Teamwork ganz gut dann sehen kann. Also ich finde es ja immer wieder sehr traurig und muss ich betonen, leider, dass bei uns immer noch 80 Prozent der Kundinnen Frauen sind und dieses alte Rollenbild, die sind offenbar für Erziehung zuständig. Auch ein Hund? Ja, definitiv. Und was ich halt irgendwie auch spannend finde, ist gefühlt, dass Frauen öfter kommen, wenn die ein Problem im Ansatz sehen oder es erst gar nicht entstehen lassen wollen. Und die Männer kommen, wenn überhaupt erst das Problem da ist. Und dann gibt es auch so Sachen, also gerade bei den Kindern ist es so, also wenn ein Armer auch knurrt, dann kommt er weg. Oder einfach nicht geduldig in der Erziehung sind und dann sehr ruppig und ungeduldig und sehr streng und laut. Und das ist natürlich alles überhaupt nicht notwendig, vor allem, wenn man es vorher richtig machen würde. Also das Klischee muss ich leider jetzt so ein bisschen auspacken. Das ist schon so und das finde ich auch sehr schade. Und umso mehr freut es mich aber auch dann, wenn eben Paare gemeinsam kommen, weil die natürlich sagen, wir haben halt beide mit dem Hund zu tun. Bernhard Vosicky: [26:57] Und dann gibt es ja auch noch den Bereich, den ich auch zum Beispiel bei meinen Eltern gemerkt habe, wenn die Kinder mal nie mehr im Haus sind, dass dann der Hund kommt und dann wieder als quasi eigentlich Kinderersatz fungiert. Conny Sporrer: [27:06] Ja, da gibt es den Spruch, das letzte Kind hat immer Fell. Also das erlebe ich auch oft und das finde ich eigentlich eh schön, weil es irgendwie, glaube ich, dann sehr leer ist oft für die Eltern oder so. Bernhard Vosicky: [27:17] Empty-Nest-Syndrom nennt sich das. Conny Sporrer: [27:19] Ja, genau. Und dann finde ich es eigentlich eine gute Alternative und oft ist man dann auch schon irgendwie so im Leben angekommen, dass man alles sehr gut einplanen kann. Also insofern finde ich durchaus okay. Aber ich finde es auch okay, wenn Familien sich Hunde nehmen. Ich habe so einen schönen Fall, das ist schon einige Jahre her, aber es ist wirklich eine ganz tolle Familie gewesen mit zwei kleinen Kindern und die kamen zu mir zur Beratung vor der Hundeauswahl. So etwas bieten wir auch an und das finde ich immer ganz wichtig. Bernhard Vosicky: [27:45] Da geht es um Rassen? Conny Sporrer: [27:46] Ja, beziehungsweise was passt halt zu mir. Und da bin ich aber tatsächlich oft so, dass ich eben von den typischen Rassen abrate und von den Welpen, weil eben da so viel dran hängt, sondern eben auch sage, vielleicht passt halt wirklich auch ein Hund aus dem Tierheim, aus dem Tierschutz. Oder es gibt ja auch Hunde, die eben irgendwo weg müssen wegen Allergien und so weiter. Die kann man dann einfach auch gut einschätzen. Und da war es eben so, dass diese Familie Mann und Frau, also Vater, Mutter mit den beiden Kindern kamen und sich das alles so geduldig angehört haben. Und diese zwei Kinder wirklich, ich sage jetzt mal, die waren so acht und elf oder so, haben so geduldig zugehört, haben auch ihre Fragen gestellt und ich habe gesagt, ihr habt den absoluten Stempel, weil so doll erzogene Kinder, die das so mittragen und so zuhören, also ich mache mir da überhaupt keine Sorgen. Und dann haben sie, so haben wir das vereinbart, eben zwei, drei Hunde rausgesucht in Inseraten und so und haben gesagt, ich glaube, das könnte ganz gut passen, haben sich dann mit dem Verein sehr lange auseinandergesetzt, haben sich dann eine Hündin genommen, die von Anfang an super erzogen. Es gibt natürlich immer da und dort kleine Themen, ist ja völlig klar. Und das ist so ein toller Familienhund und für mich so eine super Story einfach, weil das mit Herz und Hirn gemacht wurde. Und das ist halt immer bei der Hundeauswahl eigentlich unabhängig davon, ob man Kinder hat oder nicht. Viele suchen sich halt die Hunde nach der Optik aus und das ist der größte Fehler. Bernhard Vosicky: [29:05] Das verstehe ich, ja. Oder viele sagen halt dann, ich habe am liebsten die Sky von Paw Patrol und deswegen muss es ein Cocker Spaniel werden. Apropos, was ist dein Lieblingshund von der Paw Patrol? Das muss ich jetzt schon wissen, weil das ist essentiell. Du weißt, meine Kinder, also die Kleine. Conny Sporrer: [29:20] Ja, also ich finde die gesamte Paw Patrol ganz cool, muss ich ehrlich sagen. Ich habe mich letztens auch ein bisschen damit beschäftigt, warum das so erfolgreich geworden ist, weil es irgendwie auch diese typischen Kinderwunschberufe quasi abdeckt und dann auch noch Hunde und so weiter. Aber nein, ich habe tatsächlich keine Favoritin. Das ist natürlich immer auch bei so Serien und so weiter und Filmen. das hatte ich auch bei Kommissar Rex jetzt besprochen, immer ein bisschen die Gefahr natürlich, dass man dann so etwas verherrlicht und so ist es ja im Endeffekt nicht. Bernhard Vosicky: [29:53] Ich finde es ein bisschen bedenklich, dass Menschen, die ein Problem haben, einen 10-Jährigen mit Hunden rufen. Aber okay, darüber könnte man diskutieren. Das ist halt Fiktion in dem Fall. Wir waren jetzt schon beim Familienhund. Ich finde das sehr schön, weil ich das ja auch erleben durfte, wie toll das ist. Ich bin aber nicht sicher, ob du nicht bei manchen Sachen so die Hände über den Kopf zusammenschlagen würdest. Also wir haben zum Beispiel immer wieder versucht, auch auf dem Hund zu reiten. Das ist wahrscheinlich etwas, also das hört man so, auf den Hund, der kann alles machen. Das ist, also, schön, wenn es klappt oder so, aber ich, also, puh, jetzt, ich würde das nicht erlauben. Conny Sporrer: [30:24] Ja, absolut. Und da geht es ja eben auch darum, den Hund zu schützen, weil das natürlich für ihn einfach sehr, sehr ungesund sein kann. Aber eben auch zu sagen, hey, also der Hund duldet und toleriert schon sehr viel, aber man muss das nicht überstrapazieren. Aber ich habe jetzt auch eine E-Mail bekommen von einer, von einer Hörerin, die geschrieben hat, oder der Vater hatte in der Schule einen Neufundländer vom Direktor. Der war quasi dort der Schulbegleitung und der hat sehr viele Tränen getrocknet mit seinem Fell und so weiter. Und auf dem ist auch geritten worden. Und irgendwie finde ich es dann natürlich eine süße, nostalgische Geschichte. Aber ich glaube, da hat sich die Welt halt zum Glück ein bisschen verändert. Bernhard Vosicky: [30:59] Okay, also ja, natürlich denke ich mir, das sind einfach Sachen, also auch ich würde das heute nicht mehr gutieren. Damals war das natürlich super. Ja, absolut. Conny Sporrer: [31:06] Aber da habe ich eben auch gemacht, die Fehler mit Hund. und auch schon im Erwachsenenalter diese Fehler. Ich glaube, es ist halt immer gut, dass man ein Bewusstsein dafür hat, dass solche Dinge nicht mehr passieren. Bernhard Vosicky: [31:16] Was ich auch mitbekommen habe und was ich mich erinnern kann, unser Hund war immer draußen. Hundehütte draußen, im Vorzimmer maximal. Und da gab es so diese Fliesenabschlussleiste, bevor er reinkam. Und das war für den Hund eine imaginäre Grenze, die er nicht von selbst überschritten hat. Und da denke ich mir dann wiederum, cool kannst du machen, wenn du einen Garten hast. Deswegen weil auch sehr viele natürlich jetzt zum beispiel im großraum wien den podcast hören du hast vorher wie ich in der vorbesprechung gesagt habe ich bitte das thema hund in der stadt auch gar nicht so ein thema habe ich zumindest versucht aus dem blick rauszulesen ist es schon großes thema ist das eine relevante entscheidung oder ein kriterium bei der entscheidung sich einen hund zuzulegen hat man eine freifläche oder nicht ja Conny Sporrer: [31:59] Das glauben viele und es gibt sogar auch Tierheime, die nur so vermitteln. Was war das bei dir für ein Hund früher? Bernhard Vosicky: [32:05] Also wir hatten Golden Retriever, aber auch gemischt mit Bernadine und allem möglichen. Und die letzten waren dann Stafford. Conny Sporrer: [32:14] Okay, also es ist einfach so prinzipiell, dass es ein Hund ein soziales Rudeltier ist. Und im Prinzip in dem Moment, wo du dem Hund sagst, du darfst nicht in unserem Familienleben teilnehmen, ist es eigentlich eine Isolation und dementsprechend eine sehr hohe Strafe an ein soziales Rudeltier. Conny Sporrer: [32:30] Deswegen, also es gibt ja viele Rassen, die auch als Wachhunde gezüchtet wurden zum Beispiel, aber auch da ist es nur fair, die zu zweit zu halten mindestens. Das finde ich ja auch okay, wenn ich jetzt irgendwo ein großes Schloss hätte oder so, dann würde ich sicher auch zwei große Herdenschutzhunde haben, die darauf aufpassen. Aber eben dann in sich halt ihr Leben haben und da ist es auch so, dass die natürlich auch sehr glücklich sind mit diesem Aufpasserjob, weil sie dafür gezüchtet sind. Es ist aber eben so, dass es eigentlich sehr wichtig ist, dass der Hund eben im Familienleben teilnimmt. Das heißt aber nicht, dass er überall herumwusselt und alles dreckig macht und so weiter, sondern man kann eben Hunden von Anfang an sehr gut beibringen, das ist deine Liegestelle und da hältst du dich auf. Ich meine jetzt nicht wie festgenagelt, natürlich geht dir mal was trinken oder so, aber genauso wie wir halt die Couch haben, wo man sitzt oder den Esstisch hat, haben Hunde halt auch zwei, drei Liegestellen zu Hause und dort rasten sie. Also das kann man ihnen beibringen. Und das führt dazu, dass sie eben auch teilnehmen dürfen am Familienleben. Und das ist natürlich dann, gerade wenn ein Kind da ist, auch wichtig, dass man sagen kann, du gehst jetzt da hin und ich habe halt meine Ruhe. Oder auch wenn eben Gäste kommen oder auch wenn Kinderbesuch kommt, dass man halt auch weiß, der Hund ist dort sicher. Jetzt aber, um auf den Hund zurückzukommen und diese Gartensituation. Ich finde, ein Garten macht extrem faul mit Hund, weil man es so leicht hat. Bernhard Vosicky: [33:46] Da musst du nicht da rein spazieren gehen. Conny Sporrer: [33:48] Nein, also glaubt man, weil man kann eben die Türe aufmachen. Ich habe selber so einen Kleingarten und da merke ich das irgendwie selber, dass man dann durchaus auch mal die erste Runde erst zu Mittag macht oder so. Weil eben der Hund kann sich ja, wenn man das möchte, im Garten lösen. Und was aber Hunde eigentlich brauchen, wie gesagt, sie sind halt wirklich jahrhundertelang für Aufgaben gezüchtet worden, sie brauchen Beschäftigung. Und wenn sie keine Beschäftigung bekommen, dann suchen sie sich eine. Und das kann dann sein, Löchergraben, Passanten, Verbellen. Bernhard Vosicky: [34:17] Radschwerter und so. Ich sehe das gerade alles, das Löchergraben. Fluchtversuche. Ja, alles. Conny Sporrer: [34:22] Also eben aus purer Langeweile. Also ein Hund ist nicht dafür gemacht. Also wie gesagt, es gibt schon bestimmte Rassen, die Wachhunde sind. Aber gerade Golden Retriever, Steph und Co., das ist ja ein Radius. Ein Hund bewegt sich ja dann auch nicht. Also das ist ja immer dieses mit der Bewegung, was man so assoziiert. Aber ich meine, ein Hund, der den ganzen Tag im Garten herumläuft, hat sowieso ein anderes Problem. Es ist zwar nett für Hunde, natürlich sich auch mal in die Sonne irgendwo zu flitzen oder so, aber es ist absolut kein Must. Und ich finde, ich erlebe wirklich Menschen, die haben Jagdhunde, hochpassionierte, die leben auf sehr kleinem Raum mit denen, aber die gehen halt zumindest zweimal am Tag mit denen, schöne Runden, beschäftigen sich mit ihnen, beziehungsweise beschäftigen die Hunde so, wie sie es einfach bräuchten oder brauchen. Und damit sind die Hunde super glücklich. Also ich habe mit meiner Ridgeback-Hündin damals, die habe ich auch aus dem Tierschutz gehabt, auf 43 Quadratmeter gelebt. Das war überhaupt kein Problem, weil ich sie eben gut beschäftigt habe. Bernhard Vosicky: [35:18] Also Hunde in der Stadt, ja, wenn du damit umgehen kannst. Conny Sporrer: [35:23] Genau, also ich würde zum Beispiel immer meine Wohnung so wählen, dass ich eben auch Lösestellen habe, die relativ nah sind. Ich finde es auch wirklich sehr verwerflich. Bernhard Vosicky: [35:30] Lösestellen ist deine Fachsprache. Wie geht es um Möglichkeiten, mit dem Hund rauszugehen, wo du ihn loslassen kannst? Conny Sporrer: [35:37] Nein, sondern wo er Pipi-Kacker machen kann. Bernhard Vosicky: [35:41] Um in die Elternsprache zu gehen. Conny Sporrer: [35:44] Einfach, wo ich das quasi schnell auch mal abends irgendwie erreichen kann. Ich finde es eben sehr verwerflich, wenn Hunde eben Häuserwände markieren und Autoreifen und irgendwelche Blumentöpfe vor Geschäften, weil das alles Dinge sind, die mal was gekostet haben. Und das finde ich halt schwierig und deswegen, das ist so das einzige Problem, was ich sehe in der Stadt, da muss es halt eben Möglichkeiten geben und ansonsten wäre für mich dann auch noch der Anspruch, dass ich eben relativ schnell irgendwo rauskomme ins Grüne. Die Hundezonen oder sowas, das ist auch überhaupt keine Beschäftigung für Hunde, keine adäquate. Das ist übrigens vielleicht, wenn ich ganz kurz darf, auch noch so ein Thema, wo extrem vermenschlicht wird, dass die Menschen denken, ich habe einen Hund, Und der ist ja irgendwie wie mein Kind und der freut sich ja sicher, wenn andere Kinder am Spielplatz trifft. Aber die vergessen, dass halt ein Hund mit, sagen wir mal, eineinhalb, zwei Jahren voll erwachsen ist und eigentlich gar keinen Bock auf andere fremde Erwachsene hat. Bernhard Vosicky: [36:37] So ist es uns auch oft. Conny Sporrer: [36:38] Wie wir auch. Also wir gehen ja auch nicht in den Park mit Spielkarten und sprechen andere Erwachsene an. Bernhard Vosicky: [36:43] Also das Afterwork-Networking ist nicht für Hunde gedacht. Ja, ich verstehe. Conny Sporrer: [36:46] Also es gibt das halt und es gibt ja auch Hunde, die lange sehr infantil sind und sehr verspielt sind. Auch Menschen? Ja, absolut. Ja, genau. Aber es gibt halt eben so, eigentlich ist es oft so, dass so diese Annäherungen, die stattfinden, meistens dann eher so eine, aus sexuellen Gründen passieren tatsächlich, dass zum Beispiel der Rüder die Hündin Spannend findet, die aber schon voll genervt ist, sagt aber, boah, okay, dann mach mal dein Laufspiel, also mach mal irgendwas anderes draus. Also das kann man richtig schön sehen, wenn man sich ein bisschen auskennt. Und dieses ganze Hin- und Hergerenne und so, das ist halt in der Regel kein Spiel. Und das ist mir so wichtig, auch das nochmal irgendwie so zu erklären, weil das dann so, glaube ich, die Leute im Kopf haben, ja, wir haben da eh eine Hundezone um die Ecke und dann passt das eh. Und nein. Bernhard Vosicky: [37:26] Ja, ist das möglich? Ich meine, das denke ich mir dann auch so, Hundezonen, also wenn ich mir das anschaue, teilweise möchte ich da auch nicht mit dem Hund reingehen. Das ist das eine. Gleichzeitig ärgere ich mich natürlich wahnsinnig, wenn die Hundeeltern mit ihren Hunden auf die Spielplätze gehen. Ja. Weil ich das überhaupt nicht verstehe, wenn man denkt, mein Kind spielt da in der Wiese und der Hund macht da hin. Also das geht sich für mich gar nicht aus. Es gibt ja auch ein Verbot auf Kinderschönenplätzen. Aber okay, da geht es um Menschen, da geht es nicht um Hunde. Die Hunde machen das, was man ihnen beibringt. Ja, absolut. Gibt es unerziehbare Hunde? Conny Sporrer: [37:55] Also es gibt viel mehr unerziehbare Menschen, das ist völlig klar. Weil mein Job ja generell bei Hundetrainerinnen, dass man halt den Menschen im Umgang mit dem Hund schulen sollte. Und da ist es halt oft eben das Problem, dass der Mensch viel zu viel vermenschlicht, dass er eben nicht konsequent genug ist, also versucht irgendwie Zeit mit Füttern zu kompensieren und so weiter. Also das ist wirklich das Thema. Unerziehbar, Also wenn du mich so schnell fragst, würde ich sagen nein. Es gibt Hunde, die halt vielleicht zu spät gelernt haben zu lernen, wo es ein bisschen länger dauert. Aber auch da ist es eben so, weil mich ja viele fragen, kann ein Hund mit sechs Jahren noch anfangen? Ja, natürlich kann er noch anfangen. Also ich hatte das selber, dass meine Hündin damals ihren Namen nicht mal kannte und wirklich ein sehr, sehr gut erzogener Hund geworden ist. Aber es ist halt immer die Frage des Wie. Und man kann halt nicht zu einem Plan über jeden Hund drüber stülpen, sondern muss wissen, was sind seine Bedürfnisse, was ist vielleicht seine Geschichte, was ist seine Persönlichkeit und darauf basierend natürlich auch einen Plan entwickeln. Aber prinzipiell habe ich jetzt noch keinen Hund erlebt, wo ich sagen würde, das ist absolut unerziehbar. Okay. Bernhard Vosicky: [39:05] Ich muss eher auf die Uhr schauen, wir sind schon drüber, aber das war klar. Das ist eh logisch. Trotzdem, ich würde jetzt langsam gerne zum Ende kommen und zwar ein paar so konkrete Sachen vielleicht zum Mitnehmen. Normalerweise stelle ich ja in dem Podcast die Frage, was man seinem damals noch nicht Papa-Ich empfehlen würde. Das fällt jetzt bei dir weg. Aber vielleicht die Frage an dich. Du hast gesagt, mit 13 bist du Hundemama oder zumindest Teenie, der auch einen Hund ein bisschen mit Verantwortung gehabt hat geworden. Was würdest du denn mit dem Wissen, das du über Hunde in den letzten Jahren gesammelt hast, dir selbst raten von damals? Gibt es da irgendwas, was du deinem jüngeren Ich mitgeben würdest? Conny Sporrer: [39:45] Ja, also ich glaube, da würde ich tatsächlich eher meinen Eltern den Rat geben. Meine Eltern waren leider nicht wahnsinnig konsequent mit mir. Bei mir ist das eh ganz gut gegangen und ich durfte wirklich sehr, sehr viel. Aber ich glaube, so im Nachhinein betrachtet, es ist alles gut gelaufen. Aber ich würde eben da noch mal mehr entscheiden, also ihnen raten, noch mal klarer zu entscheiden, schafft, kriegen wir das alles hin. Damals ist zum Beispiel meine Oma eingebunden worden und dadurch ging das irgendwie, dass eben auch wenn der Hund alleine war, dann jemand gekommen ist und spazieren gegangen ist und so. Aber das sind auch Dinge, die müssen halt, also der Hund, glaube ich, musste halt relativ schnell dann zwei, drei Stunden alleine bleiben und das hat halt zum Glück funktioniert. Aber was, wenn das nicht funktioniert? Und ich glaube, da darf man einfach wirklich auch sagen, man muss diese Dinge hinterfragen und dann echt im Kopf haben. Nein, es ist noch zu früh oder es passt wirklich nicht. Also ich glaube, da würde ich meinen Eltern aus heutiger Sicht tatsächlich nochmal raten, eher zu sagen, nein, lass sie mal ausziehen und vielleicht dann selber einen Hund haben. Bernhard Vosicky: [40:49] Ja gut, ist auch in Ordnung, auch ein Tipp. Und noch eine Sache, es gibt ja die Papamia-Playlist des Grauens, wo ich normalerweise die Songs draufsetzen lasse, die mein Interviewgast nicht mehr hören kann, weil es die Kinder so oft gehört haben. Jetzt nehme ich nicht an, dass Samuel so viele Musik hört, aber es gibt natürlich, du bist viel in der ganzen Hundebubble unterwegs, Songs, die du nicht mehr hören kannst. Conny Sporrer: [41:09] Ja, also ich finde, der Klassiker ist Who Let The Dogs Out? Also auf jedem Hundefest wird das halt irgendwie gespielt und es ist immer schon so random. Bernhard Vosicky: [41:19] So wie Bicycle Race, wenn es um Radl fahren geht. Conny Sporrer: [41:21] Stimmt, genau. Und ich glaube, das ist so eins, das ich schon sehr, sehr oft gehört habe und mich ein bisschen nervt. Bernhard Vosicky: [41:29] Okay, ich tue es drauf. Conny Sporrer: [41:31] Ja, sehr gerne. Bernhard Vosicky: [41:32] Das passt gut dorthin. Conny, ich sage dir vielen lieben Dank für deine Expertise, sehr, sehr cool. immer wieder schön, mit dir zu sprechen und über die Hunde was zu lernen und vielleicht auch anderen was mitgeben zu können, damit dieses Zusammenleben von Hund und Mensch schöner wird. Conny Sporrer: [41:46] Danke für die Plattform. Ich tue das auch irrsinnig gerne und mir ist es immer wichtig, dass eben auch so breit es geht, in die Welt zu streuen. Bernhard Vosicky: [41:53] Cool, sehr schön. Danke. Wenn ihr sagt, ihr kennt jemanden, der vielleicht sich überlegt, einen Hund für die Family zuzulegen, vielleicht sharet es diese Folge oder auch sehr, sehr gerne in den Shownotes die Folge Hunde und Kinder, die in der Hundestunde bei der Conny zu hören ist, einfach reinhören. Verlinke ich euch. Bis zum nächsten Mal. Conny Sporrer: [42:12] Papa Mia. Eine Männersache. Bernhard Vosicky: [42:14] Der Podcast von Papas für Papas. Und für alle, die Papas mögen. Klingt cool, ist es auch.

Kapitel

00:00
Intro
02:10
Von Kommissar Rex zur Hundetrainerin
06:58
Kind wünscht sich Hund – und dann?
12:37
Wer ist verantwortlich: Kind oder Eltern?
20:14
Zeit, Geld und Konsequenz
27:45
Der perfekte Familienhund: Herz und Hirn

Bernhard Vosicky

Host

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